Pädophilie

 

 

 

 

Der Inhalt dieser Seite unterliegt dem Urheberrecht. Jede Verwendung außerhalb der Grenzen des Urheberrechts bedarf der vorherigen Zustimmung des Autors. Auszugsweise Zitierungen sind mit Hinweis auf die Fundstelle und den Autor gestattet.

Peter Thiel - Systemischer Berater und Therapeut (DGSF

29.06.2016

 

 

 

 

 

Schlüsselwörter:  

Boylover, Ephebophilie, Infantophilie, Kinderfreund, Kinderfreunde, Kinderliebe, Kinderpornographie, Kinderschänder, Kontrolle,  Parthenophilie, pädophile Neigungen, Pädophiler, Pädophile, Pädophilie, Pädosexualität, pädosexuelle Phantasien, Pädosexueller, Pädosexuelle, Selbstkontrolle, Sexualstraftäter, Sexualstraftäterin, Sittlichkeitsverbrecher

 

 

 

 

 

 

 

chor der engel

 

Blüten, die seligen,

Flammen, die fröhlichen,

Liebe verbreiten sie,

Wonne bereiten sie,

Herz wie es mag.

Worte, die wahren,

äther im Klaren,

Ewigen Scharen

überall Tag!

 

 

mephistopheles

 

O Fluch! o Schande solchen Tröpfen!

Satane stehen auf den Köpfen,

Die Plumpen schlagen Rad auf Rad

Und stürzen ärschlings in die Hölle.

Gesegn' euch das verdiente heiße Bad!

Ich aber bleib' auf meiner Stelle. -

Irrlichter, fort! Du , leuchte noch so stark,

Du bleibst, gehascht, ein ekler Gallert-Quark.

Was flatterst du? Willst du dich packen! -

Es klemmt wie Pech und Schwefel mir im Nacken.

 

 

chor der engel

 

Was euch nicht angehört,

Müsset ihr meiden,

Was euch das Innre stört,

Dürft ihr nicht leiden.

Dringt es gewaltig ein,

Müssen wir tüchtig sein.

Liebe nur Liebende

Führet herein!

 

 

mephistopheles

 

Mir brennt der Kopf, das Herz, die Leber brennt,

Ein überteuflisch Element!

Weit spitziger als Höllenfeuer! -

Drum jammert ihr so ungeheuer,

Unglückliche Verliebte! die, verschmäht,

Verdrehten Halses nach der Liebsten späht.

Auch mir! Was zieht den Kopf auf jene Seite?

Bin ich mit ihr doch in geschwornem Streite!

Der Anblick war mir sonst so feindlich scharf.

Hat mich ein Fremdes durch und durch gedrungen?

Ich mag sie gerne sehn, die allerliebsten Jungen;

Was hält mich ab, daß ich nicht fluchen darf? -

Und wenn ich mich betören lasse,

Wer heißt denn künftighin der Tor?

Die Wetterbuben, die ich hasse,

Sie kommen mir doch gar zu lieblich vor! -

Ihr schönen Kinder, laßt mich wissen:

Seid ihr nicht auch von Luzifers Geschlecht?

Ihr seid so hübsch, fürwahr ich möcht' euch küssen,

Mir ist's, als kämt ihr eben recht.

Es ist mir so behaglich, so natürlich,

Als hätt' ich euch schon tausendmal gesehn;

So heimlich-kätzchenhaft begierlich;

Mit jedem Blick aufs neue schöner schön.

O nähert euch, o gönnt mir einen Blick!

 

 

engel

 

Wir kommen schon, warum weichst du zurück?

Wir nähern uns, und wenn du kannst, so bleib!

 

 

mephistopheles

 

Ihr scheltet uns verdammte Geister

Und seid die wahren Hexenmeister;

Denn ihr verführet Mann und Weib. -

Welch ein verfluchtes Abenteuer!

Ist dies das Liebeselement?

Der ganze Körper steht in Feuer,

Ich fühle kaum, daß es im Nacken brennt. -

Ihr schwanket hin und her, so senkt euch nieder,

Ein bißchen weltlicher bewegt die holden Glieder;

Fürwahr, der Ernst steht euch recht schön;

Doch möcht' ich euch nur einmal lächeln sehn!

Das wäre mir ein ewiges Entzücken.

Ich meine so, wie wenn Verliebte blicken:

Ein kleiner Zug am Mund, so ist's getan.

Dich, langer Bursche, dich mag ich am liebsten leiden,

Die Pfaffenmiene will dich gar nicht kleiden,

So sieh mich doch ein wenig lüstern an!

Auch könntet ihr anständig-nackter gehen,

Das lange Faltenhemd ist übersittlich -

Sie wenden sich - von hinten anzusehen! -

Die Racker sind doch gar zu appetitlich!

 

 

chor der engel

 

Wendet zur Klarheit

Euch, liebende Flammen!

Die sich verdammen,

Heile die Wahrheit;

Daß sie vom Bösen

Froh sich erlösen,

Um in dem Allverein

Selig zu sein.

 

 

mephistopheles

 

Wie wird mir! - Hiobsartig, Beul' an Beule

Der ganze Kerl, dem's vor sich selber graut,

Und triumphiert zugleich, wenn er sich ganz durchschaut,

Wenn er auf sich und seinen Stamm vertraut;

Gerettet sind die edlen Teufelsteile,

Der Liebespuk, er wirft sich auf die Haut;

Schon ausgebrannt sind die verruchten Flammen,

Und wie es sich gehört, fluch' ich euch allzusammen!

 

 

chor der engel

 

Heilige Gluten!

Wen sie umschweben,

Fühlt sich im Leben

Selig mit Guten.

Alle vereinigt

Hebt euch und preist!

Luft ist gereinigt,

Atme der Geist!

 

 

mephistopheles

 

Doch wie? - wo sind sie hingezogen?

Unmündiges Volk, du hast mich überrascht,

Sind mit der Beute himmelwärts entflogen;

Drum haben sie an dieser Gruft genascht!

Mir ist ein großer, einziger Schatz entwendet:

Die hohe Seele, die sich mir verpfändet,

Die haben sie mir pfiffig weggepascht.

Bei wem soll ich mich nun beklagen?

Wer schafft mir mein erworbenes Recht?

Du bist getäuscht in deinen alten Tagen,

Du hast's verdient, es geht dir grimmig schlecht.

Ich habe schimpflich mißgehandelt,

Ein großer Aufwand, schmählich! ist vertan;

Gemein Gelüst, absurde Liebschaft wandelt

Den ausgepichten Teufel an.

Und hat mit diesem kindisch-tollen Ding

Der Klugerfahrne sich beschäftigt,

So ist fürwahr die Torheit nicht gering,

 

 

FAUST: DER TRAGÖDIE ZWEITER TEIL

Johann Wolfgang Goethe

 

 

 

 

 

 

Während es Goethe möglicherweise bei der Freude über den Anblick nackter Jungen belassen hat: "Die Racker sind doch gar zu appetitlich!", suchen andere volljährige Männer und Frauen nach realen intimen und sexuellen Kontakten mit Kindern.  Dies bezeichnet man im engeren Sinne als pädophile Neigung oder sicher treffender ausgedrückt als pädosexuelle Neigung.

Unter Pädophilie versteht man im engeren Sinne, die Neigung oder die Ausübung realer sexueller oder sexualisierter Kontakte von Erwachsenen (Männern oder Frauen)  gegenüber Kindern (Jungen oder Mädchen) oder auch Jugendlichen. Der Begriff Pädophilie ist dabei aber missverständlich, denn Pädophilie bedeutet übersetzt "Kinderliebe". Wer sollte schon was dagegen haben, wenn eine Mutter oder ein Vater, die Patentante oder der Patenonkel  ihr Kind lieben, mit ihm kuscheln und einen Kuss auf die Wange geben? 

Im übrigen wäre vor einer stattfindenden Diskussion über Pädophilie, sich noch darüber zu verständigen, was man den eigentlich jeweils unter dem Begriff Liebe versteht.

Wo da im einzelnen die Grenze zwischen einem guten und einem schlechten Berühren  sein soll, ist eine Frage der Definition und damit der Anschauung der Menschen über sogenanntes sittliches und unsittliches Verhalten. 

 

 

 

Missbrauch in Elmshorner Kinderhort: Prozess hat begonnen

Der 60 Jahre alte Uwe B. soll über ein Jahr lang Kinder in einem Kinderhort in Elmshorn unsittlich berührt haben. Heute begann der Prozess vor dem Landgericht Itzehoe. Foto: dpa

Itzehoe/lno - Vor dem Landgericht Itzehoe hat heute der Prozess um Missbrauch in einem Kinderhort in Elmshorn (Kreis Pinneberg) begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 60 Jahre alten Mann der ehemaligen Leiterin vor, in der Zeit von Frühjahr 2005 bis August 2006 in dem Hort Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren unsittlich berührt zu haben. Rund zwei Dutzend Taten ließen sich konkretisieren, sagte die Vertreterin der Anklagebehörde. Seine 55 Jahre alte Ehefrau soll ihm in mindestens elf Fällen geholfen haben.

Laut Anklage begleitete der arbeitslose Mann seine Ehefrau rund eineinhalb Jahre lang regelmäßig in den Hort. Die 55-Jährige verheimlichte ihrem Arbeitgeber die Anwesenheit ihres Ehemanns und stellte ihn als angeblichen Hausmeister vor. Wenn besorgte Eltern sie auf sexuelle Übergriffe ansprachen, wimmelte die gelernte Erzieherin diese ab: Es sei nur der "Scherz" eines Mannes gewesen, der im Umgang mit Kinder nicht geübt sei, soll sie gesagt haben.

Laut Staatsanwaltschaft konnte der angebliche Hausmeister sich daher ungestört an den kleinen Hort-Kindern vergehen. Bei der Ortswahl sei er nicht wählerisch gewesen: Ob "Puppen-Ecke" oder ein Sofa, der Schuppen auf dem Hof, eine Strandmuschel im Garten oder das Plantschbecken: Meist habe der Angeklagte eine Decke genutzt, um in deren Schutz ungestört die Kinder zu berühren.

Der Fall hatte im vergangenen Herbst bundesweit für Aufsehen gesorgt. Nach Bekanntwerden der Taten hatte der mutmaßliche Täter mehrfach Kontakt zur Presse gesucht. Vor Gericht jedoch schwiegen er und seine Ehefrau zu den Vorwürfen. Stattdessen versuchten sie mit hartem Gesichtsausdruck, eine Einstellung des Prozesses wegen "irreparabler Verstöße gegen Grundsätze eines fairen Verfahrens" zu erreichen: Durch eine massive öffentliche Vorverurteilung ihrer Mandanten in der Presse sei eine wahrheitsgemäße Aufklärung nicht mehr zu erwarten, begründeten die Verteidiger die Forderungen ihrer Mandanten. Das Landgericht wies jedoch die entsprechenden Anträge zurück.

Die Kinder müssen jetzt in einer umfangreichen Beweisaufnahme als Zeugen vor Gericht auftreten. Am ersten Verhandlungstag warteten sie jedoch auf Grund der Anträge der mutmaßlichen Täter vergeblich darauf, ihre Aussagen machen zu dürfen.

DO., 31. MAI 2007

http://www.shz.de/sylter-rundschau/?RUBRIKID=890&MID=30&REDID=1358471

 

 

 

Manches Verhalten erscheint sicher den meisten Menschen grenzwertig, aber wohl noch immer unter der Schwelle des strafrechtlich relevanten zu sein. so z.B. bei Estafania Küster, der Ex-Freundin von Dieter Bohlen, die ihr Verhältnis zu ihrem 14 Monate alten Sohn so beschreibt: "Er ist mein kleiner Kumpel." (Bild-Zeitung, zitiert nach "Berliner Zeitung", 28.09.2006, S. 36). Während es im oben beschriebenen Fall "Elmshorner Kinderhort", wohl nicht unwahrscheinlich sein sollte, dass das Landgericht Itzehoe den angeklagten Mann verurteilt, dürfte bei Estafania Küster, außer uns wohl niemand auf die Idee kommen, dass sie ein unsittliches Verhältnis mit ihrem Sohn pflegen könnte, denn viele Leute halten es für sittlich, dass eine Mutter mit ihrem Sohn ein kumpelhaftes Verhältnis pflegt. Ein Kumpel ist nach - wohl allgemeiner Anschauung ein Mensch, mit dem man auf gleicher Stufe steht. Mit dem Kumpel geht man mal auf ein Bier in eine Kneipe, unterhält sich über Fußball und den Job. Mit dem Kumpel geht man allerdings nicht ins Bett, es sei denn nach einer durchzechten Nacht. Von daher kann man Frau Küster sicher nicht vorwerfen, das von ihr benannte kumpelhafte Verhältnis zu ihrem Sohn würde sexuelle Kontakte einschließen.

 

Ein kumpelhaftes Verhältnis zum eigenen Kind, mit dem vom "Erwachsenen" die Generationengrenze negiert wird, ist aber auch unabhängig von einer eventuellen sexuellen Komponente höchst problematisch, da es dem Kind eine Position zuweist, mit der es zumindest überfordert ist. Es handelt sich hier zwar noch nicht um ein sogenanntes Elternkind, bei dem die Rollen zwischen Kind und Erwachsenen vertauscht sind, aber auch ein "Kumpelkind" zu sein, stellt schon eine Überforderung des Kindes dar.

 

hierzu auch:

Tedy Hubschmidt; Christina Kurz: "Das Elternkind", In: "Familiendynamik", 1986, Heft 3, S. 223-233

 

 

Problematisch wird es, wenn Erwachsene ihrem eigenen Bedürfnis nach Sexualität mit einem Kind nachgehen. Dies hat oft problematische und negative Auswirkungen auf die psychosexuelle Entwicklung eines davon betroffenen Kindes. In so fern sollte man statt des missverständlichen Begriffes Pädophilie, den man seinen Sinne nach auf jeden kinderliebenden Erwachsenen anwenden könnte, besser den Begriff Pädosexualität verwenden.

Den Wortstamm "Päd" finden wir auch im Begriff des Pädagogen oder in dem etwas veralteten Begriff "Pädologe", was laut Duden Fremdwörterbuch von 1997 heißt: 

Wissenschaftler auf dem Gebiet der Pädologie

Pädologie: Wissenschaft vom gesunden Kind unter Berücksichtigung von Wachstum und Entwicklung.

 

Etwas salopp gesagt, jeder Lehrer und jede Lehrerin ist faktisch ein staatlich geprüfter diplomierter Pädophiler. Auch von daher wäre es sinnvoller auf den verwirrenden Begriff der Pädophilie zu verzichten und statt dessen von Pädosexualität zu sprechen, wenn man damit das Bedürfnis oder dessen Umsetzung von Männern oder Frauen nach realer oder imaginierter Sexualität mit Kindern meint.

Aktuelle Zahlen über das Vorkommen (Prävalenz) pädosexuell interessierter Männer und Frauen in der Gesamtbevölkerung scheinen kaum erhältlich. Nach zitierten quellenmäßig jedoch nicht belegten Fragebogenstudien sollen rund ein Fünftel der befragten Männer schon einmal sexuelle Phantasien im Zusammenhang mit Kindern gehabt haben (vergleiche hierzu: Thomas Knecht: "Pädophilie. Grundlagen und Therapieansätze": In: "Kriminalistik", 11/2001, S. 747, wobei Thomas Knecht keine näheren Angaben zu den zitierten Fragebogenstudien macht.)

Der Anteil homosexuell orientierter männlicher pädosexuell Interessierter ist mutmaßlich noch höher als der heterosexuell orientierter Männer, so jedenfalls Thomas Knecht.

Man rechne sich nun aus, wie viele männliche Bundestagsabgeordnete aller Parteien pädosexuell interessiert sein könnten. Franz Müntefering, Edmund Stoiber, Gregor Bisky, Guido Westerwelle und Volker Beck als pädosexuell interessierte Männer, das können wir uns zum Glück nicht vorstellen und es ist ja auch nicht so, wie jede/r weiß.

 

 

 

 

Scheinheiligkeit in der öffentlichen Debatte

Die öffentliche Debatte zum Thema Pädophilie oder Pädosexualität ist emotional hoch besetzt, so dass es manchmal scheint, man dürfe öffentlich nur das äußern, was selbsternannte Pädophilenjäger - nicht selten aus dem rechtsradikalen politischen Lager - als ideologische Richtlinie vorgeben. So z.B. die Parole pädosexuell = pädokriminell. Dass es auch pädosexuelle Frauen gibt, wird von solcherart ideologisch vorgestanzten Aufklärern dabei gleich noch geflissentlich übersehen. Es passt auch gar nicht ins klischeehafte Feind- und Weltbild selbsternannter weiblicher und männlicher Blockwarte. 

Allein mit moralisieren und bestrafen wollen ist nicht viel getan. Dies gilt erst recht, wenn der/die Pädosexuelle der Vater oder die Mutter des Kindes ist und das Kind mit einer Inhaftierung dieses Elternteils möglicherweise eine trotz des Missbrauchs bedeutsame Bezugsperson verlieren würde. Der/die verurteilte Pädosexuelle wird nach Verbüßung seiner Haftstrafe wieder Kontaktmöglichkeiten zu Kindern haben.  

 

Mitunter bekommt man den Eindruck, dass einiger der besonders eifrigen und eifernden Pädohilenjäger mit ihrem Engagement ihre eigenen uneingestandenen pädophilen und pädosexuellen Neigungen bekämpfen wollen, grad so wie es bekehrte und fanatische Antialkoholiker tun. 

Möglich, dass der sinnige Spruch

 

Die schärfsten Kritiker der Elche,

warn früher selber welche.

 

 

gut zu solchen Missionaren passt. 

Kesseltreibenartiges Agieren und Kastrations- und Hinrichtungsparolen  selbst ernannter Hexenjäger schaden einer sachlichen und fachlichen Diskussion und Auseinandersetzung, sie fördern ein Klima der Denunziation und Inquisition und verhindern damit letztlich auch eine gute Hilfe für von sexueller Gewalt betroffene Kinder. 

 

 

 

 

Weibliche und männliche Pädosexualität

Allgemein wird unterstellt, Männer würden häufiger als Frauen mit Kinder sexuelle oder sexualisierte Kontakte haben . Es gibt allerdings - so weit zu sehen - keine Zahlen aus der Dunkelfeldforschung, die diese zwar weit verbreitete aber dennoch ausgeleiert wirkende These belegen würden. Sollten Sie dazu andere Informationen haben, bitte ich Sie um Information. 

Mail an: info@maennerberatung.de

Über die Prävalenz (das Vorkommen) weiblicher und männlicher pädosexueller Präferenzen, bzw. tatsächlich praktizierter Pädosexualität liegen kaum oder nur unvollständigen Daten vor.

Zum einen lassen sich gewisse Rückschlüsse an Hand der polizeilichen Kriminalstatistik ziehen. Diese bezieht sich aber nur auf das sogenannte Hellfeld, also gerichtlich festgestellter pädosexueller Handlungen. Diese Zahl ist nicht identisch mit der Zahl von Strafanzeigen, denn bei Strafanzeigen spielen oft auch andere Motive als eine tatsächlich stattgefundene pädosexuelle Handlung eine Rolle. 

 

Vergleiche hierzu:

H. Stoffels; C. Ernst: Erinnerung und Pseudoerinnerung. Über die Sehnsucht, Traumaopfer zu sein.; In: "Nervenarzt", 2002, Heft 5, S. 445-451

 

 

 

Dass im Trennungsgeschehen eines Paares falsche, böswillige oder einseitige Anschuldigungen recht häufig vorkommen, weiß jede/r der in diesem Bereich arbeitet.

 

Vergleiche hierzu:

Arndt Linsenhoff: "Trennungsmediation und Emotion", In: "Familiendynamik", 01/2004, S. 54-65 

 

 

 

 

 

Amtsgericht Falsche Anschuldigung

Verlobte wollte Angeklagtem nur eins auswischen

HARBURG -

Mein Verlobter hat mir 2000 Euro gestohlen", beschuldigte Christina T. (22) ihren Lebenspartner auf der Harburger Polizeiwache. Das Geld habe sich in einem Kopfkissenbezug befunden, jetzt sei es weg. Nur ihr Verlobter komme als Dieb in Frage. Die Beamten nahmen die Anzeige auf, jetzt wurde gegen André L. (33) vor dem Amtsgericht Harburg verhandelt.

"Alles dummes Zeug", sagte L. nach der Verlesung der Anklageschrift. "Als geduldete Asylbewerberin ohne Arbeitsplatz hatte meine Verlobte gar kein Geld, ich hätte ihr also auch nichts klauen können." Es habe immer wieder Streit gegeben, unter anderem um das Sorgerecht für den gemeinsamen zweijährigen Sohn, deshalb habe Christina ihm wohl eins auswischen wollen.

Nun wurde Christina als Zeugin in den Saal gerufen. Zunächst wollte Amtsrichter Bernd Kruse wissen, ob man denn überhaupt noch verlobt sei, dann nämlich könne sie die Aussage verweigern. Ja, doch, so die Zeugin. André L. hatte zuvor das Gegenteil behauptet. Ob es denn stimme, dass bei ihr gar kein Geld vorhanden gewesen sei, wollte der Richter weiter wissen. "Nur das, was André mir als Haushaltsgeld gegeben hat", sagte Christina. Ansonsten wolle sie sich zu den Vor- würfen jetzt nicht mehr äußern.

