Sexualberatung

 

Es geht auch anders, doch so geht es auch

Bertolt Brecht in "Die Dreigroschenoper"

 

 

 

 

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Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut  (DGSF

18.05.2016

 

 

 

 

 

Nach Umfragen erleben mindestens 50 Prozent aller Paare in ihrer Beziehung zumindest phasenweise irgendeine Form sexueller Probleme.  Wahrscheinlich sind es aber 100 Prozent. Denn Probleme gehören zum Leben, wie die Luft zum Atmen und es ist noch von keinem Menschen bekannt geworden, dass er keine Probleme im Leben gehabt haben soll.

58 Prozent der Männer und 51 Prozent der Frauen zwischen 18 und 55 Jahren fühlen sich nach einer Gewis-Umfrage für "Fit for Fun"(12/2002)  im Schlafzimmer unter Druck gesetzt.

Nach Matthiesen/Hauch (Matthiesen, Silja; Hauch, Margret: "Wenn sexuelle Erfahrungen zum Problem werden", in: "Familiendynamik" 2/2004, S. 139-160) soll bei 10 Prozent der Männer und Frauen ein hoher Leidensdruck bezüglich sexueller Themen anzutreffen sein. 

 

Daneben gibt es viele Menschen, die nicht in einer Partnerschaft leben und sexuelle Probleme haben. Diese sind mitunter so massiv, dass daraus folgend Beziehungsanbahnungen immer wieder scheitern und beim betreffenden Menschen Angst und Resignation auslöst. 

Stress, Beziehungskonflikte und Ängste führen häufig zu Sexualstörungen. Sexualprobleme fangen trivialer Weise aber schon damit an, dass man keine Partnerin oder Partner hat oder findet, mit der/dem man eine sexuelle Beziehung eingehen kann. Ist es dann zu einer kürzeren oder längeren Beziehung gekommen, können sich vielfältige Symptome  zeigen und verfestigen, sei es es Impotenz, vorzeitiger Samenerguss, übergroße Müdigkeit, Anorgasmi, Sexsucht, Fetischismus oder anderes. 

 

Das gute am Symptom ist erst einmal, dass es überhaupt da ist. Das Symptom ist ein wichtiges Signal. Das Symptom hat eine wichtige Funktion, die man nicht dadurch abschaffen kann, indem man das Symptom ignoriert oder versucht "wegzukriegen".  Wir gehen davon aus, dass ein großer Teil der Störungen bei Männern mit ihrem Lebensstil verknüpft ist, der durch Selbstüberforderung und chronische Selbstzerstörung geprägt ist, aber auch möglicherweise mit einer inneren unbewussten "Verweigerung" des Geschlechtsverkehrs mit der Frau, bzw. Partnerin. Die Heilung kann somit nicht in der Einnahme von Viagra liegen, sondern in der Veränderung des Lebensstils, der Klärung von Beziehungskonflikten in der Partnerschaft und der Veränderung von Lebensmustern.

 

 

 

Keine Lust auf Sex!?

Kommt öfters vor als mann und frau denken. Wenn beide keine Lust haben, ist es relativ unproblematisch. Wenn nur einer, dann kann es schwierig werden. Wenn man tolerant genug und nur wenig eifersüchtig ist, kann man dem Partner, der Partnerin erlauben einen Seitensprung zu machen oder eine Affäre zu haben. Wenn man das nicht aushalten kann, dann sollte man sich um eine gute Beratung kümmern. Eine Trennung kann im Einzelfall eine mögliche Lösung sein.  Besteht dann mit der nächsten Partnerin das selbe Problem, so war die Trennung wohl doch nicht die Lösung.

 

Neben häufig vorkommenden Störungen, wie z.B. Erektile Dysfunktion (Impotenz) oder Ejaculatio Praecox (vorzeitiger Samenerguß) gibt es eine Reihe anderer Störungen, wie z.B. Sexsucht und Paraphilien, die bei entsprechend starker Ausprägung, für die davon Betroffenen ebenfalls einen großen Leidensdruck auslösen können und die für die Umwelt (Partnerin, Familie, örtliche Gemeinschaft), so sie davon Kenntnis bekommt oder davon betroffen sind, zu Problemen führen können. 

