Transsexualität

 

 

 

 

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Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF

03.03.2014

 

 

 

 

 

Schlüsselwörter

3. Geschlecht, Geschlechtsidentität, Geschlechterrollen, Geschlechtsumwandlung, Ladyboy, Rollentausch, Selbstverstümmelung, Transgender, Transsexualität, Transsexuellengesetz, Transvestit, Transvestitismus, Traumatisierung

 

 

 

 

 

Die Gründe für den Wunsch von Menschen das Geschlecht zu wechseln können sehr vielfältig sein. Wahrscheinlich hat jeder Mann und jede Frau gelegentlich spielerische Phantasien, das Geschlecht zu wechseln, ohne dass dies jedoch mit einer anhalten Unzufriedenheit mit dem eigenen Geschlecht identisch ist oder gar den Gedanken an eine "Geschlechtsumwandlung" aufkommen lässt.

So konnte konnte man beispielsweise bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland nicht wenige männliche Fußballfans sehen, die auf dem Kopf Perücken und um den Hals Girlanden in den Farben der Deutschlandfahne trugen, während die Deutschlandfahne als eine Art Rock um die Taille gewickelt wurde. Auch beim Karneval und Fasching können Männer zeitweilig in Frauenkleider schlüpfen, ohne damit anzustoßen oder als Tunten verschrieen zu werden. Der Ausflug in die Frauenwelt ist freilich nur von kurzer Dauer, im Alltag achtet man(n) streng darauf, sich nicht als frauenkleiderinteressiert zu zeigen.

 

Als Transsexualismus wird die psychische Identifizierung eines Menschen mit dem Geschlecht, das seinem eigenen entgegengesetzt ist, bezeichnet. Dies kann mit dem Wunsch nach einer "Geschlechtsumwandlung" verbunden sein. Mit einer "Geschlechtsumwandlung" soll das abgelehnte eigene Geschlecht verlassen und das ersehnte andere Geschlecht erlangt werden. Dieser Wunsch kann letztlich jedoch nicht erfüllt, da ein Mensch trotz operativer und hormoneller Eingriffe sein biologisches Geschlecht nicht wechseln kann. Möglich sind verschiedene Manipulationen am eigenen Körper, die möglicherweise auch zu einem fassadenhaften anderen Geschlecht führen. Diverse Ärzte in Deutschland beteiligen sich bei an diesen abenteuerlichen und strafwürdigen Manipulationen.

 

Bei Menschen, die nicht davor zurückscheuen, an sich operative und hormonelle Eingriffe vornehmen zu lassen, um ihr ungeliebtes Geschlecht abzustreifen, kann man unterstellen, dass diese Menschen bezüglich ihres Geschlechtes durch frühere Ereignisse traumatisiert wurden und durch eine Abspaltung ihres traumatisierten Anteils versuchen, ihre persönliche Integrität wieder herzustellen. Ähnliches kennt man von Symptomatiken, die mit der Diagnose Dissoziative Identitätsstörung, früher "Multiple Persönlichkeit" bezeichnet werden. Bei der Dissoziativen Identitätsstörungen, die durch massive Traumatisierung entsteht, hat der Betroffene mehrere fragmentierte Persönlichkeitsanteile, die miteinander nicht in Korrespondenz stehen.

 

vergleiche hierzu: 

Rosemarie Steinhage: "Multiple Persönlichkeiten - Traumatisierung durch extreme Gewaltanwendung"; In: "Gesprächspsychotherapie und Personenzentrierte Beratung", 2004, Heft 3, S. 206-213 

 

 

Auch wenn man von massiven Identitätsstörungen absieht, ist es wohl so, dass es keinen Mann und keine Frau gibt, die bezüglich ihres eigenen Geschlechts über eine völlig stabile und eindeutige Identität verfügen. Gerade Männer sind heute stark verunsichert, was ihre Rolle als geschlechtlich männliches Wesen betrifft. 

Hier ist es nicht nur für sich transsexuell fühlende Menschen hilfreich, sich bewusst mit dem eigenen Geschlecht und der eigenen Geschlechtlichkeit auseinander zu setzen, mit dem man nach der Natur der Dinge tagtäglich zu tun hat. 

 

 

 

 

 

Transgender und Elternschaft - ein Beitrag von Dieter

 

Zum Thema transidentische Eltern bzw. Väter und der Beziehung zu ihren Kindern gibt es wahrscheinlich wenig Veröffentlichungen, was auch mit der grossen Scham, mit der das Thema besetzt ist, zu erklären ist.

Rechtlich wird die Situation von transidenten Menschen v.a. vom "Transexuellengesetz" bestimmt, das als eine Voraussetzung der "Änderung des Personenstandes" u.a. vorsieht, dass Verheiratete die Scheidung vollziehen. In diesem vom Gesetz her verlangten Trennungsprozess spielen dann einerseits die übl(ich)en Trennungsschwierigkeiten ( mit dem psychohygienischen ehelichen "Projektionssystem" von Schuldzuweisungen etc) eine Rolle, andernseits kommen auch hier die bekannten "Rechtswohltaten" des Kindschaftsrechtes und des Eherechtes zu ihrer tätlichen Anwendung. Dabei ist die Beziehung meist zusätzlich belastet mit den Unsicherheiten, Ängsten u.a. ambivalenten Gefühlen, die mit dem Thema der Geschlechtsidentität ohnehin, erst recht mit einem möglichen "Geschlechtswechsel" verbunden sind.

 

Das "Transexuellengesetz" (TSG), das primär die "Personenstandsänderung" zu regeln beabsichtigte, hat indessen praktisch und faktisch "auf geradezu fatale Weise" medizinische Behandlung und psychosoziale Begleitung mit rechtlicher Anerkennung so verquickt, dass "inzwischen die Intentionen des TSG vollkommen auf den Kopf gestellt worden sind.... Eine derartige Verquickung wurde im letzten Jahrzehnt auch dadurch hergestellt, dass immer mehr Krankenkassen dazu übergingen, Bestimmungen des TSG analog anzuwenden, Bestimmungen, die sich wohlweislich nicht auf die Ätiologie, Diagnostik und Therapie des "Transsexualismus" beziehen, so dass entgegen den Intentionen des Gesetzgebers eine Art vorgeschaltetes Genehmigungsverfahren abläuft, sobald sich ein Patient die Kosten der medizinischen Behandlung von seiner Krankenversicherung erstatten lassen will." beschreibt der Frankfurter Sexualwissenschaftler Prof.Dr.med. Volkmar Sigusch die verzwickte Situation in seinem Buch "Geschlechtswechsel", Hamburg 95 (Zitat S,131 u. S.135)

Die Kritik am TSG, dessen Reformierung bzw Abschaffung nicht nur von Betroffenen und einigen "Fachleuten" gefordert wird, hat inzwischen zu einer Gesetzesvorlage geführt, die die Situation noch verwirrender macht. Es besteht die Gefahr, dass auch das reformierte TSG weiterhin einen Druck in Richtung vereindeutlichender Geschlechtsumwandlungsoperationen erzeugt, quasi als "Waschmaschine für die weissen Westen der Polit-Medizin" fungiert (so die/der Betroffene J.Cl.Clüsserath/dgti), d.h. alle Ausdrucksformen jenseits der bipolaren Geschlechterzuordnung sollen durch ein für die Medizin u.a. lukratives Verfahren tendenziell zum Verschwinden gebracht werden.

Einen Austausch mit anderen Betroffenen bietet die bundesweite "deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität", die als Interessensvertretung auch an der Neugestaltung des TSG mitbeteiligt war. Auf ihrer Homepage www.dgti.org

 sind vielfältige Informationen und Links zu Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen zu finden.