Das Plädoyer der Staatsanwältin war kurz. André L. sei unschuldig und freizusprechen. So lautete auch das Urteil, Christina musste sich aber vorher noch einige ernste Worte des Richters anhören: "So etwas ist kein Spaß, nur aus Wut oder Rache darf man niemanden auf die Anklagebank bringen, sonst riskiert man selbst eine Bestrafung." Diesmal kam sie aber noch einmal davon.

gru

erschienen am 7. August 2007

http://www.abendblatt.de/daten/2007/08/07/779722.html

 

 

 

Hinzu kommt, dass weibliche pädosexuell motivierte Handlungen oft gar nicht wahrgenommen werden, weil die meisten Menschen hier eine Wahrnehmungsverzerrung haben: 

 

Vergleiche hierzu:

Arnold Hinz: "Geschlechtsstereotype bei der Wahrnehmung von Situationen als `sexueller Missbrauch`. Eine experimentelle Studie"; In: "Zeitschrift für Sexualforschung" 2001; 14: 214-225

 

 

 

Wird etwas nicht wahrgenommen, dann kann es folgerichtig auch nicht angezeigt werden, so dass die polizeiliche Kriminalstatistik hier gewissermaßen blind läuft.

Über das Vorkommen pädosexueller Handlungen oder Präferenzen in der Bevölkerung ist man auf Grund von Erfassungsproblemen im Hellfeld auf die sogenannte Dunkelfeldforschung angewiesen.

Thomas Knecht nennt quellenmäßig nicht benannte Fragebogenstudien, nach denen rund 20 Prozent der befragten Männer schon sexuelle Phantasien mit Kindern hatten. 

 

Vergleiche hierzu:

Thomas Knecht: "Pädophilie. Grundlagen und Therapieansätze": In: "Kriminalistik", 11/2001, S. 745-748

 

 

Wenn diese Zahlen sich so bei anderen Befragungen bestätigen sollten, kann man auch von einem hohen Anteil von Frauen ausgehen, die schon sexuelle Phantasien mit Kindern hatten. Man kann aber auch vermuten, dass sich Frauen weniger in Phantasien als Männer ergehen, dafür aber auf Grund der für sie relativ leichten Verfügbarkeit von Kindern und der fehlenden öffentlichen Wahrnehmung von Frauen als Pädosexuelle,  öfter als Männer tatsächliche pädosexuelle Kontakte, so z.B. zu ihren Söhnen herstellen. 

 

Vergleiche hierzu:

Gerhard Amendt: Wie Mütter ihre Söhne sehen. Bremen 1993 [Untersuchung zu mütterlichen Übergriffen auf Söhne]

Gerhard Amendt: "VI. Ritual und Übergriff", VII. Die Penisküsserinnen, VIII. Schweigende Väter, mütterliche Verführung"; In: "Vatersehnsucht. Annäherung in elf Essays", Universität Bremen, Institut für Geschlechter- und Generationenforschung, 1999

 

 

 

So kann es denn auch nicht wundern, dass es praktisch keine speziellen Hilfsangebote für pädosexuelle Frauen gibt. Pädosexuelle Männer haben es da im Jahr 2008 etwas leichter, sie konnten sich an einem millionenschweren Programm beteiligten.

 

 

(21.09.2006)

Selbstkontrolle lernen

Charité hilft Männern, die sich zu sehr zu Kindern hingezogen fühlen — mit großer Nachfrage

 

Frank H. ist 36 Jahre alt, ledig und wird von Psychologen als unauffällig beschrieben. Allerdings merkte Frank H. (Name geändert) schon als Schüler, dass er sich zu kleineren Jungen hingezogen fühlte. Wenn er an spielenden Zwölfjährigen vorbeiging, bekam er Herzrasen. Er wollte die Jungen dann berühren, wusste nicht, wie er mit seinen Gefühlen umgehen sollte und fühlte sich unverstanden. Wer ihm hätte helfen können, wusste er nicht. Bis ihm der Slogan „Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?“, die Augen öffnete. Frank H. meldete sich daraufhin beim Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité. Das war vor einem Jahr.

Außer H. gaben 417 weitere Männer zu, dass ihnen Kinder tatsächlich lieber sind, als ihnen lieb ist – und haben sich seit Beginn des Projektes „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch im Dunkelfeld“ 2006 an der Charité gemeldet. Und sie sind nur die Spitze des Eisbergs. Von den geschätzten jährlich 60 000 Fällen von Kindesmissbrauch in Deutschland, werden nur knapp 20 000 bekannt und etwa 16 000 angezeigt.

Nicht alle der Männer, die sich bei der Charité gemeldet haben, kommen allerdings für eine Behandlung infrage, weil sie sich zum Beispiel nicht einer langfristigen Therapie unterziehen, sondern sich nur über ihre Neigungen informieren wollen. Mit 251 der mehr als 400 Männer haben Experten der Klinik daraufhin telefonische Interviews geführt, 210 kamen schließlich zu einer Besprechung, aus der eine Behandlung folgen kann. „Und diese Männer kamen trotz der Angst vor sozialer Isolation, Stigmatisierung und juristischer Verfolgung“, sagte Projektleiter Klaus Michael Beier von der Charité gestern. Doch vor rechtlichen Konsequenzen müssen sie keine Angst haben. Die Therapeuten unterliegen einer gesetzlichen Schweigepflicht.

Seit März dieses Jahres befinden sich 70 Patienten in Behandlung. Gestern stellten die Organisatoren des Präventionsprojektes erste Erfahrungen mit den Männern vor. Bei diesen potenziellen Tätern gäbe es durchaus ein Problembewusstsein hinsichtlich ihrer Neigungen, und den Willen, es gar nicht so weit kommen zu lassen, sagte Beier. „Sie leiden enorm unter ihren sexuellen Neigungen“, sagte Psychologe Christoph Ahlers. Wie stark die Nachfrage ist, zeigt die Warteliste mit 40 Männern, die schon für eine Behandlung vorgesehen sind. „Wir können mit weiteren Behandlungen aber erst beginnen, wenn wir mehr Kapazitäten haben.“ Dazu benötige man mehr Geld über den Sommer 2007 hinaus. Bis dahin fördert die VW-Stiftung das Projekt mit mehr als einer halben Million Euro.

Ziel der Arbeit von Ahlers und seinen Kollegen ist es zu verhindern, dass pädophile Phantasien irgendwann in die Tat umgesetzt werden. Wissenschaftlicher Ausgangspunkt ist, dass man sich seine bereits im Jugendalter ausgebildeten sexuellen Neigungen nicht einfach aussuchen kann und diese auch nicht vollständig und dauerhaft veränderbar sind. Die freiwilligen Melder an der Charité werden nach der Überprüfung auf ihre Therapietauglichkeit in entsprechenden Einzel- oder Gruppensitzungen behandelt. In einem Verhaltenstraining werden die Männer mit alltäglichen sexuellen Gefahrensituationen konfrontiert und lernen, kontrolliert zu reagieren. „Verhaltenskontrolle ist wichtig“, sagte Beier.

Die Charité betritt mit ihrem Projekt Neuland. Bisher wird vor allem mit potenziellen Opfern gearbeitet, präventive Ansätze bei Tätern sind selten. So selten, dass Männer, die sich zu Kindern hingezogen fühlen, aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin reisen, um sich hier helfen zu lassen. Einige Patienten nehmen jede Woche 500 Kilometer Anfahrtsweg in Kauf, um sich in der Charité behandeln zu lassen. Auch aus dem Ausland gibt es Nachfragen. Hannes Heine

http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/21.09.2006/2790584.asp

 

 

Als Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet, könnte man über das Projekt des Instituts für Sexualmedizin an der Berliner Charité meinen, wenn man eine Meldung des Nachrichtendienstes epd liest:

 

"33 Männer nahmen an Pädophilen-Therapie teil

Am Projekt "Prävention von sexuellen Kindesmissbrauch im Dunkelfeld haben bislang 33 Männer teilgenommen. 

...

Seit Beginn des Projekts haben sich 744 Männer am Institut gemeldet, 153 konnte ein Therapieplatz angeboten werden."

Berliner Zeitung, 07.08.2008

 

 

Wenn 153 Männern ein Therapieplatz angeboten wurde, aber nur 33 Männer an einer Therapie teilgenommen haben, dann sind das gerade mal 21 Prozent die das Angebot angenommen haben. Wir dürfen auf die Erklärung  dieses Phänomens gespannt sein. 

Schließlich darf man fragen, was letztlich eine durchgeführte Therapie gekostet hat und ob somit der tatsächliche Nutzen den Aufwand gelohnt hat.

 

 

 

 

Weibliche Pädosexualität

Auch wenn die Initiative an der Berliner Charité generell zu begrüßen ist, da hier der Versuch unternommen wird, nicht wie sonst allgemein üblich moralisierend oder strafrechtlich gegen pädosexuell orientierte Menschen vorzugehen, verwundert doch, dass pädosexuelle Frauen von dem Charitéprojekt offenbar gar nicht angesprochen werden oder sich angesprochen fühlen. Pädosexualität erschient so als ausschließlich männliches Phänomen. Dabei kann man davon ausgehen, dass es eine Vielzahl von pädosexuellen Frauen gibt, oft sind es auch Mütter, die an ihren eigenen Kindern ein pädosexuelles Interesse haben. Mehr zu diesem Thema haben wir hier zusammengestellt. 

Wer lange genug in der Männerberatung arbeitet, kann sich über diese Wahrnehmungsschwierigkeit, bei der Frauen als Pädosexuelle ausgeblendet werden nicht all zu sehr wundern, denn das Phänomen Frauen als "Kinderliebhaberinnen" unterliegt einer gesellschaftlichen und individuellen Ausblendung oder Beschönigung, was wiederum mit der mächtigen Stellung der Mutter in der Familie erklärt werden kann. Was man nicht sieht oder sehen will, das gibt es auch nicht, so die hier geltende Logik.

Wenn zwei das selbe gleiche machen, ist es nicht das selbe. Legt ein Vater seiner 12-jährigen Tochter die Hand auf den Po, so werden das die meisten Menschen als sexualisierte Handlung, oder sogar als sexuellen Übergriff des Vaters auf die Tochter interpretieren. Ganz anders dagegen, wenn eine Mutter ihrem 12-jährigem Sohn die Hand auf den Po legt. Dies wird vom durchschnittlichen Beobachter nicht als sexualisierte Handlung aufgefasst, sondern als Ausdruck der Liebe der Mutter zu ihrem Sohn. 

So kann es nicht wundern, wenn es zum Anteil pädosexuell interessierter Frauen an der Gesamtbevölkerung,  offenbar noch nicht einmal Fragebogenstudien gibt (vergleiche hierzu: Thomas Knecht). Zu stark ist wohl noch immer der Mythos von der asexuellen und an pädosexuellen Kontakten nicht interessierten Frau, wobei ein einfacher Blick auf in der Öffentlichkeit vollzogene körperbezogene Interaktionen von Müttern mit ihren minderjährigen Söhnen, so z.B. inniges Küssen des Sohnes auf einen erheblichen Anteil pädosexuell interessierter Frauen hinweist, nur dass die wenigsten Beobachter auf Grund der vorhandenen Geschlechterstereotype einen solchen Zusammenhang vermuten können. 

 

vergleiche hierzu: 

Gerhard Amendt: Wie Mütter ihre Söhne sehen. Bremen 1993 [Untersuchung zu mütterlichen Übergriffen auf Söhne]

Gerhard Amendt: "VI. Ritual und Übergriff", VII. Die Penisküsserinnen, VIII. Schweigende Väter, mütterliche Verführung"; In: "Vatersehnsucht. Annäherung in elf Essays", Universität Bremen, Institut für Geschlechter- und Generationenforschung, 1999

Gisela Braun: "Täterinnen beim sexuellen Missbrauch von Kindern. Oder: An eine Frau hätte ich nie gedacht ..."; In: "Kriminalistik", 1/2002, S. 23-27

Michelle Elliott (Hrsg.): "Frauen als  Täterinnen: Sexueller Mißbrauch an Mädchen und Jungen"; Donna Vita Verlag, Ruhnmark, 1995

Hilke Gerber: "Frau oder Täter? Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Frauen"; In: "Gigi", Nr. 20, 2002, ausführlich in: "Mann oder Opfer", Dokumentation der Fachtagung bei der Heinrich-Böll-Stiftung www.boell.de oder www.forum-maenner.de

Arnold Hinz: "Geschlechterstereotype bei der Wahrnehmung von Situationen als ´sexueller Missbrauch´. Eine Experimentelle Studie", In: "Zeitschrift für Sexualforschung" 2001: 14

 

 

Die Annahme, dass es weit aus mehr pädosexuell aktive Frauen als Männer gibt, kann nur auf den oberflächlichen Betrachter absurd wirken. Wer sich lange genug mit dem Thema beschäftigt, wird diese Annahme jedoch für durchaus möglich, wenn auch empirisch bisher nicht belegt, halten.

 

 

 

 

 

Geschlechterstereotype in der Wahrnehmung von Pädosexualität

 

Girls' Day mit der Bundeskanzlerin

Mi, 25.04.2007

 

Girls' Day

Am Donnerstag ist es wieder so weit: In ganz Deutschland findet der Girls' Day statt, der Tag an dem es um die berufliche Zukunft der Mädchen geht. In vielen Betrieben können Schülerinnen insbesondere technische Berufe für sich entdecken. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft Mädchen aus drei Berliner Schulen im Bundeskanzleramt.

Es gibt kein besseres Vorbild als die promovierte Physikerin. Die Bundeskanzlerin will die jungen Frauen bei ihrer Ausbildungs- oder Studienwahl für Berufe im technischen und naturwissenschaftlichen Bereich motivieren. Dies ist auch vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden Fachkräftemangels in Deutschland wichtig.

In einem Unternehmens-Parcours können die Mädchen den ganz Tag über technische Berufe kennen lernen. Dabei lösen sie spielerisch Aufgaben aus Naturwissenschaft und Technik. Die Bundeskanzlerin wird sich die Ausstellung ansehen. Dabei bleibt auch Zeit für Gespräche mit den Mädchen. Organisiert hat die Ausstellung die Initiative "D 21".

Junge Frauen haben inzwischen bessere Bildungsabschlüsse als junge Männer. Auch in punkto Schlüsselqualifikationen, wie Engagement, Durchhaltevermögen und Flexibilität liegen sie mindestens gleich auf.

Dennoch sind ihre Aussichten auf eine Ausbildung im dualen System nicht gestiegen: Mehr als die Hälfte der jungen Frauen wählen aus nur zehn Ausbildungsberufen, kein einziger technischer ist darunter. Die traditionell von Frauen gewählten Berufe bieten weniger Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten.

 

Girls' Day bei der Bundesregierung

Der 2001 ins Leben gerufene Girls' Day ist zu einer Gemeinschaftsaktion von Politik und Wirtschaft geworden. Inzwischen findet er zum siebten Mal statt.

Mehrere Bundesministerien und das Bundespresseamt beteiligen sich ebenso wie viele öffentliche Einrichtungen und zahlreiche Betriebe in der ganzen Bundesrepublik. Im vergangenen Jahr nahmen 121.000 Mädchen an Veranstaltungen in über 7.000 Unternehmen und Organisationen teil.

Über den Tag im Bundeskanzleramt und im Bundespresseamt werden morgen einige Schülerinnen auf www.bundesregierung.de berichten.

http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2007/04/2007-04-25-girls-day-mit-der-bundeskanzlerin.html

 

 

 

Während der Girls-Day inzwischen gesellschaftlich anerkannt ist, bleiben die Jungs, wie im übrigen auch die Männer als die ewigen Zuspätkommer zu Hause. An ihnen hat als geschlechtliches Wesen gesellschaftlich niemand so recht Interesse und wenn doch, dann können das wohl nur nur Pädophile sein. Daher gibt es auch keinen Boys-Day oder können Sie sich etwa vorstellen, dass der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder am Boys Day Jungen "aus drei Berliner Schulen im Bundeskanzleramt" getroffen hätte? Sicher nicht, denn Gerhard Schröder würde ja nicht als schwuler Pädophiler geoutet werden, wenn er sich mit minderjährigen Jungen im Bundeskanzleramt trifft. Trifft sich dagegen eine Bundeskanzlerin mit "Mädchen aus drei Berliner Schulen im Bundeskanzleramt", so findet das keiner anzüglich, sondern fortschrittlich.

 

 

 

 

 

Entstehung pädosexueller Präferenzen

Die hinter einer sexuellen Besetzung stehenden psychischen und körperlichen Motive sind durchweg irdischer Natur und im Kern gesund, wenn man unter Gesundheit die dem Menschen evolutionsbiologisch eigenen vitalen Bedürfnisse versteht. 

 

vergleiche hierzu: 

Frederick S. Perls; Ralph F. Hefferline; Paul Goodman:  Gestalttherapie Grundlagen. dtv, 1979, (amerikanische Originalausgabe 1951)

 

Das vitale Bedürfnis eines erwachsenen Menschen nach sexuell-körperlicher Nähe, gehört zum Wesen des Menschen und ist in diesem Sinne gesund. Problematisch wird es, wenn dieses Bedürfnis eines Erwachsenen real mit einem Kind ausgelebt wird, denn hieraus resultieren für das Kind in der Regel Komplikationen, die es in seiner Entwicklung beeinträchtigen und auch oft schaden. 

 

Die / der Pädosexuelle gibt dem phantasierten oder realen Kind und der phantasierten oder realen Begegnung mit ihm eine sexuelle Bedeutung (Besetzung). Genau so kann ein Mensch auch einer Frau, einem Mann, einem Greis oder einer Greisin oder auch einem unbelegten Fetisch, so etwa einer Windel, einem Paar Gummistiefeln oder sogar einer Leiche sexuell besetzen.

Nun kann man sich fragen, wieso die Menschen in unterschiedlicher Weise sexuelle Besetzungen herstellen. So mag ein Mann einer Frau sexuelle Bedeutung verleihen (heterosexuell), eine Frau einer Frau (homosexuell), eine Frau einem Kind (pädosexuell) oder ein Mann einem Paar Gummistiefel (Fetischismus).

Man kann sich fragen, warum sind nicht alle Männer schwul oder alle Frauen lesbisch, warum gibt es überhaupt Menschen, die einem Angehörigen des selben Geschlechts sexuelle Bedeutung verleihen. Die einfachste und bequemste Antwort lautet, das wäre genetisch vorprogrammiert. Einmal lesbisch immer lesbisch, einmal Hitler immer Hitler - es liegt ja an den Genen, man kann also nichts verändern. 

Wer sich mit solcherart billiger Welterklärung nicht zufrieden gibt, sucht nach anderen Erklärungsmodellen. Hier bietet sich eine lerntheoretische Betrachtungsweise an. Menschen lernen von Geburt an und auch schon pränatal. So mag es bei einem später schwul lebenden Mann eine pathologische Mutter-Sohn-Beziehung gegeben haben, bei gleichzeitig positiver Besetzung männlicher Bezugspersonen durch den heranwachsenden Sohn. 

 

Bei der oder dem Pädosexuellen kann man unterstellen, dass diese/r in einem bestimmten Alter positiv konotierte sexualisierte Begegnungsmomente mit einem Kind hatte. So etwa ein 13-jähriger mit einem achtjährigen Mädchen oder umgekehrt eine 13-jährige mit einem achtjährigen Jungen. Solche Begegnungen dürften weit verbreitet sein, behalten aber im Laufe der Entwicklung bei den meisten Heranwachsenden - auch auf Grund vielfältiger anderer positiv konotierter Begegnungen zu Gleichaltrigen keine bleibende Bedeutung.

Häufig ist es aber auch so, dass pädosexuelle Interessen im Laufe des Lebens gar keine Bedeutung hatten, aber durch bestimmte Situationen im Leben des Erwachsenen plötzlich auftreten. Zu denken ist hier etwa an alleinerziehende oder getrennt lebende Mütter und Väter, die ihre sexuellen Bedürfnisse nicht mit einem erwachsenen Partner leben und ihre sexuellen Bedürfnisse schließlich auf das Kind richten, das dem Erwachsenen nun als Partnerersatz dient.  

Vergleiche hierzu auch meinen Beitrag zum Thema Sexueller Missbrauch durch Frauen.

 

Mitunter wird davon gesprochen, dass es eine pädosexuelle Veranlagung gäbe. Das ist aber reichlich spekulativ und bringt in der Sache sicher nicht weiter. Wenn wir uns ein Baby oder ein Kleinkind anschauen, dann wird wohl keiner auf die Idee kommen, diese Kind hätte eine pädosexuelle Veranlagung. Wenn man schon den Begriff der Veranlagung benutzt, dann kann man darunter nur eine lebensgeschichtlich entstandene sexuelle Präferenz eines Menschen verstehen, die sich hier im speziellen auf Kinder bezieht. Die Entstehung einer solchen Präferenz kann man sich durchaus schon bei einem Kind vorstellen, was in einem diesbezüglich förderlichen Kontext aufwächst. Das könnte ein familiärer Kontext mit unklaren Grenzen hinsichtlich der Sexualität sein, so etwa stattfindende sexuelle Kontakte unter Geschwistern, wobei es sein kann, dass diese von den Eltern toleriert oder sogar gefördert werden. Denkbar sind auch gewalttätig oder nichtgewalttätig sexuelle Kontakte zwischen dem Kind und seinen Eltern (Mutter oder Vater oder sogar beide). Auch andere sexuelle Kontakte des Kindes mit Außenstehenden könnten auf das Entstehen einer pädosexuellen Präferenz oder Neigung einen Einfluss haben. Die wie auch immer entstandene Neigung könnte man dann auch Veranlagung nennen.

