Fetischismus

 

 

 

 

 

 

 

 

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Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF) 

16.03.2017

 

 

 

 

 

 

Schlüsselwörter:

Amputationsfetischismus, Amazonenfetischismus, Busenfetischismus, Fetisch, Fetischismus, Fetischparty, Fußfetischismus, Gummi, Gummistiefel, Haarfetischismus, Highheels, Kitzelfetischismus, Latex, Nuckel, Nylonstrümpfe, pervers, Perversion, Retifismus, Sammelleidenschaft, Sammelwut, Schatzbildung, Schlaffetischismus, Schuhfetischismus, Wäschefetischismus, Windelfetischismus

 

 

 

 

Fetischismus (von Fetisch, portugiesisch-französisch zum lateinischen facticius: nachgemacht, künstlich), ein Begriff, der in der Ethnologie die Anbetung von Gegenständen, in der Psychologie die Fixierung auf Körperteile, Eigenschaften oder Dinge, z. B. Wäschestücke (Wäschefetischismus), Windeln (Windelfetischismus), Haare, Schuhe zwecks sexueller Erregung bezeichnet. Sogar ein Auto oder eine Brille kann ein Fetisch sein. Der Schuhfetischismus ist die einzige Fetischismusform mit einer gesonderten Namensgebung, nämlich Retifismus, abgeleitet von dem französischen Schriftsteller Nicola Rétif de la Bretonne (1734-1806), der einen Roman mit dem Titel Le Pied de Fanchette schrieb. 

 

Vergleiche hierzu:

"Von Casanova bis Kinsey. Die Liebe zu den Füßen.", Ingelore Ebberfeld", in "Psyche und Soma", 12/2004, S. 301-302).   

 

 

Schon Karl Marx, von dem die Feststellung überliefert ist: Nichts menschliches ist mir fremd,  hat sich mit dem sogenannten Fetischismus beschäftigt. Er stellte schon lange vor Sigmund Freud, dem Schöpfer der Psychoanalyse fest:

 

"Der Schatzbildner opfert daher dem Goldfetisch seine Fleischeslust. Er macht ernst mit dem Evangelium der Entsagung."

Marx Engels Werke Band 23 (Das Kapital Band I ) Seite 147 im Kapitel "Das Geld oder die Warenzirkulation", Abschnitt "Schatzbildung"

 

 

Marx macht hier auf den Zusammenhang von Fetischismus und Schatzbildung (Sammelwut)  aufmerksam. Gleichzeitig spricht er das religiös ummantelte Motiv der Entsagung an. Der Fetischist vertauscht Fleischeslust für die vermeintlichen Freuden der Entsagung, die Wärme der nackten Haut des Anderen, gegen die glatte und kühle Oberfläche einer Gummijacke. Dem Flagellanten reicht auch dies noch nicht, er treibt die Entsagung auf die Spitze und tauscht diese gegen Peitschenhiebe ein.

In der modernen Zeit offenbaren sich fetischistische Neigungen in mitunter ungewohnter Form. So z.B.  wenn bei diversen medienwirksamen Wettbewerben, wie einem Autorennen, Fußballpokalendspielen, bei Filmfestspielen oder auch einem Musikpreisfestival wie dem "Echo" Estrel Convention Center in Berlin (12.03.2006) die mehr oder weniger glücklichen männlichen Sieger eine Medaille, Statuette oder Trophäe aus einem toten Material wie z.B. Bronze, Silber oder Gold küssen. Beim Militär sollen das Männer sogar ihre Waffe - die Braut des Soldaten - küssen, einem mechanischen Apparat aus Stahl der zum Töten dient. 

Man kann sich fragen, warum Männer mitunter viel lieber totes Material, anstatt eine echte Frau aus Fleisch und Blut küssen? Dies hat zweifellos etwas mit den realen entfremdeten und angstbesetzten Geschlechterverhältnissen zu tun, an der Herstellung Frauen und Männern - entgegen anderslautender altbackener Asbach-Uralt feministisch wirkender Klagelieder - gleichberechtigt je zur Hälfte beteiligt sind.

 

 

In der auf sogenannte "Störungen" konditionierten traditionell-antiquierten Psychologie wird der Begriff des Fetisch, bzw. des Fetischismus im engeren Sinne auf eine sogenannte "sexuelle Störung" bezogen. Dies ist nicht unproblematisch, denn es gibt letztlich keine objektivierbaren Kriterien, was eine Störung sei und was nicht. Letztlich ist es eine Frage der aktuell gesellschaftlich gültigen Definitionen, was man als Störung ansieht und was nicht. So galt bis vor kurzem in Deutschland die Homosexualität noch als schwere sexuelle Störung, die sogar strafrechtlich kriminalisiert war und in dessen Folge in der Bundesrepulik Deutschland Tausende homosexueller Männer strafrechtlich verfolgt und auch eingesperrt wurden. In der DDR fanden solche staatlich angeordneten Verfolgungen nicht statt, so dass man hier fragen kann, welches der beiden Länder denn als Unrechtsstaat bezeichnet werden sollte, die staatssozialistische DDR oder die staatskapitalistische BRD? 

Zudem muss man den Fetischismus als "Störungsbild" von bestimmten sexuell konotieren Vorlieben unterscheiden. So kann eine Frau in Latex oder ein Mann in Leder sexuell attraktiv wirken, dies als "Störung" zu bezeichnen, wäre nun wahrhaftig eine Störung, hinter der man einen sexuell verklemmten (gestörten) Menschen vermuten dürfte.

Problematisch wird es nur,  wenn hinter dem Fetisch der Mensch, die Frau oder der Mann verschwindet. Der Fetisch also Ersatz wird. 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 17. November 2015 00:18

An:

Betreff: Fetischismus HILFE Therapie bringt nichts

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

mir kommt es vor als seien Sie der Einzige der sich mit dem Thema Fetischismus auskennt (ihre Homepage):

Ich habe seit meiner Kindheit eine Faszination für Frauenfüsse in ästhetisch ansprechenden Strümpfen. Ich bezeichne es als Fuss/Socken Fetisch.

Ich habe grosse Probleme mit meiner Sexualität (25 Jahre und Jungfrau, 2 Sexversuche ohne richtige Errektion, war dort sehr angespannt, hab immer auf die füsse geschielt) und stehe unter grossem Leidensdruck, 1 Jahr psychoanalyse scheint nichts zu bringen. Eine nackte Frau finde ich schon unter bestimmten Umständen äusserst erregend (ich muss mich aber irgendwie sehr dabei konzentrieren), jedoch brauche ich bestrumpfte Frauenfüsse irgendwie als Sicherheit. Den Frauen auf der Strasse schaue ich ständig auf die Füsse (reflexhaft).  

Kurz und gut: Wie kann ich diesen Fetisch loswerden (ich möchte ihn nicht vermissen und nichts unterdrücken) und richtige sexualität mit einer nackte Frau wirklich geniessen? Können Sie mir tipps geben? Ich kann mir leider (Status: Student) keine lange systemische Therapie aus finanziellen Gründen leisten (leider nicht von der Krankenkasse übernommen). Ich bin sehr unsicher im umgang mit Frauen und habe irgendwie eine Art Körperscheu (fühle mich schnell erdrückt bzw unsicher, kann meine eigenen bedürfnisse nicht kommunizieren) der fuss scheint irgendwie als Anker zu fungieren. Als Fluchtpunkt. Falls es mit der Frau zu viel wird kann ich mich an den Füssen entspannen. Dort herrscht pure entspannung. Füsse wirken klein, süss, kühl und überschaubar, eine Frauenbrust wirkt grüsse, wärmer und.... der ganze Frauenkörper klebt an ihr. Da fühle ich mich schnell mal erdrückt.

Mehr konnte ich durch die psychoanalyse nicht herausfinden. Ich weiss nämlich nicht wie ich diesselbe lockerheit wie bei den Füssen am "Rest" der Frau empfinden kann. Ich bin verzweifelt und Sie sind meine letzte Rettung. Bitte melden Sie sich. 

PS: Mein Hausarzt meinte ich könnte eventuell Medikamentös meine soziale Phobie/Unsicherheit angehen, ich weiss leider nicht was hier Ursache und was Wirkung ist und wie man vorgehen soll. Bei der Psychoanalyse heisst es: Ich muss selber herausfinden was mein Problem mit den Frauen ist, seit einem Jahr grübele ich und die Zeit vergeht...nichts verändert sich.

 

Beste Grüsse und ich hoffe sehr Sie werden mir antworten

 

...

 

 

 

In der mit dem Begriff der "Störung" operierenden traditionellen Psychologie wird davon ausgegangen, dass dem Fetischismus ein sexuelles Minderwertigkeitsgefühl zugrunde liegt.  Der Fetisch dient dem Fetischisten offenbar zur Reduktion seiner Angst. Gleichzeitig ist sein Verhältnis zum Fetisch sexuell gefärbt, im Fetisch kann er symbolisch und stellvertretend seine Liebesbedürfnisse leben. Da der männliche Fetischist statt des ihm angstmachenden "Objektes" (seiner Partnerin (Partner) oder Frauen im allgemeinen), den Fetisch "liebt", kommt es in der Regel über kurz oder lang zum Konflikt mit seiner Partnerin, die sich ungeliebt fühlt, da sich ihr Partner nicht ihr, sondern dem Fetisch zuwendet. 

Dem Fetischismus liegt wohl häufig ein ungelöster, möglicherweise auch sexuell gefärbter Konflikt zwischen dem Fetischisten (dies kann auch eine Frau sein) und einer frühen wichtigen Bezugsperson vor. Dies wird nicht selten auch ein ungeklärter Konflikt zwischen Mutter und Kind (Sohn) sein. Möglicherweise spielt in nicht wenigen Fällen auch ein latenter sexueller Missbrauch des Sohnes durch seine Mutter eine Rolle. 

 

Man kann den Fetisch auch in seiner Eigenschaft als Schnuller deuten. Das auf den Schnuller fixierte Kleinkind benötigt diesen mehr oder weniger existenziell zur psychosomatischen Stabilisierung.  Für den erwachsenen Fetischisten könnte dies heißen, sich mit seinen Schnuller- und Schattenthemen auseinander zu setzen die ihn zum Festhalten am Fetisch veranlassen und neue entwickeltere emotionale Verankerungen zu suchen und zu festigen. Dann bedarf es auch des Schnullers (Fetisch) nicht mehr und dieser kann entsorgt werden oder ins Museum kommen.

 

Allerdings sollte man nicht jedes besondere Interesse an bestimmten Körperteilen oder bestimmten "Objekten" gleich als Fetischismus bezeichnen. Sonst würde man wohl auch zu der Meinung kommen, der Hang der Anthroposophen zum Runden und das Vermeiden eckiger Formen, gut zu sehen an den Gebäuden der Waldorfschulen" hätte was mit einem abnormen ins Architektonische verlagerten Interesse der Anthroposophen - und hier im speziellen ihres Übervaters Rudolf Steiners - an weiblichen Rundungen (Brüsten, Schenkel und Po) zu tun. Möglicherweise ist es sogar so, dass Anthroposophen für die die Leiblichkeit des Menschen und im speziellen die der Frau in gewissen Maße schwer aushaltbar erscheint und sie dieses Interesse daher, wie Siegmund Freud das wohl sagen würde, in Architektur und Kunst sublimieren wollen. 

Sind es heute weiblicher Po und Brüste, die die Männerwelt oftmals in Atem hält, ohne dass die Männer deswegen als Fetischisten bezeichnen müsste, so waren es in vergangenen Zeiten der Anblick unverhüllter weiblicher Füße, angesichts derer Männer sogar bisweilen eine Erektion bekommen haben sollen oder sogar eine spontane Ejakulation (vgl. Ebberfeld 2004, S. 302).

Beim der Diskussion zum Fetischismus ist zu beachten, dass der Mensch im Gegensatz zum Tier, Sexualität in einem kulturellen Kontext lebt. Kein Tier würde auf die Idee kommen, sich beim Liebesspiel Nylonstrümpfe als stimulierende Bekleidung zu wünschen. Der Mensch schon, doch dies ist - so wie eine Sinfonie von Mozart oder die etwas bizarr klingende 12-Ton Musik von Arnold Schönberg- erst einmal nur kulturelle Schöpfung und als solche überhaupt nichts pathologisches. 

Der Begriff des Fetischismus ist in diesem Sinne sehr behutsam und wertneutral zu verwenden, d.h. mehr als ein eine bestimmte sexuelle Eigenart beschreibendes, statt pathologisierendes Verhalten.

 

 

Ob es mehr fetischistisch orientierte Männer als Frauen gibt ist ungeklärt (eine Erörterung zum Thema des weiblichen Fetischismus findet sich in: Becker, Sophinette: "Das weibliche Körperselbst und die Perversion. Warum Frauen sexualisierte Aggressionen anders externalisieren als Männer", In: "Forum Psychoanalyse", 2005, 21: 242-254)

Um die Frage wenigstens versuchsweise zu beantworten, müsste man erst einmal klären, was im einzelnen alles unter Fetischismus verstanden wird. Nicht wenige Frauen sind z.B. auf mächtige und finanzkräftige Männer orientiert. Der Fetisch ist hier Geld und Macht. Das Phänomen können wir oft bei älteren männlichen Spitzenpolitikern und Wirtschaftsbossen beobachteten, die von jungen attraktiven Frauen umworben werden. Die Macht und der Reichtum des Mannes kann der Frau als Fetisch dienen. 

Im gewissen Sinne kann man sagen, dass sicher alle Männer und Frauen mehr oder weniger ausgeprägte fetischistische Neigungen haben. Problematisch kann es werden, wenn diese Neigungen zwanghaften Charakter annehmen unter denen der Betroffene leidet. Ein zwanghaft fetischistischer Mann, der im Schuhladen Damenschuhe kauft, um sie bei sich in der Wohnung zu präsentieren, ist allerdings für die Allgemeinheit keine Gefahr.  Ein Brillenfetischist, der anderen Männern auf der Straße die Brille herunterreißt und die so erbeuteten Brillen bei sich zu Hause sammelt, hat die tolerierbaren Grenzen jedoch überschritten. Die Grenze des Zulässigen ist nicht generell fixierbar. Sie hängt auch immer von dem Toleranzvermögen der anderen Menschen ab. Sie beginnt spätestens dort, wo fetischistisch orientierte Menschen, die Grenzen anderer Menschen und hier insbesondere von Kindern, in erheblichen Maße überschreiten. Hier wird es sinnvoll sein, als außenstehender Erwachsener Kontakt mit dem sozialpsychiatrischen Dienst des betreffenden Ortes oder des Landkreises Kontakt aufzunehmen und mögliche weitere Schritte zu besprechen, die einerseits mit dem betroffenen Menschen achtsam umgehen und andererseits aber auch dabei helfen, das andere Menschen nicht zu schaden kommen.

 

Männer und Frauen, die unter fetischistischen Zwängen leiden oder bei denen ihr Fetischismus zu unangenehmen Konflikten führt, können eine Beratung oder Therapie aufsuchen, um sich mit dem Thema auseinander zu setzen und eine für sie gangbare Lösung des Konfliktes zu finden.

 

 

 

Literatur: 

Ingelore Ebberfeld: "Von Casanova bis Kinsey. Die Liebe zu den Füßen."; In "Psyche und Soma", 12/2004, S. 301-302).   

Sophinette Becker:  "Das weibliche Körperselbst und die Perversion. Warum Frauen sexualisierte Aggressionen anders externalisieren als Männer", In:  "Forum Psychoanalyse", 2005, 21: 242-254

 

 

Links: 

www.ebberfeld.de

 

 


 

 

Anfragen und Mitteilungen zum Thema

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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 13. März 2017 12:09
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Frage zu sexueller Vorliebe meines Freundes


Sehr geehrter Herr Thiel,

ich schreibe Ihnen mit der Frage, ob der Fetisch meines Freundes behandelbar ist.

Er steht auf sehr magere und knochige Frauen. Magersüchtige Frauenfiguren sind sein Traum. Ich bin von Natur aus dünn, jedoch nicht magersüchtig dünn.

Jetzt habe ich drei Kilo zugenommen und mein Freund begehrt mich nicht mehr. Er möchte, dass ich diese drei Kilo und noch mehr abnehme, weil er sonst keinen Sex mit mir haben kann. Er möchte, dass ich unter 45 wiege. Das ist jedoch für mich nicht machbar.

Was steckt dahinter? Ich finde es nicht normal, er sagt das auch, und trotzdem bleibt es seine Vorliebe. Kann man ihm helfen, oder mir oder bleibt nur die Trennung?