Biologische Männer, die sich psychisch und sozial als Frau fühlen, haben sich in der bundesweiten "Interessensgemeinschaft Transsexueller Frauen und Angehörige" zusammengeschlossen, um quasi ein Interessensforum (kein Verein) mit ihrer Homepage www.igtf.de, die nicht nur umfangreiche Information, sondern auch Beratung für medizinische, rechtliche, psychosoziale u.a. Fragen zum Thema anzubieten.

Die Homepage von und für Menschen, die den "Geschlechtswechsel" vollziehen, indem sie zeitweilig oder dauerhaft die dem "anderen Geschlecht" zugewiesene Kleidung anziehen (ein Verhalten, das mit dem pathologisierenden Begriff "Transvestit" unzureichend umschrieben wird), diskutiert aus Betroffenensicht die Konsequenzen des "Crossdressing"-Verhaltens für die Partnerschaft und explizit für die Beziehung zu den eigenen Kindern. 

 

Sehr umfangreiche Links zu überregionalen und regionalen Selbsthilfegruppen, sowie zu kulturellen u.a. Treffpunkten und Ereignissen zum eher ungezwungenen Austausch mit anderen Menschen, die sich jenseits der bipolaren Geschlechterordnung verorten, bietet www.transgender-net.de

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Hinweise auf Treffs von Gruppen und kulturelle Events in verschiedenen Städten sowohl für Crossdresser als auch für Transidenten bietet die Homepage und der newsletter von www.transgenderlife.de

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Bundesweite Tagungen, Beratungen, Cafetreffs, Selbsthilfegruppen für Transgender u. andere Queers u.v.m. bietet in Berlin der Sonntagsclub.

www.Sonntagsclub.de

Nicht als Selbsthilfegruppe versteht sich die "Arbeitsgemeinschaft gegen Gewalt in Pädiatrie und Gynäkologie, Psychologie und Genetik" www.aggpg.de, die umfangreiches Hintergrundmaterial v.a. zur Diskussion stellt, wie die Gesellschaft mit Zwittern (Intersexen, Hermaphroditen) umgeht. Dabei wird sowohl die Genitalverstümmelung, denen bereits Babys mit der "Diagnose uneindeutiger Geschlechtsmerkmale" unterworfen werden, in ihrer äußerst fragwürdigen Vorgehensweise und lebenslang traumatisierenden Konsequenz dargestellt und skandalisiert, als auch die dem zugrunde liegende bipolare Geschlechterordnung und das zweiwertige Logikkonzept infrage gestellt. Es lassen sich Links zu internationalen Selbsthilfegruppen finden als auch zahlreiche Literaturhinweise und Verknüpfungen mit kulturellen und philosophischen Themen und VertreterInnen.

Das in Berlin vom 5.-12.Dez. gastierende Filmfest "Verzaubert" (Aufführungsorte u. andere Städte siehe www.transgenderlife.de zeigt den sehenswerten amerikanischen Dokumentarfilm "Southern Comfort" (-eine Transsexuellentagung im Süden der USA), in der der im Mittelpunkt stehende FzM transsexuelle Aktivist auch thematisiert, was die "Geschlechtsumwandlung" für seine Beziehung zu seinen Kindern bedeutete, die selbst eindrucksvoll zu Wort kommen.

 

Dieter

 

 

 

 

 

Transsexualität

 

Ein polemisches Plädoyer zur Bewahrung des Status Quo

 

Ein Betrag von Tanja Krienen

 

Mehr als ein Vierteljahrhundert existiert nun das Transsexuellengesetz und genau so alt sind die sporadisch initiierten Versuche dieses zu „reformieren“. In der Regel geschieht das - und besonders heftig seit wenigen Jahren - durch die jeweils neue Generation von Probanden, die sich meist dem „Transgender“-Spektrum, nicht aber explizit dem der Transsexuellen zuordnet, ja diesem oft sogar konträr gegenübersteht. Das Gespräch mit den erfahrenen und traditionellen Transsexuellen findet im Vorfeld derartiger Gesetzesänderungsvorschläge auffällig oft nicht statt, nicht zuletzt, weil diese öfter zurückgezogen, relativ angepasst und vor allem abseits der so genannten Selbsthilfegruppen leben und sich zum Teil auch bewusst davon fernhalten, aber auch, weil sie einfach nicht gefragt werden.

 

Doch gerade aus jenen Gruppen, in denen sich allgemein „Identitätsgestörte“, resp. „Transgender“ jeglicher Art wieder finden und gleichberechtigt Wünsche artikulieren können (ohne sie selbst je in Anspruch zu nehmen), entstammen die aktuellen Zielstellungen der „Transgender-Politik“. Ihre Transmissions-Personen in den öffentlichen Bereichen, versuchen die meistens in die Materie wenig involvierten Entscheidungsträger mit dem populistischen Rückgriff auf die angebliche „Mehrheitsmeinung“ zu beeinflussen. Unschwer zu erkennen, wie sehr diese Postulate in Schwulen, - Lesben, - und Genderdiskursen, aber sehr wenig in der Psychologie, Genetik und Biologie wurzeln. Subjektivismus ist die alles entscheidende Leitlinie, die Frage nach objektiven Kriterien wird nicht nur als Belästigung, sondern gar als unzumutbar empfunden. Jedoch verlieren Wissenschaften ihren Anspruch, falls sich die Auffassung durchsetzt, Erkenntnisse sollten einer politisch gewollten Zielstellung zum Opfer fallen, damit der scheinbare „Fortschritt“ obsiegt. Der Verzicht auf dialektische Schlüsse wiegt jedoch schwer, wenn die verordnete Postmodernität Abstufungen verwirft und das Attribut Gleichwertigkeit - als einzig relevante Kategorie - über jedwede Differenzierung stellt.

 

Wer Transsexuelle zum „3. Geschlecht“ erklärt, nimmt ihnen ihr zweites.

 

Als deutliche Tendenz erkennbar, die mit einer Änderung des Transsexuellengesetzes einhergeht, ist die Vereinnahmung - und damit Herabwürdigung - der konsequent lebenden Personengruppe der Transsexuellen, zu einem Pool allgemeiner „Transgender“. Dem nicht selten schrillen, expressiven und exhibitionistischen Bereich also nur vorübergehend entkommen, finden sie sich, wenn die extremen Kräfte des „Alles geht“-Prinzips ihre Ziele verwirklichen können, dort wieder, wo sie in den 70er Jahren standen: auf einer Höhe mit Drag-Queens, Transvestiten und Crossdressern. Kurios erscheint die Korrespondenz des „progressiven“ Lagers, mit den tatsächlichen Ignoranten in der Gesellschaft. Beide unterscheiden nicht. Für die einen, sowie wie für die anderen, erscheint ein Mensch, der sich entgegen seines ursprünglichen Geschlechtes darbietet, gleich allen anderen Abweichenden und derselbe Gruppe zugehörend - unabhängig in welcher Qualität (Körper, Charakter, Zeit, Psyche) er sich präsentiert. Wer aber Transsexuelle zum 3. Geschlecht erklärt, nimmt ihnen ihr zweites.

 

Im Folgenden geht es gar nicht zuvorderst um die Frage der primären und sekundären Transsexuellen, sondern um die Fixierung einiger Kriterien zur Bestimmung von Geschlecht und Rolle anhand einiger Charakteristika, die in den subjektivistischen Postulaten mancher Transgender-Ideologen gänzlich unterzugehen scheinen. Dabei ist besonders die „zweite Hälfte“, also diejenigen, der nicht konsequent lebenden oder charakterlich entsprechenden Kandidaten zu beleuchten, welche immer neue Selbstbestimmungskonstrukte präsentieren und sich letztlich einer Kategorisierung gänzlich entziehen (wollen). Dass dieses subjektive

Interesse besteht, sollte kein Grund dafür sein, jenen Entwürfen nicht zu widersprechen. Schon der Logik wegen. Schließlich ist das auch bei anderen Zwangsvorstellungen geboten und hält jene Personen, die sich in einem extremen Akt der sexualisierten Euphorie befinden, vor leichtfertig gefällten, unumkehrbaren Entschlüssen, ab. Die Rede soll im Folgenden hauptsächlich von Mann-zu-Frau-Transsexuellen sein.