 

Auffällig erscheint uns, dass pädosexuell orientierte Männer, die wir in Beratungsgesprächen ein wenig näher kennen gelernt haben, oft eine sehr unsicher Identität haben, was sich äußerlich auch daran zeigt, dass ihre Lebensbiografie oft von Misserfolgen im privaten, schulischen und beruflichen Bereich geprägt ist.

Hier liegt denn auch der Schlüssel für die Veränderung pädophiler Neigungen. Die Entwicklung einer sicheren Identität, wozu auch die Geschlechtsidentität gehört, trägt wesentlich dazu bei, das pädophile Neigungen abnehmen, weil nach und nach ganz andere "erwachsene" Interessen Raum greifen können.

Der pädosexuelle Mann oder die pädosexuelle Frau scheint entwicklungspsychologisch auf einer frühen Entwicklungsstufe stehen geblieben zu sein, so etwa in einer Zeit, in der kleine Mädchen und kleine Jungen noch Doktorspiele machten oder ihnen diese von sexualfeindlichen Eltern verboten wurden. 

 

Man kann den Eindruck bekommen, dass besonders viele pädosexuelle Männer an deutschen Gerichten tätig sind. Das kann auch nicht weiter verwundern, scheinen doch Juristen, wozu auch Staatsanwälte zu zählen sind, deswegen Jura studiert zu haben, weil hier die angstmachende Komplexität des Lebens in Paragraphen eingekleidet und katalogisiert wird und damit beherrschbar erscheint. Der Jurist versteckt sich bekanntermaßen gerne hinter Paragraphen, als Richter thront er auf der Richterbank und verweist die gewöhnlich sterblichen Menschen hinter die Schranken des Gerichts, als Anwalt versteckt er sich hinter seinem Anwaltstisch und überzogenen Honorarforderungen um seine Wichtigkeit herauszustellen, als Staatsanwalt ist der Jurist ohnehin so etwas wie der liebe Gott, der ohne richterlicher Prüfung Strafanzeigen nachgehen kann oder dies mit lapidaren Begründungen mangels angeblich "fehlendem öffentlichen Interesse" einstellt, grad so als ob er die Öffentlichkeit gefragt hätte, ob sie auch so handeln würde.

 

 

Kinderpornoverdacht

Gerichtspräsident des Amtes enthoben

Bereits im Dezember war bekannt geworden, dass die Mainzer Staatsanwaltschaft gegen den 54-jährigen Präsidenten des Hamburger Sozialgerichts ermittelt. Auf einem Computer, auf den er Zugriff hatte, wurden entsprechende Dateien gefunden. Laut Medienberichten gehört der Computer seiner Lebensgefährtin. Jetzt wurde er vorläufig seines Amtes enthoben.

Wegen des Verdachts auf den Besitz von Kinderpornos ist der Präsident des Hamburger Landessozialgerichts vorläufig seines Amtes enthoben worden. Die Beschaffung des Materials sei eine schwere Dienstpflichtverletzung, erklärte das Hanseatische Oberlandesgericht am Freitag. Die Schwere des Verstoßes rechtfertige die vorläufige Dienstenthebung durch die Richterdienstkammer. Der Hamburger Justizsenator Carsten Lüdemann (CDU) begrüßte den Schritt. Die Richterdienstkammer beim Landgericht Hamburg entschied bereits am Donnerstag über den Fall. Zur Begründung hieß es, Michael R. stehe in dringendem Verdacht, die ihm als Richter obliegende Verpflichtung verletzt zu haben, „sich außerhalb des Dienstes seines Amtes entsprechend achtungsgerecht und seinen Dienstpflichten entsprechend vertrauensgerecht zu verhalten“. Mit ihrem Beschluss entsprachen die drei Richter dem Antrag des Personalamtes des Senats. R. kann gegen die Entscheidung binnen zwei Wochen Beschwerde beim Richterdienstsenat des Oberlandesgerichts einlegen. Der Hamburger Justizsenator Carsten Lüdemann begrüßte das Urteil: „Dies ist eine notwendige und richtige Entscheidung.“, sagte der CDU-Politiker. Die Sprecherin der Justizbehörde erklärte, nun müsse auch über die Position des Verdächtigen als Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts entschieden werden. Derzeit liefen die Vorbereitungen, dort ebenfalls eine vorläufige Amtsenthebung zu erwirken. „Dann müssen wir abwarten, wie die staatsanwaltlichen Ermittlungen in Mainz weiter laufen“, sagte die Sprecherin. Die Mainzer Staatsanwaltschaft wollte keine Angaben zum Ermittlungsstand machen. Der Anwalt von R. war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

40 Dateien mit kinderpornografischen Inhalten gefunden

Mitte Dezember war bekannt geworden, dass die Staatsanwaltschaft Mainz gegen den 54-Jährigen, der seit 1982 in unterschiedlichen Funktionen im Justizdienst tätig ist, wegen Besitzes von Kinderpornografie ermittelt. Auf einem Computer in Mainz, auf den R. Zugriff hatte, wurden nach Angaben der Behörde entsprechende Dateien gefunden. Medienberichten zufolge handelte es sich um einen Rechner in der Wohnung der Lebensgefährtin, auf dem rund 40 Dateien mit kinderpornografischen Inhalten gefunden wurden. Die Hamburger Justizbehörde leitete ein Disziplinarverfahren ein. R. ließ sich beurlauben. Seine Bewerbung für den Posten des Präsidenten am Mainzer Landessozialgericht zog er zurück. Im Dezember wies R. die Vorwürfe zurück: „Kinderpornografisches Material habe ich zu keinem Zeitpunkt besessen und auch nicht im Internet aufgerufen“, erklärte er über seinen Anwalt. 

In seiner gut 25-jährigen Justizlaufbahn arbeitete R. unter anderem am Sozialgericht und am Landessozialgericht in Mainz sowie am Bundessozialgericht und Bundesverfassungsgericht. Anfang 2003 ernannte ihn der damalige Justizsenator Roger Kusch zum Präsidenten des Hamburger Landessozialgerichts, dem rund zehn Berufs- und fast 120 ehrenamtliche Richter unterstellt sind. Das Gericht entscheidet als oberste Instanz unter anderem über Ansprüche gegen gesetzliche Krankenkassen oder Leistungen der Bundesagentur für Arbeit.

http://www.welt.de/hamburg/article1568026/Hamburger_Gerichtspraesident_des_Amtes_enthoben.html

 

 

 

10.01.2007

Gerichts-Chef

Bewährungsstrafe wegen Kinderpornos

Der Präsident des Verwaltungsgerichts Kassel ist wegen Kinderpornos auf seinem privaten Computer zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Der vorläufig suspendierte Kasseler Gerichtspräsident RemmelDer promovierte Jurist namens Johannes Remmel müsse zudem eine Geldstrafe von 4800 Euro an den Deutschen Kinderschutzbund zahlen, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Marburg mit. Da das Urteil des Marburger Amtsgerichts per Strafbefehl erging, blieb dem Juristen eine öffentliche Gerichtsverhandlung erspart. Der in Marburg lebende Mann akzeptierte den Strafbefehl. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Über 1000 Kinderporno-Datein

Der Präsident des Kasseler Verwaltungsgerichts wurde den Angaben zufolge wegen des Besitzes von insgesamt 1010 kinderpornografischen Bilddateien und zwei Videos auf seinem Computer verurteilt. Das Material, das Mädchen und Jungen unter 14 Jahren bei sexuellen Handlungen mit anderen Kindern, Erwachsenen oder an sich selbst zeigt, hatte der Jurist aus dem Internet heruntergeladen und auf seinem Computer abgespeichert.

Da er jeweils mehrere Dateien auf einmal aus dem Internet heruntergeladen hatte, wurden 49 rechtlich selbstständige Handlungen festgestellt. Der Jurist, dem die Führung seiner Amtsgeschäfte vorläufig untersagt ist, wurde daher in 49 Fällen verurteilt.

http://www.focus.de/panorama/welt/gerichts-chef_aid_122413.htm

 

 

 

Wenn nun schon zwei Gerichtspräsidenten unter dem Verdacht pädosexueller Neigungen stehen, dann mag man gar nicht fragen, wie das bei den Bundesgerichten oder den Generalstaatsanwaltschaften sein könnte. Kaum zu glauben, dass es ausgerechnet dort nur Menschen geben sollte, die keine pädosexuellen Neigungen haben.

 

 

 

 

 

Woran erkennt man eine pädosexuelle Neigung?

Eine bestimmte Neigung kann man an den tatsächlich beobachtbaren Handlungen erkenne, so z.B. einem Lehrer, der gegenüber seinen im Schutzalter befindlichen Schülerinnen sexuell anzügliche Witze macht.

Der Bezug von FKK-Zeitschriften ist dagegen kein sicheres Indiz für eine pädosexuelle Neigung. Zum einen ist hier nicht klar, ob es dem Bezieher dieser Zeitschrift um die dort womöglich dargestellten nackten Kinder geht und zum anderen ist die Freude darüber, ein nacktes Kind zu sehen, nicht identisch mit Pädosexualität. Wenn das so wäre, würde dies fatale Folgen für die heranwachsenden Kinder haben, die feststellen müssten, ihre Mutter oder ihr Vater erfreuten sich nicht an ihnen, wie Gott sie geschaffen hat, sondern nur im angezogenen Zustand. Pädosexuell wird das ganze erst dann, wenn sexuelle Phantasien oder Handlungen ins Spiel kommen. Dies ist nun einem Besitzer einer FKK-Zeitschrift im Einzellfall wohl kaum nachzuweisen. Ob da eine Testung mit einem sogenannten Lügendetektor weiterhelfen könnte, erscheint auf Grund der eingeschränkten Zuverlässigkeit eines solchen Polygrafentest sehr zweifelhaft.

 

vergleiche hierzu:

Burkhard Schade; Michael Harschneck: "Die BGH-Entscheidungen im Rückblick auf die Wormser Missbrauchsprozesse. Konsequenzen für die Glaubhaftigkeitsbegutachtung aus der Sicht des psychologischen Gutachters und des Strafverteidigers", In: "Praxis der Rechtspsychologie", November 2000, S. 28-47

 

 

Man kann also einer Mutter, die ihrem 12-jährigen Sohn den Po tätschelt, pädosexuelle Neigungen unterstellen, denn der Po eines 12-jährigen Jungen gilt in unserem Kulturkreis üblicherweise als sexuell konotiert. Gleiches gilt interessanterweise auch für Schläge auf dem Po eines 12-jährigen, diese kann man als versteckte sexuelle Handlungen dechiffrieren. Im Einzelfall kann man das Schlagen auf den Po eines Kindes als sadistisch-sexuell motivierte Handlung verstehen, eine Sichtweise die so weit zu sehen, in der Literatur bisher nicht erörtert wurde, obgleich das Schlagen auf den Po unter Erwachsenen ohne weiteres als sadistische Paraphilie verstanden wird.

 

Wenn  man einmal beobachtet, wie viele Mütter ihren 12-jährigen Sohn de Po tätscheln oder schlagen, dann kann man sich einen ersten Eindruck von der Verbreitung weiblicher Pädosexualität machen.

Wenn man darauf hin eine so handelnde Mutter oder einen Vater anspricht, werden diese in der Regel natürlich einen sexuellen Zusammenhang weit von sich weisen. Das kann auch gar nicht anders sein, denn gesellschaftlich ist das Verbot sexuelle Kontakte zwischen Kind und Elternteil nicht anerkannt. Der Elternteil würde sich also in die Gefahr strafrechtlicher Verfolgungen begeben, wenn er solche Motive einräumen würde. Dass sie oder er sexuelle Motive hat, wird nur in einem sehr vertrauensvollen Kontext offenbart werden, so etwa im Kontakt mit einem Therapeuten, der das volle Vertrauen des Elternteils genießt.

Darüber hinaus gibt es natürliche eine ganze Reihe pädosexuell interessierter Menschen, die sich nach außen hin völlig korrekt verhalten und denen man auf Grund fehlender pädosexuell motivierter Handlungen auch nicht zutrauen würde, dass sie solche Neigungen haben.

 

 

 

 

 

Pädosexualität und Gewalt 

Pädosexualität ist nicht per se gewalttätig, wie das in der öffentlich erhitzten Debatte oft suggeriert wird. Es sei denn man benutzt einen Gewaltbegriff in Form eines Zirkelschlusses, der das lauten würde: Sexuelle Gewalt gegen Kinder sind alle Formen sexueller Kontakte zwischen Erwachsenen und Kindern.

Mit einer solchen Definition, wie sie oft verwandt wird, ist jegliche Diskussion und Differenzierung erstickt. 

Nichtgewalttätig gelebte Pädosexualität birgt aber immer die Gefahr, das Kind in seiner Entwicklung zu beeinträchtigen oder auch zu schädigen. Gewalttätig gelebte Pädosexualität schädigt dagegen das Kind immer und traumatisiert es mehr oder weniger stark.

 

Wie auch sonst im Leben gibt es auch unter pädosexuellen Frauen und Männern nichtgewalttätige Pädosexuelle und gewaltbereite Pädosexuelle. Gewaltbereite Pädosexuelle können in einer konkreten Situation unmittelbare physische oder psychische Gewalt anwenden, um ein Kind oder einen Jugendlichen zu sexuellen Handlungen zu zwingen oder im Anschluss an sexuelle Handlungen das Kind einzuschüchtern, damit es gegenüber Dritten keine Aussagen macht. In relativ seltenen Fällen tötet der pädosexuelle Gewalttäter auch das Kind.

 

Gelebte Pädosexualität eines erwachsenen Mannes oder einer erwachsenen Frau stellt eine Form narzisstischen, emotionalen Missbrauchs des Kindes durch den Erwachsenen dar, denn ein Kind hat nicht die gleichen psycho-sexuellen Bedürfnisse wie ein Erwachsener. Hinzu kommt, dass das Kind durch sexuelle Kontakte mit Erwachsenen, Gefahr läuft, hinsichtlich seiner Entwicklung Schaden zu nehmen. Dies nicht etwa deshalb, weil das Erblicken oder das Berühren eines männlichen Penis, einer weiblichen Vagina oder Brust durch das Kind an sich immer eine Traumatisierung darstellen würde - wenn das so wäre, müsste auch der Anblick einer Pistole in einem Waffengeschäft oder einer "eisernen Jungfrau" in einem Mittelaltermuseum für ein Kind traumatisierend sein -  sondern weil das Kind vom Erwachsenen in eine fixe Rolle als Sexualpartner gedrängt wird, für die es vom Stand seiner psychischen Entwicklung aus überfordert ist.

Für die Frage, ob ein gewalttätiges Geschehen vorliegt oder nicht, muss immer der Kontext berücksichtigt werden, in dem dieses Geschehen abläuft. Ein Kind, dass in einer Alt-68er Kommune aufgewachsen ist, hat einen anderen Kontext erfahren, als ein Kind, dass in einem stockkonservativen Winkel von Bayern oder Sachsen-Anhalts groß geworden ist und in seinem ganzen Leben seine Eltern noch nie nackt gesehen hat. Würde sich hier nun der Vater oder die Mutter dem vierzehnjährigen Kind eines Tages nackt in der Küche zeigen, so würde das Kind vermutlich einen Schock erleiden, dies aber nicht, weil der Anblick eines nackten Menschen an sich schockierende ist, sondern weil das Kind innerhalb des geltenden Kontextes den Anblick seiner nackten Mutter oder seines nackten Vaters nicht einordnen kann.

 

Logischerweise sind Männer und Frauen, die pädosexuell empfinden, aber ihre Neigung nicht real leben, nicht gewalttätig. Leben sie aber ihre Neigung aus, so kommt es darauf an, zu definieren, was man unter Gewalt versteht und was nicht. Dies wird in der Diskussion in der Regel nicht getan.  Würde man - so wie es im Opferfeminismus meist passiert, definieren, dass pädosexuelle Handlungen immer Gewalt darstellen, dann ist logischerweise jede/r pädosexuell aktive Frau oder Mann gegen das betroffene Kind gewalttätig. 

 

Man kann natürlich Gewalttäter/innen, die Kinder unter Einbeziehung sexuell gefärbter Handlungen misshandeln oder töten, unter dem Begriff des Pädosexuellen fassen. In diesem Fall wären diese Gewalttäter eine Teilmenge in der Gruppe der Pädosexuellen. Es wird aber unsinnig und wohl auch gesellschaftspolitisch gefährlich, alle Pädosexuellen mit Gewalttäter/innen, die Kinder unter Einbeziehung sexuell gefärbter Handlungen misshandeln oder töten, gleichzustellen. Dies mag zwar in der öffentlichen Diskussion in einer Zeit, in der man in der Gesellschaft und auch in den politischen Parteien Sündenböcke zur Ableitung gesellschaftlicher Spannungen sucht, populär sein, tatsächlich würde es aber wohl außer selbsternannten Pädophilenjägern, von denen man nicht weiß, ob sie damit nicht vielleicht ihre eigenen pädophilen Neigungen in projizierender Weise nach dem Motto "Haltet den Dieb" abarbeiten, niemanden nutzen. 

Wir schlagen daher vor, von pädosexuellen Sadismus, was nicht das gleich wie pädosexuell ist, zu sprechen. Der pädosexuelle Sadist/die Sadistin handelt aus anderen Gründen als durchschnittliche Pädosexuelle. Für Sadisten sind in erster Linie die Erniedrigung des Opfers, seine Angst, seine Ohmacht u.ä. wichtig. Der Sadist / die Sadistin erlebt durch die Angst und Ohnmacht seines / ihres Opfers ein für ihn / sie positiv gefärbtes Gefühl von Macht. Der pädosexuelle Sadist verknüpft dies mit dem Bereich des Sexuellen.

So vielleicht auch in dem folgend geschilderten Fall:

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Montag, 25. Juli 2005 17:06

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Pädokriminalität

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

 

ich bin ein an und für sich moralisch sehr sensibler Mensch, der von dem Unrecht in der Welt schwer betroffen ist. Die Leute, die mich kennen, halten mich im Allgemeinen für einen sehr lieben Menschen. Und ich mag Kinder sehr – ich könnte realiter nie einem Kind etwas antun.

Das ist meine eine Seite: Andererseits bin ich wohl so etwas wie ein Päderast. Ich benutze nicht den Ausdruck „Pädophiler“, weil ich bewusst von leidenden und erniedrigten Kindern sexuell affiziert werde. Dafür verabscheue ich mich – dies ist wohl auch angebracht. In diesem Sinne muss man mich wohl als Pädokriminellen bezeichnen.

Schon seit ich etwa fünf Jahre alt bin habe ich sexuelle Phantasien, in denen Kinder sexuell missbraucht, ja besser: gefoltert werden. Da ich damit aufgewachsen bin, ist es für mich mehr oder weniger eine Gewohnheitssache. Für zwei bis drei Jahren habe ich mir sogar kostenlos aus dem Internet illegale Bilder geholt. Ich war erschrocken von der Härte und Brutalität – andererseits war es natürlich das, nach dem ich gesucht hatte. Ich habe jede illegale Seite dem BKA gemeldet. In toto habe ich also wohl sogar noch etwas gegen Pädokriminalität getan. Dennoch schäme ich mich ungeheuerlich. Zwar weiß niemand davon, aber ich denke immer, die Gesellschaft hätte eigentlich das Recht, das alles über mich zu erfahren. Ich müsste also gewissermaßen beichten. Ich weiß aber auch, dass das mein sicherer geistiger und lebensethischer Ruin wäre. Danach müsste ich mich wahrscheinlich umbringen. Weil ich selbst so verwerflich gehandelt habe, kann ich vielleicht nie wieder mit gutem Gewissen leben. Jeder Mensch müsste mich eigentlich für Dreck halten. Aber eigentlich bin ich ein sehr sozialer Mensch, der sich auch für Kinder in der Dritten Welt etc. engagiert.

Meinen Sie, ich sollte mit meiner vita an die Öffentlichkeit?

 

Mit Grüßen

 

... 

 

P.S.: Ich bin 29 Jahre alt, und bin seit meinem 17ten Lebensjahr wegen psychotischen Erscheinungen in psychiatrischer Behandlung. Ich habe es mir in den letzten beiden Jahren abgewöhnt, meine pädokriminellen Phantasien zuzulassen (meistens gelingt es mir). Ich finde durchaus auch manche gleichaltrigen Frauen attraktiv.

Aber wie soll ich mal in Ehe leben können, wenn meine Partnerin doch wissen müsste, was für ein schrecklicher Mensch ich war bzw. bin.

 

 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

Danke für Ihre Offenheit.

Pädophil sind Sie nach meiner Meinung nicht, da in Ihren Phantasien Gewalt eine große Rolle zu spielen scheint. Ich würde Sie daher eher als Mensch bezeichnen, der Gewaltphantasien verknüpft mit sexuellen Phantasien gegenüber Kindern hegt.