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

Sehr geehrte Frau ...,

man muss nicht alle Vorlieben anderer bedienen, auch wenn es sich um einen Freund handelt.

Was hinter dem Verhalten Ihres Freundes steckt, man kann es nur mutmaßen.

Vielleicht projiziert er seine eigene Magersucht auf Sie. Sie kennen ja die Geschichte von Wilhelm Busch "Der Suppenkaspar".

Helfen kann man nur Menschen, die Hilfe suchen, ich vermute aber, dass Ihr Freund ebenso wenig Hilfe sucht wie Wladimir Putin, von daher kann man dann seine Bemühungen auch sparen. Es bringt dann ebenso wenig Sinn, als ob man mit blinden Männern in ein Stripteaselokal ginge.

Eine Trennung ist nicht zwingend nötig, nur weil man nicht alle Wünsche des anderen bedient.

Man kann auch zusammenbleiben, wenn sonst ausreichend Grundlagen für ein Zusammenleben bestehen.



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 15. März 2017 12:13
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Re: Frage zu sexueller Vorliebe meines Freundes

Sehr geehrter Herr Thiel,


vielen Dank für Ihre Antwort, die mich in zwei Punkten beruhigt hat. Und im dritten Punkt eine Nachfrage hat.


Die Mutmaßung über eine Magersucht bei meinem Freund finde ich interessant.
Könnten Sie mir das weiter erklären?
Wie habe ich das mit der Projektion zu verstehen?

Wie funktioniert das genau?


Mein Freund achtet in der Tat sehr darauf, was er isst. Er verbietet sich zuckerhaltige Lebensmittel und versucht weitestgehend auf Kohlehydrate zu verzichten.

Auch isst er nicht nach 21 Uhr. Und kauft sich nichts zwischendurch - vielleicht auch aus Sparsamkeit.
Um ehrlich zu sein: mein Freund möchte mir dieselben Essensregeln auferlegen. Wenn wir jedoch bei seiner Mutter essen, isst er auch kohlenhydrathaltige Nudeln, jedoch nicht die selbstgebackenen Plätzchen.
Sein BMI ist im Normalbereich und stabil. Er treibt regelmäßig Sport und Fitness, so er es einrichten kann.

Kann man hier von einer Magersucht sprechen?


Wie gesagt, ich habe das Konzept der Projektion nicht ganz verstanden: Kann er eine Magersucht auf mich übertragen, die er selbst nicht hat?


Mit vielem Dank und Grüßen

 

 

 

Sehr geehrte Frau ...,

wir Menschen haben die Tendenz, dass was für uns selbst für "richtig" und damit wichtig halten, auch auf andere Menschen zu übertragen.

So etwa ein islamistischer Prediger, der alle anderen zum "richtigen" Glauben bekehren will, und wenn da die anderen nicht mitspielen, dann wird ihnen in Bürgerkriegsländern wie Syrien oder dem Irak der Kopf abgehackt. In Deutschland ist das in aller Regel nicht so schlimm, weil die Zivilgesellschaft solche Exzesse nicht toleriert.

Projektion meint, dass ich meine eigenen "Charakteranteile" auf andere projiziere, man kann sich das wie einen Filmprojektor vorstellen, der Film wird auf die Leinwand projiziert.

Ein misstrauischer Mensch projiziert also sein Misstrauen auf andere Menschen und meint, alle Menschen wären verschlagen und ihm feindlich gesonnen, die Menschen spüren natürlich dieses auf sie projizierte Misstrauen und reagieren darauf entsprechend, also eher abwehrend und feindselig, als wohlwollend und verständnisvoll. Und so schließt sich der Kreis, der misstrauische Mensch fühlt sich bestätigt in seinem Glauben, die anderen Menschen wären ihm feindselig gesonnen, das nennt man auch "selbsterfüllende Prophezeihung".

Es kommt nicht darauf an, ob Ihr Freund selber manifest magersüchtig ist, sondern darauf, was er als ideelen Wert ansieht, grad so wie katholische Priester, die von der Kanzel das Zölibat predigen und am Nachmittag die eigene Haushälterin vögeln.

Letztendlich ist hier aber die Frage, wie Sie sich verhalten und möglicherweise zur Erzeugung und Stabilisierung des Problems mit beitragen.

Da würde es lohnen hinzugucken, denn Sie sind die einzige, die direkten Kontakt zu sich selbst hat und somit auch unmittelbar die, die sinnvolle Veränderungen ohne Umwege vornehmen kann.



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel




 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 16. März 2017 19:14
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Re: AW: Frage zu sexueller Vorliebe meines Freundes

Sehr geehrter Herr Thiel,

Ja, stimmt. Ab sofort bekommt er bei dem Thema nur noch ein müdes, aber bestimmtes Lächeln.

Denn ich habe mich aus Angst, ihn zu verlieren (mein Thema) dabei bisher ambivalent gezeigt.

Velen Dank für ihre direkte, ungeschönte, spritzige Art.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 


Sehr geehrte ...,

danke für das freundliche Feedback,

Das wäre meine nächste Frage gewesen, was Sie auf Ihren Freund projizieren, bzw. was er hat, dass Sie so folgsam sind.

Da lohnt es sich sicher mal hinzugucken.


Jürg Willi: Die Zweierbeziehung. Spannungsursachen / Störungsmuster / Klärungsprozesse / Lösungsmodelle – Analyse des unbewußten Zusammenspiels in Partnerwahl und Paarkonflikt: Das Kollusionskonzept. 1975, 1999 Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 31988

https://de.wikipedia.org/wiki/Kollusion_(Psychologie)



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel


 

 


 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 6. Januar 2017 11:27
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Feeding/Fettfetisch

Hallo Herr Thiel,

ich habe seit ca. 5 Monaten eine Beziehung zu einem Mann der auf sehr dicke Frauen steht. Besonders findet er Gefallen an dicken Bäuchen und wenn sie sich mästen. Ich bin 1,70cm und wiege 58kg. Er hat kein sexuelles Interesse an mir. Versuche sind kläglich gescheitert. Er sagt, dass er mich liebt und deswegen eine Therapie machen möchte. Er schämt sich sehr dafür und ich bin die einzige mit der er jemals darüber geredet hat. Glauben sie, dass es möglich ist, dass er mich jemals attraktiv finden könnte?

Vielen Dank für ihre Antwort.

 


Hallo Frau ...,

ob Ihr Freund Sie jemals attraktiv finden wird, das kann man nicht voraussagen.

Auch unabhängig von der offenbar vorhandenen Fixierung Ihres Freundes auf sehr dicke Frauen, ist das auch bei "normal" konditionierten Menschen so, dass nicht jeder zu jedem passt und eine Beziehung, so wie man sie sich wünscht, sich letztlich nicht erzwingen lässt, sondern ein Stück weit auch dem Zufall oder Glück unterworfen ist.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag; 25. Juli 2016 05:53

An:...

Betreff: Brüste die Milch geben

Hallo Herr Thiel;

ich bin am Boden zerstört. Ich bin seit nun mehr 10 Jahren mit meinen Mann zusammen. Gestern habe ich erfahren; dass er seit längerer Zeit sich mit anderen Frauen getroffen hat.

Er hat bei diesen Frauen an den Brüsten rum gespielt und Milch abgesaugt. Es ist ihn nicht in den Sinn gekommen; damit aufzuhören; weil er in einer Ehe lebt. Ich kann ihn sowas nicht bieten; weil ich daran kein gefallen finde. Er will mich nicht verlieren … Hat mir das jetzt alles erzählt; nachdem es aufgeflogen ist.

Er hatte nie Sex mit diesen Frauen; es ging auch nicht um die Größe des Busen; er hat gefallen daran; wenn Frauen ihren Busen schön finden. Er will den Busen anfassen und am besten daran Nuckeln; besser noch; wenn sie dann Milch gibt.

Meine Frage: Ist meinem Mann zu helfen; oder wird er das nicht mehr los? Ist das ein Fetisch?

Für mich ist es wichtig zu wissen; denn meine Ehe hängt davon ab.

...

 

 

 

Sehr geehrte Frau ...,

ich würde das nicht unter Fetisch einsortieren, sondern unter einem besonderen sexuellen Interesse.

Dies kollidiert aber ganz offensichtlich mit Ihrem Wunsch nach ehelicher Treue.

Das müssten Sie nun beide miteinander überlegen, wie sich da zukünftig arrangieren wollen.

Wenn Ihnen die eheliche Treue sehr wichtig ist, wird Ihr Mann sicher nicht umhinkommen, diese sexuelle Präferenz zukünftig nicht mehr zu praktizieren, ansonsten sieht es wohl so aus, dass Ihre Ehe keinen Bestand haben wird.


Mit freundlichen Grüßen



Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

 
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 29. Januar 2016 23:50
An: info@maennerberatung.de
Betreff: ich, mein partner und sein fetisch
 
hallo herr thiel
 
ich bin am ende meines pädagogischen und empathischen lateins
 
seit 8 monaten bin ich in einer beziehung mit einem leder/gewaltfetischisten (dominante frauen mit waffen) sex hatten wir bis dato keinen, eine errektion funzt auch nicht wirklich...selbst mit viagra schafft er es, die latte zu unterdrücken.
 
ich habs mit allem versucht, verständnis, mich in die rolle des fetischs begeben, ihm sogar bei seiner kurriosen art der selbstbefriedigung zugeschaut etc. reden bringt nix, da ich glaube, dass meine gefühlswelt kognitiv bei ihm nicht ankommt. (bin smlerin und ja einiges gewohnt) aber inzwischen nur noch frustriert.
 
diesen fetisch scheint er schon ewig zu haben, andere beziehungen scheiterten wohl auch u.a an diesem grund. (der andere wäre wohl die ausgeprägte ich-bezogenheit), ausgelebt hat er den fetisch noch nie, beschränkt sich also auf gefühlte 10.000 bilder, und das hinterherglotzen nach allem was leder trägt. generell lief sex in den letzten jahren nicht wirklich, die letzte beziehung ist 20 jahre her. wenn ich aus dem haus bin, ist das erste was er tut, sich bilder runterladen... das dollste.... als ich bei ihm war, er eine stunde aufm klo war und danach den abdruck seiner gitarre auf der backe hatte...(ja er spielt auf dem klo gitarre) wozu er das instrument missbraucht hatte, muss ich nicht erwähnen.
 
als ... und sensibler mensch, sehe ich wohl mehr in ihm was verschiedene konflikte angeht, als er selbst, ergo zieht er sich aus den gesprächen mit mir, will keinen therapeuten aufsuchen und ich bei ihm keiner sein.
 
hab schon überlegt ihn mit ner wasserpistole zu konditionieren...
 
ist das ein hoffnungsloser fall, oder besteht irgendeine chance, dass das zusammensein nicht mehr vom omnipresenten fetisch belastet wird?
weil lieben tun wir uns....
 
Mfg ...


 
 
 

Hallo Frau ...,
 
hoffnungslose Fälle gibt es nicht.
 
Denken Sie nur an die Dreigroschenoper
 
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Dreigroschenoper
 
 
Dritter Akt
 
Da wird der Gangsters Macheath, genannt Mackie Messer, in letzter Sekunde vor dem Galgen gerettet.
 
So ist es manchmal.
 
 
Allerdings gibt es Menschen, die wehren sich mit Händen und Füßen gerettet zu werden. Ihr Freund gehört vermutlich dazu.
 
Wer aber nicht gerettet werden will, den sollte man auch nicht retten, da es eben einfach nicht bringt, außer Frust und Verdruss auf der eigenen Seite.
 
Man geht dann besser seinen eigenen Weg, es finden sich dann immer noch genug andere Leute, die sich zur Rettung ihres Freundes gerne umsonst abplagen und das sollte man ihnen dann auch gönnen.
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen
 
 
Peter Thiel
 

 

  

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 28. August 2015 02:45
An: info@maennerberatung.de
Betreff: Fetisch

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

Mein Name ist ..., ich bin 16 Jahre alt und finde seit meiner frühen Kindheit Windeln sehr 'Interessant'.. Mir wurde  natürlich erst, als Ich zu pubertieren begann klar, dass diese Gedanken sexueller Natur waren. Mich hat das bis jetzt nicht belastet, erst als ich feststellen musste, dass ich keinen normalen Sex haben kann, habe ich es mit der Angst zu tun bekommen..

Kurz gesagt: ich bin bereit, alles zu tun um diesen Fetisch loszuwerden, wenn es denn möglich ist.

Was halten Sie davon ?

Was würden Sie mir raten ?

Denken sie, dass ich eine Chance hab den Fetisch zu begraben, obwohl er mich schon so lange verfolgt ?

 

 

Mit freundlichem Gruß  

...

 

 

 

Hallo ...,  

das Interesse an einem Fetisch verliert sich in der Regel im Laufe der Jahre.  

Vorn spielt die Musik, hinten die Wiederholung.  Gucken Sie also nach vorn und nicht nach hinten.    

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 7. April 2013 12:35

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Schuhfetischismus

Hallo Herr Thiel,

ich lebe seit vielen Jahren mit einem Mann zusammen, der einen ausgeprägten Schuh-Fetischismus hat.

Er fängt an zu würgen und kotzen (!), wenn ich barfuß laufe oder ganz normale Strümpfe trage. Auch wenn ich Schuhe trage, die ich mir selber gekauft habe.

Er redet dann nicht mit mir, zieht sich in sein Zimmer zurück. Wenn wir uns begegnen, schaut er mir nicht zuerst ins Gesicht, sondern auf die Füße.

Das Zusammenleben gestaltet sich zunehmend anstrengend für mich. Hinzu kommt sein Alkohol- und Zigaretenkonsum. Auch sitzt er mittlerweile bis spät nachts am Computer, um sich Bilder anzuschauen.

Er verkleidet sich auch gerne, wie ich zufällig gesehen habe.

Dieser Irrsinn wird nur auf mich als seine Lebensgefährtin übertragen.

Andere Frauen sind davon ausgenommen.

Ich habe schon verschiedene Versuche unternommen, mich von ihm zu trennen, da ich keine Perspektive sehe und mich sein Verhalten auch teilweise anwidert.

Er betrachtet seine Vorliebe nicht als Problem. Ganz im Gegenteil, er sagt stereotyp, dass ich ihm doch den kleinen Gefallen tun sollte. Dann wäre alles ok.

Eine Freundin (Ärtzin) betrachtet seine Vorliebe als pathologisch und ich teile ihre Einschätzung mittlerweile.

Sehen Sie eine Chance, diesen Mann von seinem in meinen Augen krankhaften Verhalten zu "heilen"?

Vielen Dank im voraus

...

 

 

 

Hallo Frau ...,

 

"Das Ziel systemischer Therapie liegt nicht darin, die intra-psychische Persönlichkeitsstruktur zu verändern, sofern diese überhaupt verändert werden kann. Es werden vielmehr die zwischenmenschlichen Beziehungen, resp. die Kommunikationsprozesse und Interaktionsmuster (d.h. die Art und Weise, wie Menschen miteinander umgehen) sowie die impliziten Regeln, die solche Prozesse und Muster steuern, verändert."

Gottlieb Guntern: "Die kopernikanische Revolution in der Psychotherapie", In: "Familiendynamik", 1980, S. 28

 

Um mit Gottlieb Guntern zu sprechen, ich sehe da keine "Heilungschancen", denn warum sollte sich Ihr Mann ändern, wenn er sich gar nicht zu ändern braucht, da Sie ihn ja so nehmen, wie er nun mal zu sein scheint.

Wir müssen daher einen Umweg nehmen. Praktischerweise würde ich Ihnen vorschlagen, sich einmal in der Woche eine Stunde bei einem guten Coach zu gönnen.

Am besten in der Zeit, wo Ihr Mann gern hätte, dass Sie bei ihm sind.

Sie können ihm dann sagen, dass Sie leider zu dieser Zeit verhindert sind, weil Sie Ihren wöchentlichen Termin beim Coach haben.

Der Coach sollte zweckmäßigerweise männlich sein, das verbessert die Heilungschancen bei Ihrem Mann.

 

Ich kalkuliere mal 10 Sitzungen in 10 Wochen und dann wird Ihr Mann mürbe und ist zu ersten Veränderungen bereit.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 14. Februar 2013 17:07

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fussfetisch was tun??

 

 

Von meinem iPhone gesendet

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

 

Sie schreiben: Fussfetisch was tun??

 

Die Frage ist recht kurz, so dass ich nicht rechtes damit anzufangen weiß.

 

 

Vielleicht so:

 

 

Alice: "Würdest Du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?"

"Das hängt zum größten Teil davon ab, wohin du möchtest", sagte die Katze.