 

Identitätsstörung als verklausuliertes Geschlechterproblem

 

So existieren also viele Legenden, Mythen und Histörchen - z.B. jene vom unisono beklagten und angelesenen „falschen Körper“ - die im Stadium des emotionalen Hochgefühls der „Betroffenen“ in den „Selbsthilfegruppen“, welche nicht selten den Charakter und die Struktur einer Sexsekte, gleich indischer „Eunuchen“ – Formationen (besser träfe hier tatsächlich die Charakterisierung als „Transidenten“) besitzen, im Kollektiv zu kompatiblen Handlungsmustern festgeklopft werden. Dies dient u.a. der Rekrutierung willfähriger Mitläufer und schmiert gleichsam den damit verbunden Wirtschaftskomplex, der sich aus der künstlichen Schaffung von Begierlichkeiten und seiner lukrativen Umsetzung speist. Die erste ihrer Erfindungen ist das Wortkonstrukt „transidentisch“, geschaffen, um die Behauptung „Tertium non datur“, krampfhaft via Selbstinszenierung ad absurdum zu führen, die zweite, die infolge falscher Selbstbestimmung abgeleitete Größenordnung der Gemeinde von deutlich über 100 000 Personen, bei gleichzeitiger Ausrufung des „Transidentischen“ zum Massenphänomen. Bei näherer Bespiegelung jedoch, wird der reale Hintergrund nicht nur als semantisches Problem transparent.

 

Vordergründig so argumentieren sie, störe der Begriff Transsexualität wegen der Silbe „sex“, doch vom Terminus Transsexualismus ausgehend, wird der Charakter des Gegenstandes deutlicher – Sex, im Sinne von Geschlecht: Male! Dass der Einwand, dieser Begriff sei missverständlich, ausgerechnet von jenen eingebracht wird, die sich ansonsten sehr stark amerikanisierter Terminologien bedienen, fällt auf. Doch vergegenwärtigen wir uns dieses: „trans“ meint immer etwas Veränderliches, über, hinter oder durch; ein Transfer überführt, ein Transformator wandelt um, eine Transskription überträgt und durch einen Transport befördert man X von A nach B. Niemand, um einmal dieses plastische Beispiel zu nehmen, redet von einem Transport, wenn das Möbelstück zwar zur Überführung bereit steht, aber dann doch nicht bewegt wird.

 

„Identisch“ bedeutet „übereinstimmen“, „gleich“ – aber womit? „Es“ möchte zur Identität. Nur, zu welcher? Und: warum? Sie postulieren also einen Identitätswechsel. War lediglich ihre alte IDENTITÄT das Problem? Da sie vor der wirklichen Vollendung der Geschlechtsänderung und Neuwerdung fremdeln, scheint dies der Fall zu sein. Eine Identität wechselt man jedoch auch im Falle der Heirat (ledig – verheiratet); des Lebensabschnittes (Schüler/Auszubildender – Erwachsener im Beruf) oder der Staatsangehörigkeit – hier aber geht es NUR UM EINES: Den Geschlechtswechsel! Es schuf demnach im vorliegenden Falle ein Zirkel Identitätsverunsicherter, seelisch Zerrissener, eine neue Kategorie, ohne eine präzise Definition ihrer konkurrierenden Variante vorzuweisen.

 

Die Betreffenden aber wissen, dass sie einer klassischen Abbildung transsexueller Psyche und Physis nicht entsprechen, entdeckten den Ausgang in das „Transidentische“ und ordnen sich unter den Obergriff der „Transgender“ ein. Sie entziehen sich einer transparenten und plausiblen Typisierung, konterkarikieren mitunter das ersehnte Vorbild schon allein auf Grund morphologischer Diskrepanzen, aber auch durch ihre synthetische Gesamtkonzeption, und strapazieren, gespreizt und selbstgefällig, mit eben jener vertrackten Interpretation des Weiblichen, häufig den bis dato Unvoreingenommenen. Sie verschanzen sich hinter einer Ideologie - ihre verminderten Affekte fallen jedem auf, der sie begutachtete.

 

Ursachenverleugnung und fehlende Selbstkritik

 

In dieser Gruppe wird in der Regel das Gespräch mit einer psychologischen Fachkraft überwiegend als Bedrohung gesehen und erlebt, obgleich, oder gerade weil unter den „Transidenten/Transgender“, andere Motive als die vorgegebenen zutage treten könnten. Die hohe Zahl der Abbrüche auf dem Weg ins andere Geschlecht, aber auch die nicht unbedeutende Menge der später Bereuenden (inklusive der vielen Selbsttötungen), weisen auf eine eher zu geringe Prüfung der Kandidaten hin. Um zu ihrem Ziel zu gelangen, umgehen sie nicht selten die vom Gesetz auferlegten Hürden und treten bis hin zur Namensänderung oder sogar zur Operation nicht offen im „Wahlgeschlecht“ auf, sondern erscheinen nur beim Psychologen in veränderter Gestalt. Doch inzwischen beanspruchen sie auch nicht einmal mehr den ehemals obligatorisch konsequenten Weg, sind also nicht trans-sexuell, nicht geschlechtlich-hinübergehend.

 

Ursachenverleugnung ist die Voraussetzung für ihre mangelnde Selbstkritik. Denken wir an Freuds Patienten-Schilderungen, so wissen wir, dass sich auffallend viele in ihrer Rolle des Neurotikers recht wohl fühlen und Lösungsansätze, resp. Möglichkeiten, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ablehnen, ja vor allem aggressiv auf den reagieren, der ihnen detailliert die Gründe für ihre Störung benennt. Viele Psychologen erfahren den Druck der Probanden, knicken ein und spielen letztlich im Komplex der „Trans“-Industrie mit. Sie „begleiten“ die nur ideologisch Motivierten, anstatt ihnen, so wie es ihre Pflicht wäre, begründet zu widersprechen und gegebenenfalls zu therapieren.

 

Sekundäre und tertiäre Triebfedern

 

In der besagten Patientengruppe werden manche verhüllte Interessen sichtbar; um die häufigsten zu nennen: Homosexuelle Übersteigerung, pathologische Verehrung des Weiblichen, eine „temporäre Phase“, Autogynäkophilie, Transvestitismus oder Kastrationsphantasien – eines der medusischen Häupter ausgeprägter sadomasochistischer Neigungen. Besonders diese masochistische Praktiken erweisen sich als fatale Ouvertüre zu einer kakophonischen Geschlechter-Farce. Der ausgelebte Hang zur qualvollen Unterwerfung, mitsamt der Genitalmanipulationen, besitzt eine latent weibliche Komponente; tritt diese gepaart mit „weiblichen“ Fetischen in Erscheinung, stellt sich nicht selten das subjektiv Empfinden ein, hier läge eine Demonstration weiblicher Gefühle oder Zustände vor. Eine Fixierung auf Stoffe, Rituale und ein stimulierendes Milieu, ersetzt die Abkehr von menschlicher Äußerungsform und Sozialität. „Liebe“ wird durch seelenlose Apparaturen ersetzt, die psychotische Existenz mittels maskuliner Domina manifestiert. Es ist der Einstieg in eine – so empfundene – Umkehrung des Geschlechterverhältnisses. Aus der suggestiven Hörigkeit, entwickelt sich sukzessiv die Gier nach dem „Open end“ mittels Adaption des Vorbildes.