 

Doch wozu sollte das gut sein, wenn Sie sich mit Ihrer "Vita an die Öffentlichkeit" wenden würden? Meinen Sie etwa, dass Sie damit Ihre gewalttätigen Phantasien loswerden könnten? Oder wollen Sie einen Polizeischutz in Anspruch nehmen, der Tag und Nacht auf Sie aufpasst?

Vielleicht fangen Sie mal eine Psychotherapie bei einem guten Therapeuten an, und begeben sich auf einen Weg der Veränderung, so dass Sie Ihre Gewaltfantasien eines Tages nicht mehr brauchen.

 

 

 

Kompetente Ansprechpartner können Sie u.a. sicher hier finden:

 

Die derzeit umfassendste Adressübersicht über Beratungsangebote im psychosozialen Bereich in Deutschland - 14-tägig aktualisiert  

DAJEB e.V. - www.dajeb.de/suchmask.htm

 

Adressen von Systemischen Beratern und Therapeuten finden Sie hier:

www.dgsf.org

www.systemische-gesellschaft.de

www.gsto.de

 

 

 

Adressen von Gestalttherapeuten finden Sie hier: www.therapeutenadressen.de

 

Sie können selbstverständlich auch im Rahmen einer von Ihrer Krankenkasse finanzierten Psychotherapie sich um die Klärung der Ihnen wichtigen Themen kümmern. Dazu können Sie sich mit Ihrer Krankenkassenkarte direkt an einen niedergelassenen Psychotherapeuten wenden. Eine Überweisung durch einen Allgemeinmediziner ist nicht notwendig.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

Wie überall im Leben gibt es auch zwischen pädosexuellen Neigungen, Pädosexualität und pädosexuellem Sadismus fließende Übergänge oder Sprünge. 

 

Pädosexualität verläuft, so die hier benutzte Definition, im Gegensatz zum pädosexuellen Sadismus in  "liebevoll" gefärbten Kontakten eines volljährigen Mannes oder einer volljährigen Frau zum Kind. Dies ändert nichts daran, dass pädosexuelle Kontakte einen Übergriff des Erwachsenen gegenüber dem Kind darstellen, da das Kind auf Grund seiner persönlichen Reife nicht einwilligungsfähig ist und sich solche Übergriffe des Erwachsenen aus verschiedenen Gründen beim Kind in mehr oder weniger starken Maße problematisch oder auch traumatisierend auswirken können.

 

Eine Sonderform gelebter Pädosexualität stellt die Konsumtion kinderpornografischer Abbildungen (Fotos oder Video) dar. Für die Herstellung dieser Abbildungen werden von den Produzenten Kinder benutzt. Wer als Konsument oder Betrachter Kinderpornografie nachfragt, fördert damit indirekt die Benutzung von Kindern für die (sexuellen) Bedürfnisse von Erwachsenen.

 

Die Grenze zwischen den "gesunden" auch zärtlichen und körperlichen Kontakten zwischen Erwachsenen und Kind, z.B. der Mutter und dem Vater beim Schmusen mit ihrem fünfjährigen Sohn und dem übergriffigen, das Kind ausnutzenden, ausbeutenden, missbrauchenden und grenzverletzenden Verhalten des Erwachsenen gegenüber dem Kind ist fließend. Das wird uns deutlich, wenn wir beobachten, wie viele Mütter ihre mitunter auch schon älteren Sohne in intimer Weise küssen und dies in der Regel niemand verwunderlich findet oder wenn die ihr Baby stillende Mutter sexuell erregt ist.

 

vergleiche hierzu:

Friedl Früh: "Die sexuelle Brust. Ein Beitrag zu einem psychoanalytischen Verständnis der weiblichen Sexualität"; In: "Psyche - Zeitschrift für Psychoanalyse", 57, 2003, 285-402

 

 

Ob eine Mutter, die ihren vierjährigen Sohn noch stillt pädosexuell ist, ließe sich sicher nur dann beantworten, wenn man wüsste, ob die Mutter beim Stillen sexueller Erregungen hat und ob sie das Stillen deshalb so lange fortsetzt, um sich diese sexuellen Erregungen immer wieder zu verschaffen.

 

Der pädosexuell orientierte Mann oder die pädosexuell orientierte  Frau kann sich die Befriedigung seiner / ihrer sexuell konotierten Bedürfnisse nur über einen sexuell gefärbten Kontakt mit Kinder (Jungen oder Mädchen) vorstellen, bzw. hat zu der sexuellen Präferenz für gegengeschlechtliche oder gleichgeschlechtliche Erwachsene auch eine sexuelle Präferenz für Kinder. 

Dem ausschließlich auf Kinder fixierten Pädosexuellen macht die sexuelle Begegnung mit einem erwachsenen Menschen des anderen oder des gleichen Geschlechts Angst. Er / sie weicht daher einer sexuellen Begegnung mit einem Erwachsenen aus und versucht statt dessen, real oder in der Phantasie, Sexualkontakte mit Kindern zu leben. 

 

 

 

 

Veränderung pädosexueller Präferenzen und Praktiken - Therapie

Nicht anders als bei anderen Lebensthemen, Problemen, Störungen, Konflikten etc. bedarf es für die Inanspruchnahme von Beratung oder einer therapeutischer Unterstützung eine Klienten, der etwas ändern will. Die Motive dafür können verschieden sein, sei es, dass sich seine Partnerin von ihm trennen will, dass ein Strafverfahren droht oder er sein Leben an sich verändern will.

Nicht selten ist die Nachfrage nach einer Therapiemöglichkeit auf Grund der strafrechtlichen Sanktionierung gelebter Pädosexualität entstanden. Auch ohne eine konkret vorliegende pädosexuelle Handlung lebt der Pädosexuelle oft in der Angst vor einer "Enttarnung".

Die vorherrschende gesellschaftliche "Behandlung" auffällig oder strafrechtlich pädosexuell in Erscheinung getretener  Männer und Frauen scheint häufig nur in der Sanktionierung und der "Behandlung des Symptoms", mit der Gefahr der Symptomverschiebung, zu liegen. Nach unserem Informationsstand gibt es nur wenige niedrigschwellige beraterische und therapeutische Angebote für Täter/innen in denen mit den KlientInnen so gearbeitet wird, dass nicht das Symptom unterdrückt wird, sondern das Ziel in der Entwicklung der KlientInnen zu verantwortungsvollen und "erwachsenen" Männern und Frauen besteht, die bereit sind Grenzen zu respektieren und ihre Bedürfnisse von denen anderer, insbesondere von Kindern unterscheiden zu können und die sich zunehmend befähigen, ihr Bedürfnis nach psychischer und physischer Nähe, Zuwendung, Initimität und Sexualität mit ebensolchen erwachsenen Menschen zu leben. Um so mehr der pädosexuell orientierte Mensch lernt, seine sexuellen Bedürfnisse mit anderen erwachsenen Menschen zu leben, um so weniger bedarf er / sie pädosexueller Kontakte oder Phantasien.

 

Weltanschaulich liegt bestimmten Therapierichtungen eine gewisse Schicksalsgläubigkeit zu Grunde, so etwa in der essentialistischen Perspektive, die mit biologischen oder psychoanalytischen Konstrukten arbeitet. Der Mensch ist entweder heterosexuell, bisexuell, schul oder lesbisch, oder pädosexuell veranlagt, verändern könne man daran letztlich nichts, heißt es da oder wie es der Sexualwissenschaftler Money etwas anmaßend als der Weisheit letzten Schluss postuliert: 

 

"Die einzige wissenschaftlich haltbare Position, die man in Bezug auf die Frage der Entstehung von Hetero-, Homo- und Bisexualität einnehmen kann lautet, dass bei allen dreien pränatale- und postnatale Determinanten im Spiel sind, die sich nicht gegenseitig ausschließen, sondern gegenseitig beeinflussen. Wirken sie in einer kritischen Phase der frühen Entwicklung zusammen, so resultieren daraus nicht bestimmte Handlungen, sondern eine dauerhafte Orientierung, die in der Regel persistiert und unwandelbar ist"

J. Money: Homosexuelle, bisexuell, heterosexuell. Zum psychoendokrinologischen Forschungsstand. In: Zeitschrift für Sexualforschung, 1988, Heft 1, S. 129

 

 

Man fragt sich, welche frühen "pränatalen- und postnatalen Determinanten" Money für die Entstehung von Pädosexualität verantwortlich machten würde. Die Schicksalsgläubigkeit Money zu Grunde gelegt, gibt es eigentlich keine wirksame Therapie für Pädosexuelle, sondern nur das Erlernen von Kontrollmechanismen, die den Pädosexuellen an der Ausübung seiner Wünsche und Phantasien hindern. 

 

Eine solche schicksalsorientierte Sicht bedienen verhaltenstherapeutische Angebote, die darauf setzt, mit pädosexuell orientierten Erwachsenen eine stärkere Selbstkontrolle einzuüben. 

 

 

(21.09.2006)

Selbstkontrolle lernen

Charité hilft Männern, die sich zu sehr zu Kindern hingezogen fühlen — mit großer Nachfrage

 

Frank H. ist 36 Jahre alt, ledig und wird von Psychologen als unauffällig beschrieben. Allerdings merkte Frank H. (Name geändert) schon als Schüler, dass er sich zu kleineren Jungen hingezogen fühlte. Wenn er an spielenden Zwölfjährigen vorbeiging, bekam er Herzrasen. Er wollte die Jungen dann berühren, wusste nicht, wie er mit seinen Gefühlen umgehen sollte und fühlte sich unverstanden. Wer ihm hätte helfen können, wusste er nicht. Bis ihm der Slogan „Lieben Sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?“, die Augen öffnete. Frank H. meldete sich daraufhin beim Institut für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité. Das war vor einem Jahr.

Außer H. gaben 417 weitere Männer zu, dass ihnen Kinder tatsächlich lieber sind, als ihnen lieb ist – und haben sich seit Beginn des Projektes „Prävention von sexuellem Kindesmissbrauch im Dunkelfeld“ 2006 an der Charité gemeldet. Und sie sind nur die Spitze des Eisbergs. Von den geschätzten jährlich 60 000 Fällen von Kindesmissbrauch in Deutschland, werden nur knapp 20 000 bekannt und etwa 16 000 angezeigt.

Nicht alle der Männer, die sich bei der Charité gemeldet haben, kommen allerdings für eine Behandlung infrage, weil sie sich zum Beispiel nicht einer langfristigen Therapie unterziehen, sondern sich nur über ihre Neigungen informieren wollen. Mit 251 der mehr als 400 Männer haben Experten der Klinik daraufhin telefonische Interviews geführt, 210 kamen schließlich zu einer Besprechung, aus der eine Behandlung folgen kann. „Und diese Männer kamen trotz der Angst vor sozialer Isolation, Stigmatisierung und juristischer Verfolgung“, sagte Projektleiter Klaus Michael Beier von der Charité gestern. Doch vor rechtlichen Konsequenzen müssen sie keine Angst haben. Die Therapeuten unterliegen einer gesetzlichen Schweigepflicht.

Seit März dieses Jahres befinden sich 70 Patienten in Behandlung. Gestern stellten die Organisatoren des Präventionsprojektes erste Erfahrungen mit den Männern vor. Bei diesen potenziellen Tätern gäbe es durchaus ein Problembewusstsein hinsichtlich ihrer Neigungen, und den Willen, es gar nicht so weit kommen zu lassen, sagte Beier. „Sie leiden enorm unter ihren sexuellen Neigungen“, sagte Psychologe Christoph Ahlers. Wie stark die Nachfrage ist, zeigt die Warteliste mit 40 Männern, die schon für eine Behandlung vorgesehen sind. „Wir können mit weiteren Behandlungen aber erst beginnen, wenn wir mehr Kapazitäten haben.“ Dazu benötige man mehr Geld über den Sommer 2007 hinaus. Bis dahin fördert die VW-Stiftung das Projekt mit mehr als einer halben Million Euro.

Ziel der Arbeit von Ahlers und seinen Kollegen ist es zu verhindern, dass pädophile Phantasien irgendwann in die Tat umgesetzt werden. Wissenschaftlicher Ausgangspunkt ist, dass man sich seine bereits im Jugendalter ausgebildeten sexuellen Neigungen nicht einfach aussuchen kann und diese auch nicht vollständig und dauerhaft veränderbar sind. Die freiwilligen Melder an der Charité werden nach der Überprüfung auf ihre Therapietauglichkeit in entsprechenden Einzel- oder Gruppensitzungen behandelt. In einem Verhaltenstraining werden die Männer mit alltäglichen sexuellen Gefahrensituationen konfrontiert und lernen, kontrolliert zu reagieren. „Verhaltenskontrolle ist wichtig“, sagte Beier.

Die Charité betritt mit ihrem Projekt Neuland. Bisher wird vor allem mit potenziellen Opfern gearbeitet, präventive Ansätze bei Tätern sind selten. So selten, dass Männer, die sich zu Kindern hingezogen fühlen, aus dem gesamten Bundesgebiet nach Berlin reisen, um sich hier helfen zu lassen. Einige Patienten nehmen jede Woche 500 Kilometer Anfahrtsweg in Kauf, um sich in der Charité behandeln zu lassen. Auch aus dem Ausland gibt es Nachfragen. Hannes Heine

"Der Tagesspiegel", 21.09.2006

http://www.tagesspiegel.de/berlin/archiv/21.09.2006/2790584.asp

 

 

 

Selbstkontrolle - wenn sie denn funktioniert - schützt zwar davor, etwas nicht zu tun, löst allerdings das pädosexuelle Bedürfnis des Betreffenden nicht auf, denn dessen Neigung zu pädosexuellen Kontakten besteht trotz des Aufbaus von Selbstkontrolle natürlich weiter fort. In kritischen Momenten, so z.B. bei Lebenskrisen, Arbeitsplatzproblemen etc.  kann es zu einem Zusammenbruch der Selbstkontrolle kommen und pädosexuellen Aktivitäten werden wieder aufgenommen. Das gleiche Problem hat der trockene Alkoholiker, der zwar Enthaltsamkeit eingeübt hat, aber dennoch beständig gegen einen Rückfall kämpfen muss, weil seine psychische Disposition noch die selbe ist, wie vor der Erlernung der Selbstkontrolle.

 

 

"Wissenschaftlicher Ausgangspunkt ist, dass man sich seine bereits im Jugendalter ausgebildeten sexuellen Neigungen nicht einfach aussuchen kann und diese auch nicht vollständig und dauerhaft veränderbar sind." 

 

heißt es im Bericht des Tagesspiegels über die Arbeit von Arbeit von Ahlers und Kollegen an der Berliner Charité . Was hier als "Wissenschaftlicher Ausgangspunkt" aufgestellt wird, ist eine letztlich nihilistische Perspektive. Wer Verhaltenstherapie als das non plus ultra therapeutischer Arbeit ansieht, muss jedoch zu so einer nihilistischen Auffassung von der "nicht vollständig und dauerhaften Veränderung" kommen, weil Verhaltenstherapie mehr oder weniger an der Oberfläche bleibt und sich mit dem Einüben neuer Verhaltensmuster begnügt, anstatt sich auf den Weg der Selbstveränderung zu begeben.

 

Wesentlich weiter als verhaltenstherapeutisch orientierte Interventionen sind humanistisch orientierte Therapieansätze gefasst. Hier geht es darum geht, die sexuelle Kontaktfähigkeit des Pädosexuellen zu anderen Erwachsenen des anderen oder gleichen Geschlechts zu erweitern. Die Erweiterung der sexuellen Kontaktfähigkeit ist letztlich eine Erweiterung der Kontaktfähigkeit zu anderen erwachsenen Menschen überhaupt. Wichtige Themen sind dabei u.a. "Grenzen wahrnehmen und respektieren"; das Einüben und kennen lernen anderer, nicht missbrauchender Möglichkeiten der eigenen emotionalen Bedürfnisbefriedigung, einschließlich der Befriedigung eigener sexueller Bedürfnisse mit erwachsenen Menschen, die im Gegensatz zu Kindern, zur sexuellen Selbstbestimmung in der Lage sind und für die - im Gegensatz zu Kindern - gelebte Sexualität mit einem anderen Erwachsenen entwicklungsfördernd sein kann und Teil menschlichen Glücks darstellt.

 

 

 

 

 

 

Literatur:

Gerhard Amendt: Wie Mütter ihre Söhne sehen. Bremen 1993 [Untersuchung zu mütterlichen Übergriffen auf Söhne]

Gerhard Amendt: "VI. Ritual und Übergriff", VII. Die Penisküsserinnen, VIII. Schweigende Väter, mütterliche Verführung"; In: "Vatersehnsucht. Annäherung in elf Essays", Universität Bremen, Institut für Geschlechter- und Generationenforschung, 1999

Michelle Elliott (Hrsg.): "Frauen als  Täterinnen: Sexueller Mißbrauch an Mädchen und Jungen"; Donna Vita Verlag, Ruhnmark, 1995

Germaine Greer: "Der Knabe"; Gerstenberg Verlag 2003, 256 Seiten; Rezension in "Feministische Studien" 5/2004, S. 149-152

Arnold Hinz: "Geschlechterstereotype bei der Wahrnehmung von Situationen als ´sexueller Missbrauch´. Eine Experimentelle Studie", In: "Zeitschrift für Sexualforschung" 2001: 14

Alexander Markus Homes :  "Von der Mutter missbraucht" (ISBN-3-89704-270-3)

Tedy Hubschmidt; Christina Kurz: "Das Elternkind", In: "Familiendynamik", 1986, Heft 3, S. 223-233

Peter Joraschky; Katja Petrowski: "Die Rolle der Familie bei Entstehung und Behandlung von sexuellem Missbrauch"; In: "Persönlichkeitsstörungen, Theorie und Therapie", 7/2003, S. 84-94

"Kindesmisshandlung. Erkennen und Helfen"; Herausgeber Kinderschutz-Zentrum Berlin", 2000, 9. Auflage; gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Thomas Knecht: "Pädophilie. Grundlagen und Therapieansätze": In: "Kriminalistik", 11/2001, S. 745-748

Hans E. Lorenz : "Lehren und Konsequenzen aus den Wormser Mißbrauchsprozessen"; In: "Deutsche Richter Zeitung", Juli 1999, S. 253-255

Guido Loyen, Wolfgang Raack: Betreuungsrecht und Kindesmissbrauch. Eine selten genutzte Ergänzung des Strafrechts.; In: Sexuuologie" 9 (4) 2002, 186-191

Amrit Qandte: "Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen durch Frauen"; In "psychosozial", 2002, Heft II, S.115-129

Philipp Thiée: "Keine Freiheit für Nabokov! - Zur routinemäßigen Strafverschärfung von Kinderpornographie und der Strafpolitik der EU", In: "Neue Kriminalpolitik", 4/2006, S. 131-134 (mit einem Kommentar von Monika Frommel)

 

 

 

 

TV-Beitrag mit Peter Thiel zum Thema "Pädophilie und Pädosexualität", ausgestrahlt am 03.03.2007 um 19 Uhr in der Hauptnachrichtensendung des Tschechischen Fernsehens.

 

Česká televize

 

Pedofilní vražda vyvolala debatu

Pedodfilní vražda 9-tiletého chlapce v Lipsku, o které jsme vás tento týden informovali, vyvolala v Německu debatu politiků.

 

Den folgenden Link aufrufen, dann beginnt die Sendung zu laufen:

http://ceskatelevize.cz/vysilani/03.03.2007/1097181328-udalosti/30562.html?ilink=53525

 

 

 

 

 

 

Anfragen und Mitteilungen zum Thema

Unsere E-Mail Beratung ist kostenfrei für die erste von Ihnen an uns gesendete E-Mail und unsere darauffolgende Rückmeldung, bzw. unsere Antwort auf Ihre Fragen. Für eventuelle weitere Korrespondenz, in der wir ausführlicher als in unserer ersten Rückmeldung auf Ihre Fragen eingehen können, kostet je E-Mail 20 €.

Bitte beschränken Sie sich bei Ihren Anfragen auf maximal 40 Zeilen. Wird die Zeilenzahl von 40 Zeilen überschritten, beantworten wir Ihre Mail in der Regel nur nach Vorabüberweisung von 20 €.

Kontakt: info@maennerberatung.de

 

Die auf Ihre Anfragen gegebenen Antworten stellen nicht "die Wahrheit" darüber dar, "wie es wirklich ist", sondern sind eine subjektive Ansicht oder Meinung zu diesem Thema. 

Wegen der Vielzahl der uns per Mail erreichenden Anfragen bitten wir Sie um Verständnis, falls Sie nicht sofort eine Antwort von uns erhalten. 

In dringenden Fällen empfehlen wir Ihnen eine zeitnahe telefonische oder persönliche Beratung. Geeignete Beratungsstellen und Berater finden Sie in Wohnortnähe oder auch über das Internet.

Bei Interesse können Sie bei uns eine Einzelberatung, Paarberatung oder telefonische Beratung vereinbaren. Zeitdauer und Kosten nach vorheriger Absprache.

Falls Sie eine persönliche oder telefonische Beratung wünschen, finden Sie nähere Informationen hier.

 

Nachfolgend können Sie ausgewählte Anfragen an uns und unsere Antworten darauf einsehen. Die persönlichen Angaben (Namen, Alter, Orte, etc.) der Absender und anderer beschriebener Personen wurden teilweise verfremdet, um die Anonymität der betreffenden Personen zu wahren.