"Ach, wohin ist mir eigentlich gleich ...", sagte Alice.

"Dann ist es auch egal, wie du weitergehst", sagte die Katze.

 

Lewis Carroll "Alice im Wunderland"

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 5. April 2012 23:50

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Busenfetisch

 

 

Hallo ,

schön Ihre Seite kennen zu lernen, ich habe lange gesucht!

Ich lebe seit drei Jahren mit meinem LG zusammen. Wir haben von Anfang an wenig Sex oder kein Sexualleben gehabt womit ich klar kam. Unsere Harmonie bezieht sich auf lange Streichelmassagen- ähnlich Tantra. Gedanken hatte ich mir nicht so sehr gemacht, da es meinem LG immer sehr gefällt. Nun hat er sich in letzter Zeit sehr verändert, wurde depressiv und unglücklich. Nach mehreren Gesprächen hat er sich schliesslich geoutet. Er hätte seit Kindheit einen ausgeprägten Busenfetisch - ab Größe H und ich leider nur ein D-Cup-Ich kann ihm da nicht helfen.

Er wiederum leidet auch darunter, will mich nicht verlassen, aber trotzdem den Feti ausleben.

Natürlich mit anderen Frauen, die er in verschiedenen Portalen findet. Er hat sich nun bereits zwei Wochenenden dafür eine Auszeit genommen und ist einfach weggefahren. Beschrieben hat er mir auch diese Damen, denn normalerweise nicht sein Typ, so dick, wie die Frauen dann sind. Aber er kommt nicht gegen an, denkt, dass es uns sogar helfen wird. Er sucht noch die Richtige... weiß nicht ob er Erfolg hatte, darüber redet er nicht.

Ich bin wirklich bemüht das Thema mit ihm durchzustehen, habe aber seitdem ein großes "Kopfkino".

Er weiss auch nicht wie lange es dauern wird das dieser momentane Zustand so bleibt, will aber auch egoistisch an sich denken.

 

Meine Frage:

Zahlt solch eine Therapie die Kasse?

Können Sie ihm helfen den Fetisch abzubauen?

Können Sie vielleicht uns zusammen helfen?

Gibt es irgendeine Möglichkeit den Fetisch zu kontrollieren oder zu heilen?

Liebe Grüße und Danke für die Antwort

 

 

 

 

Hallo Frau ...,

wir müssen hier unterscheiden zwischen einem Fetisch, also einem Ersatzobjekt, und einer möglichen manifesten Vorliebe oder Ausrichtung.

Vereinfacht gesagt, Fetischismus ist "heilbar". Manifesten Vorlieben oder Ausrichtungen im wesentlichen stabil und einer "therapeutischen" Veränderung nicht zugänglich. Beispiel Homosexualität. Heutzutage käme auch kein seriöser Therapeut auf die Idee, die homosexuelle Neigung oder das homosexuelle Interesse "therapieren" zu wollen.

 

Im Falle Ihres Freundes wäre also erst einmal abzuklären ob es sich um einen Fetischismus handelt oder um eine Vorliebe.

Ihr Freund kann dafür einen qualifizierten Therapeuten aufrufen. Bei Bedarf ginge das auch bei mir.

Die Kasse übernimmt Kosten nur bei Vorliegen einer "psychischen Störung". Vorlieben gehören nicht dazu.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Original Message-----

From: ...

Sent: Tuesday, January 24, 2012 8:16 AM

To: info@maennerberatung.de

Subject: fetischismus

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich bin männlich und kann nur zum Orgasmus kommen, wenn ich kurze Shorts (Sporthöschen, Badeshorts ...) anhabe, daran hat sich nie etwas ändern können. Leider gibt es, soviel ich nach einigem Suchen feststellen konnte, nur im (männlichen) homosexuellen Milieu solche Fetischisten.

(Mein lebenslanger Traum ist es immer gewesen, eine Frau mit solchen Neigungen zu finden!). Was tun? Manche Frauen lehnen es ab, und dann muß ich mich unverrichteter Dinge wieder empfehlen.

Ist es heilbar? Ist eine "Heilung" erstrebenswert?

Ich bin 63, 184/72, Akademiker, .... und wohne in ..., viel Geld habe ich nicht.

Marc

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

Die Chance eine Frau zu finden, die Ihre Neigung teilt, dürfte bei 1 : 1.000.000 liegen. Sie müssten also wohl sehr lange nach diesen wenigen Frauen suchen.

Ob Ihre Konditionierung "heilbar" ist, weiß ich nicht. Ich weiß auch nicht, ob Homosexualität oder Heterosexualität "heilbar" ist. Wenn Sie sich verändern möchten, gibt es allerdings sicher gute Chancen dies auch zu tun.

Ob eine "Heilung" erstrebenswert ist, kommt sich auf den Gewinn und auf den Verlust an, den Sie infolge einer solchen "Heilung" hätten.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 18. März 2011 01:38

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Beratung

 

Hallo Herr Thiel,

ich hoffe es gibt Sie noch, der letzte Eintrag war von 2007. Danke fuer den bissigen Humor auf

http://www.maennerberatung.de/fetischismus.htm ! Habe gelacht.

Die Analogie mit dem Schnuller hat mir schon geholfen, und ich wuerde gerne mehr erfahren. Auch sonst lese ich Ihre Seite mit Genuss. Ich leide unter der Rolle die einem "Mann" in der Gesellschaft aufgezwungen wird, und kompensiere es mit einem Fetisch. Zu dieser neuen imaginaeren Rolle gehoert jedoch wieder eine Frau, so dass mein eigentliches Problem nie geloest wurde. Was das ist, keine Ahnung. Ich denke ich moechte einfach nicht abhaengig sein von der "Gnade" einer Frau. Die Maennerolle die mir als junger Mensch angeboten wird, ist eine Last.

Falls Sie mir helfen koennen und noch Beratung anbieten, ist naechste Woche ein Termin moeglich?

...

 

 

 

Hallo Herr ...,

Na klar, mich gibt es noch. Siehe auch "Feigenblatt" No 22

 

Nächste Woche sind nur noch Montag Termine frei.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 8. Januar 2011 16:17

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frauenfetischist

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

beim Stöbern im Internet, bin ich zufällig auf Ihre Seite aufmerksam geworden. Da die erste E-mail und die darauffolgende Beantwortung von Ihnen kostenlos ist, möchte ich hiervon gebrauch machen.

Vor längerer Zeit habe ich einen Mann kennengelernt, der mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht und mit dem ich gern eine Beziehung eingehen würde. Jetzt hat er mir aber bei unserer ersten Verabredung gestanden, dass er totaler Frauenfetischist ist, d. h. er würde alles an einer Frau lieben, angefangen von den Zehen bis zum Kopf. Seit dieser Aussage bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich mich weiterhin mit ihm treffen und eine Beziehung eingehen oder ob ich es lassen soll.

1. Frage: Kann ein solcher Mann, überhaupt einer Frau treu sein oder springt er diesbezüglich von einer Frau zur nächsten? Die Antwort würde mir bei meiner Entscheidung sehr helfen.

2. Frage: Was bedeutet der Begriff "Frauenfetischist" eigentlich genau?

Ich hoffe, Sie können mir meine Fragen beantworten. Vielen Dank im voraus.

Ihre ...

 

 

 

Hallo Frau ... ,

ich interpretiere die Bezeichnung "Frauenfetischist" so, dass der Mann meint, er würde die Frauen nicht um ihrer selbst lieben, sondern als Fetisch betrachten.

Würde das so zutreffen, wäre es sicher keine erquickliche Beziehung, da der Mann dann ja nicht Sie meinen würde, sondern sein Bedürfnis nach einem Fetisch. Der Fetisch dient nun wiederum der Ablenkung oder Kompensation drängender Konflikte. So dürfte dann auch kein guter Kontakt entstehen, sondern eine gehörige Portion Zwanghaftigkeit mit im Spiele sein. Das würde auf die Dauer sicher keine Freude bereiten.

Doch wie auch immer, wenn Sie sich diesem Mann achtsam nähern und mit Ihren Wahrnehmungen in einem guten Kontakt bleiben kann eigentlich nichts passieren. Womöglich verändert er sich dann ja auch, Wunder gibt es immer wieder.

Es kann natürlich sein, dass der Mann, sich von Ihnen trennt, sobald es ihm zu nahe und verbindlich wird. Das ist wohl das Risiko, das Sie eingehen müssten.

Sie können ihn aber auch fragen, was er für eine Beziehung sucht, darf es auch eine verbindliche sein, wenn beide feststellen, dass es gut läuft oder will er sich als ewiger Jungegeselle und verkappter Don Juan die Tür ständig offen halten.

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 30. Dezember 2010 23:05

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetish

 

 

Guten Tag

 

Jetzt ist die Zeit gekommen wo ich das mal muss angehen.

Da ich das nicht mit meinen Kollegen besprechen kann weil das zu Persönlich ist wende ich an Sie.

So habe ich eine gewissen Abstand und kann guten Rat von Ihnen Haben oder geholfen werden was mann machen kann.

Mein Alter ist 41 Männlich und Single.

Alles hat angefangen mit ca 16 Jahren da ist mir bewusst geworden das es mich erregte wenn ich Gummistiefel in Berührung komme.

Von da an steigerte es Jahr zu Jahr mit dem Fetisch. Und heute bin ich an den Punkt gekommen wo es nicht mehr so weiter gehen kann. Für mich ist das Schon Krankhaft und nicht mehr immer mit Lust verbunden. Es vergeht kein Tag wo ich nicht Gummistiefel an habe ausser bei der Arbeit bis Jetzt.

Und Jeden Tag muss 1 oder 2 Mal Onanieren und an Gummistiefel Fantasieen denken.

Es erregt mich auch wenn ich ab und zu Gummistiefel Kaufen gehen kann. So habe ich natürlich schon eine Sammlung von Gummistiefel zu Hause. Jetzt meine Frage:

Wie bekomme ich diese krankhafte Lust weg. Bringt man dies mit einer Therapie weg.?

Oder wie kann mann es sonst noch unterdrücken.?

An eine Kastration habe ich auch schon gedacht.!

 

Mit freundlichen grüssen

...

 

 

 

 

Hallo ...,

machen Sie einfach einen ersten Termin mit einem guten Therapeuten. Das ist ein erster guter Schritt in die Zukunft ohne lästige Zwänge.

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Donnerstag, 11. Juni 2009 07:00

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Kitzelfetisch-Therapie

 

Sehr geehrte Damen und Herren von Maennerberatung.de,

ich schreibe Ihnen weil ich ein Problem sexueller Natur habe. Ich leide schon (soweit ich zurückdenken kann) an einem Kitzelfetisch. Dieser ist so ausgeprägt, daß kitzeln mich weit mehr erregt als z.B. der Anblick einer nackten Frau (obwohl ich heterosexuell bin). Dieser Fetisch behindert mich in meinem Sexualleben doch sehr, da es mir schwer fällt eine Frau zu finden, die diese Vorliebe im gleichen Maße teil. Dem entsprechend hatte ich auch noch keinen Geschlechtsverkehr (bin 26 Jahre), obwohl ich durchaus immer mal wieder die Gelegenheit dazu gehabt hätte.

Nun bin ich zu dem Entschluß gekommen, daß es für mich wohl sinnvoll wäre, eine Sexualtherapie zu machen. Dazu habe ich 2-3 Fragen an Sie:

1. Wissen sie ob es Krankenversicherungen gibt, welche die Kosten für eine derartige Therapie übernehmen? Wenn ja, welche?

2. Können sie mir einen guten Sexualtherapeuten empfehlen? Ich selbst komme aus dem Großraum ... und würde bevorzugt da eine Therapie beginnen. Da ich aber grade mit meinem Studium fertig geworden bin, wäre ich örtlich flexibel und könnte währenddessen ggf. ein Praktikum in der entsprechenden Stadt X beginnen.

3. Wenn Sie keine Antwort auf meine Fragen wissen, kennen Sie jemanden der es vielleicht weiß?

Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

die Krankenkasse übernimmt die Kosten, wenn dies aus Sicht des behandelnden Psychotherapeuten notwendig ist.

Suchen Sie also erst einmal einen Therapeuten für eine Probestunde, dann kann Ihnen dieser sagen wie es weitergehen kann.

Im Großraum ... kenne ich keine Krankenkassentherapeuten.

 

Ansonsten schauen Sie mal hier nach Systemischen Therapeuten, die sich möglicherweise auch Ihrem Anliegen annehmen können.

www.familientherapie.org

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Dienstag, 7. Oktober 2008 15:22

An: info@maennerberatung.de

Betreff: fetisch

 

Hallo,

ich habe einen frauenschuh fetisch.

Also ich mag Füße nur dann wen sie in Hackenschuhen sind also jetzt keine "Porno Schuhe" sondern normal pumps oder halt diese offenen Hackenschuhe finde ich sehr erotisch .

Ich möchte diesen fetisch aber loswerden weil er mich in meinem Leben einschränkt.

Können sie mir helfen?

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

Ja, da kann ich Ihnen sicherlich helfen.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 12. August 2008 21:52

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetischismus

 

Sehr geehrte Damen und Herren

Bei mir ist es das Material Nylon/Polyamid, das ich sexy finde, beispielsweise wenn meine Frau eine solche (dünne) Regenjacke trägt, finde ich das sexy, wie andere bei einem Minijupe das gleiche empfinden. Auch wenn andere attraktive Frauen solche Jacken tragen, empfinde ich dasselbe. Manchmal kommt es auch vor, dass wenn ich selber eine solche Regenjacke trage, dass es mich ebenfalls sexuell erregen kann.

Bis vor kurzem habe ich das ganze ignoriert und mir nicht viel Gedanken darüber gemacht. Nun bin ich soweit, dass ich erfahren möchte, ob es andere Leute gibt, die auch diese Neigung haben und wie sie damit umgehen und ob/wie sie diese Sache in den Griff bekommen haben.

Was raten Sie mir wie ich mit dieser Sache umgehen soll?

Könnten Sie mir bitte Homepages vermitteln wo Leute mit dieser spezifischen Art von Fetischismus sich seriös austauschen?

Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüsse

..

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

wozu soll das gut sein, sich mit anderen - Männern ? - die ähnliche Interessen wie Sie haben - auszutauschen?

Wenn ich mich für ein Haustier interessiere, muss ich doch auch nicht mit anderen Haustierhaltern über mein Interesse an Haustieren austauschen, in der Absicht damit mein Interesse an Haustieren loszuwerden.

Aber vielleicht wollen Sie Ihr Interesse auch gar nicht loswerden, dann wäre es freilich verständlich wenn Sie sich mit anderen Interessenten über das gemeinsame Interesse austauschen wollen

Wenn Sie aber lediglich Ihr fetischistisches Interesse verlieren wollen, dann empfehle ich Ihnen, sich mal ein paar Gesprächstermine bei einem guten Therapeuten zu nehmen. Das kann, im Gegensatz zum Austausch unter Gleichgesinnten, recht schnell dazu beitragen, dass Ihr fetischistisches Interesse verschwindet.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 8. April 2008 13:15

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetisch???

 

Hallo!

Mein Name ist ... und ich bin 8 Jahre mit meinem Mann verheiratet!

Zu meinem Problem: Mein Mann hat einen vom Wohnhaus abgetrennten Hobbyraum zu diesem niemand Zugang hat als er selbst. Davon abgesehen war ich schon oft bei ihm während er etwas gewerkelt hatte ... er hat also eigentlich kein großes Geheimnis aus seinem Raum gemacht obwohl er den Schlüssel immer mitnimmt. Aus Neugier hatte ich jetzt mal die Möglichkeit mir Zugang zu diesem Raum zu verschaffen und beim Stöbern in irgend welchen Kartons habe ich Unmengen benutzter Papiertaschentücher und Fotos von mir gefunden! Mir ist seit geraumer Zeit aufgefallen das er sich besonders viel in meiner Nähe aufhält wenn ich erkältet bin und mir oft die Nase putzen muss. Auch wenn wir Sex mit einander haben hat er ein besonders steifes Glied wenn ich mir vorher in seiner Gegenwart die Nase putze ... der Sex ist dann auch immer besonders schön und ausdauernd für mich. Ich finde es schon ziemlich ekelig zu wissen das mein Mann sich wohl meine benutzten Taschentücher aus dem Abfall holt um sich dann im Hobbyraum selbst zu befriedigen. Davon abgesehen ist es doch ziemlich abartig denn bei einer richtig starken Erkältung wie ich sie auch diesmal wieder hatte kommt so richtig grün gelber Rotz aus meiner Nase!