 

Des Weiteren wird eine Zunahme von Seiteneinsteigern konstatiert, die ihre Sozialisation in der Dark-Wave-Szene erhielten und über die Vorliebe für geschminkte Gesichter, schwarze Kleidung, Stiefel, Leder, schließlich im Tragen von als feminin eingestuften Dessous Befriedigung fanden. Ergänzt wird diese Gruppe durch Personen aus dem Hard & Heavy Rock – Bereich, die ebenfalls über ihr grelles Auftreten, sowie Lack und Leder – Vorlieben, in den indifferenten Bereich, bzw. was sie dafür halten, abrutschen. Ihre Randfigurenrolle haben sie verinnerlicht – sie erwarten gar nicht mehr. Diskriminierend empfinden sie meist nur, dass sie nicht alle ihre Phantasien umsetzen können, oder der Gesetzgeber ihnen letzte Hürden auferlegt, ja, dass er dies überhaupt noch im Ansatz wagt. Tatsächliche Diskriminierungen werden von ihnen nie benannt, allzumal sie diese ja nicht erleben, weil sie ja weiterhin im Wesentlichen offiziell in der angestammten Rolle agieren.

 

Geschlechterspezifische Sexualität findet in der Regel nicht statt.

 

Die konstatierte indifferente sexuelle Orientierung der Zielgruppe hat ihren Ursprung in der kuriosen Auffassung von Weiblichkeit, die Absurderweise gerade das Sexuelle ausklammern möchte. Weiß man(n) was weibliche Sexualität ist, wenn sie nicht gelebt wird? Wird sie, so muss man fragen, vielleicht gar nicht empfunden? Hormonbehandelte männliche Ratten „entdecken“ die Brutpflege, Kapaune ändern ihr geschlechtsspezifisches Verhalten – so genannte Transidenten nicht! Brauchen sie also die semantische Alternative, um ihre Vieldeutigkeit und die Angst vor der endgültigen Entscheidung sprachlich zu kaschieren? Unter den sich als „lesbisch“ apostrophierten oder asexuell gerierenden, befinden sich viele Männer, die etwas „falsch verstanden“ haben und den durchgeführten Schritt später bereuen. Sie sind bei der vergeblichen Suche nach ihrer Weiblichkeit in eine Falle getappt – wirklich transsexuell waren sie nie!

 

Viele Probanden möchten im Grunde nichts ändern, nicht einmal konsequent die viel beschworene Identität! Sie lieben ihre Frauen weiter, als wäre nichts geschehen - auch ihre Kinder, sollen „bitte sehr“ ihr Umfeld bereichern, so, wie immer. Frau und Kinder im eigenen Heim, der Bastelkeller, das Motorrad - alles bleibt wie es ist, ergänzt durch ein partielles Leben im zu kurzen Rock, raffiniert empfundenen schwarzen Strumpfhosen, den Spitzen-BHs und den Lederstiefeletten. Die Kinder dürfen weiter „Papa“ sagen - und sie tun es auch. Reagiert die Familie entsetzt oder auch nur begründet skeptisch, so hadert der gestandene 1,90 große und 100 Kilo schwere Mann mit sich und der Welt. Dabei will er doch nur dasselbe Spiel, welches er früher stets pflegte, weiterhin betreiben – nun mit der Lesbengruppen-Option! Und wenn die lesbischen Frauen protestieren, weil sie das Spiel durchschauen, dann wird er schmollen, seine Bassstimme erheben und noch stärker darauf bestehen, eine Frau zu sein!

 

Extrem -„Feminismus“ als Rache am Ursprungsgeschlecht

 

Nur wenige, selbst der konsequent lebenden Transsexuellen, gehen Beziehungen ein, wie sie zur Norm des neuen Geschlechtes gehören. Die weibliche Hingabe (wie meist ist hier von den sich offiziell als Mann-zu-Frau-Transsexuellen gerierenden die Rede) findet nicht statt, weil hier eine Blockade wirkt, deren Ursache in der Beibehaltung der Angst des Mannes, vor der Lust des Mannes ist. Man(n) ist nicht auf der anderen Seite angekommen, sieht sich noch immer in einem Mann-Mann-Verhältnis und kann selbstverständlich der Zuneigung eines Mannes nicht nachgeben. Die Hilfsbrücke mancher ähnlich gearteter Personen besteht darin, dass sie sich mit einem Frau-zu-Mann-Transsexuellen liieren. Da diese körperlich ihr neues Geschlecht ohnehin nicht wirklich ausfüllen können und oft ebenfalls nicht wollen, haben sie nun ihr immerwährendes Objekt, nämlich die Frau, in einer maskulineren Variante und müssen auch selber körperlich nicht zur Frau „degenerieren“, denn: die weibliche Sexualität ist nach ihren Vorstellungen ja nie angemessen selbst bestimmend, gar lustvoll oder emotional erträglich. „Gewalt ist männlich“, pflegen sie zu sagen. Sexuelle allzumal. Als Folge dessen werden extreme feministische Positionen eingenommen, als Ausdruck einer sublimierten späten Rache, dem Ursprungsgeschlecht nicht entsprochen haben zu können. Sehr viele „Transgender“ bevorzugen zudem Personen des gleichen indifferenten Standards. Die Erfahrung lässt keinen anderen Schluss zu, dass die Transsexuellen, die ihrem Geschlecht entsprechendes Sexualverhalten leben, sich in einer absoluten Minderheitenstellung von geschätzten 30% befinden.

 

Das Kuriosum wäre also komplett, wenn der Gesetzgeber nun hanebüchenden Geschlechtskonstrukten zu ihrer uneingeschränkten Anerkennung verhilft. So ist ja die Änderung des Geschlechtes, verbunden mit Unfruchtbarkeit, nicht mehr vonnöten, um einen Eintrag im Pass zu erhalten. Theoretisch kann nun der körperlich als „Frau“ lebende und weiterhin über die Möglichkeit zur Kindererzeugung verfügende Mann (nach kurzer Absetzung der Hormone ist dies kein Problem), dem „Mann“, also der biologischen Frau, falls sie noch immer über eine Gebärmutter verfügt, zur Schwangerschaft verhelfen.

 

Keineswegs ist im Übrigen die Befürchtung unbegründet, die oben beschriebene Personengruppe der miteinander liierten „Transpersonen“ würde nicht zum Zwecke der Vermehrung kopulieren. Wenn nicht auf diesem Weg, so gibt es andere Möglichkeiten. Der Beifall der Transgender-Szene für einen Film wie den von Pedro Almodovar „Alles über meine Mutter“ (Todo sobre mi madre), in dem am Ende, die mit typisch absurd ausgestatteten Zügen - geboren aus der homosexuellen Phantasie des Regisseurs - dem Publikum als Mann-zu-Transsexuelle verkaufte Person, aktiv mit einer Nonne (!) verkehrt und ihr ein Kind zeugt, spricht Bände. Wer Transsexuelle so darstellt, verhält sich transsexuellenfeindlicher als ein Stammtisch „sexueller Reaktionäre“. Die Frage aber, wohin die Gesellschaft mit möglicherweise gut gemeinter, aber bisweilen grotesk wirkender „Liberalität“ hinsteuert, wird ohne Aggression nicht beantwortet.

 

Hybrid-Kultur als „Live-Style“

 

Ursprünglich für „genuine Transsexuelle“ eingerichtete Möglichkeiten zur Änderung des bei der Geburt festgelegten Geschlechtes, werden durch die schier endlose Erweiterungen vorgeblicher Merkmale ins Uferlose gedehnt, und oftmals von den Trägern jener verwegenen Ideologie, als frivol - laxes Spiel, mediengerecht vermarktet. Aus einem sehr privaten, sehr tiefen Leiden, wird so nicht selten gigelige Flapserei, mit inszeniertem, exhibitionistischem Klamauk unter der bunten Fahne.