 

 

 

 

 -----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag; 27. Juni 2016 23:45;

An: info@maennerberatung.de

Betreff: pädphile fantasien beim wichsen

 

Sehr geehrte Damen und Herren;

ich ... habe immer beim wichsen pädophile Fantasien, ich stehe auf kleine Jungs ab 10 jahre, gucke Ihnen gerne auf Ihre Pimmel und auf ihren Hintern, mich macht es an wenn ich sie immer nackt sehe zum Beispiel beim Umziehen und beim Duschen im Schwimmbad und auch beim FKK; können sie mir helfen?

Gruß ...

 

 

 

Sehr geehrter Herr ...

wobei wünschen Sie Hilfe? Beim nackte Jungs angucken?

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Peter Thiel

 

 

 

 



 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 26. Juli 2012 16:50

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Auf der Suche nach Normalität / Pädophilie oder Zwangsgedanken?

Guten Tag,

Ich bin ...

 

...

Bitte helfen Sie mir! Warum ticke ich so? Was kann ich tun? Irgendwie kann ich alles nicht wirklich orten und mache mir extreme Sorgen. Reden darüber kann ich mit niemandem.

Ich danke Ihnen! Gruß ...

 

 

 

 

Hallo ...,

Ich denke, Sie sind im Moment einfach grad in einer schwierigen Lebenslage. Da kann es schnell passieren, dass man sich auf irgend eine Sache fixiert. Manche Leute sammeln wie die Irren Briefmarken, andere räumen fünf mal am Tag die Wohnung um und bei Ihnen scheint es eine Fixierung, bzw. Zwanghaftigkeit zu sein, die sich an Minderjährigen festmacht.

Raus kommen Sie aus der Sache, in der Sie wieder Sinn in ihr Leben bringen. Da scheint mir einiges im Argen, obwohl Sie nichts davon berichtet haben. Ich geh mal davon aus, dass Sie derzeit keine erfüllenden Freundschaften und sinnstiftenden Tätigkeiten haben, ein Tag ist wie der andere öde und grau, da scheint ihnen das Internet und sexuelle Phantasien wie ein Rettungsanker zu erscheinen.

Die Lösung heißt also vermutlich, dass Sie wieder einen Sinn finden, keine Briefmarken sammeln, keine Kreuzworträtsel lösen und sich nicht an Bildchen von Minderjährigen Ersatzbefriedigungen organisieren.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Original Message-----

From: ...

Sent: Thursday, January 19, 2012 6:17 PM

To: info@maennerberatung.de

Subject: Pädophilie

 

Sehr geehre Damen und Herren,

ich wüsste gerne mehr über Ihr Beratungskonzept, welches Sie für pädophile Menschen anbieten. Auf Ihrer Heimseite lese ich, dass eine gewisse toleranz gegeben ist, aber klare Grenzen gezogen werden. Behandeln Sie Konsumenten, die nicht verinenen strafrechtlich bedenkliche Schriften zu konsumieren überhaupt? Ist die Beratung (oder Therapie) unter der gesetzlichen Schweigepflicht? Sind die Ziele Kinder zu schützen und Täter nicht zu Tätern werden lassen die obersten Ziele? WIe stehen Sie zum Projekt "Kon Täter Werden" aus Berlin und Ablegern? Wie hoch sind die Kosten für wenig Verdinende (Geld) bei einem Einkommen von unter 1.000 € netto?

Viele Fragen, ich hoffe die Zeit zur Beantwortung fehlt nicht. Der Vergleich mit den Kosten für den "Maßregelvollzug" hat mir sehr getaugt,.

Mit freundlichen Grüßen,

...

 

 

 

 

Hallo Herr ...,

wir verfolgen ein systemisches Beratungskonzept.

An uns kann sich jede/r wenden, der meint, Beratung in Anspruch nehmen zu wollen.

Für unsere Arbeit gelten die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen.

Mit anderen Projekten in dieser Richtung arbeiten wir nicht zusammen und kennen auch nicht deren Arbeitskonzepte.

Unser Ziel besteht darin, den Klienten dabei zu unterstützen mit seiner jeweiligen Problematik oder Konfliktlage konstruktiv umzugehen. Der Schutz von Kindern ist uns dabei eine Selbstverständlichkeit.

...

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

   

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 18. Januar 2011 09:19

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Welcher Spezialist kann mir weiterhelfen?

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

durch gezielte Suche bin ich auf Ihrer Website gelandet.

In der Hoffnung, dass ich mir mit meinem Anliegen nähere Informationen bei Ihnen einholen darf, möchte ich auf diesem Wege gerne meinen bisherigen Leidensweg so knapp wie möglich schildern, der mich seit geschätzten 10 Jahren begleitet.

Ich habe mich im letzten Jahr notfallmäßig einer Therapie unterzogen, nachdem ich mir mit dem Herunterladen von kinderpornographischem Material großen Ärger eingehandelt habe. In den vergangenen 18 Monaten hat man mir im Rahmen der Therapie Stück für Stück den konstruktiven Umgang mit dem Internet wieder beibringen müssen. Obwohl ich kein sexuelles Interesse an Kindern verspüre, habe ich im exzessiven Stil Material heruntergeladen, so wie ich es die Jahre zuvor auch schon mit anderem pornographischen Material, mit Musik und Computerspielen in Tauschbörsen getan habe. Mein Therapeut bescheinigte mir ursprünglich eine massive, nicht-stoffgebundene Onlinesucht. Kurz vor Therapiebeginn war die Ausprägung dieser Sucht auf dem Höhepunkt angelangt.

Ein Internetkonsum von 12-15 Stunden gehörte zur Tagesordnung, Chats mit zahlreichen Chat-Partnern (bis zu 10-12 gleichzeitig, auch junge Menschen, nie gesehen), Paidmails, Social-Networking, dauerhaftes E-Mail-Überprüfen, dauerhafte Nachrichten-Ticker, plan- und zwecklose Suchrecherchen in Suchmaschinen und eben der exzessive Gebrauch von Tauschbörsen, zuletzt ausschliesslich mit Kinderpornographie. Die Therapie war überfällig und hat mich regelrecht befreit. Vor Beginn der Therapie fühlte ich mich vollständig eingeengt, gefesselt, isoliert, verwahrlost, unruhig, aggressiv und abgekapselt, befand mich in einem Teufelskreis aus dem ich mich trotz vermehrter, kritischer Stimmen aus dem Umfeld nicht mehr befreien konnte. Hygiene, Essen, Beziehungen und der Beruf litten extrem. Es gab nur noch das Internet und ich wusste bereits am nächsten Tag oft schon nicht mehr, was ich am Vortag im Netz getan habe.

Der gesamte Vorfall beschäftigt mich auch 18 Monate später noch sehr stark, da ich mir große Gedanken mache. Im Verlauf der besagten 10 Jahre hat die geschilderte Problematik kontinuierlich an Eigendynamik gewonnen, hat mich in der Retrospektive betrachtet immer weiter abdriften lassen. Gehirn aus, immer mehr "Stoff" und immer härterer "Stoff" drauf.

Ich komme aus einer intakten Akademikerfamilie, hatte ursprünglich (und mittlerweile wieder) ein glückliches und erfülltes Leben mit vielen Freunden, bin seit 2 Jahren in einer Beziehung die ich erst seit der Therapie richtig geniessen kann und habe einen Beruf den ich über alles liebe und der mich auch wieder vollkommen ausfüllt und beschäftigt. Zurecht hat man mir trotzdem den Vorwurf gemacht und mir immer wieder die Fragen gestellt, weshalb es zuletzt ausschliesslich die Kinderpornographie sein musste. Und ich kann bis heute keine, für Aussenstehende, plausibel klingende Antwort liefern weil ich im Nachhinein selbst kaum verstehe wie ich mich am Ende in solch eine Situation bringen konnte.

Häufig habe ich das, was ich exzessiv geladen habe auch betrachtet.

Anfangs waren noch Schockmomente vorhanden, diese wurden allerdings vom gefühlten Suchtdruck nach neuen Daten überlagert. Nach kurzer Zeit geriet dieser Prozess ausser Kontrolle, obwohl mir hätte bewusst sein müssen in welche Gefahr ich mich dabei begebe. Empfunden habe ich nur dann ein Glücksgefühl, wenn eine neue Datei heruntergeladen wurde, so wie es auch schon in der Vergangenheit mit Musik und anderer Pornographie der Fall war.

Ich bin zutiefst beschämt, wie tief ich während dieser Zeit gesunken bin und wäre über eine objektive Hilfestellung dankbar, die mir bestenfalls aufzeigen kann weshalb überhaupt alles so ausarten konnte.

Wenn ich ehrlich bin, empfand ich beim Download immer den Kick, auch schon bei der Musik. Man wollte alles besitzen und nach allem suchen, egal ob man es wirklich wollte oder nicht.

Gleichzeitig bin ich kein Mensch, der sich vor Schulen oder Kindergärten aufhält oder ein gutes Gefühl bekommt wenn er Kinder oder Jugendliche im Schwimmbad sieht.

Sexuelle Gedanken oder Emotionen überkommen mich nicht beim Anblick solcher Bilder und oder Videos. Eine sexuelle Stimulation durch Pornographie hat auf Grund der selbst herbeigeführten Reizüberflutung, damals noch mit Amateurpornographie, schon vor knapp 5 oder 6 Jahren stark nachgelassen bzw. Aufgehört. Auch im Leben ausserhalb des Internets überkommt mich kein sexueller Hintergedanke beim Anblick von jungen Mädchen oder Jungen. Meine sexuellen Präferenzen sind meiner Meinung nach definiert und im Rahmen des gesellschaftsüblichen.

Ausstrahlung, Kommunikationsfähigkeit, Selbstbewusstsein, Humor und eine leichte Dominanz sind Dinge die eine Frau für mich interessant machen.

Nach solch einem Geschehen ist es jedoch schwierig einer aussenstehenden Person so etwas erklären zu wollen.

Trotz allem ist es nach wie vor ein großes Anliegen von mir, auch diesen Punkt offen und selbstkritisch in Angriff zu nehmen.

Ich möchte dem Thema Pädophilie offen gegenübertreten und auch diesen Punkt mit einem Fachmann diskutieren, um die Vergangenheit positiv und aktiv bewältigen zu können.

Die letzten 2 Jahre waren die schlimmsten und zugleich befreiendsten Jahre meines Lebens. Ich möchte in Zukunft nie wieder so tief abrutschen und wäre froh in Zukunft ein sorgenfreies Leben führen zu dürfen ohne Vorverurteilung durch Nicht-Fachleute. Ich wäre sehr erfreut, wenn meine Schilderung nicht auf Antipathie oder Ablehnung stösst und man mir im besten Fall einen Ratschlag geben könnte, wie und ob man mir diesbezüglich weiterhelfen kann. Leider komme ich nicht aus Berlin oder Umgebung, habe momentan also keine Idee wie ich dieses Kapitel zufriedenstellend und komplett, im Sinne aller Beteiligten denen ich in meinen Augen etwas schuldig bin, abschliessen kann.

Herzlichen Dank

 

Mit freundlichen Grüssen

...

 

 

 

 

Hallo Herr ...,  

nun, ich gehe davon aus, dass Sie bereits auf dem besten Weg sind, wieder festen Boden unter Ihre Füße zu bekommen, so dass Sie das seltsame Agieren der Vergangenheit nicht mehr brauchen.

Mir scheint es ist wenig hilfreich, zu überlegen, warum ich dieses und jenes in der Vergangenheit so oder so getan habe. Das hilft meist niemanden, außer den Historikern. Viel wichtiger scheint mir, dass Sie achtsam mit der Gegenwart umgehen und da den Dingen auf den Grund gehen, warum Sie dieses so und jenes so tun, kurzum, was Ihre Muster sind, das Leben zu leben. Da können Sie viel verändern, wenn es sinnvoll scheint.

Gut möglich, dass Sie noch etwas tun wollnen um Ihre Schuldgefühle aufzulösen. Spenden Sie an einer seriöse gemeinnützige Einrichtung, das wäre wohl das einfachste was Sie tun können. Einen Absolution vom Papst werden Sie davon zwar nicht bekommen, aber immerhin vielleicht eine Dankeskarte, wenn Sie nicht anonym spenden.

Falls Sie dennoch einen fachlich kompetenten Wegbegleiter für die nächste Wegstrecke brauchen, können Sie mal hier recherchieren:

 

www.familientherapie.org

 

 

Beste Grüße

 

 

Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Freitag, 1. Oktober 2010 01:15

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Ich brauche einen Kontakt für ein Gespräch

 

Hallo Herr Thiel,

Ich hoffe diese Mail Adresse funktioniert noch; ich habe Sie bei einer Internet Recherche gefunden.

Zunächst möchte ich mich für Ihr Internet Angebot bedanken und hoffe Sie antworten mir zeitnah. ...

Ich weiss hier kommt jetzt eine “Monster Email”, ich bin im Wesentlichen an einer Beratung und einem Gespräch interessiert und suche dringend therapeutische Hilfe. Vielleicht können Sie mir einen Ansprechpartner nennen. Am liebsten natürlich hier in ... ; aber auch irgendwo anders oder direkt bei Ihnen in Berlin.

Ich bin 40 Jahre alt und lebe in Köln. Seit etwa 2 Jahren lebe ich mit einer Frau und ihrer heute 7 jährigen Tochter zusammen. Davor hatte ich einige längere Beziehungen 2-3 Jahre und bis zu 6-7 Jahren aber auch viele kürzere Beziehungen (einige 1 Night Affären). Mit meiner aktuellen Freundin sollte eine “Familie” entstehen; wir wollten eigentlich in einigen Monaten heiraten und haben uns verlobt. Hier hatte und habe ich das Gefühl, das sie die Frau meines Lebens ist. Wir haben uns gegenseitig und nach aussen als “Mann und Frau” bezeichnet.

Auch zu der kleinen Tochter hatte ich begonnen eine Beziehung aufzubauen. Hierbei aber ganz klar mit der Ausrichtung auf eine Vater / Tochter. Für mich war das Mädchen meine Tochter und auch sie selbst hat dies nach aussen so weitergegeben. Daneben hat sie mich vor ca 1,5 Jahren gefragt ob sie nicht “Papa” nennen dürfe; wobei wir aber beim Vornamen geblieben sind.

Sexuell ist meine Frau sehr aufgeschlossen und wir hatten zunächst eine sehr intensive sexuelle Beziehung.

Ich arbeite in einer ...  Firma als Geschäftsführer und bin aktuell in stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen. Daneben bin ich auch Teilhaber der Firma. Die Firma hat aktuell etwa 15 Angestellte.

Ich habe vor etwa 1,5 Jahren damit begonnen intensiv Internet Pornos (Videos, youporn, xhamster) zu konsumieren. Dazu kam eine Anmeldung auf einer “Bilder-Site”, deren Ausrichtung auf eher jüngeren Mädchen lag. Hier habe ich mich im Wesentlichen auf Mädchen (oder jüngere Frauen) konzentriert, die zwar “offiziel” als volljährig galten, die aber von ihrer Erscheinung auch zwischen 15 und 17 hätten sein können. Allerdings war aber durchaus auch anderen Frauen interessiert. Der Durchschnitt aber auch hier eher jünger (bis vielleicht Anfang 30) aber mit eher “mädchenhaften” Zügen (wie kleinen Brüsten, rasiert, etc.). Die Machart der Bilder war eher auf “schön” als denn auf explizite sexuelle Handlungen ausgerichtet; allerdings immer auch Vaginas in Grossaufnahme.

Meine Beschäftigung mit meiner Site ging dann an normalen Wochentag mit einem rituellen Scan nach neuen Mädchen umher. Oft war ich aber auch am Wochenende im Büro und habe hier oft masturbiert.

Eklatant hierzu kam, dass ich begonnen habe mich auch in der Realwelt nach jungen Frauen und älteren Mädchen 16-20 Jahren umzudrehen. Hinzu kam, dass ich mich zumindest sexuell eher für mein Internet-Zeug als denn für meine Frau interessiert habe. Abgesehen von Urlaubssituationen an denen es keinen Internet-Zugang gab. Wir zwar auch in dieser Zeit miteinander geschlafen, aber eher selten (1-2 mal) im Monat.

Diese Phase stand vielleicht im Zusammenhang mit einer schwierigen wirtschaftlichen Situation meiner Firma zum einen, aber auch mit dem Tod meiner Mutter von ca. 3 Jahren.

Vorher hatte ich zumeist eher “hard-core Hefte”, selten auch Porn-Videos konsumiert. Hier häufig auch “Magazine” mit eher jüngeren Frauen und Mädchen. Oft mit der Ausrichtung “barely legal”. Dabei entstand eine Sammlung von 40-50 Heften, die ich auch beim Einzug bei meiner aktuellen Freundin behalten habe.

Vor etwa 10 Jahren habe ich einige Streifzüge durch die Welt des UseNets und der p2p Netze unternommen. Dabei habe ich auch Material konsumiert, dass kaum mehr legal war. Dabei war mein höchster Erregungswert bei pubertären Mädchen. Aus dieser Zeit habe ich einige wenige Ausdrucke behalten und in einem Buch “versteckt”. Faktisch sind mir diese Bilder aber nicht mehr bewusst gewesen. Vermutlich wollte ich damals hier irgendwas “für später” aufheben, aber genau kann ich das heute nicht mehr sagen. Damals befand ich mich nicht in einer festen Beziehung.

Vor 1 Woche kamen dann diese Ausdrucke beim Aufräumen meiner Freundin zu Tage. Meine Freundin hat dann eine Beratungsstelle für Kindesmishandlung aufgesucht. Wir (meine Freundin und ich) habe danach in den letzen Tagen intensiv über uns und mich im Besonderen gesprochen. Die Empfehlung der Beratungstelle war eine sofortige Trennung. Hinzu kommt allerdings noch, dass meine “Frau” wohl von meiner “Internet-Affäre” wusste. Dies ging soweit dass Sie regelmässig auf meinem Notebook den Verlauf zu überprüft hat und selbst mit meinen Anmeldedaten auf der Bilder-Site gesurft hat. Teilweise ist sie wohl auch nachts aufgestanden und hat den Scan gemacht.

Faktisch haben uns zunächst darauf geeinigt einige Wochen getrennt zu leben und dann weiter zu schauen. Gegenüber “der Kleinen” reden wir von einer Trennung “wegen eines Streits”. Aber wir beiden habe eher das Gefühl, dass wir uns eine weitere Beziehung durchaus vorstellen können.

Ich bin heute abend sehr verzweifelt. Vor 2 Stunde ist meine “Frau” aus unserer gemeinsamen Wohnung gegangen und möchte heute an einem mir nicht bekannten Ort übernachten. Die “Kleine” ist bei ihrer Patentante untergebracht.

Daneben haben wir vereinbart, dass ich bis zum Wochenende die Wohnung verlassen und mir für 2-3 Wochen einen anderen Ort zu schlafen suche.

Ich bin mir sicher, dass ich einen grossen Fehler begangen habe und möchte meine “Frau” nicht verlieren. Oder besser: Ich möchte herausfinden, wie es zu meinen “Tendenzen” gekommen ist (hier habe ich bereits einige Vermutungen). Viel wichtiger ist es dann aber auch herauszufinden wie gross die Gefahr ist, die ich selbst vielleicht für andere und insbesondere meine Quasi-Tochter darstelle. Welche eigenen Kontrollmechanismen ich aufbauen kann.

Mit herzlichem Gruss und der Hoffnung auf eine baldige Antwort

...

 

 

 

Hallo Herr ... ,

der beste Kontrollmechanismus ist sicher, wenn sie regelmäßig jede Woche ein Gespräch mit einem erfahrenen Berater oder Therapeuten führen.

Adressen finden Sie auf www.familientherapie.org

 

Bei der Gelegenheit können Sie dann auch einige schwierige Lebensaspekte klären und ihrem Leben eine neue Ausrichtung geben, bei der sie nicht mehr auf Internetpornographie und Bilder von pubertären Mädchen angewiesen sind.

Im übrigen gilt es auch sich der Beziehung zwischen Ihnen und Ihrer Freudin zuzuwenden, es scheint, als ob auch da einiges im argen ist, was der Veränderung bedarf.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 25. Februar 2009 00:27

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Pädophilie

 

Hallo,

ich bitte sie dringend mir zurückzuschreiben, ich bin völlig am Ende. Ich brauche dringend Antworten die mir noch niemand geben konnte. Ich habe einen Freund den ich sehr liebe, der hat mir vor ca. 1 Jahr gesagt er hätte 3 Jahre lang alle erdenkliche Art von Kinderpornos gesehen, er ist jetzt 23 meint aber vor 2 Jahren nach einem harten Kampf gegen die Porno Sucht, jetzt nicht mehr das verlangen zu haben sich Pornos mit kleinen Mädchen anschauen zu müssen.

Ich würde es ihm glauben, wenn es nicht so wäre, das er sogut wie nie Lust auf Sex hat und wenn etwas nur eine halbe Erektion bekommt. Er sagt das würde daran liegen das er häufig Bauchschmerzen hat und in meiner Gegenwart müde wird. Vor mir hatte er noch nie mit einer Frau Sex weil es nicht geklappt hat. Was hat das alles zu bedeuten??? Jetzt habe ich nur um von ihm loszukommen mit einem anderen Mann geschlafen, wir sind zwar jetzt getrennt, aber ich muss immer an ihn denken und liebe ihn so sehr. Ich bin so verzweifelt, ich hätte immer ein komisches Gefühl wenn ich mit ihm Kinder haben würde, zumal ich aus Angst so verrückt geworden bin, das ich oft nicht mehr so richtig leben möchte. Von ihm los komme ich nicht. Grüsse

 

 

 

Hallo Frau ..., 

was das alles zu bedeuten hat, kann ich naturlich nicht wissen, denn ich bin leider nicht hellsichtig.