Ein weiteres Problem: Die letzten 2 Jahre habe ich nicht immer Lust auf Sex und wahrscheinlich als Ersatz fragt mich mein Mann immer danach ob er sich mit seinem Kopf zwischen meine Beine legen darf während ich zur Seite liege ... er ist dann also so richtig eingeklemmt. Er fragt besonders oft danach wenn ich enge figurbetonte Jeans trage ... neuerdings auch im Bett wenn ich nur mit einem Schlüpfer bekleidet bin.

Er scheint dabei immer unendlich erregt zu sein! Ich dagegen finde das alles ziemlich abartig und unnormal und habe schon über Trennung nachgedacht.

Wenn ich mir die Nase auf der Toilette putze und das Taschentuch anschließend im Klo abspüle oder ihn nicht zwischen meinen Beinen liegen lasse dann ist er immer ziemlich niedergeschlagen und Launisch.

Was würden sie mir raten: Soll ich zukünftig alle Taschentücher vor ihm im Klo entsorgen, ihn auch nicht mehr zwischen meine Beine lassen ... oder vielleicht ist auch eine Trennung ratsam?

Liebe Grüße von ...

 

 

 

Hallo ... ,

wenn sonst weiter nichts in Unordnung ist, dann schlage ich Ihnen vor, das Sie direkt vor dem Hobbyraum Ihres Mannes eine Schüssel stellen, in der Sie die von Ihnen benutzten Papiertaschentücher hineinlegen. Ihr Mann kann sich diese dann nicht mehr heimlich holen, was ihm vermutlich den ganzen Spaß verderben dürfte. Das nennt man auch paradoxe Intervention.

Hierbei machen Sie das tabuisierte (und darum erregende Verhalten) öffentlich und damit in der Tendenz langweilig.

So ist beispielsweise der Voyeur ein Mann oder eine Frau, die das heimliche beobachten anderer Menschen bei sexuellen Handlungen erregt. Würde man diesen Menschen verpflichten, seinen Voyeurismus beruflich auszuüben (8 Stunden Tag) , so würde ihn das wahrscheinlich nach zwei Stunden langweilen.

 

Ob Sie Ihren Mann zwischen Ihren Beinen liegen lassen, müssen Sie entscheiden. Wenn Ihnen das gefällt, warum nicht. Wenn Sie es nicht mögen, können Sie es Ihrem Mann zuliebe trotzdem machen oder Sie machen es eben nicht.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Sonntag, 6. Januar 2008 20:34

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Anfrage Latex- und Frauenkleiderfetischismus

 

Hallo und guten Tag,

vor 3 Wochen habe ich meiner Frau von meinen Fetischismus, den ich bis vor einem Jahr versucht habe zu verdrängen, erzählt. Mein Fetisch liegt darin, dass ich ab und zu gerne auffallende Frauenkleidung trage. Dazu kommt noch, dass ich gerne Latex trage. Auch diese Sachen verwandeln mich in eine Frau. Als ich nun meiner Frau von diesem Fetisch erzählt habe, musste Sie dies zunächst verarbeiten. Am gestrigen Tag hat Sie nun gesagt, dass Sie mit meiner Neigung nicht klar komme. Sie hat eine absolute Abneigung gegen meinen Fetisch. Sie hat Horrorträume, die mich immer wieder in Frauenkleidern zeigen.

Das Vertrauen ist gebrochen, da ich ihr nicht gleich die Wahrheit gesagt habe. Es sind auch schon Worte der Trennung gefallen. Vor ca. 12 Jahren haben wir dieses Scenario schon einmal durchgemacht. Damals hat mich meine Frau verlassen. Ein familiärer Umstand hat uns wieder zusammengeführt.

Ich habe beschlossen einen Psychotherapeuten aufzusuchen, denn die Liebe zu meiner Frau steht über meinem Fetisch und somit möchte ich davon loskommen.

Besteht für meine Frau die Möglichkeit mir jemals wieder Vertrauen zu können und für mich die Möglichkeit von diesem Fetisch loszukommen.

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

1. Ihre Frau hat selbstverständlich die Möglichkeit, wieder vertrauen zu können. Ob sie das aber auch machen wird, kann man natürlich nicht vorher wissen. Lassen Sie sich also überraschen.

 

2. Von einem Fetisch können Sie immer wegkommen, denn er ist, so wie ein Gummischnuller, ein Ersatzobjekt. Das Eratzobjekt dient, wie der Name schon sagt, als Ersatz für etwas anderes. Nach dem Krieg hat man sogenannten "Kaffeeersatz" getrunken und ich kenne persönlich keinen, der heute noch Kaffeeersatz trinkt. Manche Leute trinken aber - warum auch immer - gerne Getreidekaffee. Wenn es ihnen schmeckt, warum auch nicht. Oder sie wollen gesund leben und kippen sich deshalb die Brühe in den Mund. Ist ja auch in Ordnung, was tut man nicht alles für die Gesundheit Die Deutschen haben ja auch kein richtiges Problem damit, dass Ihnen der Staat 15 Prozent Krankenversicherung aus der Tasche zieht, nur damit es dem Medizinisch-industriellen Komplex gut geht. Dagegen ist Getreidekaffee völlig harmlos.

Wenn Sie gerne mit Frauenkleidung herumlaufen, warum nicht. Sie müssten sich dann nur noch die passende Frau suchen, die das auch gut findet. Ich kenne aber nicht so viele Frauen, die davon begeistert wären. Einfacher ist es vielleicht einen anderen Mann zu finden, der das interessant findet.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 13. November 2007 21:10

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Spitting Fetisch

 

Hallo,

ich bin 25 Jahre alt und stehe seit ich denken kann auf Mädchenspucke. Wenn ich Mädchen spucken sehe, erregt es mich. Ausleben kann ich das nur, in dem ich mich regelmäßig von verschiedenen Mädchen bespucken lasse, was sich auch ohne größeren Aufwand umsetzen lässt. Es müssen jedoch immer wieder andere, fremde Mädchen sein, die ich aber noch relativ leicht finde. Leider ersetzt der Fetisch bei mir aber vollständig den Geschlechtsakt. Er macht mir keinen Spaß und ich kann mich dazu nicht motivieren, sondern muss mich zwingen. Einen Orgasmus habe ich noch nie bekommen. Auch beim Anspucken lassen bleibt es bei einer Erektion, wenn überhaupt. Lediglich im Tiefschlaf bekomme ich selten Orgasmen. Eigentlich stört mich das alles nicht.

Mein Problem ist aber, dass meine Freundin damit nicht leben kann. Zum einen braucht sie Sex und zwar mit mir und zum anderen belastet es sie, wenn ich mich von fremden Mädels bespucken lasse.

Meine Fragen: Kann eine Therapie mir die Freude am Sex vermitteln und wenn ja, wie sieht so eine Therapie in etwa aus bzw. wie lange dauert sie?

Kann mein Fetisch trotz des Erlernens von Sexlust erhalten bleiben, wenn ich den weiterleben möchte bzw. lässt er sich auf die Spucke meiner Freundin beschränken oder wird der Fetisch beim Erlernen des Spaß am Sex zwangsläufig eingedämmt?

Gruß

...

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

 

Sie fragen:

Kann eine Therapie mir die Freude am Sex vermitteln?

 

Vermitteln vielleicht nicht, denn der Therapeut oder die Therapeutin wird keinen Sex mit Ihnen haben, aber ein Ergebnis einer Therapie kann schon sein, dass Sie Freude am Sex haben werden.

 

 

 

Wie eine Therapie sein wird, kann man nicht vorher wissen, es sei den Sie gehen zu einem Scharlatan, der Ihnen erzählt "Im Himmel ist Jahrmarkt" und Ihnen weiß machen will, er wüsste wie die Therapie verlaufen wird.

Christoph Kolumbus wusste auch nicht vorher, wie seine Schiffsfahrt nach Indien verlaufen wird. Er ist auch nicht in Indien angekommen, sondern in Amerika. Pech für die "Indianer" und Glück für die "richtigen Inder", dass sie von den habgierigen Spaniern verschont blieben.

 

Wie lange die Therapie dauert? Vielleicht eine Stunde oder vielleicht auch hundert Stunden. Kolumbus wusste auch nicht, wie lange es dauert, bis er in Indien sein würde.

Andererseits gibt es Menschen, die sind beim Laufen über einen Stein gestolpert und beim Hingucken haben sie festgestellt, dass es ein Goldklumpen war. Man muss also nicht immer jahrelang Gold schürfen, um fündig zu werden.

 

Ihren Fetisch können Sie so lange behalten wie Sie wollen. Das ist wie mit einer alten Kaffeemühle, die können Sie wegwerfen oder weiter benutzen, grad wie Sie wollen.

Ich habe aber den Eindruck, es könnte bei Ihnen auch um die Frage der Geschlechtsidentität gehen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 29. Juli 2007 16:17

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetischismus Hilfe

 

Guten Tag Herr Thiel,

Ich bin 24 Jahre alt und habe seit ich denken kann einen Fetisch für kämpfende Frauen. Ich mag es, wenn Frauen gegen mich kämpfen und gewinnen oder mir Bilder von kämpfenden Frauen anzugucken.

Nun habe ich seit drei Jahren eine Freundin, die ich sehr liebe, aber unserem Sexleben hat der Fetisch sehr geschadet. Man könnte auch sagen, wir hatten nie ein richtiges Sexleben. Am Anfang der Beziehung hat es noch so geklappt, dass wir Sex hatten, bei dem sie zum Orgasmus kam. Ich kam beim Sex allerdings nie zum Orgasmus. Nach dem Sex haben wir dann in irgendeiner Weise gekämpft und daraufhin habe ich masturbiert. So lief das eine gewisse Zeit am Anfang. Es ist allerdings verständlich, dass es so nicht lange gut gehen kann. Es ist kein gemeinsames Sexleben. Eigentlich ist es im weitesten Sinne nur eine andere Form von Masturbation.

Ich habe daraufhin also einen Psychotherapeuten aufgesucht, in der Hoffnung, meinen Fetisch loszuwerden um ein "normales" Sexleben zu haben. Wir haben dann versucht mich zu konditionieren. Ich sollte mir keine Videos oder Fotos von kämpfenden Frauen mehr ansehen und auch mit meiner Freundin nichts mehr in der Richtung machen. Stattdessen sollte ich versuchen, mir übliche Pornos anzusehen und dabei zu masturbieren, was ich vorher nie getan hatte. Das klappte auch einigermaßen, war aber mit einem massiven Leidensdruck verbunden, was irgendwann dazu geführt hat, dass ich einen Rückfall hatte, ich habe also wieder Videos von kämpfenden Frauen angeguckt, und sogar meiner Freundin nichts davon erzählt, sie also belogen. Das ganze hat unserer Beziehung damals schon sehr geschadet, auch weil mit der Psychotherapie einherging, dass wir unser Sexleben ziemlich mechanisch gestalten mussten. Zuerst sollten wir uns nur noch ein wenig streicheln, dann nach einer Zeit ein bisschen intimer werden und

irgendwann dann auch wieder versuchen, Sex zu haben. Aber das ganze hat dazu geführt, dass ich unter einem sehr großen Druck stand, dass es schließlich klappt mit der Ejakulation und meiner Freundin hat es irgendwann auch keinen Spaß mehr gemacht, die Lust flachte komplett ab.

Nach dem Rückfall brach ich die Therapie ab und begann irgendwann eine Therapie bei einem Psychoanalytiker. Der war der Meinung, dass der Fetisch zu meinem Charakter gehöre und dass ich mit der Zeit lernen müsse, damit zu leben, und es keinen Sinn mache, irgendwie zu versuchen, gegen ihn zu wirken. Das habe ich auch verstanden, hat meiner Beziehung aber in keiner Weise geholfen und als er dann selber sagte, dass er nicht mehr wüsste, wie er mir helfen könne, habe ich auch diese Therapie abgebrochen.

Wir wissen einfach jetzt beide nicht mehr, was wir machen sollen. Ich mache mir solche Sorgen, dass ich es überhaupt nicht mehr schaffe, mit meiner Freundin ein gemeinschaftliches Sexleben zu entwickeln. Unsere Beziehung steht inzwischen ziemlich auf der Kippe, weil das ganze natürlich auch sehr belastend wirkt.

Meine Frage an Sie ist: Wie sehen Sie die Chancen, dass mir da geholfen werden kann? Ich würde wirklich alles dafür tun. Und was für eine Art von Therapie können Sie mir da empfehlen? Hatten Sie schon vergleichbare Patienten, bei denen der Fetisch komplett verschwunden ist, bzw der dann ein normales Sexleben führen konnte?

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

Sie leiden offenbar unter einem Amazonenfetischismus. Das ist ein Begriff, den ich mir gerade ausgedacht habe und für den ich hiermit öffentlich das Urheberrecht geltend mache. Für 100 Euro Lizenzgebühr erlaube ich auch anderen Therapeuten oder sonstigen Menschen, die Benutzung meiner Wortschöpfung. Unerlaubte Benutzung des von mir kreierten Begriffes Amazonenfetischismus werden mit einer kostenpflichtigen Abmahnung durch mich verfolgt.

In der bundesdeutschen Marktwirtschaft muss man für alles Lizenzgebühren zahlen. Geburtslizenz, Atemlizenz. Trinklizenz, Wohnlizenz, Sterbelizenz und wie Sie sehen auch eine Begriffslizenz. Kein Wunder, wenn so viele Menschen krank sind, keiner traut sich ohne Lizenz überhaupt noch gesund zu sein. Beim Bundesgesundheitsamt werden jedes Jahr nur 100 Gesundheitslizenzen vergeben. Da muss man aber erst Mitglied in einer der im Bundestag vertreten Parteien sein, bevor man die Chance hat, so eine Gesundheitslizenz zu ergattern. Männer erhalten überhaupt keine staatliche Gesundheitslizenz, kein Wunder, wenn die meisten Männer vor den Frauen sterben.

 

 

So weit zur politischen Vorrede - das muss auch mal sein. Nun zu Ihrer Frage:

 

Sie haben Sie sich offenbar zwei behinderte Therapeuten ausgesucht. Einen Taubstummen und einen Blinden. Na vielleicht hat das wenigstens die Krankenkasse bezahlt und die Kosten auf die anderen Krankenversicherten umgeleitet, auf dass die Beitragssätze der Versicherten weiter steigen.

 

Selbstverständlich können Sie Veränderungen erreichen. Wie die Therapie heißt ist eigentlich egal, Hauptsache sie finden jemanden der nicht im Kaffeesatz liest, so wie das die meisten Psychoanalytiker machen oder ihnen gymnastische und wirkungslose verhaltenstherapeutische Konditionierungs- und Streichelübungen angedeihen lässt.

Im Kaffeesatz lesen hilft gelegentlich auch, aber der Patient muss an den Hokuspokus glauben. Zur Zeit Jesu Christi war das noch einfach, aber heute wollen die meisten Leute auf höherem Niveau betrogen werden.

 

 

 

Wenn sie beide in Berlin und Umgebung wohnen, können sie beide gerne zu mir kommen. 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 3. Juli 2007 18:25

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Busenfetischismus

 

Hallo Herr Thiel,

schon im jugendlichen Alter bemerkte ich, daß ich auf Frauen mit sehr großer Oberweite stehe. So ab Körbchengröße D!

Als Beispiel spiele ich sehr gerne Frauen zärtlich an den Brustwarzen bis diese steif werden. Mit Fingern oder meinen Lippen spiele ich an den Brustwarzen herum.

Bei spanischer Liebe (Busenverkehr) oder Busenbesamung, bemerkte ich folgendes, je größer der Busen der Frau ist, umso heftiger ist meine Ejakulation. Mich haben die Frauen auch auf Menge des Ejakulats angesprochen.

Natürlich besitze ich auch Magazine und Filme mit sehr vollbusigen Frauen.

Natürlich ist mir klar, daß dies ein sehr ausgeprägter Busenfetisch ist.

Mein Penis erregt sich bei kleinbusigen Frauen nicht mehr.

Ein Rat wäre nett.

Vielen Dank im voraus

--

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

klingt ja ganz erotisch, was Sie mir so schreiben. Aber welchen Rat suchen Sie denn?

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 22. Juni 2007 18:44

An: info@maennerberatung.de

Betreff: mein Gummistiefelfetisch

 

Hallo,

habe heute erst ihre Seite für Männerberatung gefunden.