Sexsucht ist, wie der Name schon sagt, eine Form von Sucht, die sich über den Bereich der Sexualität Ausdruck verschafft. 

Unter den Begriff der Paraphilien, dem neueren Begriff für die früher so genannten Perversionen, zählen z.B.  Fetischismus, Sodomie Transvestismus, Sado-Masochismus, Pädophilie und Exhibitionismus . Früher wurde zu den sogenannten Perversionen auch die Homosexualität gezählt. Davon spricht heute glücklicherweise niemand mehr, denn es ist Privatsache erwachsener Menschen, wenn sie mit einem Partner gleichen Geschlechts Sexualität leben. 

So lange Paraphilien nur in der Phantasie oder im eigenen privaten Bereich der Betreffenden ausgelebt werden, muss dies in der Regel keine Probleme bereiten. Wenn ein Mann sich vor einem Damenstiefel selbst befriedigt, ist das erst einmal seine Sache. Wenn ein Mann und eine Frau im gegenseitigen Einvernehmen sadomasochistische Praktiken austauschen, ist dies ihre Sache, solange es zu keinen Handlungen kommt, die den Tatbestand des Strafgesetzbuches tangieren. 

 

Pädophilie ist, solange sie ausschließlich in der Phantasie des Betreffenden stattfindet, die Privatangelegenheit des betreffenden Mannes. Dies hört allerdings schon dann auf, wenn der Mann pornographisches Material pädophilen Inhaltes benutzt, da zu Herstellung solcher Materialien immer Kinder sexuell missbraucht und ausgebeutet werden. 

 

Praktizierte Paraphilien können auch in den strafrechtlich sanktionieren Bereich führen. So z.B. bei sexualisierter Gewalt, sei es an Kindern, Jugendlichen oder Männern und Frauen. Die strafrechtliche Sanktionierung ist in diesen Fällen notwendig, zum einen aus Gründen des Opferschutzes, aber auch aus Gründen des Täter/innenschutzes. Der/die Täter/in  muss auch durch das Strafrecht vor der Ausübung ihrer/seiner destruktiven Gewalt geschützt werden. Täter/innen, die eine schwere Straftat begangen haben, gehören nach einer rechtskräftigen Verurteilung allerdings nicht in den Strafvollzug, sondern in den Maßregelvollzug. dort besteht die Möglichkeit mit den Betreffenden therapeutisch zu arbeiten und konstruktive Veränderungen in Gang zu bringen (vgl. Bauriedel 2002).

Die Tagessätze des Maßregelvollzugs betragen zwischen 140 und 230 Euro (vgl. Kammeier 2002). Dies macht deutlich, dass eine präventive ambulante Arbeit (Therapie) mit Personen, bei denen eine deutliche Gefährdung besteht, in diesem Bereich straffällig zu werden, nicht nur im Interesse potentieller Opfer ist, sondern auch aus fiskalischer Sicht sinnvoll ist.

 

 

 

 

 

Sexualberatung versus Sexualtherapie

Sexualberatung und Sexualtherapie sind zwei sich teilweise überschneidende professionelle Formen der Unterstützung für Ratsuchende, sich gemeinsam mit dem Berater oder Therapeuten über Probleme im Bereich der Sexualität auszutauschen und nach Wegen und Möglichkeiten der Veränderung zu gehen. Dabei geht es in der Regel in erster Linie um das Verständnis von Schwierigkeiten im Bereich der Sexualität als psychosexuell zu verstehende Symptome. Das Erlernen von Techniken oder Vorschläge zum Erlernen neuer sexueller Muster können hinzukommen. Sexualberatung und -therapie, so wie sie auf dieser Internetseite angeboten wird, versteht sich als Systemische Sexualberatung und -therapie (nicht zu Verwechseln mit der eigenwilligen Wortschöpfung "Systematische Sexualtherapie" wie sie oberflächlich informierte Journalisten oder der Setzer in der Druckerei in der BILD-Zeitung im Januar 2005 verwendete). Auftretende Probleme oder wahrgenommene Symptome, wie z.B. eine frühzeitige Ejakulation werden dabei als für das aktuelle System (Paar, eingebettet in familiäre und gesellschaftliche Zusammenhänge, in zurückliegender Vergangenheit und Zukunftserwartungen) "sinnvolle" Störung gesehen, die in der Regel nur durch einen Wandel des Systems verändert werden können, nicht jedoch durch eine individualpsychologisch auf den Einzelnen bezogenen Suche nach "den Ursachen". 