 

Aber ich vermute mal, dass nicht nur Ihr Freund, sondern auch Sie Hilfe gut gebrauchen können. Vielleicht vereinbaren Sie einen Termin bei einem guten Berater oder Therapeuten, bei dem Sie sich mit den aktuell Sie bewegenden Konflikten auseinandersetzen können.

Ihr Freund hat möglicherweise einige Probleme, die Sie aber nicht für Ihn lösen können. Aber er kann zur Klärung seine eigenen Angelegenheiten natürlich auch Hilfe in Anspruch nehmen.

 

Mögliche Ansprechpartner in Ihrer Nähe finden Sie vielleicht hier:

www.familientherapie.org

www.gestalttherapie.de

 

 

Gruß

Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 9. September 2008 08:33

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Herr Thiel

 

Hallo Herr Thiel

Bin Fix und Fertig die letzten Tage das war vor kurzem noch anders. War ein sehr fröhlicher und glücklicher mensch. Bin 26 Jahre alt.

Habe die angst Pädophil zusein und das bringt mich um!!

Habe vor Monaten zufällig. Kinderpornos gefunden und die haben mich auch erregt so das ich danach weiter suchte über tage hinaus. Mich erregte dabei nciht der sex ansich sonder das die jugendlichen sich selbstbefriedigen (freiwillig wahr. mit der eign. Webcam aufgenommen) (waren auch andere dabei habe aber diese glich gelöscht hat imemr nur das geschlechtsteil der jungs intresierrt nicht der sex an sich). Habe aber dann schnell gemerkt was ich da sehe und das dies verboten ist und seit dem lasse ich es auch und habe auch kein probl. damit also kein zwang oder so.Ich habe als junge oft mit freunden onaniert und das sind eigtl. meine einzigsten sexu. erfahrungen die ich habe. War das ein oder andere mal im Puff und einmal mit einem mädchen (21 jahre damlas) was. Sonst habe ich eher angst vor frauen. Aber ich bin mir sicher das ich eigtl auf frauen stehe möchte ne nette klein. famile gründen. Nun war es aber bisher immer so wenn cih paar jungs auf der straße gesehen habe oder so oder (ich bin ... ) 

frage ich mihc manchmal oder dieser junge auch schon onaniert und das erregt mich LEICHT (bekomme KEINEN steifen). Stell mir dann wenn ich mich befriedige immer vor wie es sich der junge macht. Aber in meinen Phantasien hatte ich noch nie sexuellen Kontakt mit Jungs oder selle mir auc nicht vor ich wäre beim onanieren dabei. Anders siehts mit frauen aus da denke ich schon das ich mit einer schlafe und das erregt mcih auch womit ich vor kurzem noch keine probl. hatte. Wie gesagt kann mir auch nicht vorstellen einen jungen zu küssen oder ihn irgendwie sexuell zuberühen oder so in der art. Würde z.b. ein einem Comic auch das thema "Wichsen" unter jungs vorkommen würde mcih das auch erregen obwohls ja keine lebenden personen sind. Ich habe glaub ich ne art Onaiersucht mache es mehrmal tägig da ich ja sonst keine sexuellen kontakte habe. Ich bin mit den Jungs aus meinem ... immer super ausgekommen und alle mögen mich und mir macht das tierisch spass ... aber nur aus sportlicher sicht. Habe jetzt völlig panik das die welt in mir zusammen bricht. Denke täglich an nichts anderes mehr und weiß nciht wie es weiter gehen soll in meinem Leben sind das viell. Zwangsgedanken oder bin ich (hoffentlich nicht) Pädophil.

Können sie mir da weiter helfen bitte

Mit freumdlichen Grüßen

 

...

 

 

Hallo Herr ... ,

 

sicher kann ich Ihnen weiterhelfen, wenn ich es für sinnvoll halte und wenn Sie meine Hilfe wollen. Was suchen Sie denn für eine Hilfe?

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 10. Mai 2008 15:10

An: Männerberatung

Betreff: Re: AW:

 

Hallo Herr Thiel!

Seit 7 Monaten arbeite ich in ... , und seitdem fühle ich mich ziemlich stark hingezogen zu kleinen Mädchen. Sie ziehen mich an, ich finde sie lieb, süss, aber auch attraktiv.

Zu meiner Geschichte: ich bin 30 Jahre alt und dachte bis vor drei Monaten eben, ich würde auf erwachsene Frauen stehen, diese Anziehung gab es vorher noch nicht, allerdings waren natürlich auch nicht so viele kleine Mädchen in meiner Umgebung. Ich hatte auch schon ein paar Beziehungen zu erwachsenen Frauen gehabt, allerdings nie sehr lang, das längste war 9 Monate und das ist auch schon lange her. Ich bin eher schüchtern und Frauen anzusprechen macht mir eher Angst. In den Beziehungen hatte ich auch schnell das Gefühl, eingeengt zu sein und hatte auch Träume mit gewalttätigen Phantasien gegen meine Partnerinnen, was auch ziemlich quälend war. Ansonsten war ich mehrmals ziemlich unglücklich verliebt. Oft verliebte ich mich in Frauen mit denen ich schon eine Zeit befreundet war, wo ich mich also sicherer fühlte. Ich unternahm aber oft nicht allzuviel, um etwas ‚draus werden zu lassen’, ich wusste auch meistens nicht so gut ob ich das wollte.

Jetzt habe ich eine ziemlich quälende Zeit: im ... sind die kleinen Mädchen und wenn ich da bin fühle ich mich oft zu ihnen hin gezogen, sie lösen viel Gefühle bei mir aus, wenn ich sie ansehe habe ich oft ganz spontan ein Gefühl von ‚wow’. Solche Impulse in so starker Form hatte ich bei erwachsenen Frauen nicht, bei ihnen war alles irgendwie ‚langsamer’, nicht so direkt.

Jetzt denke ich also ziemlich oft dass ich vielleicht ‚eigentlich pädophil’ bin, was ziemlich quälend ist. Weil nämlich: zu erwachsenen Frauen fühle ich zur Zeit eine ziemlich starke Barriere, ich finde sie schön aber sie machen mir wohl Angst und ich fühle mich auch nicht so zu ihnen hingezogen. Zwischendurch denke ich immer mal wieder, vielleicht geht es grade wieder vorbei, aber diese Bilder und Gefühle kommen immer wieder, und ziemlich stark.

Ich würde mit den kleinen Mädchen nie etwas tun, ich fände das nicht richtig und es würde mich natürlich auch in Teufels Küche bringen, und ich habe mich auch unter Kontrolle, das ist nicht das Problem. Aber wenn ich an ein Leben ohne intime Beziehungen denke, finde ich das natürlich nicht so toll.

Sie schreiben, dass Menschen mit pädophilen Neigungen geholfen werden könnte, ihre Sexualität mit Erwachsenen zu leben, indem man ihnen in einer Therapie hilft, ihr Identitätsgefühl zu stärken, da es bei ihnen oft Identitätsprobleme gibt. Das ist bei mir, denke ich, der Fall. Ausser dem Problem mit Beziehungen bin ich auch noch sehr am Überlegen, was ich zum Beispiel jobmäßig will (habe ... studiert). Sie schreiben auch, dass dann die pädophilen Neigungen abnehmen würden. Nur, und das ist meine Frage: haben Sie das denn schon erlebt bei Klienten, die sie behandelt haben? Weil eigentlich die meisten Quellen schreiben, dass wenn man pädophil ist, das sich eigentlich kaum ändern lässt.

Im Moment kommt es mir nämlich so vor, als müsste ich mich ‚verbiegen’ um mit einer Frau zusammen zu sein, und das will ich nicht. Ich will, wenn ich mit einer Frau zusammen bin, sie auch wirklich lieben können und sie begehren, und mich nicht nur sexuell an ihr ausleben. Kann sich dieses Gefühl ändern, haben Sie das schon erlebt? Und haben Ihre Klienten dann auch zu einer ‚glücklichen’ Beziehung gefunden?

Ich mache eine Therapie, seit über einem Jahr, und meine Therapeutin ist auch ganz gut. Ich denke auch einiges zu wissen über die Ursachen für meine Gefühle oder meine Neigung: hatte eine ziemlich symbiotische Beziehung mit meiner Mutter (meine Therapeutin sagt: narzistische Besetzung).

Meine zweite Frage: würden Sie mir raten, mir einen anderen Job zu suchen, der nicht mit Kindern zu tun hat? Ändert sich das vielleicht in einem anderen Umfeld wieder?

Vielen Dank im Vorraus, viele Grüße,

...

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

die meisten Quellen, in denen behauptet wird, der Mensch könne sicht nicht ändern, sind Quellen, die von Menschen gespeist werden, die sich nicht verändern wollen. Wer da mag, mag daran glauben. Der Glaube ist schließlich Privatangelegenheit, nur sollten solche Dummschwätzer für ihr dummes Geschwätz nicht noch Geld der Beitragszahler/innen (Krankenversicherung, Steuer) bekommen. Wer dummes Zeug erzählen will, soll das auf eigene Kosten machen.

In unserer Gesellschaft erhalten aber oft die größten Märchenerzähler das meiste Geld vom beamtengegängelten Staat, der es vorher den anderen Menschen, die nicht so unverschämt auftreten, aus der Tasche gezogen hat.

Wenn Sie etwas verändern wollen, dann können Sie das tun, wenn Sie dazu Unterstützung suchen, können Sie das tun. Ob das allerdings allein dadurch zu erreichen ist, dass Sie einiges über sich zu wissen glauben

 

Zitat:

"über die Ursachen für meine Gefühle oder meine Neigung: hatte eine ziemlich symbiotische Beziehung mit meiner Mutter (meine Therapeutin sagt: narzistische Besetzung)."

 

wage ich zu bezweifeln.

 

 

Aber Sie werden schon den richtigen Weg finden, denn wie es schon Goethe heißt:

 

 

DER HERR:

Nun gut, es sei dir überlassen!

Zieh diesen Geist von seinem Urquell ab,

Und führ ihn, kannst du ihn erfassen,

Auf deinem Wege mit herab,

Und steh beschämt, wenn du bekennen mußt:

Ein guter Mensch, in seinem dunklen Drange,

Ist sich des rechten Weges wohl bewußt.

 

FAUST: DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 10. Dezember 2007 12:39

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Pädophil, aber nicht pädosexuell – an Boys interessiert, aber kein homo!?

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Peter Thiel!

 

Zunächst ein großes Lob, dass Sie hier im Netz so viele Infos und sogar eMails ernsthaft, sachlich, diskret und zunächst kostenlos beantworten.

Dann möchte ich mich kurz vorstellen: Ich (25, m, kurz vor dem Abschluss als ... .) komme aus konservativem christlichem Elternhaus und schätze diese Werte. Derzeit habe ich noch keine feste Freundin (weil ich intime Liebe vor der Ehe nicht gut finde und erst nach dem Studium Zeit&Geld zum Heiraten habe), möchte aber dann gerne heiraten, finde Frauen durchaus attraktiv und hätte auch nette Mädchen im Auge ;) (nur damit Sie nicht glauben, ich sei schwul).

 

Nun stelle ich aber immer wieder fest, dass ich (wohl schon seit etwa 12 Jahren) auch pädophile Neigungen habe – ich finde manche Boys zwischen ca. 10 und 13,14 wirklich süß. Dabei spreche ich bewusst nicht von Pädosexualität, weil ich an Sachen „unterhalb der Gürtellinie“ echt kein Interesse oder gar Spaß habe (sowas mit Jungen oder auch Männern finde ich absurd, mit Frauen fänd ichs normal), ich könnte mir schon schwer vorstellen, einen über 12jährigen zu küssen. Was ich einfach mag, ist, solche Jungen anzusehen, wenn bekannt mit ihnen locker zu reden, das höchste der Gefühle wäre, sie vielleicht mal kurz in den Arm zu nehmen oder übers Haar zu streichen (was natürlich schon als sexuell gedeutet werden könnte, würden aber wohl die Wenigsten Anstoß dran nehmen) – weil sie einem echt „lieb“ sind (wäre gerne eines Tages mal Vater solcher liebenswürdigen Wesen). Ich sammle auch vereinzelt Bilder von solchen Jungs, keine Pornos, sondern nur Fotos bekleideter Jungs bspw. aus Prospekten oder Youngstar-Internetseiten (z.B. ... ), höre auch Musik solcher Jungentalente und schaue mir Youngstar-Filme an – eben weil die Boys sympathisch sind, aber völlig legal und „unsexuell“. Ich sehe keine Gefahr, einem jemals mal zu nahe zu treten; denn ich habe sie nicht „mehr lieb als mir lieb wäre“ – sondern einfach nur lieb. Deshalb sehe ich mich auch nicht als klassischen BoyLover (der zwar u.U. auch nichts Sexuelles mit Kindern hat, aber es eigtl. schon wünscht, zumindest in Phantasien).

 

Ich vermute, dass meine Affinität zu Boys nicht ganz „normal“ ist – auch wenn ich es nicht als Problem ansehe, da meine Gedanken erstens nicht nur um Jungs kreisen (halt immer wieder mal, wenn man einen sieht oder „süße“ Bilder), und zweitens glaube ich nicht, dass eine Gefahr für Kinder von mir ausgeht.

Die Frage: Ist Ihnen ein solches Phänomen bekannt (pädophil bzgl. Jungs, aber nicht pädosexuell, sexuell wenn nur an Frauen interessiert)? Woran könnten solche (untypischen?) Neigungen liegen bzw. kennen Sie mögliche Ursachen? Sollte (kann) man Ihrer Meinung nach doch etwas dagegen tun (ich halte es nicht für nötig, bin aber kein Psycho-Experte)?

 

Hätte mich auch kürzer fassen können, denke aber, so versteht man beim ersten Durchlesen die Lage. Bisher habe ich noch mit keinem über das Thema gesprochen. Danke im Voraus für Ihre Antwort (eilt nicht).

 

Mit freundlichem Gruß,

...

 

 

 

Hallo ... ,

Interessen wie die von Ihnen geschilderten, sind nichts ungewöhnliches, wann auch in der Öffentlichkeit kaum darüber gesprochen wird, denn allzu leicht könnte eine Hexenjagd beginnen. Die Leute suchen immer eine Sau, die sie durchs Dorf treiben können, um von ihren eigenen Konflikten abzulenken. Derzeit sieht man das ja in der öffentlichen Diskussion um misshandelte oder von ihren Eltern getötete Kinder. Obwohl jedes Jahr im Straßenverkehrzehn mal mehr Kinder getötet werden, ist hier die Bundeskanzlerin noch nicht auf die Idee gekommen, einen Kindernotgipfel Straßenverkehr einzurichten. Tote Kinder im Straßenverkehr betrachtet man eben als Kollateralschäden, die unsere Zivilisation in Kauf zu nehmen hat. Im Bereich der Kindesmisshandlungen schielt man dagegen zwecks schneller Lösung aller Probleme auf die Installation des totalen Staates, der wenn er erst mal wie im Nationalsozialismus installiert ist, nicht nur Hundert Kindern das Leben kosten wird, sondern Zehntausenden.

Weiter zu Ihrer Frage. Die Ursache, warum Sie gerade so empfinden ist völlig egal. Es stellt sich ja auch niemand die Frage, warum er heterosexuell ist. Sie sind einfach so geworden, wie Sie jetzt gerade sind. Da stellt sich eher die Frage, wie gehen Sie damit verantwortungsvoll um. Ich habe aber den Eindruck, dass Sie verantwortungsvoll handeln und eben keine sexuelle Beziehung zu einem Jungen im Schutzalter anbahnen.

 

Zu therapieren gibt es da meiner Meinung nach nichts. Eher würde ich mit Ihnen daran daran arbeiten, wie Sie trotz ihrer konservativ-christlichen Werte ihre (hetero) Sexualität mit einer erwachsenen Partnerin leben können und nicht erst auf den Sankt Nimmerleins Tag waren, wo Sie meinen, dafür genügend Zeit und Geld zu haben.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 6. Dezember 2007 11:28

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Zwanghaftes Verhalten

 

Lieber Herr Thiel,

ich bin auf Ihre Internetseite aufmerksam geworden und habe mir die Beiträge und Antworten zum Thema "Sexsucht" durchgelesen - ich finde mich darin wieder und möchte auf diesem Weg mit Ihnen ins Gespräch kommen.

...

Nun zu mir und meinem Problem: "Eigentlich ist alles Prima", könnte ich zu mir selbst sagen. Ich bin 33 Jahre alt, habe ... studiert in ... und nach einiger Zeit des Suchens erst an der ... gearbeitet und jetzt in ... , wo ich ... schreibe. Ich habe eine Freundin, die noch in ... lebt in unserer Wohnung, aber Sie möchte nach Abschluß Ihres Studiums auch hierher ziehen - wir sind seit 5 Jahren zusammen, wir unternehmen immer noch viel zusammen, wir haben guten Sex - auch wenn ich den etwas öfter will als sie, aber das an sich finde ich auch normal, denn ich wollte/könnte eigentlich jeden zweiten Tag. Und wir reden nach Beobachtungen von Freunden öfters miteinander als andere Paare. Kurzum: Keine Krise weit und breit!

Ich habe Eltern, die mich immer unterstützt haben, die mich bezüglich Studienwahl etc. immer haben machen lassen und mich nie gedrängt, geschlagen oder genötigt haben. Liebe Eltern eben, mit einer Form von Altruismus, die z.T. schon an Selbstaufopferung grenzt - die hatten z.B. kein Problem damit, in ihren Dispokredit zu gehen, um mir zu helfen als das Geld mal knapp war.

Das einzigen beiden Hinweise, die ich für mein derzeitiges Problem erkenne, ist zum einen dass ich mit 13 oder 14 in einer Schublade von meinen Eltern Pornohefte entdeckt habe, die ich als Onaniervorlage nutzte (und seitdem eigentlich nie mehr wwirklich weggelegt habe) und zum anderen, dass ich mich bei meinen Eltern insofern nicht als Erwachsene Person fühle, weil sie eben immernoch extrem fürsorglich, "mitdenkenden" und helfend sind - das Problem ist, dass ich immer das Gefühl habe, ich kann diese Hilfe und Unterstützung nicht ausschlagen ("sie meinen es gut..."), was mir andererseits aber auch das Gefühl von Abhängigkeit und Unselbständigekeit gibt - ich hoffe allerdings, dass es sich mit dem Ortswechsel nach ... abschwächt.

Und nun zu dem Krankheitsbild, das Sie wahrscheinlich schon kennen: Ich konsumiere Pornos fast jeder Art, von ganz normal, über Anal, fetisch, SM, z.T. mit Tieren und - was mich selbst sehr schockiert hat, als ich darüber nachdedacht habe - mit Jugendlichen Mädchen, die womöglich nicht immer 18 sind. Etwa jeden zweiten Tag mindestens eine Stunde Pornokonsum ist die Regel. Aber: ich verspüre keinerlei Drang, irgendetwas davon in der Realität auszuleben; es erregt mich auch keinesfalls, Minderjährige in Realität nackt zu sehen geschweige denn, sie zu mißbrauchen; ich würde deshalb auch nicht akzeptieren, als pädophil bezeichnet zu werden - so ist es einfach nicht. Ich empfinde eher so: Ich habe ein Bedürfnis, mir Pornos verschiedenster Art anzusehen, ohne besonderen Schwerpunkt, einfach nur "eine Variation des immergleichen Themas".

Aber was ist das Thema? Und was könnte dahinter stecken? Und warum habe ich ein Leben, dass ich durchaus aus postiv empfinde, aber dieses andere Thema verschwindet einfach nicht?

Ich freue mich auf Ihre Antwort,

...

 

 

 

 

Hallo ... ,

wenn es hier ein Problem gibt, dann ist es möglicherweise Ihre Angewohnheit zu nuckeln und gleichzeitig ein erwachsener Mann sein zu wollen. Beides zusammen geht aber nicht. Sie müssen sich entscheiden.

Da Sie sich nicht trauen, den Daumen in den Mund zu stecken oder sich bei Rossmann einen Nuckel zu kaufen und darauf herumzukauen, nehmen Sie eben Pornos jedweder Art.

Das ist allerdings keine Krankheit, es sei denn Sie unterstellen, Nuckeln wäre eine Krankheit.

Wenn Sie von der Nuckelei wegkommen wollen, dann müssen Sie sich an die Stelle begeben, wo Sie mit dem zwanghaften Nuckeln angefangen haben und den dort begonnenen Konflikt lösen.

Welcher Konflikt das war, weiß ich nicht. Da müssten Sie dann bei mir ein paar Stunden nehmen, dann wären wir beide schlauer und Sie vielleicht ein Stück weiter.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Samstag, 26. Mai 2007 22:17

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Kurze Frage!

 

Hallo!

Kurze Frage!

(Ich will euch nicht sofort mit meiner ganzen Lebensgeschichte volltexten.

Fakt ist, dass ich eine lange Leidensgeschichte hinter mir habe)

Ich habe gesehen, dass das Thema Pädophilie bei euch zu mind. angesprochen wurde (vielleicht auch mehr).