Jetzt zu meiner Frage Ich bin 37 Jahre alt und wohne mit meiner Mutter zusammen in einem Haus. Seit ich denken kann mag ich Gummistiefel was sich aber später zu einem richtigen Fetisch entwickelt hat. Ich habe 30 Paar Gummistiefel die ich aber nur heimlich tragen kann. Sexuell befriedige ich mich auch immer nur heimlich mit meinen Gummistiefel. Ich fühle mich auch am wohlsten wenn ich Gummistiefel Trage. Meine Gummistiefel würde ich so gerne auch zu hause Tragen wenn meine Mutter da ist oder wenn ich sexuelle Druck habe meine Gummistiefel zu ficken will ich es einfach machen. Ich will meinen Fetisch offen und frei ausleben.

Wie kann ich es meiner Mutter beibringen das ich Gummistiefelfetischist bin?

Wie schaffe ich das das zusammenleben wie bisher abläuft nur das ich dabei Gummistiefel trage?

Gruß ... 

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

geben Sie sich einen Ruck und ziehen noch heute bei Ihnen zu Hause Ihre Gummistiefel an. Ihre Mutter wird das schon verkraften, denn schließlich lebt sie schon 37 Jahre mit Ihnen zusammen und das war sicher auch nicht immer eine leichte Zeit.

 

Wenn sich Ihre Mutter erst einmal daran gewöhnt hat, dass Sie zu Hause Gummistiefel tragen, dann wird auch das weitere Zusammenleben keine Probleme bereiten. Wenn doch, dann suchen Sie sich einfach eine eigene Wohnung, wo Sie nicht darauf angewiesen sind, ob Ihre Mutter das Tragen von Gummistiefeln gut oder schlecht findet.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Montag, 18. Juni 2007 18:32

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetischismus

 

Sehr geehrtes Beratungsteam,

 

mein Name ist ... und ich bin 31 J alt. Bereits in meiner Kindheit habe ich es sehr gut gefunden an den Füssen meiner Spielgefährtin zu riechen. Sie trug damals noch rote Baumwollstrumpfhosen. Aus diesem Spiel ist im Laufe der Zeit ein Fuss- und Nylonstrumpfhosenfetisch geworden. Dieser ist mittlerweile so stark ausgeprägt dass ich auch gerne selber Nylonstrumpfhosen trage und mich darin masturbiere. Durch das Internet kam auch noch das Verlangen hinzu, von einer Frau durch die Nylonstrumpfhose Natursekt zu empfangen oder mir vor den Augen einer Frau selber in eine Strumpfhose zu urinieren. Mit meiner Partnerin kann ich diesen Fetisch zum Teil ausleben, sie trägt ab und zu Strumpfhosen beim Sex und lässt sich auch an ihren bestrumpften Füssen riechen. Dass ich selber auch mal beim Sex Strumpfhosen tragen möchte akzeptiert sie nicht, von meiner Vorliebe für Natursekt weiß sie nichts. Im Internet chatte ich ab und zu mit Frauen über dieses Thema, es bleibt jedoch beim chatten. Gerne schaue ich mir auch Bilder zum Thema Nylonfetisch und Natursektfetisch im Internet an. Ich habe mich auch schon mal in Strumpfhosen fotografiert und diese Bilder einigen Chattpartnerinnen geschickt.

Auf der einen Seite würde ich diesen Fetisch gerne auch real ausleben, auf der anderen Seite liebe ich auch meine Freundin sehr und könnte mich doch auch mit dem zufrieden geben was sie mir bietet. Ich habe auch Angst davor wenn ich nicht mehr mit ihr zusammen bin, dass ich überhaupt wieder eine Frau kennenlerne die meine Vorlieben akzeptiert. Gibt es eine Möglichkeit, dass ich mit dem zufrieden wäre was mir meine Freundin bietet, kann man versuchen sich den Rest abzugewöhnen? Vielleicht konsequent keine entsprechenden Seiten im Internet aufrufen, konsequent selber keine Strumpfhosen tragen? Ist so etwas erfolgversprechend? Diese Fragen beschäftigen mich auch insbesondere im Hinblick darauf, dass meine Freundin ein Kind von mir möchte. Ich habe große Angst, dass ich mir doch irgendwann eine Befriedigung woanders suche. Was würden Sie mir raten?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

...

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

gut möglich, dass Ihnen Ihre Freundin nicht das bieten will, was Sie suchen.

Wenn Sie hier in Berlin wohnen, dann würde ich Ihnen empfehlen, ab und an mal auf eine Fetischparty zu gehen, die in der entsprechenden Berliner Szene abläuft.

 

Wenn Sie in einer Gegend wohnen, wo das so nicht möglich ist, würde ich Ihnen den Besuch einer Prostituierten empfehlen, mit der Sie Ihre Interessen ausleben können. Das ist natürlich nicht ganz billig.

 

 

Vielleicht fragen Sie Ihre Freundin mal, ob Sie mit einem solchen Arrangement leben könnte.

 

Natürlich bleibt auch noch die Möglichkeit, das Sie Ihre besonderen Interessen verlieren, so wie man ja auch als Erwachsener so manches Interesse aus früherer Zeit, wie etwa das Sammeln von Briefmarken, verliert.

Hierbei kann gegebenenfalls ein guter Therapeut Unterstützung leisten.

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 1. Mai 2007 20:09

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetischismus

 

Hallo,

ich bin 57 Jahre alt und habe einen Haarfetisch. D.h. beim Sex komme ich fast nur zum Orgasmus wenn mir meine Frau etwas mit meinen Haaren macht. Am besten gefällt mir, wenn sie Farbe (am liebsten rot oder pink) hineinmacht. Sie hätte (fast) kein Problem damit wenn es wieder herausgehen würde. Ich würde gern wieder zum "normalen Sex zurückkehren, komme aber nicht los davon. Begonnen hat das vor 13 Jahren. Haben Sie einen Rat?

Danke!

...

 

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

dass Sie einen Orgasmus bekommen, wenn Ihnen Ihre Frau etwas mit den Haaren macht, ist ja schon mal eine gute Sache. Da klappt das aufbauen einer sexuellen Spannung und deren Lösung also ganz gut. Sie brauchen diese erfolgreiche und schöne Praktik also gar nicht aufgeben.

Außerhalb dieses Settings kommen Sie momentan nicht zum Orgasmus. Das ist auch ganz logisch, denn Sie wollen außerhalb der von ihnen bevorzugten auf Ihre Haare bezogenen Sexualpraktik, ja auch keinen Orgasmus haben. Wenn Sie aber anders keinen Orgasmus haben wollen, ist es müßig darüber zu reden, wie es passieren könnte, dass sie anders einen Orgasmus hätten. Das wäre so ähnlich, als ob ich mit Christen darüber sprechen wollte, ob sie zukünftig ohne Gott leben wollen. Die Antwort wäre vorprogrammiert, natürlich wollen sie nicht ohne Gott leben. Wenn sie aber ohne Gott leben wollten, dann wären es keine Christen mehr. Das ist eine Frage der Logik.

So auch bei Ihnen, Sie haben sich in einem logischen Widerspruch verheddert und wollen sich ähnlich wie Baron von Münchhausen an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen. Das ist eine völlige Unmöglichkeit.

Betrachten Sie Sex ohne Haarbezug einfach als eine Sache, die nicht die Ihre ist, weil sie nicht die Ihre ist. Kein Eisbär käme auf die Idee im Dschungel leben zu wollen. Der Mensch mit seinem Verstand will dagegen manchmal alles zugleich, schwul sein und hetero, maskulin und feminin. Doch wie wir schon in der Schulphysik gelernt haben: Wo ein Körper ist, kann kein zweiter sein.

Sie haben bereits die richtige Entscheidung getroffen.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 14. September 2006 17:26

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetisch

 

Kann man einen Fetisch bekämpfen und loswerden? Wenn ja, wie?

Sollte man ihn nicht eher als Teil seines Lebens akzeptieren?

 

 

 

 

 

Hallo ...,

 

das können Sie halten wie Sie wollen. Sie können fetischistische Neigungen "bekämpfen", am besten in einer Selbsthilfegruppe gegen fetischistische Neigungen.  Sie können fetischistische Neigungen loswerden, in dem Sie ihnen keine Aufmerksamkeit mehr schenken und Sie können Sie als einen Teil Ihres Lebens akzeptieren.

Ich bin weit davon entfernt, jemanden zu raten, wie er sich verhalten soll. Jede/r mag nach seiner Fasson leben, so lange er/sie nicht deswegen andere in unzumutbarer Weise beeinträchtigt.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 26. August 2007 13:40

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetischismus

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

mein Name ist ...  und bin 37 Jahre und verheiratet.

Mit großem Interesse habe ich Ihre Internetseite und die Fragen und Antworten gelesen. Da ich selbst unter Fetischismus leide und meine Ehefrau nichts von meinen Problemen wissen soll, benötige ich Ihren fachkundigen Rat:

Ich leide seit einigen Jahren unter Windelfetischismus und des Weiteren erregt es mich, wenn Frauen sich in die Hose machen.

Beides waren reale Erlebnisse:

Dass mich das Tragen von Windeln bei Frauen erregt kam daher, so glaube ich, dass ..., die dabei Windeln trugen. Alle fanden das sehr amüsant, aber mich hat es total erregt. Seit dem komme ich nicht davon los.

Im zweite Fall habe ich erlebt, dass sich eine Frau beim Stadtfest 10 m von mir in die Hose gemacht hat. Auch hier war meine Erregung sehr groß.

Ich schaue mir mal mehr mal weniger regelmäßig einige Internetseiten hierzu an. Da ich diese Neigung als nicht normal empfinde, zwinge ich mich des öfteren nicht diese Internetseite aufzusuchen. Dann merke ich schnell, dass mein innerer Druck steigt und ich sehr unausgeglichen bin.

Seit einiger Zeit haben meine Frau und ich auch nicht mehr oft Sex. Mir fehlt einfach das Bedürfnis hierzu. Ich habe die Befürchtung, dass mich der Fetischismus gefangen hält.

Können Sie mir einen Tipp geben, was ich gegen diese Vorlieben tun kann.

Ich liebe meine Frau sehr und ich will nicht, dass unsere Ehe darunter leidet.

Ich hoffe sehr, dass Sie mir helfen können, mit dem Problem umgehen zu

können.

Viele Grüße

...

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

das Problem scheint mir darin zu liegen, dass Ihr sexuelles Interesse für Ihre Frau momentan sehr gering ist.

 

Da ist es dann auch erst einmal egal, was Sie sonst noch für Vorlieben haben, ob Sie gerne lange auf Arbeit sind, gerne in der Kneipe viel Alkohol trinken oder sich für Windeln und Scheiße interessieren.

 

Alle dies ist wunderbar geeignet, um den Abstand zur eigenen Frau zu vergrößern. Wenn Sie da was verändern wollen, müssen Sie sich wohl den unausgesprochenen und ungelebten Konflikten zwischen Ihnen und Ihrer Frau zuwenden und da einiges miteinander austragen.

Dabei können sie sich beide von einem guten Paartherapeuten unterstützen lassen.

 

Vielleicht mal hier schauen:

www.familientherapie.org

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 5. August 2006 19:28

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Bitte um Aufklärung.

 

Ich heisse ... und wohne in ... . Vor 5 Tagen erfuhr ich durch einen Zufall, dass mein Freund schon seit sener Kindheit unter Fetischismus leidet. Er bezeichnet es als krankhafte, perverse Sucht und gefährdet unsere Partnerschaft, in dem er fremde Frauen dazu bringt, sich in Lederstiefel und breiten Gürtel fotografieren oder aufnehmen zu lassen, natürlich gegen Bezahlung. Ich bin mit diesem Thema total überfordert und zutiefst enttäuscht. So kann für mich keine gesunde Partnerschaft überleben. Ich bitte Sie um Ihre Hilfe. Ich möchte wissen, wie ich damit am besten umgehen kann und ob man in der heutigen Zeit etwas dagegen unternehmen kann. Ist Fetisch eine Krankheit oder eine perverse Neigung? Wie kann so etwas entstehen? Bitte schreiben Sie mir zurück oder schicken mir zu diesem Thema Informationen. Hier ist meine Adresse : ... 

 

Ich hoffe auf Ihre Unterstützung. Danke, Gruß!!!

 

 

 

Hallo Frau ... ,

selbstverständlich kann man etwas dagegen unternehmen. Ihr Partner könnte z.B. eine Psychotherapie beginnen. Die Frage ist nur, ob er überhaupt etwas verändern will. Wenn er das nicht will, wird sich sicher auch nichts ändern. Sie können dann überlegen, ob Sie trotzdem mit ihm zusammenbleiben wollen.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 26. März 2006 15:52

An: info@maennerberatung.de

Betreff: ausbleibender Orgasmus beim Sex

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

zufällig bin ich auf die Internetseite www.maennerberatung.de gestossen. Ich habe bezüglich meiner Sexualität ein Problem, bei dem mir noch niemand so richtig weiterhelfen konnte.

Ich bin 31 Jahre alt und hatte erst im vergangenen Sommer das erste mal Sex. Ich bin Fuss-Fetischist und befriedige mich schon seit ich 13 Jahre alt war, selbst. Als ich letzten Sommer meinen ersten Versuch gemacht habe, Sex mit einer Frau zu haben, habe ich problemlos eine Erektion bekommen, die auch anhaltend war, es ist jedoch beim Koitus bei mir nicht zu einer Ejakulation gekommen. Das merkwürdige bei mir ist, dass ich bei der Selbstbefriedigung nicht den Penis in die Hand nehme und durch die Auf-und Abbewegung zum Orgasmus komme, sondern ich lege mich auf den Bauch und lege die Hände unter den nicht steifen Penis. Ich übe Druck aus und sehe mir dabei Bilder von Frauenfüssen an und so erreiche ich eine Ejakulation.

Ich hatte schon immer eine Vorahnung, dass ich beim Koitus nicht zum Orgasmus kommen würde, da wie gesagt die herkömmliche Art der Selbstbefriedigung bei mir nicht funktioniert.

Mein Penis ist quasi taub, ich habe bei der sexuellen Begegnung im letzten Sommer keine Erregung verspürt. Die Frau, die damals mit mir Sex hatte, hat sehr verletzt reagiert, weil sie wohl angenommen hatte, dass es daran gelegen hat, dass sie mich nicht ausreichend "heiss"gemacht hat. Das war aber gar nicht das Problem.

Sie hat meinen Penis mit den Füssen stimuliert, was problemlos zu einer Erektion geführt hat. Es liegt also bei mir keinesfalls ein organisches Problem vor, sondern vermutlich eher ein psychisches. Die Auswirkungen meines Problems auf mein männliches Selbstbewusstsein sind verheerend, ich traue mich gar nicht mehr, überhaupt eine Frau anzusprechen, da ich Angst habe, beim Sex wieder nicht zu "kommen".

Ich habe über mein Problem schon mit meiner Psychotherapeutin gesprochen, die mir darauf sagte, dass ich mich selbst falsch erzogen hätte und mich umerziehen müsse. Das hört sich leicht an, aber ich habe keine Ahnung, wie ich das anstellen soll.

Vielleicht könnten Sie mir Ihre Einschätzung meines Problems mitteilen und mir vielleicht einen Sexualtherapeuten nennen, der sich mit dieser Art von sexuellen Problemen auskennt.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüssen

...

 

 

 

 

 

 

Hallo ....,

 

umerziehen würde ich Sie nicht wollen, das klingt mir zu sehr nach nationalsozialistischen Umerziehungslager, auch KZ genannt.

 

Bei Ihnen ist offenbar so weit alles in Ordnung. Masturbation klappt, also gibt es sicher keine organischen Probleme.

Sie können auf alle Fälle weiterhin Frauen ansprechen, Sie müssen Sie ja nicht gleich mit ins Bett nehmen, dann kann es auch nicht zu einer Situation wie die von Ihnen beschriebene kommen.