 

Kann es jedoch angeborenes „gegengeschlechtliches“ Verhalten, bzw. tatsächliches Leben im „entgegen gesetzten“ Geschlecht geben? Die Frage ist tendenziell und vorsichtig zu bejahen, doch diese Veranlagung kann sich nicht vor der Pubertär DEFINITIV manifestieren. Kein Mensch kann einen Zustand ablehnen, bevor er ihn nicht wirklich kennen lernte. So kann auch kein Kind ein endgültiges Urteil über sein Befinden in der Geschlechterrolle abgeben, solange es nicht die entscheidenden Facetten durch lebte. Vor der Pubertät scheint dies ausgeschlossen. Man hüte sich zudem davor über Äußerlichkeiten den Inhalt, sprich, den Charakter, zu vergessen.

 

„Kindertranssexualismus“ entpuppt sich bei näherem Hinsehen meist als eine frühzeitige Lenkung einer vom Bazillus der grundsätzlichen Geschlechterleugnung erfassten Mutter, meist in Verbindung mit einem schwachen oder nicht vorhandenen Vater, die ihrem Kind wenig Widerstand entgegensetzt oder nicht selten – bewusst oder unbewusst – seine latente Andersartigkeit fördert. In manchen Kulturen erzieht so die Mutter den schwächlichsten ihrer Söhne als Tochter (oft als Tochter-Ersatz weil sie keine gebar), parallel dazu findet sich hierzulande manche Mutter, die sich, eigentlich ein Mädchen wünschend, dieses selbst (er)schafft. Unterstützung findet diese fragwürdige Konstellation, bei der das letztlich hilf - und willenlose, weil emotional gestörte Kind im Zentrum steht, bei experimentierfreudigen Psychologen und Endokrinologen. Aus nahe liegenden Motiven ventilieren „Transgender“ Medienmeldungen über „Kindertranssexualismus“, um sich nicht zuletzt die Genealogie rückwirkend zu erschaffen, die sie für sich reklamieren.

 

Gibt es, so fragt man sich dann, eigentlich eine „natürliche Zweigeschlechtlichkeit“? Prinzipiell schon. Bei etwa jeder 5000. Geburt treten Abweichungen (manche jedoch nur sehr geringen Grades) an den Geschlechtsorganen auf, darunter fallen auch unbestritten die natürlich – zweigeschlechtlichen Menschen (Intersexuelle) verschiedenster Stufen. Aber auch bei diesen extrem wenigen wirklichen Hermaphroditen, handelt es sich ja nicht um Transsexuelle. Ebenfalls nicht bei jenen Personen mit klassischen Anomalien, die sich in einem „natürlichen Brustwachstum“ bei Jungen infolge eines deutlich erhöhten weiblichen Hormonspiegels zeigen. Zudem können bei diesem „natürlichen Missbildungen“ Gendefekte und Vererbungen eine Rolle spielen.

 

Anmaßende Versuche der „Transgender“ durch Negierung unzweifelhaft vorhandener und tatsächlich existierender Geschlechtsunterschiede reale Fakten aus ideologischen Gründen zu verschleiern, ja geradezu die Abnormität zu heroisieren, führen zu einer weiteren, bewusst kalkulierten Verwirrung. Von dieser Taktik vereinnahmte Intersexuelle, sehen sich so plötzlich zwangsweise adoptiert und haben sich der ungewollten „Geschwisterlichkeit“ – ähnlich den wirklichen Transsexuellen – zu erwehren.

 

Neuerschaffung der Weltprinzipien

 

„Transgender“-Ideologen bauen ihre Thesen auf der Negierung schon pränatal erworbener Anlagen auf – sie leugnen jedwede natürlich vorhandenen Geschlechtsunterschiede und verkrampfen ihre Behauptung zur These, die Geschlechter seien nichts als soziale Konstrukte. So schafft man sich eine parallele Phantasiewelt, die Anspruch auf Anerkennung erhebt. Abseits biologischer, genetischer und psychologischer Fakten wird so eine Ideologie erfunden, um extremsten Subjektivismus und Leugnungen am Rande von Wahnvorstellungen zu ihrer Inszenierung zu verhelfen. Je wilder und phrasierter die formulierte Genese, desto unwahrer die Fakten.

 

Viele der „MzF-Transidenten“ wollen „schon immer ein Mädchen“ gewesen und so zur Welt gekommen sein. Transsexualität sei demnach ein körperliches, kein psychologisches Leiden, behaupten sie. Eine Erklärung, warum sie, wenn schon als Mädchen zur Welt gekommen, selbst heute nicht annähern so aussehen oder sich so verhalten, wird unweigerlich mit einem Ausschluss aus der Diskurs zur Wahrheitsfindung beantwortet.

Eine erdrückende Mehrheit der „Transidenten“ klagt bekanntlich über den „falschen Körper“ und sie liegen damit nicht zufällig richtig, sind doch die morphologischen Defizite oftmals erheblich. Sprächen diese Personen nur von sich und über falsche Geschlechtsorgane, wäre es tragisch, und das letztere zu ändern, doch – ein männlicher Körper bleibt falsch und verändert sich nur bedingt durch eine äußere Operation! Da viele dieser Personen aber kaum Wert auf die Herausbildung weiblicher Formen legen oder gar die „Geschlechts angleichende Operation“ ablehnen, bleibt die oft zu vernehmende Phrase vom „falschen Körper“ eine Ausrede. Sie selbst sind letztlich nichts als die Imitation einer Hypothese, die Skizzierung einer Kopie, ein rudimentärer Torso, ein fleischgewordenes Surrogat einer Phantasie: ein Falsifikat!

Im Übrigen soll hier nicht einer deckungsgleichen oder extremen Anpassung, auch nicht dem Streben nach einem überhöhten Schönheitsideal das Wort geredet werden – wenngleich jene Kandidaten einer Mindestanforderung entsprechen sollten – doch vor allem ist hier der FALSCHE CHARAKTER der betroffenen Gruppe beschrieben. Ebenso seine Nichtkompatibilität mit Mindestvorsetzungen der natürlichen Kriterien für Geschlecht, Rolle und Körperlichkeit.

Wirkliche Transsexualität entwickelt sich jedoch vornehmlich aus der raren Konvergenz von adäquater femininer Konstitution, emotioneller, sensitiver Disposition und präpubertären psychosozialen Impulsen. Selten jedoch war ein Junge ein Mädchen, so wie ein Mädchen ein Mädchen ist! Zudem existiert ein gewisses Spektrum geschlechts-unspezifischer Verhaltensvarianten, sodass es vor der Pubertät im Grunde nicht zu einer originären, offenen und eruptiven Manifestation kommen kann.

 

Die psychologisch bedingte, selbst gewählte, Sackgasse im „second life“

 

Durch externe Induktionen Inspirierte, also jene meist älteren Probanden, die einen auslösenden kathartischen Moment, während eines primären fetischisierten Aktes euphemisieren, z. B. das unbekannte, „prickelnde“ Gefühl beim Tragen von weiblicher Wäsche während einer Faschingsparty als „gutes Gefühl“, scheitern im Alltag schon durch fehlende nonverbale Ausstrahlung und mangelnder Fähigkeit zur akustischen Modulation der Stimme. Die Gründe hierfür sind in der nicht natürlichen Gewachsenheit, des aufgepfropften situativen Status zu suchen und wurzeln in der tragischen Vision dem anderen Geschlecht angehören zu müssen.