Ich selber bin Pädophil. Ich habe in der Gesellschaft beobachtet, dass alle strikt stark gegen diese Neigung sind, sie verabscheuen und in den Dreck treten. Das diese Neigung von der Gesellschaft stark verabscheut wird, will ich gar nicht abstreiten. Worum es mir jetzt geht:

Kein einziger (jedenfals womit ich bis jetzt Erfahrung gemacht habe)

Kein einziger, will helfen. Der Betroffenen Person, davon los zu kommen.

Wenigstens ansatzweise.

Viele Sagen, es ist nicht Heilbar. Bei mir haben sich in der letzten Zeit kleine Erfolge gezeigt und ich würde es gerne mit Hilfe verstärken. Nur wohin? An wen kann man sich da wenden, ich habe wirklich keine Ahnung.

Nur so eine kurze Anonyme Frage!

Mit freundlichen Grüssen, ... !

 

 

 

 

 

 

 

Hallo Herr / Frau Unbekannt,

 

wenn Sie mögen, wenden Sie sich wegen einer persönlichen Beratung an mich.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 13. Mai 2007 17:36

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Angst

 

Sehr geehrter Herr Thiel

Ich bin 23 Jahre alt und führte bisher ein erfülltes heterosexuelles Leben. Vor etwa 2 Jahren bemerkte ich, dass ich das Interesse an Frauen verlor und begann mich für Gleichgeschlechtliche zu interessieren. Dies führte zu einer tiefen persönlichen Krise, da es eigentlich mein größter Wunsch war später einmal Familie und Kinder zu haben. Nachdem ich diese Krise mittels einer Psychotherapie überwunden hatte ( ich hatte dennoch keinen gleichgeschlechtlichen Kontakt bisher ) gesellten sich zu den homosexuellen Gedanken auch Gedanken mit Kindern hinzu die an Intensität zunehmen. Vor einiger Zeit habe ich mich doch tatsächlich in ein Mädchen meines Alters verliebt und bin mit dieser zusammengekommen. Doch bereits kurz nach Beziehungsbeginn sind alle Gefühle mit einem Mal für sie verschwunden und zurück bleibt nur lähmende Depression. Jedoch treten die Gedanken an Kinder in den Hintergrund wenn ich mit ihr zusammen bin. 

Meine Frage wäre nun Folgende: Resultiert mein Interesse an Kindern aus dem nicht nachgegangenen Bedürfnis an gleichgeschlechtlicher Liebe ? Und wird es mir jemals wieder möglich sein eine natürliche Beziehung zu führen? ( den Gedanken an eigene Kinder habe ich bereits begraben )

Da mich die derzeitige Situation beinahe in den Wahnsinn treibt, würde ich sehr gerne eine Psychotherapie machen um hinsichtlich meiner Sexualität Klarheit zu bekommen bzw. Prävention zu betreiben :-(

An wen sollte ich mich dabei wenden? Ich kann ja schlecht bei einem Therapeuten anrufen und sagen: Hi ich stehe auf Kinder!!

Vielen Dank für Ihre Hilfe

Gruß ...

 

 

 

 

 

 

Hallo ...,

 

Sie schreiben: "Ich bin 23 Jahre alt und führte bisher ein erfülltes heterosexuelles Leben."

Da bin ich aber baff. Sie wären der erste mir bekannte Mensch, der seit seiner Geburt "ein erfülltes heterosexuelles Leben" geführt haben will. Etwa mit Ihrer Mutter oder mit wem haben Sie als Dreijähriger "ein erfülltes heterosexuelles Leben" geführt?

 

Doch Spaß beiseite. Sie brauchen keine Sorge haben, Sie sind erst 23 Jahre alt und da haben Sie noch jede Menge Entwicklungszeit vor sich. Also: Keine Panik auf der Titanic, wie es bei Udo Lindenberg heißt.

 

Woher Ihr Interesse an Kindern rührt weiß ich nicht, vielleicht wohnen Sie direkt neben einem Kindergarten, haben Langeweile und überlegen was Sie mit Ihrer Zeit anfangen könnten und da fällt ihr Blick zufällig aus dem Fenster und sie beschließen, sich für Kinder zu interessieren, weil Ihnen Frauen derzeit über sind und Männer Ihnen zu gefährlich erscheinen.

 

Wenn Sie mögen, suchen Sie sich einen guten Therapeuten, dem können Sie ja erst einmal anonym am Telefon befragen, ob er sich auch mit Ihrer Thematik auseinandersetzen würde. Wenn Sie in Berlin wohnen, können Sie auch zu mir kommen, ich habe da keine Probleme, Sie beim Erwachsenwerden zu unterstützen.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 16. April 2007 19:05

An: info@maennerberatung.de

Betreff: bin ich pädophil?

 

 

sehr geehrte damen und herren,

seit meiner jugend(14,15) machen mich jüngere Mädchen an.

kleinkinder nicht, eher mädchen die schon fast ihrer geschlechts reife erlangt haben, wenn man das überhaupt so sagen darf ... also mädchen ab 11, 12 jahren.

 

bisher habe ich nie sexuelle handlungen mit jungen mädchen gesehen oder selbst in erfahrung gezogen, da ich keine lust habe mich mit den sich daraus resultierenden konsequenzen auseinander zu setzen.

ich habe schon oft mit freunden darüber gesprochen und zu meinem erstaunen stellte sich heraus dass die meisten, wenn sie es auch nur zögerlich zugaben, sie sich vorstellen konnten (natürlich nur in der phantasie) und schon haben mit mädchen ab ca 12 13 jahren sexuelle handlungen auszuüben.

das erste mal wo es mir wirklich aufgefallen war, ist eine situation in der ubahn, bei der mich die anfänglich entwickelten brüste eines mädchens, sexuell angeregt haben. ich selbst war damals 14, sie vielleicht 12.

danach war eigentlich ziemlich lange sense mit solchen gedanken, bis ich mit 22 jahren von einer zigeuner frau angesprochen worden bin, von ihr eine zeitung zu kaufen.

ich kaufte mir eine zeitung, nicht weil es mich interessierte, sondern um etwas geld zu spenden.

ich hatte nur einen 20 euro schein bei mir, sie konnte nicht wechseln und ich ging in ein nebenan gelegenen laden um das geld zu wechseln. als ich ihr das geld gab und sie mir die zeitung überreichte, bat sie mir an für das restliche geld(oder auch mehr) mit ihrer kleinen tochter, die vielleicht gerade mal 12 oder 13 war, in ein hotel oder ähnliches zu gehen.

ich verneinte automatisch und verabschiedete mich.

doch diese situation, das mir die möglichkeit gab mit einem jungen mädchen sex zu erleben, und wie dieses mädchen mir in die augen sah und "bereit" war, machte mich nach einigen tagen total an und ich holte mir darauf öfter mal einen runter.

also ganz ehrlich:

real würde ich sowas niemals bringen. auch habe ich es mir abgewöhnt an solche sachen zu denken, da mir erstens das mädchen leid tun würde und ich viel zu sehr angst hätte in konflikt mit dem gesetz zu geraten.

bisher hatte ich nur Beziehungen mit frauen meines alters.

ich bin 28.

doch ab und an erwische ich mich, wie der anblick eines 12 oder 13 mädchens mich erregt,

obwohl ich daran bisher nie ein großes problem gesehen habe, da die handlung einer solchen tat umzusetzen mich nie überwältigen könnte. dazu bin ich glaube ich viel zu "normal" oder sozial.

dennoch interessiert es mich ob diese gedanken eher normal sind oder ich zu einem pädophilen zähle.

ich habe ihre internetseite mit den berichten eher zufällig gefunden.

über eine rückmeldung wäre ich ihnen sehr dankbar.

mit freundlichen grüßen

 

 

 

 

 

Hallo ...,

 

ob Sie pädophil sind oder nicht, entscheidet die Definition, was man für pädophil ansieht. Das es keine verbindliche amtliche oder gesetzliche Definition darüber gibt, was pädophil sei und was nicht, steht es jedem frei, das so oder so zu definieren. Ich würde ohnehin nicht von pädophil sprechen, denn pädophil sind für mich die meisten Menschen, da sie Kinder lieben, sondern von Pädosexualität, die lediglich in der Phantasie stattfinden kann und wohl wesentlich seltener real gelebt wird. Ob der minutenlange Kuss einer Mutter auf den Mund ihres dreijährigen Sohnes schon als pädosexuell einzuordnen ist oder nicht, ist eine Frage des Standpunktes. Ob der minutenlange Kuss eines Vaters auf den Mund seiner dreijährigen Tochter schon als pädosexuell einzuordnen ist oder nicht, ist ebenfalls eine Frage des Standpunktes, allerdings würden hier wohl weit mehr befragte Menschen, das Verhalten des Vaters wäre pädosexuell, während es das der Mutter nicht wäre, obwohl beide das gleiche tun. Sie können daran sehen, was als pädosexuell zählt und was nicht, ist eine Frage des eigenen Standpunktes.

 

vergleiche hierzu:

Arnold Hinz: "Geschlechtsstereotype bei der Wahrnehmung von Situationen als `sexueller Missbrauch` Eine experimentelle Studie"; In: "Zeitschrift für Sexualforschung" 2001; 14: 214-225

 

Nach zitierten, quellenmäßig jedoch nicht belegten Fragebogenstudien sollen rund ein Fünftel der befragten Männer schon einmal sexuelle Phantasien im Zusammenhang mit Kindern gehabt haben (vergleiche hierzu: Thomas Knecht: "Pädophilie. Grundlagen und Therapieansätze": In: "Kriminalistik", 11/2001, S. 747, wobei Thomas Knecht keine näheren Angaben zu den zitierten Fragebogenstudien macht.)

Von daher können Sie sich beruhigt zurücklehnen, da Sie offenbar nicht der einzige Mann mit ähnlichen Interessen sind. Auch unter Frauen dürfte es einer erhebliche Zahl geben, die sich von Minderjährigen (Jungen?) sexuell hingezogen fühlen.

 

Neigungen dürfen Sie in der demokratischen Gesellschaft haben, welche Sie wollen. Nur ausleben dürfen Sie nicht alle Neigungen. Aber das machen Sie ja auch nicht und von daher wird es keine Probleme geben.

 

Im übrigen: Ein Großteil der Menschen in Deutschland dürfte z. B. schon Mordphantasien gehabt haben. Wir hatten sogar schon in Hans Filbinger (CDU) einen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, der als ehemaliger Marinerichter an der Tötung von Menschen mitgewirkt hat und nicht wenige Menschen in Deutschland nehmen ihm das bis heute nicht übel. So unterschiedlich kann das Rechtsempfinden in der demokratischen Gesellschaft mitunter sein.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 19. März 2007 17:22

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Re: AW: AW: Ein kurzer Rat...

 

Hallo Herr Thiel,

Sorry das ich erst jetzt antworte aber zuletzt war meine Zeit sehr leider spärlich vorhanden.

"Ihnen steht nicht "ihre soziale Phobie" im Weg, sondern Sie scheuen einfach das Risiko."

Ja das stimmt, ich bin, was menschlich engere Kontakte betrifft, leider der totale Schläfer. Dabei ist es doch genau das was ich mir auch wünsche...na ja.

 

"sondern mir geht es eher um die Frage wo wollen Sie hin und wie können Sie bei Einhaltung gewisser ethischer Grundlagen dahin gelangen?"

Das weißich leider selbst nicht. Ich will viel aber ich will kein Risiko und keine Verpflichtungen eingehen. Ich habe Angst vor negativer Beurteilung durch andere Menschen.

Also ich sollte einfach versuchen langsam zu lernen meine Ängste Menschen gegenüber abzulegen und dann vielfältige Erfahrungen zu sammeln. Dann wäre ich schon sehr glücklich und zufrieden.

Ich will sicher nix unethisches tun in dem Sinne, dass ich Kindern nahe sein möchte oder sowas...nee, wie gesagt, ich mag Kinder eigentlich so wie jeder "normale" andere auch denk ich mal. Da ist nix vorhanden sonst. ...

Nur gutaussehende Mädchen so ab 10-14 mit ner gewissen Frühreife find ich bisweilen sexy. Aber auch da gilt...das hat eigentlich nix mit dem Geiste zu tun, mit Emotionaler Zuneigung oder so, ich wollte denen jetzt nicht nahe sein im Sinne von ständigem Kontakt oder sowas. Ich betrachte die eher, muss ich ganz ehrlich sagen, als reines Sexualobjekt. Finde ich selbst nicht gut, kann es aber nicht auf Befehl ändern. Andererseits ist es mir so lieber als wenn da wirklich "Liebe" oder sowas wäre...was ja bei echten Pädos so zu sein scheint.

...

Deswegen: nur noch die Abschlußfrage: Für wie "normal" halten sie dieses ich nenn es mal sexuelles Teilinteresse? Und mein Problem ist vor allem, dass ich mir deswegen öfters Vorwürfe mache, mich dafür schäme. Wie könnte ich lernen damit besser umzugehen?

Ich denke, dass vor allem eine normale Selbstvertrauenserhöhung und die damit einhergehenden Kontakte, dann hoffentlich auch vermehrt sexuellen Kontakte, mir aus diesem Moraldilemma helfen könnten. Entweder interessieren mich die jüngere Mädchen dann überhaupt nicht mehr, weil ich sie nicht mehr als Ersatzobjekte brauche in die ich sicher auch Tribute wie Schwäche und daraus resultierend eigene Stärke transformiere, oder zumindest habe ich dann weniger Selbstvorwurfsprobleme/Moralprobleme, da ich grundsätzlich ja stabiler und selbstliebender geworden bin. ...

Liebe Grüße

...

 

 

 

 

 

 

Hallo... ,

 

 

Ich denke, dass Ihre Interessen im biologischen Sinne durchaus "normal" sind. Auch im Tierreich dürfte solches bei Säugetieren vorkommen, wenn es auch nicht der Regelzustand sein dürfte.

Der Mensch hat jedoch im Gegensatz zu den Tieren eine Moral und ein Strafrecht. Darin sind bestimmte Formen sexueller Kontakte aus verschiedensten Gründen verboten. Man kann das im Einzelfall gut oder schlecht finden, das ändert jedoch nichts daran, dass die Moral und das Gesetz - psychoanalytisch gesprochen - eine Art Über-Ich darstellen, mit dem das individuelle Ich unweigerlich in einen inneren Konflikt gerät, wenn es Interessen hat, die gesellschaftlich nicht erlaubt sind.

Und so kommt der eine oder die andere in Konflikt mit der Moral oder dem Gesetz und damit in Konflikt mit dem gesellschaftlichen Über-Ich, was zu den von Ihnen beschriebenen Schamgefühl führt.

 

Was Sie effektiv tun können, ist, befriedigende sexuelle Kontakte mit erwachsenen Frauen (oder gegebenenfalls auch Männern) zu entwickeln. Angst dürfen Sie dabei ruhig haben, so lange Sie davon nicht gelähmt sind. Angst gehört zum Leben dazu, hat evolutionsbiologisch seinen Sinn. Nur wenn wir uns von der Angst beherrschen lassen, statt sie als einen treuen Wegbegleiter anzusehen, dann kommen wir nicht voran.

Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Angst zu akzeptieren und dennoch intime Kontakte zu erwachsenen Frauen zu entwickeln, dann brauchen Sie Ihre überschüssige sexuelle Energie nicht mehr phantasierend im Bereich minderjähriger Mädchen abzuarbeiten.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 13. März 2007 14:03

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Angst vor Gedanken

 

Ich bin 33 Jahre alt und Vater von 2 Kindern (Junge 5 Jahre und Mädchen 2 Jahre). Ich leide seit Jahren mehr oder minder stark an einer Angst- und Zwangserkrankung und habe daraufhin auch schon eine Therapie gemacht. Etliche Dinge habe ich dadurch auch schon verarbeitet, doch in der letzten Zeit nehmen sexuelle Gedanken bezogen auf Kindern und vorallem die Angst die Kontrolle zu verlieren und diese an Kindern auszuüben zu. Angefangen hat alles vor der Geburt meines Sohnes, denn aus irgendeinem Grund wurde ich wohl an ein Ereignis aus der Pubertät erinnert. Als ich damals ein Baby auf dem Arm hatte, kam es zu einer Berührung in der Nähe des Intimbereichs. Diese Berührung hat mich wohl an die ersten sexuellen Erfahrungen erinnert, wobei ich das Baby fester an mich gedrückt habe, um diese Berührung zu intensivieren. Als ich erst realisiert habe was ich da mache, und das ich ja dazu ein Kind benutze, obgleich ich weder eine Erregung des Gliedes hatte, noch mein Glied berührt wurde,habe ich sofort aufgehört. Dennoch habe ich mich geschämt und alles verdrängt. Aus Angst das könne nun nochmal passieren, habe ich mich nicht mal getraut mein Kind richtig auf den Arm zu nehmen, kam er in unser Bett bin ich komplett an die Bettkante gegangen, nur das da nichts passiert, obgleich ich eigentlich keinerlei Verlangen oder Gedanken diesbezüglich hatte, aber ich wollte halt alles sexuelle im Keim und mit Zwang ersticken. Doch neuerdings bekomme ich sogar sexuelle Gedanken mit Kindern bzw ich verspüre einen Art der Erregung wenn ich ein Kind sehe, allerdings nicht immer, wobei dies als schrittweiser Prozeß gekommen ist und ich schäme mich dafür das diese aufkommen und ich kann nicht sagen ob dies aus Angst und Verhinderungszwang kommt, dies ist mir auch als Erklärung zu einfach, insbesondere wenn ich gefallen bzw. eine gewisse Erregung an einem Gedanken verspüre, denn ich aber nicht auslebe oder weiterdenke, sondern im Keim ersticke. Ich steh doch auf Frauen. Woher kommt sowas, ich habe mittlerweile so eine Panik dem Druck nachzugehen oder diesen auszuleben, das ich meine Kinder gar nicht mehr berühren will. Meiner Frau habe ich dies gesagt, welche natürlich nicht begeistert ist, was ich verstehe. Unser Sexleben ist eh seit Jahren angespannt. Ich kann nicht mehr und ich verstehe mich selbst nicht mehr. Ich habe nur solch eine Angst, das ich bei jedem Kind wegsehe. Nur wehe ich habe sogar das Gefühl eine Bewegung hin zu machen und ich komme dem Gefühl nach und mache einen Schritt, dann denke ich wer weiß was von mir. Ich wüßte wirklich nicht was ich mit Kindern machen sollte, und wenn ich zurück blicke, fallen mir schon Situationen ein, wo ich schon mal eine Form der Erregung bei einem jungen Mädchen bezogen auf einen leichten Brustansatz verspürt habe. Nur ich kann das alles nicht einordnen, weil ich auch oftmals das Gefühl habe das das alles aus Zwang passiert, da ich viel einfach immer auch auf Sex beziehe. Ich weiß halt nicht weiter.

--

 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

wenn Sie nicht weiter wissen, so geht es Ihnen nicht anders als vielen anderen Leuten, die auch nicht weiterwissen. Man muss auch nicht immer weiter wissen, denn das Leben entwickelt sich auch ohne dass man weiter weiß.

Wie heißt es doch schon so schön in der Bibel:

Seht Euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte - aber euer Vater im Himmel sorgt für sie.

Matthäus 6.26

 

 

Sie sehen, bei Licht betrachtet müssen Sie nicht weiter wissen, denn:

„Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewußt.“ Goethe, Prolog im Himmel

 

 

 

Wenn Sie noch eine Frage haben, fragen Sie mich einfach. Wenn Sie ein Anliegen an mich haben, tragen Sie es mir einfach vor.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 15. Oktober 2006 20:04

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Psychotherapie bei Pädosexualität

 

Sehr geehrter Herr Peter Thiel

ich bin 61 Jahre alt, verheiratet und möchte eine Psychotherapie machen.

Ich bitte um Antwort für folgende Fragen:

1) Welche Psychotherapieform ist dafür aussichtsreich ?

Verhaltenstherapie ?

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ?

Analytische Psychotherapie ?

Hypnosetherapie ?

 

Ich möchte eine von obiger machen, da sie die Kasse bezahlt.

2) Ist es Ihrer Erfahrung nach für mich als Mann besser bei einem Mann oder bei einer Frau die Therapie zu machen?

3) Können sie mir Adressen von Therapeuten aus dem Landkreis ... oder eventuell bis nach ... empfehlen ?

4) Gibt es Selbshilfe-Kontaktstellen in ... ?

 

Für Ihre baldige Antwort bedanke ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

es kommt nicht so sehr auf die Therapierichtung an, sondern auf die persönliche Kompetenz des Therapeuten. Dies kann eine Frau oder auch ein Mann sein.

 

Entscheiden müssen Sie das.