 

Beratung und Behandlung bei psychosexueller Dysfunktion (sexuelle Störung ohne physische Ursache). Eine Sexualtherapie kann in Verbindung mit einer Paarberatung durchgeführt werden.

 Sexualtherapie kann helfen, indem sie bei einem oder beiden Partnern zu einer veränderten Einstellung gegenüber Sex führt, das Verständnis der eigenen und der sexuellen Bedürfnisse des Partners verbessert und Techniken für den Umgang mit speziellen Problemen vermittelt. In der Regel besuchen beide Partner die Therapiesitzungen, aber auch Einzel- oder Gruppentherapie kann von Nutzen sein.

 

Die Unterscheidung zwischen Sexualberatung und Sexualtherapie ist nicht immer eindeutig. Bei der Beratung dürften Informationsfragen in der Regel im Vordergrund stehen. Bei der Sexualtherapie kann der Fokus auf psychosexuelle Fragen, die Paardynamik und die psychologischen Muster des Einzelnen erweitert werden. Sexualtherapie ist mit den unterschiedlichsten therapeutischen Modellen und Methoden, z.B. aus der systemischen Therapie, der Gestalttherapie, der Psychoanalyse,  dem Psychodrama, der Familientherapie oder der Verhaltenstherapie denkbar.

 

Beratungsstellen, Berater oder Therapeuten, die eine kompetente Sexualberatung oder Sexualtherapie anbieten sind in Deutschland rar und mitunter auch in kirchlicher Hand, grad so als ob man seine Ersparnisse einen Drogenabhängigen zur Aufbewahrung übergeben würde. Mitunter findet mann in den Beratungsstellen auch nur weibliche Beraterinnen. Soll der Mann mit einer weiblichen Beraterin im Erstkontakt über seine Versagensängste oder Erektionsprobleme sprechen?

Wenn Sie Ihre Zeit zum Handeln statt mit jahrelangem  erfolglosen Suchen nutzen wollen, dann können Sie bei uns fachkundige Unterstützung in Anspruch nehmen.

 

 

 

  

Kosten

Der Regelsatz für eine Stunde beträgt 80,00 €. Eine Ermäßigung ist möglich.

Die Beratung ist vertraulich.

Wir bieten Beratungstermine auch im Mann-Frau Beraterteam an. Die Kosten betragen in diesem Fall das Doppelte.

 

 

 

 

Kontakt

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen 

E-Mail: info@maennerberatung.de

 

Telefon (030) 49 916 880 (Beratungspraxis)

 

 

 

 

 

Ort

Persönliche Beratungstermine finden in Berlin-Pankow statt. 

 

Beratungspraxis 

Wollankstraße 133

13187 Berlin-Pankow

 

 

 

 

Ihr Ansprechpartner

Peter Thiel

Systemischer Berater, Systemischer Therapeut / Familientherapeut (DGSF);  zertifizierte Ausbildung in Lösungsorientierter-systemischer Psycho-Somatik und körperintegrierter Psychotherapie - www.gstb.org

 

 

 

 

 

 

Anfragen und Mitteilungen zum Thema

Unsere E-Mail Beratung ist kostenfrei für die erste von Ihnen an uns gesendete E-Mail und unsere darauffolgende Rückmeldung, bzw. unsere Antwort auf Ihre Fragen. Für eventuelle weitere Korrespondenz, in der wir ausführlicher als in unserer ersten Rückmeldung auf Ihre Fragen eingehen können, kostet je E-Mail 20 €.