 

Mangelnde Grundvoraussetzungen und komplett fehlendes Einfühlungsvermögen in das eigentlich doch so begehrte „neue Geschlecht“ (das es im wahrsten Sinne des Wortes auch tatsächlich ist), führen zu einer Reihe von Operationen, z. B. der Stimme, die paradoxerweise von der Gemeinschaft der Versicherten mitzubezahlen sind, obwohl doch, wie schon erwähnt, die Kandidaten meist den Krankheitscharakter vehement leugnen. Das hat seine innere Logik, denn die Betroffenen leiden ja nicht wirklich an der Krankheit Transsexualität, sondern wählen sich ihre Schein-Identität, durch komplett willkürlich gewählte Versatzstücke aus. Kein Wunder angesichts der unzähligen Personen, die mit esoterischem und religiösem Hintergrund ihren „Ausgang“ in diese Spielart des „second life“ fanden.

 

Könnte aber nun eine nicht durchgängig gelebte Existenz im ,,neuen“ Geschlecht, wie es die ,,Transidenten“, resp. „Transgender“ meinen, etwas anderes sein als eine zementierte, schizogen anmutende Lebenssituation, die allenfalls geduldete Halbwesen gebiert?! Für eine Transsexuelle, kann jedoch nur, selbstachtend, der Anspruch dem nicht ursprünglichen Geschlecht konsequent anzugehören, mit dem Ziel höchstmöglichster „Normalität“, angestrebt werden.

 

Transsexuelle sind nicht zweideutig

 

Sollte etwa eine Transsexuelle klaglos den ihr zugewiesenen Platz ,,in der Szene“(also im Freilandghetto) einnehmen und sich vielleicht einmal im Jahr, z. B. bei der Christopher –Street – Day – Parade, an der Fortsetzung des Karnevals mit anderen Mitteln beteiligen und dem belustigten Publikum den Paradiesvogel zeigen? Ratsam erscheint das nicht. Die Rolle als Narr lässt diesen nicht in der Gesellschaft ankommen, sondern maximal in der geduldeten Nische verbleiben. Die Flucht jedoch in Großstadt-Sexualghettos und in die warme Stube der „Gleichgesinnten“, ist ein Zeichen für die nicht erfolgte Anpassung, die auch nicht mit der Zementierung weiterer absurd anmutender, willkürlicher Definitionen, erreicht werden wird. Im Gegenteil.

Einer wachsamen Beobachterin wird, sofern die Transsexuelle als solche zu erkennen oder bekannt ist, die veränderte, teils respektlose, teils zugespitzt handelnde, immer aber streng beobachtende Umgebung auffallen, die, sich tolerant nennend, doch selbst nie abweichend von der Norm, die Gefährlichkeit des Gegenstandes subjektiv konstatiert und flieht.

Keiner selbstbewusst lebenden Transsexuellen wird ein Mitleidsbonus eingeräumt. Sie wird als eindeutig lebendes, sexualisiertes und feminines Wesen, von verunsicherten Männern gefürchtet, von Frauen bisweilen wegen ihrer Weiblichkeit gehasst und findet nur in befriedigender Form, bei latent bisexuellen, libertären, unwissenden oder „normalen“ Männern Anerkennung.

 

Fazit

 

Es wäre fatal für konsequent und recht entsprechend lebenden Transsexuellen, wenn sie einem Verzicht auf Differenzierung zum Opfer fielen. Sie brauchen die bipolare Geschlechterordnung so sehr, wie der erdrückend große Rest der Bevölkerung. Sie sind nicht identisch mit jenen, die sich äußerlich nicht von ihrem Geburtsgeschlecht hinfort bewegen, ja oft nicht einmal im Alltag als Angehörige des Zielgeschlechtes zu erkennen sind; deren Stimme nicht als zum Geschlecht passend erfahren wird und schon bei jeder nonvisuellen Kommunikation scheitert; deren Körper in keinster Weise – und das nicht wegen sonstiger Unpässlichkeiten – mit dem des „gewählten Geschlechtes“ übereinstimmt (also in diesem Falle wirklich identisch wäre); deren Paarungs, - resp. Sexualverhalten dem eigentlichen Zielgeschlecht ebenfalls nicht entspricht. Durch Freakauftritte in Talksshows und Boulevardmedien schon genug strapaziert, wird der normale Alltag noch mehr zum unerreichbaren Raum. Dort stattfindende Diskriminierungen – eine sehr hohe Arbeitslosenquote weist schon darauf hin – werden kaum benannt, da die Lust an der Darstellung überwiegt. Ihre Eigendefinition läuft über das „Nicht-Männliche“, beinhaltet aber nicht den weiblichen Charakter. Und schon gibt es Krankenkassen, die Transsexuellen Operationen mit dem Hinweis verweigern, da eine Geschlechtsangleichung – laut Aussage der „Betroffenen“ - ja nicht unbedingt zum notwendigen Standard gehören müsse.

 

Die Aufhebung der Kriterien für Transsexualität im Zuge einer Esoterisierung der Wissenschaften, schaffen die Erscheinungen der Transsexualität nicht ab, bilden jedoch das endgültige Verdikt über jene Abweichungen, die selbst von Eingeweihten Missachtung durch den Verzicht auf Differenzierung erfahren. Dazu gehören auch die Negierung der Ursachen und die damit verbundene - immer neue - Reproduktion des gleichen Krankheitsbildes. Die psychische Krankheit Transsexualität mutet in ihrer konkreten Daseinsform den außenstehenden Menschen schon mancherlei zu, sie mutiert zum beliebigen, aber, wenn überhaupt, nur in einer Parallelwelt akzeptierten Event, wenn das, was extreme Kräfte wollen, die nicht an Transsexualität, sondern an anderen Störungen leiden, als allgemein gültige Definition verbindlich festgeschrieben wird.

 

www.tanjakrienen.de

 

01.09.2008

 

 

 

 

 


 

 

 

Links:

 

Frau zu Mann - www.4ftm.de

Eine Seite, die sich hauptsächlich mit Eltern- und familiären Belangen auseinandersetzt - www.trans-eltern.de

 

 

 

 


 

 

 

 

 

Anfragen und Mitteilungen zum Thema

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-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 3. März 2014 11:45

An: info@maennerberatung.de

Betreff: "Zwangsverheiratung" und die nicht enden wollende Ehescheidung von einem Transsexuellen

Hallo Männerberatung,

wahrscheinlich ist das ein Fall, den es so noch nicht gegeben hat und der deshalb besonders ausführlicher Erläuterung bedarf, aber ich versuche trotzdem mal, die Situation in knappe Worte zu fassen:

Ich habe 2003 eine vermeintlich nette und strebsame Frau geheiratet und mit ihr auch zwei wunderbare Kinder in die Welt gesetzt (2006 und 2007) Diese Frau hat sich dann ca. 2009 als transsexuell geoutet, d.h. dass sie sich selber als Mann empfindet. (Dem psychologischen Gutachten zufolge hat sie auch vor der Eheschließung schon so empfunden) Etwa zur gleichen Zeit setzte auch eine massive Persönlichkeitsänderung ein, in der Form, dass meine Frau in vorher nicht gekannter Weise aggressiv und gewalttätig wurde.

Ich hatte gehofft, dass mit der Personenstandsänderung (Anfang 2013) der Spuk ein Ende haben würde, und dass im Zuge dessen eine schnelle und unkomplizierte Scheidung erfolgen würde.

Gegen meinen Willen bin ich aber nun mit einem Mann verheiratet und komme aus der Nummer wohl auch nicht mehr heraus, da die Familienrichterin angekündigt hat, die Scheidung erst dann auszusprechen, wenn der Trennungsunterhalt und der nacheheliche Unterhalt geklärt ist. Da sich dieser Mann nun aber trotz einer abgeschlossenen Berufsausbildung und eines abgeschlossenen Bachelor-Studiums weigert, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, sehe ich mich mit Unterhaltsforderungen konfrontiert, die jenseits meiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit liegen.