Wenn Sie aber eine Frau kennen gelernt haben, mit der Sie unbedingt intim sein wollen - aber nur dann!!! - dann melden Sie sich bitte bei mir oder bei einem anderen erfahrenen Therapeuten, denn erst dann wird es spannend. Vorher einen Therapeuten aufzusuchen, wäre möglicherweise so sinnvoll wie im Kaffeesatz zu lesen oder sich auf ein mögliches Erdbeben in Deutschland einzurichten. Im 12. Jahrhundert soll es immerhin in Basel am Oberrhein ein verheerendes Erdbeben gegen haben. Heute steht dort ganz in der Nähe ein Kernkraftwerk. Offenbar nimmt nicht einmal im Bundesumweltministerium jemand an, dass die Erde dort noch einmal so stark beben könnte wie vor 800 Jahren.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 1. Februar 2006 18:12

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Schuhfetischist

 

Hallo,

Ich habe eine Frage zu einigen Vorlieben meines Freundes. Er hat mir aus dem Internet Schuhe mit sehr hohem Absatz bestellt. Er meinte, dass ihn das antörnt, wenn ich die trage. Die Schuhe sehen sehr elegant und weiblich aus. Ich bin mir nicht sicher, ob man ihn deswegen schon als Schuhfetischist bezeichnen könnte. Es kam einpaar mal vor, dass er während des Geschlechtsverkehrs zum schrank gegangen ist , um mir die Schuhe zu holen. Wir haben auch Sex ohne die Schuhe, aber er holt die Schuhe immer öfters hervor.. Er meinte er würde es auch schön finden, wenn ich mit den Schuhen durch die Wohnung gehe und so meinen Kram erledige. All das hat er aber ganz schüchtern , mit einem Lächeln im Gesicht angedeutet. Er ist überhaupt nicht fordernd. Irgendwie nervt es mich aber, wie würden sie meinen Freund einschätzen. Ist er normal oder übertreibe ich? Woher kommt diese Vorliebe? Seine Ex-Freundin war Prostituierte, er hat deswegen Schluss gemacht. Naja, ich mach mir halt so meine Gedanken. Übrigens legt er generell Wert auf schöne teure Schuhe, auch bei sich.

Ich danke ihnen schon im voraus für die Antwort

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

mit Fetischismus hat das nach meiner Ansicht nicht unbedingt etwas zu tun. Ein Fetischist ist ja ein Mensch, der den Fetisch statt des Menschen oder der zwischenmenschlichen Beziehung benutzt. Ihr Freund nimmt aber nicht die hochhackigen Schuhe an sich, sondern seine Freundin in diesen hochhackigen Schuhen. Ebenso könnte er es auch gut finden, sie in Reizwäsche zu sehen. Ich würde das für völlig in Ordnung ansehen.

Auf der anderen Seite sind Sie. Entweder Sie mögen es, auf die Vorlieben Ihres Freundes einzugehen oder eben nicht (warum auch immer). Wenn Sie es mögen, dann ist ja alles o.k., wenn nicht, dann hat Ihr Freund ein Problem, weil ihm die Erfüllung seines Wunsches versagt ist. Nun könnten Sie vielleicht sagen, o.k. ich erfülle meinem Freund eben mal einen Wunsch, bin aber innerlich dagegen. Naturgemäß entfaltet dann die Performance keine Energie, sondern wird sich eher als Quälerei oder Pflichterfüllungsprogramm abspielen. Mit der Folge, dass dann wahrscheinlich beide, Mann und Frau frustriert sind.

Gleichwohl kann es auch mal gut sein, sich einen kleinen Schubs zu geben und mal etwas auszuprobieren, was man bisher noch nicht kannte. In dem man sich "verkleidet" schlüpft man für eine begrenzte Zeit mal in eine ganz andere Rolle. So wird der knallharte Manager mal zum bedürftigen Säugling und nuckelt an der Brust seiner Partnerin. Und die biedere Hausfrau wird zur Domina, die ihrem Mann, der als Beamter im Bundesinnenministerium arbeitet, mit der Peitsche den Weg zeigt. Manchmal ist es in unserer etwas zwanghaften Gesellschaft sicher gut, wenn auch Erwachsene ihren verspielten und etwas schrägen Seiten mehr Raum gäben und auf das Gebiet der Sexualität bietet sich dafür gerade zu an.

Ich finde es sinnvoller, mal im Einvernehmen unter erwachsenen Partnerin spielerisch bestimmte Phantasien auszuprobieren, anstatt sie zwanghaft zu verdrängen oder sich mit der virtuellen Ersatzbefriedigung im Internet zufriedenzugeben oder sich mit der die Begegnung mit einer Prostituierten oder einem Prostituiertem zu begnügen, die keinen tatsächlichen zwischenmenschlichen Kontakt ermöglicht oder nur ein mittels Geldaustausch hergestelltes Surrogat darstellt, zuzuwenden.

Schließlich bleibt vielleicht zu klären, was Sie an dem Verhalten Ihres Freundes nervt? Das herauszufinden kann ich nicht tun, denn ich kann nicht wissen, was Sie warum nervt. Vielleicht haben Sie aber eine Idee dazu und dann sind Sie schon auf einem guten Weg zu mehr Bewusstheit..

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Mittwoch, 4. Januar 2006 07:31

An: info@maennerberatung.de

Betreff: fetisch

 

hallo, ich hoffe das mir diese seite weiterhelfen kann. ich bin 46 jahre alt und mutter von... . vor ein paar jahren habe ich die hohen stiefel von meinem mann entdeckt, ich sprach ihn darauf an und er sagte mir es wären seine. ich bin weder prüde noch intolerrant und ich habe versucht mit ihm darüber zu sprechen, weil ich es gerne verstehen möchte. aber seit ich von seinem geheimnis weiß ist alles in die brüche gegangen und wir leben mittlerweile getrennt, weil meines erachtens sein fetisch oder was auch immer ,sich mehr und mehr breitgemacht hat und ich habe keine chance obwohl ich meinen mann sehr liebe: ich denke er kann seinen trieb nicht ausleben wenn ich abends zu hause bin. ständig so habe ich es mitbekommen, kauft er sich neue high heels. wenn ich zuhause bin schaut er als erstes auf meine füße; hab`ich hohe schuhe an, gibt`s eine nette begrüßung mit einem kuß, wenn nicht dann reicht ein einfaches "hallo"

ich weiß nicht mehr weiter, ich möchte meinen mann zurück. unser sexualleben war völlig in ordnung und ich hab`ihm angeboten seine schuhe doch auch mal mitzubringen,(er mag es wenn ich beim sex hohe schuhe trage),aber auch das hat nichts genutzt.

vielen dank für eine antwort

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

wenn Ihr Mann derzeit, warum auch immer kein Interesse an einem Kontakt mit Ihnen zeigt, dann können Sie Ihn nur loslassen, sich frei machen von Erwartungen und sich für die schönen Dinge des Lebens öffnen, die Ihnen noch begegnen wollen. Was Ihnen an Schönen noch begegnen wird, dass kann keiner wissen. Bekanntlich kommt aber auch der Frühling, ohne dass wir etwas tun. Ob wir ihn dann auch genießen oder nicht, hängt allerdings von uns ab.

 

Ich wünsch Ihnen eine gute Winterzeit

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Dienstag, 20. Dezember 2005 20:04

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Brauche hilfe, Asexualität und mehr...

 

Hallo, mein Name ist ... , ich bin 21 Jahre alt, und hab folgendes (für mich sehr belastendes) Problem:

Seit meinem 15ten Lebensjahr onaniere ich regelmäßig, dachte aber dabei immer nur an meinen Fetisch (Zahnspangen bei Frauen), nun ist mir vor ungefähr 1 1/2 Monaten mal der Gedanke gekommen mich mit normalen sexuellen Gedanken selbst zu befriedigen, wobei mir auffiel, das mich eigentlich gar nichts dabei scharf macht (bei Pornos oder Bilder nackter Frauen regt sich gar nichts). Bisher hatte ich immer gedacht, das alles einigermaßen ok sein muss, da mein fetisch ja auch was mit Frauen zu tun hat, und ich jedesmal wenn ich mit einer Frau was hatte, ne Erektion bekam, auch z.B. wenn ich einen Busen berühr, oder streichel, bekomm ich automatisch nach spätestens ein paar Sekunden eine Erektion...

Nur was jetzt? Ich habe mich dann sehr intensiv mit dem Thema befasst, nachgedacht usw. da fiel mir auf, das ich bisher in meinem Leben mich nur von einer einzigen Frau (!) angezogen gefühlt hab, und dies auch nicht besonders stark... Was soll ich jetzt machen?

Ausserdem ist es auch komischerweise so, das wenn ich mich einige Tage (ca. 6-7) ich mich nicht mehr selbstbefriedige und ich dann manche nackte Frauenbilder anschau ich schon manchmal ne Erektion bekom, nur wenn ich es 5 Minuten später erneut "versuche" es wieder nicht klappt...

Als ich mit meiner Ex immer Sex hatte, dachte ich beim Sex eigentlich immer nur an die Spange, die sie früher trug, und kam garnicht auf die Idee das zu lassen, weil ich wie besessen davon war...

Mir ist klar, das ich niemals ein Typ sein werde, der immer und überall kann, nur Frage ich mich, ob eine Therapie vielleicht sinnvoll wäre und ne besserung schaffen könnte, oder ob ich ein hoffnungsloser Fall bin, der niemals Spaß beim Sex haben wird... Denn ich bin bereit ALLES dafür zu tun, das sich die Lage verbessert.

PS: Bitte halten Sie mich nicht für einen Psychopaten, oder Wahnsinnigen, denn bis auf diese Sache, bin ich eigentlich n ganz netter Kerl, würd ich sagen.

Bitte helfen Sie mir, ich bin wirklich verzweifelt, und kann nicht mehr.

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

welche Idee haben Sie denn, womit wir Ihnen helfen könnten?

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Mittwoch, 14. Dezember 2005 17:08

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Anfrage: Therapie nötig ?

 

... bei meiner Suche im Internet nach Hilfe für meinen Mann stieß ich auch auf Ihre Seite. Da eine erste Mailantwort kostenlos ist, wollte ich zumindest mal einen Tipp, ob meinem Mann eine Sexual-Therapie oder uns eine Paar-Therapie noch helfen kann. Tatsache ist wohl, dass mein Mann Gummi-Fetischist ist - besser wohl noch Gummistiefel-Fetischist.

Ich weiß das seit Beginn unserer Ehe, habe mich arrangiert, dass ich sexuell irgendwie die zweite Geige spiele. Fühle mich aber immer wieder abgestoßen und genervt, wenn ich seinen Sammeltrieb und sein Aufgeilen an Gummistiefeln oder Regenjacken oder Gummihandschuhen sehe. Unser Haus ist voll davon und er denkt ständig irgendwie daran. Frage:

Er besitzt in einem Abstellraum rund 150 Paar Gummistiefel und sicher 50 Friesennerze und Gummijacken sowie Gummihandschuhe usw. usf. ... . Er mag es, wenn ich die Sachen trage oder er sie selbst trägt - schämt sich zugleich aber dafür. Sexuell kommt er nur so richtig in Fahrt, wenn Gummi eine Rolle spielt oder ich Sachen im Bett trage - oder zerstöre, kaufe, in Gefahr bringe. Da speilt wohl auch was Masochistisches mit rein.

ER ist sonst ein ... zärtlicher Ehemann - nur sexuell fährt er halt auf nem Sonderticket und ist gedanklich ständig mehr oder weniger damit befasst - surfen, sammeln, jagen, besitzen, anziehen, drüber reden - es NERVT !

Frage: Kann eine Sexualtherapie ihm helfen, das wieder zu verlernen oder abzustellen? Gibt es da noch Hilfe? BRAUCHT er eine - oder ist das noch harmlos, wenn er ständig und jeden Tag mehrfach und immer wieder damit beschäftigt ist?

Frage: Soll ich einfach seine ganze perverse Sammlung von Gummistiefeln in die Müllverbrennung bringen und ihn vor vollendete Tatsachen stellen - die oder ich? Manchmal wirkt es so, als wolle er das heimlich - er schämt sich und wäre oft gerne befreit davon ... wenn ich aber wirklich mal ein paar Säcke voll in den Müll gebracht habe, ist er tierisch sauer und beleidigt wie ein Baby. Manchmal wäre ich gerne alles los und hätte ein reines Haus und meine Ruhe - und würde ihn mit anderen Sachen sexuell anmachen, auf die er durchaus auch abfährt, rote Lippen, Strapse, schöne BHs etc. - kann solch ein radikaler Wechsel gelingen - oder hilft nur Therapie?

Danke für eine kurze Einschätzung und Wegweisung - wäre sehr dankbar dafür. Gruß ...

 

 

 

 

 

Hallo Frau ... ,

eine Therapie bringt nur dann etwas, wenn jemand aus welchen Gründen auch immer etwas verändern will. Das kann dann je nach Wunsch oder Bedürfnis eine Einzel- oder auch eine Paartherapie sein.

Warum sollten Sie die schöne Gummistiefelsammlung in die Müllverbrennung bringen? Wenn überhaupt, dann als Spende nach Rumänien oder in die Ukraine.

Aber wahrscheinlich sind dann schnell wieder neue Gummistiefel im Haus.

 

Ich würde Ihnen daher statt dessen vorschlagen, dass Sie Ihrem Mann jede Woche ein paar neue Gummistiefel schenken. Das macht im Jahr 56 Paar. Irgendwann wird das ihrem Mann wahrscheinlich zuviel und er verbittet sich weitere Geschenke dieser Form.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Dienstag, 11. Oktober 2005 16:16

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetisch?

 

 

Guten Tag,

ich wenden mich in einer für mich emotional sehr anstrengenden und unsicheren Angelegenheit an sie. Ich bin seit einiger Zeit mit einem Mann liiert, der mir sehr sehr viel bedeutet. Ich habe auch das Gefühl, dass er mir die selbe intensive Liebe entgegenbringt, wie ich ihm. Ich habe bisher in meinen Beziehungen wenig unterschiedliche sexuelle Erfahrungen gemacht.

Wenn man es so bezeichnen darf, handelte es sich da immer um "normalen" Sex ohne auf eventuelle speziellere Vorlieben einzugehen. Ich bin daher sehr unbedarft, was andere Dinge betrifft, darüberhinaus habe ich auch an mir selbst keine speziellen Neigungen erkennen können. Mein Freund hat nun vor einiger Zeit geäußert, dass er mich gerne einmal in Stiefeln sehen würde. Das hat mich zu Anfang etwas erschreckt, aber nach einigen Gesprächen über unser Sexleben und wie es aussehn sollte, habe ich eigentlich kein größeres Problem mehr damit ihm ab und zu mit einem netten Outfit eine Freude zu machen. Ich vermute aber leider mehr dahinter, da ich festgestellt habe, wie sehr er bestimmte glatte Materialien mag und zudem habe ich auch schon bemerkt, dass er sehr viele Dinge zu Hause hat, wie Overalls aus Neopren, Latex, Gummi. Ich kenne mich leider nicht sehr gut auf diesem Gebiet aus, aber ich würde vermuten, dass da ein Fetisch existiert von dem er mir nichts erzählen will. Wenn ich ihn darauf anspreche, dass ich das Gefühl habe ihm etwas nicht geben zu können, was er braucht verneint er das. Ich weiß, dass er immer schon ein sehr ausgeprägtes experimentelles Sexualleben geführt hat und es wäre natürlich auch möglich, dass ich zu viel hinein interpretiere. Mein Problem ist die große ungewisse Angst vor diesen Dingen. Ich möchte wissen wie ich das einordnen soll, um damit umgehn zu können. Ich glaube nicht, dass ich dazu bereit bin mit ihm einen Fetisch auszuleben, weil solche Dinge einfach nicht in meine Welt passen. Wie kann ich aber sicher sein, was auf mich zukommt, wenn wir nicht darüber sprechen können?

Können sie mir einen Rat geben, wie ich diese Situation

für mich lösen kann?

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

"Mein Problem ist die große ungewisse

Angst vor diesen Dingen. Ich möchte wissen wie ich das

einordnen soll, um damit umgehn zu können."

 

Wie Sie das einordnen "sollen", darüber gibt es keine Vorschriften. Aber Sie können es einordnen, so wie es für Sie einen Sinn ergibt. Das könnte dann z.B. so aussehen: Ihr Freund hat fetischistische Neigungen. Diese haben wahrscheinlich nicht sehr viel mit Ihnen als Partnerin zu tun, sondern als fixierte Neigung, die aus seiner vorherigen Lebenserfahrung rührt. Er scheint dies Ihnen gegenüber nicht als Problem anzusehen, möglicherweise empfindet er das auch generell nicht als Problem und das ist ja auch nicht zwingend vorgeschrieben.

Lassen Sie ihm also diese Neigungen und bleiben selber authentisch bei dem, was Sie möchten und bei dem was Sie nicht möchten. Möglicherweise müssen Sie dabei Ihrem Freund einige Bitten abschlagen, da Sie ihm nicht als Mitspielerin in seinem Fetischfilm zur Verfügung stehen wollen. Das kann bei ihm Verärgerung oder Kränkung auslösen. So ist das Leben manchmal. Denken Sie an unseren Bundeskanzler Gerhard Schröder, der aktuell nicht unter Angela Merkels Führung in der Regierung bleiben will, dann können Sie sehen, dass vor Kränkungen keiner gefeit scheint.