Bitte beschränken Sie sich bei Ihren Anfragen auf maximal 40 Zeilen. Wird die Zeilenzahl von 40 Zeilen überschritten, beantworten wir Ihre Mail in der Regel nur nach Vorabüberweisung von 20 €.

Kontakt: info@maennerberatung.de

 

Die auf Ihre Anfragen gegebenen Antworten stellen nicht "die Wahrheit" darüber dar, "wie es wirklich ist", sondern sind eine subjektive Ansicht oder Meinung zu diesem Thema. 

Wegen der Vielzahl der uns per Mail erreichenden Anfragen bitten wir Sie um Verständnis, falls Sie nicht sofort eine Antwort von uns erhalten. 

In dringenden Fällen empfehlen wir Ihnen eine zeitnahe telefonische oder persönliche Beratung. Geeignete Beratungsstellen und Berater finden Sie in Wohnortnähe oder auch über das Internet.

Bei Interesse können Sie bei uns eine Einzelberatung, Paarberatung oder telefonische Beratung vereinbaren. Zeitdauer und Kosten nach vorheriger Absprache.

Falls Sie eine persönliche oder telefonische Beratung wünschen, finden Sie nähere Informationen hier.

 

Nachfolgend können Sie ausgewählte Anfragen an uns und unsere Antworten darauf einsehen. Die persönlichen Angaben (Namen, Alter, Orte, etc.) der Absender und anderer beschriebener Personen wurden teilweise verfremdet, um die Anonymität der betreffenden Personen zu wahren.

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 21. Juli 2007 09:07

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

 

ich glaube, wir benötigen die Hilfe eines Sexualtherapeuten. Seit 4 Jahren sind mein Freund (39) und ich (37) ein Paar und es läuft wunderbar, wenn da nicht das Problem mit der Sexualität wäre. Mein Freund hat einfach kaum noch Lust auf Sex. Zu Beginn der Beziehung lief das alles anders. Wir haben schon öfter darüber geredet und er kann sich das auch nicht wirklich erklären. Er sagt, dass er mich liebt, mich sexuell attraktiv findet und ich für ihn die Traumfrau sei. Was er vermutet. Seit 2 Jahren wohnen wir zusammen. Genau zu dieser Zeit hat er eine neue Arbeit begonnen. Er kommt fast immer total geschafft nach Hause und will nur noch schlafen. Ich kann ihn verstehen, denn die Arbeit ist wirklich kein Zuckerschlecken. Ich kann auch sehr gut nachvollziehen, dass man bei körperlicher Erschöpfung kaum noch Lust auf Sex verspürt.

Für mich ist es allerdings unverständlich, dass ausgerechnet ein Mann lustlos ist. Meist hört man das doch von Frauen. Ich weiß mir einfach keinen Rat mehr. Mögliche Ursachen haben wir besprochen und diese konnten entkräftet werden z.B. er würde jederzeit wieder mit mir zusammen ziehen, er mag mich so wie ich bin, ihm gefällt unsere Beziehung ( außer der fehlende Sex )

Ich denke, wir sollten einmal ein Gespräch bei ihnen suchen und würde mich vorab über ihre Meinungsdarlegung freuen.

 

Mit nette Grüßen

...

 

 

 

 

 

Hallo Frau ... ,

wenn Sie mögen, können Sie gerne einen Beratungstermin bei mir vereinbaren. Leider funktioniert aber Ihre Mailadresse nicht. Vielleicht rufen Sie mich mal wegen einem eventuellen Termin an.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 4. September 2006 18:36

An: info@maennerberatung.de

Betreff:

 

Hallo,

1.: Ist es normal, wenn man sich 4-6 mal die Woche einen runterholt?

2.: Wie viel ml (?) Sperma sollte man normalerweise pro mal "verschießen"?

3.: Kann etwas passieren wenn man einem Mann in den Arsch fickt? (also Mann zu Mann)

4.: Wie oft pro Woche/ Tag könnte man theoretisch onanieren?