Zudem wirft mir der Mann, der früher mal meine Frau war nun vor, dass ich mich an den Kindern vergehen würde und begründet mit diesem Vorwurf (mit beachtlichem Erfolg) seine besonderen, über den unstreitigen Kindesunterhalt hinausgehenden Unterhaltsansprüche.

Ich habe in der Sache nun schon den zweiten Rechtsanwalt aber trotzdem läuft immer noch alles auf die völlige Vernichtung meiner wirtschaftlichen Existenz hinaus.

Ich bin nun nervlich und wirtschaftlich am Ende und weiß nicht wie ich in ein freies, selbstbestimmtes Leben zurückfinden soll.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Wege aufzeigen könnten, wie ich aus dieser Situation herauskomme.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

Sehr geehrte Herr ... ,

die wirtschaftliche Existenz soll bei einer Scheidung nicht vernichtet werden.

Falls dies bei Ihnen dennoch der Fall sein sollte, dann haben Sie entweder einen schlechten Rechtsanwalt oder einen Familienrichter, der Rechtsbeugung betreibt. In letzteren Fall könnten Sie einen Strafanzeige gegen den Richter stellen.

 

Bitte mir das zuständige Gericht und den zuständigen Familienrichter mitteilen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 9. Januar 2008 17:53

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Transsexualitaet

 

Hallo

Ich war im September in Thailand und hab dort mit einer Frau, die ich in der Disco kennen gelernt habe ein paar sehr schöne Tage und Nächte verbracht. Da sie Silikonimplantante hat, bin ich mir aber jetzt nicht wirklich sicher, ob es wirklich eine Frau oder eher ein "Ladyboy" ist, da ja teils sehr gute Operationen vornehmen.

Darum meine (vielleicht naive) Frage: Kann eine "umoperierte künstliche" Vagina auch feucht werden oder geht ohne Gleitmittel gar nichts?

Vielen Dank für eure Antwort

Gruss

...

 

 

 

Hallo ... ,

ich glaube nicht, dass es eine "umoperierte künstliche Vagina" gibt, die von allein feucht werden kann.

Ich glaube ohnehin nicht an diese ganze "Umoperiererei". Versuchen Sie mal aus Ihrer Waschmaschine eine Stereoanlage zu machen.

 

Viel Erfolg beim Basteln.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 29. März 2007 18:14

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frauen

 

mein fetisch steigert sich immer mehr zuerst waren es bilder nackten frauen dann wurden es masturbations u. lesben filme nun schaue ich frauen hinter her u. mich erregt es wenn sie strumpfhosen anhaben auch strumpfhosen filme besitze ich aber nicht genug auch piss filme auch die menstruation einer frau bringt mich um den verstand nun ist es soweit das ich selbst damenunterwäsche anziehe auch röcke u. kleider meine freundin hat es akzeptiert bekomme auch die pille von ihr da ich den wunsch verspüre eine frau zu sein unser liebesleben bleibt auf der sträcke da ich mich nicht mehr als mann fühle u. sie keine lesbe mag achja: durch die pille habe ich schon einen sehr sehr kleinen busen. würde sehr mich gerne auf der straße als frau frei bewegen: bitte um ihren rat ob ich als frau auf die straße soll u. ob ich diese neigung mal loswerden kann!

 

 

 

Hallo ... ,

ob Sie sich auf der Straße als Frau zeigen sollten, kann ich Ihnen nicht sagen, dass müssen Sie schon selber entscheiden.

Die geschilderten Neigungen können Sie sicherlich loswerden. Wenn Sie daran Interesse haben sollten, kontaktieren Sie einfach mal einen guten Psychotherapeuten.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 23. August 2006 12:03

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Vorliebe für High Heels Stiefel

 

Hallo Herr Thiel,

Seit meiner Pubertät trage ich gerne Überkniestiefel mit mehr- oder minderhohen Absätzen. Zuerst hatte ich ein Problem damit, da ich mich dafür geschämt hatte und habe sie nur in den eigenen vier Wänden getragen. Ich dachte, ich wäre deswegen nicht ganz normal. Mit den Jahren und mit einem wachsenden Selbstbewusstsein hat sich meine Haltung demgegenüber sehr verändert. Auch heute trage ich noch sehr gerne solche Stiefel mit Absätzen und ich trage sie auch öffentlich unter der Hose. Es ist einfach ein angenehmes Gefühl, sie zu tragen, und ich fühle mich darin wohl und geborgen. Allerdings scheinen große Teile der Gesellschaft nicht damit umgehen zu können. Viele Menschen sehen mich an, als wäre ich ein Außerirdischer. Manche geben auch dumme Kommentare von sich. Allerdings sprechen mich deswegen auch Leute an. Sie fragen nach dem warum und oft erhalte ich deswegen Komplimente und Anerkennung.

Ich bin mir nicht sicher, ob man bei mir von einem Fetisch sprechen kann, abgesehen von meinem "Durchhänger" läuft der Sex zwischen meiner Freundin und mir reibungslos. Ich sehe solche Stiefel auch gerne an ihr, aber es ist kein Muss. Der "Durchhänger" passierte nur, als sie mit meiner Vorliebe für solche Schuhe noch nicht gut umgehen konnte. Ich fühlte mich daraufhin von ihr nicht akzeptiert, wie ich bin. Heute toleriert sie meine Vorliebe einigermaßen. Ich trage sie selbst auch gerne beim Sex und habe festgestellt, dass mein Grad der Erregung damit etwas höher liegt. Aber es ist nicht zwanghaft. Kann man hier dann doch von einem Fetisch sprechen? Wenn es so wäre, wäre es auch in Ordnung.

Kann meine Vorliebe etwas mit meiner Persönlichkeit zu tun haben? Viele Bekannte sagen mir nämlich, dass ich von meinem Wesen her eher weiblich bin. Auch meine Erfahrung geht in diese Richtung. Ich habe festgestellt, dass ich in diese traditionelle "Männerrolle" überhaupt nicht hineinpasse. Also habe ich z. B. lieber viele Streicheleinheiten, als Geschlechtsverkehr. Auch in anderer Hinsicht besitze ich weibliche Wesenszüge. Ich habe auch kein Problem damit, denn ich lebe auch nicht nach dieser Rolleneinteilung, sondern individuell, also unterdrücke keine Wesenszüge, die vermeintlich nicht in diese Rollen passen. So auch die Schuhe. Für mich ist es kein rein weibliches Attribut.

Aber viele Menschen auf der Straße habe anscheinend ein großes Problem damit und die Tatsache, dass gestern wegen eines gaffenden und mir nachplärrenden Autofahrers ein Auffahrunfall passierte, bewog mich dann doch einmal sie zu fragen, warum so viele Leute damit ein Problem haben und wie ich mich da verhalten soll. Ich will weder anderen imponieren, noch damit provozieren. Besonders interessant scheint mir, dass gerade Männer damit anscheinend ein Problem haben. Passe ich für sie nicht in ihre Vorstellung eines "normalen" Mannes? Oder übe ich in ihren Augen Verrat an der "Männerwelt"? Und warum verhalten sich einige Frauen so sonderbar, wenn sie darüber tuscheln? Sind sie besorgt, ich könnte sie sexuell belästigen, oder sind sie neidisch? Und warum wird eigentlich das ganze mit homosexuell in Verbindung gebracht? Welches Problem haben andere Leute damit? Denn trotz langer Überlegungen ist mir im Grunde nichts eingefallen, warum ein Mann auf High Heels so problematisch ist.

Ich würde mich auf eine Antwort ihrereseits sehr freuen!