 

"Wie kann ich aber sicher sein, was auf

mich zukommt, wenn wir nicht darüber sprechen können?

Können sie mir eien Rat geben, wie ich diese Situation

für mich lösen kann?"

 

Gegenfrage, wie können Sie sicher sein, morgen nicht vom Auto überfahren zu werden? Antwort: überhaupt nicht. Sie können nur darauf vertrauen, dass das nicht passiert und ansonsten mit offenen Augen durch die Straßen laufen, damit Sie nicht selbst Anlass geben unter das Auto zu kommen.

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Montag, 26. September 2005 12:21

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetischismus

 

Sehr geeherter Herr Thiel,

Ich meine ein großes Problem zu haben. Ein Fetischismus den ich habe seit ich zurück denken kann ist dass mich schlafende Frauen sexuell erregen...fragen sie mich nicht warum, aber es ist einfach so. Und das stellt beim Sex eine große Problematik da, denn da ist die Frau ja nun alles andere als schlafend - denken sie dass es möglich wäre hier mit einer Therapie eine Alternative zu finden durch die ich im Einklang mit diesem Fetischismus leben könnte ohne dass er mir Probleme in meinem Sexleben bereitet?

MfG

...

 

 

 

 

Hallo Herr ...

 

eins geht nur, entweder sind Sie Fetischist oder Sie sind kein Fetischist. Beides gleichzeitig können Sie nicht haben, so wie auch kein Mensch gleichzeitig schlafen und wach sein kann.

Allerdings können Sie switchen. Das heißt, zwischen zwei verschiedenen Zuständen hin- und herzuschalten. Das hieße dann, dass Sie es schaffen, einmal ein Fetischist zu sein, den eine schlafende Frau sexuell erregt und dass Sie ein andermal sexuell erregt sind, wenn Sie sich mit einer wachen Frau vis-a-vis oder face to face begegnen.

Doch zur Zeit gelingt Ihnen dies wohl nicht. Offenbar fühlen Sie sich nicht erregt, wenn Sie mit einer wachen Frau zusammen kommen. Das muss ja auch nicht unbedingt sein. Sie müssten sich vielleicht in diesem Fall nur eine Frau suchen, die mit genau so einem Mann zufrieden ist. Vielleicht eine Fetischistin, die sich erregt fühlt, wenn Sie einen nicht erregten Mann, das könnte also auch ein schlafender Mann sein, sieht.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Dienstag, 20. September 2005 18:14

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Nylonfetischismus

 

Guten Tag.

Ich bin 32 Jahre alt, verheiratet und habe 2 Kinder. Ich führe eigentlich eine glückliche Ehe und liebe meine Frau und Kinder über alles.

Mein Problem ist, dass ich am liebsten mit meiner Frau schlafe wenn Sie Nylons (Strumpfhosen, Strümpfe, etc.) trägt. Leider tut Sie dies ausgesprochen selten (1-2 mal im Jahr). Anfangs stellte Sie besondere Ansprüche an z.B. Halterlose Strümpfe. Mindestens 40 DEN und Größe 44 (Schuhgröße) mußte es sein. Ich habe mir damals die Hacken abgelaufen um etwas passendes zu finden. Dann gab Sie als Begründung an, warum Sie keine Strümpfe tragen will, dass Sie sich zu Dick dafür findet. Ich habe Ihr gesagt dass Sie wundervoll darin aussieht und dass die Strümpfe Sie doch eher dünner erscheinen lassen. Inzwischen hat Sie einen Schrank voll Strümpfe, alle noch Originalverpackt. Bitte ich Sie heute doch mal welche anzuziehen, erhalte ich Antworten wie: "Genüge ich Dir nicht in Natura?" Natürlich, es ist nur irgendwie das Tüpfelchen auf dem I das mir fehlt. Unser Sex ist gut, keine Frage aber ich würde Ihn besser finden wenn Sie mir ab und zu diesen Wunsch erfüllen würde. Manchmal sagt Sie: "Du hast mich so geheiratet wie ich bin, da kann ich nichts dran ändern". In der Zeit zwischen dem Nylonsex, fange ich Anfangs an und schaue Frauen auf der Straße an die Nylons tragen. Wenn mir das nicht mehr reicht, sehe ich mir erotische oder pornographische Bilder von Frauen in Nylonstrümpfen im Internet an und nutze diese auch als masturbationsvorlage. Wenn mir ein Foto nicht mehr reicht, dann sehe ich mir im Sexshop in der "Wichskabine" einen Film an in dem die Darstellerinen Nylons tragen. Dauert die Pause noch länger, fange ich an im Internet nach einem Seitensprung ausschau zu halten, der mir meine Vorliebe erfüllt. Bisher ist das nur das Spiel mit dem Feuer. Bisher ist noch keine Rückmeldung von Damen gekommen. Was aber ist wenn mir Jemand antwortet und bereit dazu ist mir meine Wünsche zu erfüllen? Ich habe Angst davor meiner Frau fremd zu gehen. Ich habe Angst, dass mein Nylonfetischismus mich in einen Seitensprung treibt und ich meine geliebte Familie verliere.

Dabei finde ich die Lösung für mein Problem so einfach. Ich finde es ist doch garkein Akt sich mal eben eine Strumpfhose oder Halterlose Strümpfe anzuziehen. Die Dinger kosten nichts, sind schnell angezogen und können nach dem Sex ja auch sofort wieder ausgezogen werden. Ich möchte ja auch nicht bei jedem Geschlechtsverkehr "Nylonsex" haben. Jedes 2. oder 3. mal würde mir völlig langen. Ich verlange ja schließlich keine Abartigkeiten oder Sachen, die einen echte Überwindung kosten. Meine Frau und ich sind auch heute noch sehr experimentierfreudig, nur eben nicht in diesem Thema.

Ich finde meine Neigung auch nicht Therapierens wert sondern sehe es eher als etwas normales, vieleicht etwas stärker ausgeprägt, als bei anderen Männern an. Oder kennen Sie einen Mann, der eine Frau in Halterlosen Strümpfen unerotisch findet?

Ich habe Meiner Frau schon einem vorgeschlagen eine Paartherapie zu besuchen. Vieleicht kann ein Unparteiischer einen Kompromiss herbeiführen. Dies lehnt Sie jedoch gänzlich ab.

Was würden Sie mir / uns raten?

Grüße

...

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

 

fragen Sie doch einfach mal Ihre Frau, ob Sie etwas dagegen hätte, wenn Sie sich noch nach einer Frau umgucken, mit der Sie - parallel zu der bestehenden stabilen Beziehung zu Ihrer Partnerin - Ihr Interesse für Nylonstrümpfe leben können.

 

 

Gruß

 

 

Peter Thiel

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Montag, 20. Juni 2005 21:22

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetisch

 

Hallo,

über Google bin ich auf Ihre Seite gestoßen und fand sie so interessant, dass ich mich mit meinen Fragen/Problemen an Sie wende.

Kurz zu meiner Person :

36 Jahre alt. Berufstätig. Seit 5 Jahren verheiratet bzw. seit 12 Jahren mit

meiner Frau zusammen. vierjährige Tochter.

Meine Ehe steckt in sexueller Hinsicht seit längerer Zeit in der Krise.

Meine Lust auf Sex bzw. die Fähigkeit überhaupt genügend erregt zu sein, um Sex zu haben (Erektion), tendiert in den letzten Jahren gegen Null. Meine Frau und ich denken, dass hier zwei Neigungen/Fetische auf meiner Seite mitverantwortlich sind.

Es handelt sich im einen Fall um Latzhosen und im anderen um Bondage/Fesselspiele. Ich kann mich erinnern, dass ich schon in frühester Kindheit Mädchen in Latzhosen „merkwürdig“ anziehend fand (Bei Jungen war mir das egal). Die gleiche Erregung stellte sich bei Fesselungsszenen im Fernsehen/Kino oder in Büchern ein. Ich kann mich aber an keine prägenden Erlebnisse in meiner Kindheit erinnern, die das eventuell ausgelöst haben könnten.

Bei beiden Neigungen ziehe ich meine sexuelle Lust rein aus dem visuellen Erleben, wie ein Voyeur. D.h., meine Lust schließt den Wunsch nach gleichzeitigem Sex nicht mit ein (nebenbei : die Lust stellt sich auch nur bei einigermaßen gleichaltrigen und attraktiven Frauen ein). Ich genieße also den Anblick von Frauen in Latzhosen bzw. von gefesselten Frauen und würde es am liebsten jedes Mal per Foto/Video festhalten.

Selber Latzhosen zu tragen, ist manchmal auch lustvoll für mich. Früher stärker, heute nicht mehr so. Und wenn ich selbst gefesselt bin, kann es ebenfalls lustvoll sein. Wegen des Gefühls der Bewegungsunfähigkeit. Dazu muss ich aber so streng gefesselt sein, dass ich mich so gut wie nicht mehr bewegen kann.

Meine Frau habe ich kennen- und lieben gelernt, ohne (!) Einfluss dieser Fetische. Ich habe ihr allerdings von meinen Neigungen nach einem halben Jahr erzählt. Sie hat es dann zwar akzeptiert, aber immer versucht zu verdrängen.

Nach vier Jahren war meine Frau bereit, selber Latzhosen zu tragen. Sie hatte aber immer Probleme damit, da sie eine Latzhosen als lächerliches und peinliches Kleidungsstück empfindet. Außerdem hatte sie später immer das Gefühl, wegen der Latzhose für mich nur noch ein Sexualobjekt zu sein. Ich habe dann selber angefangen Latzhosen zu tragen, was mir anfangs einen großen Kick gab, jetzt aber nur noch mäßig.

Mein Wunsch ist eigentlich, dass meine Frau regelmäßig Latzhosen zu Hause und in der Öffentlichkeit trägt, also Latzhosen in den Alltag integrieren würde. Dagegen stehen die Gefühle meiner Frau und die Tatsache, dass wir eine kleine Tochter haben. Meine Frau möchte nicht, dass unsere Tochter in (für mich) erotische Situationen integriert ist, was ja zwangsläufig der Fall wäre. Das sehe ich auch ein. Sie würde es akzeptieren, wenn ich abends, wenn unsere Tochter schläft, noch Latzhosen trage. Das ist für mich aber zu eingeschränkt und gibt mir keinen großen Reiz. Deshalb unterdrücke ich dieses Thema seit längerer Zeit ganz.

Bondage ist ebenfalls kein Thema in unserer Beziehung. Wir haben ein paar Mal experimentiert, aber für meine Frau ist es nicht erregend und körperlich unbequem.

Dass fehlender Sex unsere Ehe gefährdet, darin sind wir uns einig. Wir vermuten, dass meine Lustlosigkeit möglicherweise auf die Unterdrückung meiner Neigungen zurückzuführen ist, sind aber ratlos, wie das Problem anzugehen ist.

Frage :

Sehen Sie aus Ihrer Erfahrung Lösungsansätze, die wir selber versuchen könnten oder kann hier nur noch eine Therapie helfen ?

Ich war schon mal bei einer ProFamilia-Sexualberatung. Nur leider war es so, dass es der Beraterin wichtiger war, mich ständig auf die abgelaufene bzw. noch verbleibende Gesprächszeit hinzuweisen, als sich mit meinem Problem auseinander zu setzen. Sie war jedenfalls keine große Hilfe und ich habe nach der ersten Stunde keine weiteren Termine mehr wahrgenommen. Leider bin ich ratlos, wie man einen wirklich qualifizierten Therapeuten finden könnte.

Viele Grüße

...

 

 

 

 

 

 

Hallo Herr ... .,

 

Sie schreiben:

"Dass fehlender Sex unsere Ehe gefährdet, darin sind wir uns einig. Wir

vermuten, dass meine Lustlosigkeit möglicherweise auf die Unterdrückung

meiner Neigungen zurückzuführen ist, sind aber ratlos, wie das Problem

anzugehen ist."

 

Was Sie vermuten ist vielleicht relativ nebensächlich. Vermuten kann man alles mögliche und Tausende von Psychologen leben davon, irgend etwas zu vermuten, es in wissenschaftlich klingende Phrasen zu hüllen und damit auch noch gutes Geld zu verdienen. Ob das aber schon mal den Klienten weitergeholfen hat, das steht in den Sternen.

 

 

Sie schreiben weiter:

 

"Sehen Sie aus Ihrer Erfahrung Lösungsansätze, die wir selber versuchen

könnten oder kann hier nur noch eine Therapie helfen ?"

 

Lösungsansätze kann ich nur sehen, wenn ich weiß, was der Klient will. Wenn Sie wollen, dass Ihre Frau für Sie in Latzhosen herumläuft, diese das aber zur Zeit nicht will, dann können Sie Ihre Frau fragen, ob Sie sich an mich mit dem Ziel wenden will, dieses zukünftig auch zu wollen. Vielleicht kann ich Ihrer Frau ja dann helfen, ein solches Ziel zu erreichen.

Wenn Ihre Frau aber dazu keine Lust hat, kann ich Ihnen auch keine Tricks verraten, wie Sie das bei ihr gegen ihren Willen erreichen können. Möglicherweise könnten Sie verschiedene Mittel von Manipulation anwenden, um ihre Frau dahin zu bringen, etwas zu machen, was Sie nicht will. Allerdings würde ich auf einem solchen Weg nicht mitwirken wollen, da dies gegen meine ethischen Anschauungen verstößt.

 

In eine Paartherapie können Sie sicher gehen, schaden wird es wohl nicht. Vielleicht hilft es sogar. Kompetente Berater/Therapeuten werden Sie sicher finden.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Freitag, 3. Juni 2005 16:09

An: info@maennerberatung.de

Betreff:

 

Hallo,

mein Mann und ich haben uns auf Grund seiner sexuellen Neigungen ( er steht auf amputierte Frauen) getrennt. Kann man so etwas behandeln?

Viele Grüße, ... 

 

 

 

Hallo ... ,

 

was verstehen Sie unter behandeln? Vielleicht meinen Sie damit, ob es möglich ist, dass Ihr Mann durch eine Psychotherapie oder ähnliches diese Neigung verliert? Dies halte ich für durchaus möglich. Allerdings müsste Ihr Mann auch ein Interesse an einer Veränderung haben oder entwickeln. Wenn er an einer Veränderung nicht interessiert ist, dann wird eine Veränderung wohl eher unwahrscheinlich sein.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 21. März 2005 15:10

An: info@maennerberatung.de

Betreff: z.H. Hr. Peter Thiel

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

bin im Zuge einer Recherche zum Thema Fetischismus auf ihre Homepage gestoßen und dachte, dass ich mich an Sie wenden könnte.

Habe seit kurzem eine ganz besondere Beziehung zu einem Mann, den ich sehr gern habe und schätze, sexuell funktioniert es wunderbar, es gibt nur einen Punkt, der mich nachdenklich macht und das ist der Stiefel Fetischismus meines Partners. Er muss sich immer Stiefel visualisieren, damit er einen Orgasmus erleben kann. Er kann den Sex wunderbar genießen, wenn er jedoch kommen möchte, spannt er sich super an und muss sich eben das vorstellen, dann kann er wunderbare Orgasmen erleben. Ich empfinde es nicht weiter schlimm, da ich damit leben kann und es bereitet mir kein problem manchmal stiefel beim sex anzuziehen, damit er es sich nicht vorstellen muss, sondern real sieht. Es ist mehr für ihn ein Problem, da es ihm mehr oder weniger davon abhängig macht, er kann ohne dieser Vorstellung nicht kommen und es macht ihn somit unfrei. Erwähnen sollte man an der Stelle vielleicht auch noch, dass er auch sonst gerne "sexuelle Ausflüge" mit mir macht, darunter verstehen wir sado masochistische Praktiken, in denen er die Unterwerfung vorzieht, da es mir jedoch wichtig erscheint beide Tendenzen auszuleben, spielt er auch die dominante Rolle. Wo können wir in dem Fall ansetzen oder welche Fragen könnte er sich stellen?

Vielen Dank und liebe Grüße

...

 

 

 

 

Hallo ... ,

es scheint mir eher so zu sein, dass nicht Ihr Freund ein Problem zu haben scheint, sondern Sie.

Daher könnte es sinnvoll sein, wenn Sie sich überlegen, was Sie als Ihr Problem ansehen und was Sie ändern möchten. Das geht mir aus Ihren Zeilen nicht hervor.

Vielleicht reichen Sie mir das noch nach.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 14. Oktober 2004 11:01

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Fetisch - "Befreiung"

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit vielen Jahren nun habe ich ein Problem mit meinem Fetisch. Ich habe diesen Fetisch zwar akzeptiert, habe aber bei jeder Beziehung das Problem des Auslebens.