MfG 

 

 

 

 

Hallo ... ,

zu 1. Normal gibt es nicht. Sie können sich aber gerne 4-6 mal in der Woche einen runterholen. Schaden tut das nicht und womöglich macht Ihnen das sogar Spaß und dass ist gesellschaftlich sinnvoll, weil Sie dann sicher weniger krank werden.

 

zu 2. Sie können so viel Sperma verschießen wie Sie wollen. Der Körper produziert wieder neues und das Sperma wird Ihnen daher nicht alle werden.

 

zu 3. Wenn Sie einen Mann in den Arsch ficken, dann sollten Sie sich vorher davon überzeugen, dass keiner der beiden Männer einen HIV Virus (Aids) hat. Gegebenenfalls vorher einen Aidstest machen. Oder Sie benutzten beim Analverkehr ein geeignetes Kondom.

 

zu 4. Probieren Sie es einfach selber aus. Der eine oder andere Mann wird es sicher auf 35 Mal bringen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 1. August 2006 14:25

An: info@maennerberatung.de

Betreff: problem

 

guten tag,ich habe folgendes problem,was mich sehr stört!ich bin 24 und in einer festen beziehung,seid 3jahren!ich habe sehr sehr gerne sex,am liebsten mehrmals am tag,nur ist folgendes problem,das bevor ich zum samenerguss komme,mein penis vorher schon sehr viel tropfen verliert...das heißt das es manchmal beim vorspiel schon vorkommt,das meine shorts vorne nass ist!das problem an der sache ist,das meine freundin sich davor ein wenig ekelt,und unser sex leben darunter leidet!sie sagt das sie mir gern mal einen blasen würde,wenn er nicht vorher schon immer tropfen würde...ich kann das auch irgedwie nicht unterdrücken..gibt es irgendwas dagegen?bin ich zu geil immer?möchte gern das er trocken ist beim sex und nur beim höhe punkt abspritzt...

also es ist vorher wie gesagt kein höhepunkt,nur läuft es vorher schon ein wenig immer raus so tropfen weise,meist wenn sie mit ihm spielt und die vorhaut zurück zieht steht der nächste tropfen an!bitte um hilfe

--

 

 

 

 

Hallo ... ,

Ekel entsteht im Kopf, ist also eine mentale Angelegenheit. Die meisten Eltern haben kein Problem den Po ihres Babys von Kot zu säubern und ekeln sich dabei nicht. Wenn sie es dennoch tun, haben sie meist in ihrer eigenen Kindheit eine sehr strenge Sauberkeitserziehung erfahren.

Nun ist es bei den sogenannten Lusttropfen, einem Sekret, das in den Cowperschen Drüsen gebildet werden eigentlich viel harmloser. Der menschliche Speichel ist ja auch ein Sekret und viele Leute küssen sich, ohne sich davor zu ekeln. Sogar in Liebesszenen im Film küssen sich die Schauspieler und die Kinobesucher freuen sich darüber. Aber wenn man einen Liebesfilm zeigen würde, in dem die Filmheldin dem Filmhelden den Penis küsst, so nennt man das Pornografie und muss sich dazu extra in ein Pornokino begeben. Die Welt ist schon verrückt.

Bemühen Sie sich nicht, "trocken" zu werden, das werden Sie vermutlich nicht schaffen, denn der Körper folgt im allgemeinen nicht dem Kopf und seinen Wünschen.

Der Weg geht wohl eher darüber, dass sich Ihre Freundin mit ihrem eigenen Ekel auseinandersetzt und ein lustvolleres und freieres Verhältnis dazu erlangt. Vielleicht sabbern sie sich beide mal einvernehmlich im Liebesspiel miteinander an, dass kann schon ganz heilsam sein.

Mit Einverständnis Ihrer Freundin können Sie ihr auch mal auf den Bauch ejakulieren und dass ganze dann einmassieren. Auch dass eine gute Übung, um Ekel abzubauen.