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

meine Antworten:

 

1. Da Sie mit den Schuhen recht stark von dem abweichen, ziehen Sie natürlich die Blicke von Männern und Frauen auf sich. Das ist aus der Theorie der Gestaltpsychologie (Figur und Hintergrund) völlig erklärlich und in so fern "völlig normal". Gleiches passiert ja auch wenn jemand in einem auffälligen Auto daherkommt, deswegen die Neigung vieler Männer aber auch Frauen mit einem Cabriolet durch die Straßen zu fahren, denn das zieht die Blicke der anderen auf sich. Ebenso erginge es einem Exhibitionisten, der wenn er sich auf einem FKK Strand ausziehen würde, keinen müden Blick auf sich zöge, wenn er sich dagegen vor dem Reichstag in Berlin auszieht, erhebliches Aufsehen erregt.

Daraus folgt, wenn alle Männer in Deutschland High Heels tragen würden, würde das genau so wenig interessieren, wie die Sitte, dass Männer im persischen Raum einen Turban tragen und kein Tourist dort vor Ort auf die Idee käme, dass das irgendwie daneben wäre.

 

 

2. "Abweichendes" Verhalten wird automatisch bewertet, denn es erregt - gestaltpsychologisch verständlich - die Aufmerksamkeit und führt dazu, dass die Menschen, sich mit dem was ihre Aufmerksamkeit erregt, auch emotinal auseinandersetzen. Würde Claudia Schiffer durch Eisenhüttenstadt laufen (Wessis müssen hier erst einmal auf die Landkarte gucken, um zu erfahren, wo diese eigentümlich klingende Stadt liegt), so würde das die Leute dort wahrscheinlich positiv einnehmen, denn ihre Stadt und damit ihr eigenes Selbstwertgefühl erfährt auf diese Weise eine Aufwertung.

Bei Ihnen scheint das nun gelegentlich anders zu sein, Ihr Auftreten weckt ganz offensichtlich bei einer Reihe von Menschen einige Ängste. Welche Ängste das in einzelnen sein könnten, müsste man die betreffenden befragen. Der eine mag Angst haben, dass Sie ihn ansprechen und er nicht weiß wie er reagieren soll, der andere mag meinen, dass Sie ein Perverser sind, den man in eine Anstalt stecken sollte, Frauen mögen denken, dass Sie sich über sie lustig machen, da sie die selben Schuhe wie sie anziehen, aber doch ganz anders und womöglich etwas frauenkarikierend wirken.

 

Die assoziative Verbindung zur Homosexualität resultiert wohl daraus, dass das Schlüpfen in Kleider, die ursprünglich vom anderen Geschlecht getragen werden, auf transsexuelle Bedürfnisse hinzuweisen scheint. Damit wird die relativ feststehende Zweiteilung der Vorstellungen von dem was Männlich und Weiblich sei, irritiert. Homosexualität ist in so fern auch eine Irritation, da ein homosexueller Mann ja gerade nicht die Frau begehrt, sondern einen anderen Mann.

 

 

Im übrigen unterliegen auch Sie wohl ein wenig dem traditionellen Bild, dass Männer eher "hart" und Frauen eher "weich" seien, wenn Sie schreiben:

"Kann meine Vorliebe etwas mit meiner Persönlichkeit zu tun haben? Viele Bekannte sagen mir nämlich, dass ich von meinem Wesen her eher weiblich bin. Auch meine Erfahrung geht in diese Richtung. Ich habe festgestellt, dass ich in diese traditionelle "Männerrolle" überhaupt nicht hineinpasse. Also habe ich z. B. lieber viele Streicheleinheiten, als Geschlechtsverkehr."

Wie kommen Sie darauf, dass es eine Frau auszeichnet, "lieber Streicheleinheiten als Geschlechtsverkehr" zu haben, oder umgekehrt einen Mann lieber Geschlechtsverkehr als Streicheleinheiten zu haben?

Ich denke, beide Geschlechter können an beidem gleichermaßen Freude haben.

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Montag, 8. August 2005 00:13

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage

 

Sehr geehrte/r DameRHerr,

ich habe erst einmal nur eine kurze und einfache Frage und danach werde ich auf weiter Details eingehen.

Mirist bekannt dass dann jede weitere Email 10 Euro kostet.

Nun aber zu meiner Frage!

Ist auch eine Umwandlung von einer Frau zu einem Mann möglich?

Also komplett meine ich mit Penis?

Mit freundlichem Gruß

... .

 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

ich kenne keinen Fall, in dem so etwas gelungen wäre.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: 
Gesendet: Montag, 18. Juli 2005 18:44
An: info@maennerberatung.de
Betreff: geschlechtsumwantlung


Hallo ich heiße ... bin 26 Jahre, ich fülle mich nicht mehr wohl als
Mann. Ich will weiblich sei aber weiß noch zu wenieg über eine
geschlechtsumwandlung. Kann man sich komplet in eine Frau umoperiern
lassen? Wie hoch ist das Risiko, Kann ich problemlos Geschlechtsverker
haben, kann ein Partner sehen das ich mich einer geschlechtsumwandlug
unterzogen habe?

 

 

 



Hallo ... ,

sicherlich könnten Sie sich allerlei operativen und hormonellen Prozeduren unterziehen. Ich glaube allerdings nicht daran, dass Sie dann weiblich sind, sondern ich geh davon aus, dass Sie dann ein Mann sind, der einige Operationen hinter und Hormonbehandlungen hinter sich sich.

Geschlechtsumwandlungen mag es im Märchen geben, in der Realität ist mir noch kein Mensch begegnet, dem ich bescheinigen würde, dass er sein Geschlecht umgewandelt hätte.


Vielleicht probieren Sie es mal mit weniger anstrengenden Veränderungen. 


Gruß Peter Thiel

 

 


 

 

 

Hallo Herr ...,

Wenn Sie von uns aufmunternde Worte für eine Geschlechtsumwandlung hören wollen, muss ich sie enttäuschen. Es gibt Männer und Frauen, die sehr darunter leiden, im vermeintlich "falschen Körper" zu stecken. Der Ausweg kann nach meiner Ansicht aber nicht in einer Geschlechtsumwandlung liegen, die letztlich auch aus einem Mann keine Frau und aus einer Frau keinen Mann macht. Die Aufgabe besteht meines Erachtens darin, sich mit der eigenen Geschlechtlichkeit als Mann oder Frau auseinander zusetzen. Dies erfordert gegebenenfalls ein kompetente psychotherapeutische Begleitung, die nicht darin bestehen darf, den "Patienten" mit "Kopf-Hoch" und "Alles nicht so schlimm" Parolen, Schuldgefühle zu machen, sondern die abgewehrte und verdränge eigene Geschlechtlichkeit wieder langsam zu integrieren.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Montag, 28. März 2005 07:21

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Links?

 

Geschlechtsumwandlung

 

Gestern hat mir ein guter Freund von seinem Vorhaben erzählt sein Geschlecht umwandeln zu lassen . Er ist gut beraten, sein Jahren in Identitätskrisen, in psychotherapeutischer Behandlung. Menschen wie er haben sich seit Jahren mit der eigenen Geschlechtlichkeit auseinandergesetzt und es scheint meiner Erkenntnis nach bei solchen Menschen nicht mehr möglich zu sein, die abgewehrte Geschlechtlichkeit zu integrieren. Ich wollte eigentlich keine Aufmunterung, sondern eher eine gute Information zum Thema Geschlechtsumwandlung. Da bin ich bei Ihnen leider nicht fündig geworden. Ein Link auf kompetente Seiten hätte mir schon geholfen. Oder gibt es die ihrer Meinung nach nicht? Ist dieser kleine Abschnitt auf Ihrer Homepage "der Weisheit letzter Schluss"?

Liebe Grüße

... 

 

 

 

 

 


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