Ich weiß, daß es viele Menschen auf diesem Planeten gibt, die die gleiche Neigung (Scatologie, Toilettensex, Choprophagie) haben. Woher rührt dieses Verhaltensmuster?

Ich würde gerne daran arbeiten, diese quasi schon Sucht in mir zu bekämpfen.

Der Grund hierfür ist eine neue Liebe (Frau), bei der ich stark vermute, daß sie diese Neigung nicht mit mir teilen wird. Auch wenn man sagt, "wer liebt läßt vieles zu!"

Können Sie mir eine entsprechende Literatur nennen, die mir weiterhilft, mich von dieser sexuellen Erregung, ausgelöst durch Bilder, Phantasien, ...., zu befreien.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus

... 

 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

ich glaube nicht, dass Ihnen Literatur da viel weiterhelfen wird und "bekämpfen" schon gar nicht. Fetischistische Neigungen sind ja kein gegnerischer Feind, den es gilt anzugreifen und auszulöschen, sondern können als eine wichtige Bedürfnisinformation verstanden werden, die es gilt besser kennen zu lernen und sich damit auseinander zu setzen. Erst dann kann Veränderung geschehen, die vom Gefühl getragen wird und nicht nur vom Verstand.

Ich empfehle Ihnen statt eines "Kampfes" eine Psychotherapie. Systemische Therapie oder Gestalttherapie scheint mir da am meisten empfehlenswert zu sein.

...

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Samstag, 25. September 2004 13:18

An: info@maennerberatung.de

Betreff: fetischismus

 

hallo,

achtung, jetzt melde sich eine frau zu wort. ich hoffe dass ich deshalb nicht diskriminiert werde und auch eine antwort erhalte. es geht um fetischismus und da bin ich auf eure seite gestoßen.

mein ex ist fremdgegangen, als ich es herausfand habe ich schluss gemacht. nun will er mich zurück, hat mir aber nun gestanden dass er durch das fremdgehen eine neue sexuelle neigung, den fetischismus an sich entedeckt hat. welchen genau weiss ich nicht, er meinte nur "angezogene frauen halt".

ich finde es schlimm genug betrogen zu werden, dann aber auch noch zu hören dass man nun andere vorlieben entwickelt hat, verletzt noch mehr.

für mich bricht ein weltbild zusammen, ich dachte ich kenne den menschen, und nun tuen sich solche menschlichen abgründe vor mir auf.

ich befürchte dass er dass auch im puff auslebt, da er vor meiner zeit auch öfter im puff war, was ich auch schon nicht verstehen konnte, aber einfach als gegeben akzeptiert habe.

er meint er liebt nur mich, ich weiss aber dass ich für fetischismus nichts übrig habe, ich finde es sogar widerlich und krank, ich kann es einfach nicht nachvollziehen. mit mir wird er dass nicht ausleben können. hätte so eine beziehung eine chance?

muss ich so etwas tolerieren oder ist mein ex psychisch gestört?

gruß, ...

 

 

 

 

 

Hallo ...,

wenn Sie sich nicht für fetischistische Experimente Ihres Freundes zur Verfügung stellen wollen, ist das Ihr gutes Recht. Warum sollten Sie etwas tun, was Sie nicht wollen?

Eine Beziehung hat immer eine Chance, also auch diese, sie sollten aber beide genau hinschauen, was geht und was nicht geht oder wenn die Beziehung für einen oder beide nicht mehr akzeptabel ist, auch den Mut zur Trennung haben, anstatt sich ewig lang miteinander herumzuquälen.

 

 

Denkbar ist natürlich auch die Inanspruchnahme eine Paarberatung/Paartherapie , die für sie beide möglicherweise eine gute Unterstützung sein kann.

 

Ob Ihr "ex" psychisch gestört ist, ist eine Frage des Standpunktes. Wenn man meint, dass Fetischismus eine Störung ist, dann ist er sicher gestört. Wenn man meint, Fetischismus ist ähnlich der Homosexualität eine bestimmte zulässige Neigung auf dem Gebiet der Sexualität, dann ist der "ex" nicht gestört, denn auch Homosexualität sieht man inzwischen nicht mehr als Störung an.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von:

Gesendet: Samstag, 28. August 2004 ...

An: webmaster@maennerberatung.de

Betreff:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin ...  Jahre und habe ein sexuelles Problem: Ich habe einen sehr ausgeprägten Fetisch welcher sich darin ausdrückt, dass ich auf sexualle Unterwerfung, Schmerzen und auch High-Heels stehe. Und das habe ich schon seitdem ich denken kann denn sexuelle Fantasien hatte ich schon seitdem ich ein Kind war. Ich kann mich sogar vage daran erinnern, dass es zuerst damit anfing, dass sich dieser Fetisch beim Masturbieren (ich masturbierte bestimmt mit 4 Jahren oder so schon) zuerst auf Gott (meine Familie ist katholisch), später auf "große, mächtige Tiere" (Pferde) und dann zu guter Letzt auf Frauen fixierte. Ich denke manchmal auch, dass das Ganze von dem ganzen Gequatsche in der Kirche rührt (Gott ist allmächtig, wir sind sein Eigentum, etc). Bisher habe ich echt noch keine Frau gefunden hat, die diesen Fetisch mit mir ausleben will allzumahl es mir dabei auch unheimlich wichtig ist, dass die Frau wirklich sehr gut aussieht, sonst kann ich nicht. Wenigstens seh ich selbst auch ziemlich gut aus aber das hilft mir hier nicht weiter. Normaler Sex klappt zwar schon irgendwie, allerdings habe ich dabei gelegentlich Erektionsprobleme und komme dabei grundsätzlich nicht. Meine Frage: Ist das therapierbar? An wen kann ich mich wenden? Ein ganz normaler Psychotherapeut? Einen Sexualtherapeuten habe ich hier in der Umgebung nicht ausfindig machen können. Brauche ich daher eine Überweisung? Ich frage, weil meine Mutter meine Hausärztin ist und ich sie nicht um eine Überweisung für eine Sexualtherapie bitten möchte.

Vielen Dank schon einmal!

...

 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

möglicherweise hat Ihr Problem auch damit zu tun, dass Ihre eigene Mutter gleichzeitig Ihre Hausärztin ist.

Wenn Sie eine Psychotherapie anfangen wollen, brauchen Sie keine Überweisung, sondern Sie können direkt mit Ihrer Krankenkassenkarte zu einem Therapeuten Ihrer Wahl gehen.

 

Als Selbstzahler könnten Sie darüber hinaus auch andere qualifizierte Berater oder Therapeuten aufsuchen, die privat abrechnen.

 

Viel Erfolg.

 

 

Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Montag, 16. August 2004 

An: webmaster@maennerberatung.de

Betreff: Online-Beratung Fetischismus

 

Hallo,

auf Ihre HP Männerberatung habe ich den Artikel zum Thema Fetischsimus gelesen .

Nun bin ich selbst davon betroffen und hätte gerne Beratung, da ich nicht weiß, an wen ich mich sonst wenden könnte.

Ich bin ... Jahre alt und männlich und arbeite als ... und bin alleinstehend.

Mein Fetischsimus besteht darin, dass ich seit meiner frühesten Kindheit am liebsten lange Stiefel trage oder tragen würde (auch mit Absatz ), aber die Mode erlaubt das nun mal nicht.

Hinzu kommt, dass ich mich darin nicht nur wohl fühle , sondern es mich auch stimuliert.

Im Laufe der Zeit hab ich mir eine hübsche Sammlung zugelegt und zu Hause trag ich dann meistens ein Teil aus dieser Sammlung dazu manchmal auch feminine Kleidung.

In der Phantasie stell ich mir vor darin Sex zu haben wie eine Frau und dabei überhaupt eine Frau zu sein Manchmal trag ich auch öffentlich Stiefel ohne Absatz und unter der Hose.

Das hat bisher niemand großartig bemerkt.

Nun hab ich freilich Schwierigkeiten , auf das andere Geschlecht zuzugehen.

Die Frau mit der ich mal verheiratet war ... , habe ich per Anzeige kennengelernt.

wir hatten längeren Briefwechsel und ich begann mich für sie zu interessieren und berichtete ihr auch von meiner "Leidenschaft" und dem Wunsch eine Frau zu sein.

Das schockierte sie, aber wir lernten uns trotzdem kennen und lieben.

Einmal trug ich sogar lange gebraucht gekaufte Lederstiefel, ... und da hatt ich das Gefühl dass sie davon ein wenig angetan war.

Ich war gern mit ihr intim zusammen, hatte aber Schwierigkeiten , den Sex als Mann zu haben und darin auch die Erfüllung zu finden.

Wir gestanden uns auch, dass wir gegenseitig nicht die große Liebe waren, die sie später dann auch fand und daher trennte sie sich .

Nun denke ich aber dass ich durchaus in der Lage bin, tiefe emotionale Gefühle für Menschen zu haben, nur konnte ich es wegen Unerfahrenheit damals nicht richtig einschätzen.

Ich hatte auch immer Kontakte gesucht zu jemanden der meine Stiefelleidenschaft teilt oder sie toleriert, Dabei sollte aber auch eine tiefe Gefühle füreinander da sein. Aber das geht freilich wohl nicht zusammen.

Zwischendurch hatte ich eine Freundin die dann allerdings fragte, ob ich mir nicht einen Liebhaber zulegen möchte . Naja , wenn die Sache so einfach wäre.

Seit zwei Jahren habe ich ... .

Sie ist verheiratet , aber da hab ich das Gefühl so müßte es sein , das müßtest Du bei einer Frau fühlen, wenn sie die richtige sein könnte .

Aber das hat sich bisher bei keiner Frau, die mir begegnet ist , ergeben.

Ja ich hoffe sie können mir irgend wie helfen , wie man den Fetischismus in den Griff bekommt, eine Beziehung aufbauen können, ohne daran zu denken.

 

Freundliche Grüße

... 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

mir ist noch nicht klar geworden, warum Sie "Ihren" Fetischismus "in den Griff bekommen wollen". Vielleicht sind Sie ja zufrieden mit "Ihrem" Fetischismus? Es kann natürlich sein, dass viele Frauen Ihre Interessen nicht teilen und so könnte es zum Problem werden, wenn Sie eine Frau als Freundin oder Partnerin suchen. Sie müssten dann vielleicht Ihre fetischistischen Interessen verheimlichen oder könnten Sie in der Beziehung nicht leben, weil die Frau sich dafür nicht interessiert oder sie diese vielleicht sogar ablehnt. 

Wenn Sie dann doch Interesse an der Frau haben, könnten Sie sich im Rahmen von Beratung und Therapie mit Ihren fetischistischen Neigungen auseinandersetzen und finden dann womöglich nach einiger Zeit weniger Interesse daran als vorher.

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 25. August 2004 

An: maennerberatung.de

Betreff: Re: AW: Online-Beratung Fetischismus

 

Hallo Herr Thiel,

ja natürlich kann ich mit meinem Fetisch zufrieden sein schließlich fühl ich mich wohl damit.

Ich hätte aber gern gewußt, woher das kommt, wenn ich andere Frauen in Stiefeln sehe, warum ich dann auch welche anziehen will.

Das Tragen von Stiefeln bringt mir seelisches Wohlbefinden, ist fast sowas wie Wellness.

Wahrscheinlich ist es irgendein Ersatz, da in menschlichen Beziehungen ich selten so was fühle, die sind natürlich auch vielschichtiger

Mit freundlichen Grüßen

... 

 

 

 

 

Hallo ... ,

wozu soll das gut sein, wenn Sie wissen würden "woher das kommt".

Vielleicht wüssten Sie dann, dass das von Ihren Genen "kommt" oder von der frühen Mutter-Sohn-Beziehung. Oder von dem Schuhladen, der sich in Ihrer Kindheit in der Nähe Ihres Hauses stand und an dem Sie als kleiner Junge vorüberliefen und durchs Schaufenster auf die Verkäuferin schauten, die Ihnen dann immer einen sehnsüchtigen Blick zuwarf.

 

Wollen Sie Archäologe werden und alte Tonkrüge ausgraben?

Wenn Sie sich wohl fühlen, warum sollten Sie dann wissen wollen, warum Sie sich wohl fühlen?

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Meer und schauen hinaus auf einen Sonnenuntergang. Sie fühlen sich wohl und gleichzeitig überlegen Sie, warum fühle ich mich eigentlich wohl und woher kommt das, dass ich mich wohl fühle.

Ich würde meinen, jemand der so denkt, ist der Meinung, dass Leben müsse ganz schrecklich sein und wenn es mal nicht schrecklich ist, müsse man umgehend dafür sorgen, dass es doch schrecklich ist.

 

Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 28. Februar 2004 

An: webmaster@maennerberatung.de

Betreff: Frage zum Thema Fetischismus

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich benötige eine Beratung zu folgendem Problem:

Ich habe einen ausgeprägten Turnschuhfetischismus, was in meiner einzigen bisherigen (übrigens homosexuellen) Beziehung natürlich zu erheblichen Problemen geführt hat, da es beim "normalen" schwulen Sex bei mir natürlich nicht klappen wollte. Seither hatte ich zwei Versuche einer neuen Beziehung, bei denen natürlich durch den Wunsch "jetzt muß es aber funktionieren" erst recht nichts kam. Das merkwürdige dabei ist, daß ich zumindest in den zweiten dieser beiden Männer nach meinem Empfinden sehr verliebt war und mir auch Nähe zu seinem nackten Körper wünschte. Ebenso habe ich das Kuschlen mit ihm sehr genossen.

So langsam kommt in mir jetzt die Panik hoch, daß ich bis zu meinem Lebensende einsam bleiben muß (das klingt jetzt vielleicht sehr dramatisch, aber von solchen Gedanken wird man manchmal eingeholt).

Männer, die sich für mich interessieren zu finden, ist für mich nicht allzu schwierig, da ich einigermaßen gut aussehe und anscheinend auch eine nette Art habe (wobei ich allerdings nur sehr schwer auf andere zugehen kann).

Daher meine Frage: Ist Fetischismus prinzipiell therapierbar? (Der ... ist Psychoanalytiker und sagte, als ich ihn in einem Zustand völliger Verzweiflung danach fragte, dazu sinngemäß etwa: Man kann ihn abmildern, bekommt ihn aber nie völlig weg, außerdem ist die Therapie sehr "schmerzhaft und dornenreich" (so war seine Wortwahl)

Wenn nicht, gibt einen Weg sich selber mehr zu akzeptieren und nicht dauernd mit dem Gedanken "wenn die Leute wüßten wie ich wirklich bin, würde mich kein Mensch mehr mögen" herumzurennen? Ich habe zwar durchaus soziale Kontakte aber ein Partner wäre mir sehr wichtig.

Zu mir: Ich bin ... Jahre alt und wohne in ... . Ich habe auch schon meine Erinnerungen nach irgendwelchen frühkindlichen Prägungen durchforstet: Das einzige was mir dabei einfiel, war ...

 

 

Ich warte gespannt auf Ihre Antwort

Viele Grüße

...

 

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

 

der Buddha meint, wir leiden, wenn wir den Dingen verhaftet sind.

 

Wenn Sie die Kunst erlernen nicht verhaftet zu sein, brauchen sie demnach auch nicht zu leiden. Klingt sehr einfach, doch, es ist wohl das einfache, was schwer zu machen, wie Bert Brecht, der sich auch mit fernöstlicher Philosophie beschäftigt hat, meint.

Insofern würde ich dem Psychoanalytiker nicht folgen. Vielleicht ist er wie viele in unserer Kultur christlich geprägt (Jesu Cristus Leiden am Kreuz) und meint, ein dornenreicher und schmerzensreicher Weg gehört zwangsläufig zum Leben dazu.

Ich meine, alles kann sich wandeln, wenn man den rechten Weg geht. So kann wohl auch Fetischismus (als Bedürfnisinformation?) seine Rolle wandeln oder blasser werden. Doch erst einmal gilt es wohl, das, was sie als Problem ansehen, als treuen Begleiter wertzuschätzen. Erst dann können Sie schauen, ob Sie sich von ihm verabschieden wollen oder nicht.

 

Wenn Sie dies tun, sind Sie auf dem Weg. Es wäre verwunderlich, wenn dies nur Glücksgefühle bei Ihnen auslösen würde. Sie können sich auf Ihrem Weg auch begleiten lassen, vielleicht finden Sie einen kompetenten Berater oder Therapeuten in Ihrer Nähe.

...

 

Beste Grüße

 

 

Peter Thiel

 

 

 


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