In seltenen Fällen kann ein Erwachsener aber auch mal auf Grund früherer Erlebnisse, so z.B. in der Kindheit traumatisiert sein, so dass sich der Ekel von daher nicht abstellen lässt. In diesem Fall kann eine Psychotherapie hilfreich sein, um sich mit den ungeklärten vergangenen Themen auseinander zu setzen und ein unbelasteteres Verhältnis zur eigenen und fremden Körperlichkeit zu bekommen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 22. Juni 2006 19:18

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Über Sexualität reden

 

(17 Jahre, Männlich)

Hi

Ich habe auf eurer Seite etwas über Sexualtherapie gelesen. Da musste ich sofort an meinen Therapeuten denken. Ich bin in Therapie weil ich auch noch andere Probleme habe. Aber ich würde gerne mit ihm über Sexualität reden, jetzt fragt ihr euch ja warum machst du es den nicht! Aber so leicht ist das bei mir nicht. Normalerweise ,denke ich zumindest, spricht mach ja mit seinem engsten Freundeskreis über so was, den ich aber nie hatte. Das ist mein Problem ich habe noch niemals offen über Sexualität mit irgend jemanden gesprochen, eben weil ich keine guten Freunde habe oder hatte. Und mit meine Eltern könnte ich das niemals. Ich bin allgemein ziemlich schüchtern und dann noch über Sexualität reden, ganz schwer für mich!

Ich weiß auch überhaupt nicht ob der sich damit auskennt. Das ist ja nur so ein ganz normaler Therapeut. Nachher hab ich ihm dann alles lang und breit erzählt und kann mir dann doch nicht hälfen.

Was meint ihr?

Danke...

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

das kann sein, dass sich Ihr Therapeut für sexuelle Themen nicht als kompetent ansieht. Daher brauchen Sie ihm ja auch nicht alles lang und breit zu erzählen, sondern fragen ihn statt dessen, ob er sich auch für sexuelle Fragen zuständig und kompetent fühlt. Wenn er dann nein sagt, dann lassen Sie es, sagt er ja, dann können Sie es mal ausprobieren mit ihm über dieses Thema zu reden.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Dienstag, 3. Januar 2006 23:02

An: info@maennerberatung.de

Betreff: E-mail Beratung

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe ein mehr sexuelles Problem in meiner Partnerschaft:

Nach heftigem Sex (meist von "hinten") mit meiner Sexualpartnerin, entweicht ihr häufig Luft aus der Scheide, die durch den Sex in sie eingedrungen bzw. hinein gepresst wurde. Dies ist durch schnalzende Geräusche und auch als Lufthauch spürbar. Das geschieht, wenn sie sich hinterher in die Rückenlage begibt und die Beine anzieht. Ich habe das bei meiner Partnerin früher ausnahmslos nach dem Sex beobachtet.

Seit einiger Zeit tritt diese Erscheinung bei ihr schon am Anfang vom Sex auf, wenn sie sich in die Rückenlage begibt und die Beine anwinkelt.Das war früher bei ihr nicht zu beobachten.

Bei mir ist natürlich die Vermutung, dass meine Partnerin unmittelbar bevor sie zu mir kommt, Sex mit anderen hat.

Ist es überhaupt möglich, dass in die Scheide einer Frau ohne sexuelle Praktiken Luft eindringt? Es ist für mich nicht vorstellbar; zumal ich dies auch vorher nur nach dem Sex beobachtete.

Ich bitte um eine nüchterne biologische Antwort.

Vielen Dank!

Mit freundlichem Gruß ... 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

ich bin leider kein Biologe, vermute aber, dass ein Biologe das auch nicht weiß. Da müssten Sie vielleicht mal einen Frauenarzt oder besser noch eine Frauenärztin fragen, wie dieses Phänomen zustande kommen kann.

Sie können aber auch Ihre Partnerin fragen, ob Sie dafür eine Erklärung hat. Vielleicht ist die Luft ja auch noch von ihrem beiderseitigen gemeinsamen letzten Sex übriggeblieben? Vielleicht gibt es dafür organische Gründe, die Ihre Partnerin beim Frauenarzt abklären lassen könnte.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


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