 

Vereinbaren Sie einfach eine Probestunde. Abrechnung geschieht wie immer im ärztlichen Versorgungssystem mit Ihrer elektronischen Krankenkassenkarte.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 12. Oktober 2006 04:32

An: info@maennerberatung.de

Betreff: <kein Betreff>

 

Hallo

ich muss mal dringend um rat fragen. Ich (männlich) hatte mit 23 Jahren noch nie eine Freundin bzw. Sex etc. Ich bin relativ früh eingeschult worden, war ein sehr aufstrebsamer Mensch und habe stets versucht mich von sozialen Umfeld etc. entfernen, musste mich stets um die familie kümmern. Andererseits war ich sehr in der Kirche engagiert und hatte viel mit Jugendlichen zu tun. Ich weiß nicht warum, aber ich habe noch nie ein Mädchen angesprochen. Es ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass ich mal von 2 14 jährigen mädchen (ich war 17-1 gesagt bekommen habe, dass ich hässlich sei. Ich selbst bin scheidungskind und komme meinem vater ähnlich, kann diesen überhaupt nicht ausstehen. Selbst bin ich 1,70 groß und eigentlich normal aussehend, aber nicht sportlich. ich bin der zurückhaltende typ, war aber in der schule sehr gut und aufstrebend. Bis vor kurzem hatte ich überhaupt kein richtiges interesse an mädchen etc. Ich habe auch vielen gesagt, ich möchte Priester werden, wollte ich auch. Da war natürlich alles tabu. Anderseits glaube ich, es hätte mich nie ein Mädchen gefragt, ich weiß auch nicht warum. Ich glaube ich habe ein schlechtes ego. Nun ist es so, ich hatte viel mit mädchen zu tun, bin selber student. Ich stehe auf gleichaltrige und möchte auch gerne jetzt eine beziehung eingehen. Ich weiß aber nicht wie ich das angehen soll. Ich wurde sehr streng katholisch erzogen, möchte aber gar kein Priester mehr werden, sondern endlich ne freundin haben. Ich habe mich sehr von sozialen sachen in den letzten drei Jahren isoliert, dadurch nur noch wenige Freunde. Ich habe eine enge freundin, sie sagt, sie wolle nur freundschaft, aber sie vertraut mir alles an, auch das sie noch nie sex hatte und das sie mich ein bisschen attraktiv findet. ich bringe es aber nicht über das herz sie zu fragen, obwohl ich total auf sie stehe und mir mit ihr durchaus eine beziehung vorstellen könnte. Aber ich habe doch kein ego, wie soll ich das angehen? Ich bin 23, aber was mich momentan auch noch nen bisschen stutzig macht, ich finde in heutiger zeit mädchen ab 13 Jahren + aufwärts extrem geil angezogen , finde sie auch attraktiv, könnte mir ein Sexleben Ž+ beziehung vorstellen

Bin ich nun schon pädophil, weil ich vielleicht keine in meinem alter abbekommen habe? Kinder finde ich total süß. Ich bilde mir jetzt andauernd ein, dass ich auf kleine kinder stehe, besonders wenn ich sie sehe. Ich kann mir aber ein sexuelles abenteuer nicht vorstellen, sondern stelle sie mir manchmal nur nackt vor (tue ich bei erwachsenen übrigens auch und bekomme aber auch ne erektion) ist dies auch pädopil? Ich möchte keinen sex, bei teenies ab 14 aber schon,(ich bin 22 normal???) ich möchte einfach später nur kinder haben. ich weiß nicht vielleicht bilde ich mir nur ein, dass ich pädophil bin, vielleicht bin ichs ich weiss es nicht. Ist es nur pädophil auf kinder zu stehen, oder auch wenn ich das gefühl habe keine andere abbekommen zu haben??? aber ich stehe schon auf mädels die nen bisschen jünger sind als ich, aber auch auf die in meinem Alter! Bloß wie komme ich an die ran? Ich hatte wirklich noch nie sex und das macht mir sorgen! Ich bin sehr intelektuell, 1,5 abi + .....studium, ich kann mir aus religiösen werten kein sex vor der ehe vorstellen, möchte aber definitiv eine freundin. Soll ich mich einfach nur unter das Volk mischen. Welche tipps habt ihr. Ich habe immer gesagt ich werde kath. priester. Vielleicht das der Grund. Meint ihr ich bin pädophil? Vielleicht bilde ich mir das auch aus Einsamkeit ein??? Soll ich sie fragen, wenn ja wie? Ich hab das Gefühl, ich verliere sie dadurch, aber ich kann dieses wirrwarr spiel nicht mitmachen, platonische liebe, dann wieder freundschaft und dann wieder "ich habe dich lieb" das macht mich echt alles fertig im moment. Oder ist es so das ich da ich schüchtern bin, sehr spät in die pubertät gekommen bin. Ich befriedige mich jeden tAg selbst, ist dies nur mein sexualtrieb? Gehen diese Gedanken irgendwann mal vorbei, nur weil ich vielleicht momentan in der Höhe meiner SExualität bin, hatte vorher diese Gedanken auch nicht! Bitte antwortet! Bitte eine ehrliche antwort.! PS: Es gab aber auch schon 2 interessentinnen an mir, die habe ich bloß nicht zu wort kommen lassen! Antwort bitte an meine email

 

 

 

 

 

Hallo ...,

 

sagen Sie Ihrer Freundin einfach: Ich hätte mal Lust Dich zu küssen.

Und dann schauen Sie einfach in Ruhe, was das für eine Reaktion bei ihr auslöst.

 

Mit Ihren pädophilen / pädosexuellen Phantasien schaffen Sie sich eine Art Ersatzbefriedigung. Da pädosexuelle Handlungen unter Strafe gestellt sind, können Sie Ihre Phantasien sozusagen ungehindert schweifen lassen, Phantasien werden ja nicht bestraft und eine Umsetzung findet bei einigermaßen intaktem sozialem Verantwortungsgefühl in der Regel nicht statt. Und so müssen Sie sich auch nicht damit auseinandersetzen wie es wäre, wenn ein solcher Kontakt tatsächlich stattfinden würde.

Das ist so ähnlich wie bei einem Filmidol, dass an der Zimmerwand eines Teenies hängt. Hier wird auch ganz viel auf das Bild projiziert, ohne dass ein realer Kontakt zwischen der Jugendlichen / dem Jugendlichen und dem Filmidol stattfindet.

 

Wenn Sie eine gute - auch sexuelle - Beziehung zu einer Frau entwickeln können, treten pädosexuelle Phantasien mit Sicherheit in den Hintergrund oder verlieren sich auch ganz.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Sonntag, 15. Oktober 2006 14:04

An: Männerberatung

Betreff: Danke Frage!

 

 

Aha. Danke ich werde meine Freundin bald fragen :). D.h. wenn ich auch pädophile/pädosexuelle Gedanken habe, heißt das auch das ich pädophil bin/ pädosexuell bin??? Es ist also nur vorübergehend??? Wie lange kann das anhalten. Gibt es eine Bewältigungsstrategie? Danke

 

 

 

 

Hallo ...,

 

panta rhei - alles fließt, heißt es schon bei den alten Griechen.

Was ist, ist, aber es ist nicht von Ewigkeit. Mal ist es flüchtig wie eine Federwolke, mal hängt es über einen wie ein großes Tiefdruckgebiet.

 

Ich würde eher von Veränderungsstrategie, als von Bewältigungsstrategie reden. Das macht die Sache etwas leichter.

 

Veränderungen sind immer möglich, passieren aber nicht immer im Selbstlauf.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 25. September 2006 01:03

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Pädophilie

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich weiss mir keinen Rat mehr. Ich habe bei meinem 31-jährigen Freund festgestellt das er blonden Mädchen im Alter von ca. sechs bis neun Jahren hinterherschaut. Das heisst er schaut sie erst ganz faszniniert an zwingt sich dann wegzuschauen - auf mich - um dann in dem Moment wo die Mädchen dann fast an uns vorbeigegangen sind wie zwanghaft noch einmal hinterher zu schauen.

Er sieht auch Frauen mit Kindern in diesem Alter hinterher. Ich weiss auch das er im Internet nach Kontakten mit solchen Frauen gesucht hatte - ist aber schon etwas her und war bevor wir uns kennengelernt haben.

Seine Antwort auf meine Frage warum, war dann das er nur Schreibkontakte gesucht hat wenn die Frauen dann Kinder haben kann er nichts dafür. Und wenn er den Mädchen hinterhersieht dann ist das wohl ein verdeckter Kinderwunsch und er habe keine sexuellen Phantasien mit kleinen Mädchen.

Ich kann das nicht richtig einordnen weiss nicht ob ich ihm das so abnehmen kann. Er ist Borderliner und sucht auch im Internet sehr häufig Sexseiten auf und masturbiert, im Bett dann hat er aber Erektionsstörungen. Er versucht mir dann immer zu erklären das es nichts mit mir zu tun hat- ich bin fast 14 Jahre älter als er - sondern an dem Druck den er sich selbst auferlegt. Er hatte bis jetzt erst zwei Freundinnen die erste mit 23 Jahren und sie war 9 Jahre älter und auch Borderlinerin, seine zweite war 12 Jahre älter als er. Ich denke deshalb mal das es nicht an meinem Alter liegt.

Ich weiss einfach nicht was ich glauben soll bin fast dran Schluss zu machen, suche nach Erklärungen und frage mich ob Männer wegen eines verdeckten Kinderwunsches kleinen Mädchen hinterherschauen. Das erscheint mir doch eher unglaubwürdig.

Ich weiss jetzt nicht wie ich weiter mit ihm zusammen sein kann. Denke immer das er sich sexuell zu kleinen Mädchen hingezogen fühlt und es deshalb im Bett oft nicht klappt.

Nun wüsste ich gerne wie ich feststellen ob dem so ist oder ob wirklich ein verdeckter Kinderwunsch dahintersteckt.

Das ist jetzt sicher alles etwas wirr zu lesen aber ich hoffe sie können mir trotzdem eine hilfreiche Antwort geben.

Vielen Dank.

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

ich glaube nicht, dass das ein Kinderwunsch ist. Bei einem Kinderwunsch würde Ihr Freund wohl eher kleinen Babys nachkommen, denn bekanntlich fängt jeder Mensch sein Leben erst einmal als Baby an.

 

Ich würde also eher davon ausgehen, dass Ihr Freund sich für "blonde Mädchen im Alter von ca. sechs bis neun Jahren" interessiert. Das kann, muss aber nicht sexuell motiviert sein.

 

Sie müssen nun wohl prüfen, ob Sie dennoch mit Ihrem Freund zusammenbleiben wollen oder nicht. Wenn Sie zusammenbleiben und sonst nichts weiter verändern, wird es wohl bei dem Interesse Ihres Freundes für "blonde Mädchen im Alter von ca. sechs bis neun Jahren" bleiben, denn ein solches Interesse verschwindet ja nicht davon, dass es die Partnerin nicht gut findet.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Freitag, 22. September 2006 12:58

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Angst vor sexuellen Gedanken

 

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich bin über Google auf Ihre Seite aufmerksam geworden, weil ich mich derzeit mal wieder in einer absoluten Krise befinde, aus der ich Angst habe nicht mehr rauszukommen. Meine Gedanken zerfressen mich derzeit.

Normalerweise bin ich ein absoluter Redemensch und scheue mich nicht davor, mit anderen Menschen oder Therapeuten über meine Probleme zu reden, aber diesesmal hab ich sogar Angst "live" mit einem Therapeuten darüber zu sprechen. Das Thema ist wirklich zu heikel, ich habe auch eine wahnsinns Angst vor Ihrer Antwort, aber ich kann es auch nicht auf sich beruhen lassen.

Kurz zu mir, ich bin männlich, 31 Jahre alt und homosexuell, habe auch schon Beziehungen hinter mit, lebe grad wieder in einer, diese ist auch nicht ganz einfach, aber ich hatte (habe) öfters gut funktionierenden Sexualkontakt mit anderen Männern.

Das eigentlich derzeitige Problem: Angefangen hat es mit einem Traum vor ca. 3 Wochen. In diesem Traum hat mich ein etwa 12-jährige Junge verführt, mit ihm sexuelle Handlungen zu vollziehen, ich machte es und das schockierende: Es hat mir auch noch Spaß gemacht. Ich machte mir allerdings dann auch keine weiteren Gedanken darüber. Dann sah ich einige Tage später einen Fernsehbericht über das Berliner Projekt "Kein-Täter-Werden.de", dass sich an pädophile Menschen richtet. Auf einmal bekam ich totale Panik, weil ich Angst hatte, ob ich mich angesprochen fühlen soll. Ich dachte (und denke leider immer noch) sehr viel über dieses Thema nach und mir ist aufgefallen, dass ich schon öfters solche Fantasien hatte und habe. Nur hab ich mir nie größer Gedanken darüber gemacht, sondern einfach mein Leben gelebt. Dieses ist leider auch nicht immer einfach, ich leider schon länger unter Ängsten und depressiven Verstimmungen und hab auch schon Therapie hinter mir und werde im Dezember in eine psychosomatische Fachklinik gehen.

Als ich darüber nachdachte, habe ich festgestellt, dass ich schon öfters solchen Phantasien habe, auch beim Masturbieren. Meistens dreht sich dabei alles nicht um Sex im herkömmlichen Sinne, sondern um meinen Fetisch, das Kitzeln. Ich stehe auf die Vorstellungen, andere durchzukitzeln (ein in den USA schon verbreiteter Fetisch). Da kamen auch schon des Öfteren mal Jugendliche, fast Kinder drin vor.

Ich habe jetzt die totale Panik davor pädophil zu sein und bekomme diese Ängste nicht mehr los. Ich muss an dieser Stelle nochmal sagen, dass ich durchaus auch von Erwachsenen Menschen sexuell stimuliert werden kann, das mit den jugendlichen ist also nur ein Teil.

Meine Angst ist nur, dass ich vielleicht unterbewusst was verdränge und wie ich jetzt mit meinen Gedanken umgehen soll. Ich möchte sie am liebsten verdrängen, aber ich habe Angst, dass das die ganze Sache noch verstärkt.

Oder soll ich einfach so weitermachen wie bisher? Ich weiss nich mehr was ich machen soll, es sind wie eine Art Zwangsgedanken. 

Ich muss vielleicht dazusagen, dass ich schon öfters solche "Anfälle" hatte, vor einigen Monaten hatte ich Panikattacken, dass ich ein Alkoholiker sein könnte, jeder der mein Trinkverhalten kennt, hat mich (im Nachhinein verständlicherweise) ausgelacht. Ähnlich wie damals fühle ich mich jetzt auch.

Wie soll ich bloß mit diesen Phantasien umgehen?? Ich hab keine Ahnung. Zur Zeit versuche ich grade zwanghaft an andere "normale" Dinge zu denken, um mir selbst zu beweisen, dass ich auch noch auf "Erwachsene" stehe. Ist das nicht seltsam, war die ganze Zeit kein Thema, ich hab einfach gelebt und mir haben diverse Phantasien Spaß gemacht, aber es waren eben nicht nur solche Gedanken. Ich dachte immer "die Gedanken sind frei" und alles ist erlaubt.

Ist es das etwa nicht???

Das schlimme daran ist, wie ich damals dieses "Alkoholproblem" hatte, da wäre ich es fast noch geworden, vor lauter denken daran, und vor lauter Zwang, was kontrollieren zu wollen... Ich habe Angst, dass es jetzt ähnlich sein könnte, vor lauter unbegründeter Panik, könnte ich es noch werden. Werden solche "abnormalen" Phantasien eigentlich verstärkt, je öfters man daran denkt???

Da ich jetzt nur noch dran denke, hab ich Angst davor.

Ich möchte nochmal betonen, dass ich mir eine reale Aktion dieser Phantasien nicht vorstellen kann. Ich finde es gradezu widerwärtig.

Wie gesagt, ich gehe bald in eine Klinik und jetzt kam das völlig ne Scheiß-Gedanken jetzt alles überdecken, und ich kann mich gar nicht um meine übrigen Probleme kümmern. Aber wegen der Brisanz des Themas verbleibe ich auch mit "anonymen Grüßen" und wünsche Ihnen und Ihrer Arbeit alles erdenklich gute. Respekt.

P.S.: Bin ich jetzt pädophil??? Diese Scheiß-Angst

 

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

Sie schreiben: "Ich frage mich grade, was die Klinik bringen soll, wenn diese Scheiß-Gedanken jetzt alles überdecken, und ich kann mich gar nicht um meine übrigen Probleme kümmern."

Ich vermute mal, dass "diese Scheiß-Gedanken" Ihnen dazu dienen, den realen Konflikten, die Sie noch nicht gelöst haben, zu entfliehen. Es ist ja manchmal wesentlich leichter, darüber nachzudenken, wie man demnächst von der Brücke springen wird oder wie man Minderjährige "kitzelt", als seine Aufmerksamkeit bestehenden wichtigen Konflikte mit seinem Chef, der Partnerin oder dem Partner oder der unsicheren beruflichen Perspektive zu widmen, für die man keine Lösung sieht.

Vielleicht haben Sie einfach Angst vor der bevorstehenden Zeit in der Psychosomatischen Klinik, mit der fremden Umgebung und fremden Menschen, so dass Sie sich zwanghaft in pädophile Phantasien stürzen.

Von daher meine Empfehlung. Nutzen Sie die Zeit bis zum Beginn des Klinikaufenthaltes für ein paar Termine bei einem guten Berater oder Therapeuten.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 26. Juli 2006 22:25

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Frage Pädophile

 

Guten Tag

Ich habe mir im Internet zuletzt vor 4 Wochen Bilder von Jungen Mädchen angeschaut und dabei eine Erregung gespürt es handelte sich und ich um Bilder von sogenannten Teenmodel Seiten.

Auf diesen Seiten sieht man Mädchen zw. 8 und 14 Jahren in Unterwäsche.

Seit dieser Zeit gehen mir diese Bilder nicht mehr aus dem Kopf der Gedanke macht mich noch Wahnsinnig ständig rede ich mir ein ich könnte Gefallen daran finden solche Bilder anzuschauen wenn Mädchen an mir vorbei laufen schaue ich weg weil ich mir einbilde es könnte mich erregen sie anzuschauen es ist ein grosses Problem für mich damit klar zu kommen ich rede und bilde mir schon immer Sachen ein darin bin ich ein Fachmann vor 3 Jahren redete ich mir ein ich hätte mich mit Aids infiziert bin 3 mal zum Test gegangen alle waren ok ich habe es aber nicht geglaubt und bin immer wieder zum Test.

Habe Angst, da ich dieses Problem hinter mir habe das ich mir ein neues Suche das macht mich noch verrückt diese ständige Einrederei solcher Sachen.

Wir haben eine 5 Jährige Tochter die Nachts ab und zu zu uns ins Bett kommt weil sie schlecht geschlafen hat ich lege mich dann an die äusserste Bettkannt aus Angst sie im Schlaf zu berühren nie im Leben würde ich sowas tuen aber immer rede ich mir ein es könnte passieren ich weiss mir keinen Rat mehr mein gesunder Menschenverstand sagt mir " nie würdest du sowas mache nie" aber das Einreden das es passieren könnte ist stärker.

Ich würde mich freuen wenn sie mir helfen könnten ohne Therapie.

 

MFG ...

 

 

 

 

 

 

Hallo ....,

klar kann ich Ihnen helfen. Es ist ganz einfach, hören Sie auf sich ständige neue Zwänge auszudenken und beginnen Sie statt dessen ein besseres Leben, in dem Sie sich nicht ständig selbst unter Druck setzen.

Fangen Sie heute damit an und wenn Sie meinen, Sie bräuchten dazu Hilfe von außen, so ist es Ihnen nicht verboten, sich um eine solche Hilfe zu bemühen.

 

Kompetente Ansprechpartner finden Sie gegebenenfalls hier:

 

...

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Samstag, 22. Juli 2006 19:39

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Pädophilie: Betroffener zum Interview bereit

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Betroffener stelle ich mich gerne ausführlich und detailiert allen ihren Fragen. Wenn sie Dinge hören wollen, die sie so noch nicht gehört haben und bereit sind, den Zusammenbruch ihres Weltbildes in Kauf zu nehmen, dann melden sie sich bei mir.

Ich passe in keinerlei Kategorien, die zu Pädophilie in den letzten 200 Jahren aufgestellt wurden, habe die Literatur zum Thema gelesen, habe einen (leider) zu hohen IQ und bin der Meinung, daß Klassifikationen per se ideologisch sind, ähnlich wie Pädagogik also. Vorab nur so viel: Ich würde nie im Leben Kindern Gewalt antun, in keiner Form.

Und noch was zum Kitzeln: Prinzipiell wird Pädophilen unterstellt, es gäbe keine wie auch immer geartete Anziehung Erwachsener zu Kindern, wo die sexuelle Komponente keine Rolle stellt. Pädophilie als Wort sei also eine Verharmlosung, es müsse Pädosexualität heißen. Da frage ich mich -ganz gleichheitsrechtlich- wieso darf dann die Mutter, der Vater, die gleichgeschlechtlichen Freunde, etc., also ein Großteil der Gesellschaft, ein Kind lieben, der Pädophile aber nicht? Wo ist da die Logik, vor allem aber: die Begründung für dieses Denken...interviewen sie mich, oder kaufen sie mein Buch (Veröffentlichung in etwa 4-6 Monaten), dann erfahren sie es.

 

Mit freundlichen Grüssen,

... 

P.S.: Ich schreibe derzeit an einem Buch zum Thema Pädophilie. Sie finden mich im Internet unter ... , und ab Herbst/Winter 2006 auch mit einer Buchpublikation in diversen Online-Shops wie amazon.de

 

--

 

 

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

Danke für ihre Rückmeldung.

So gesehen haben Sie sicher recht, dass die meisten Menschen pädophil, also kinderlieb sind. Das ist ja auch gut so, denn ohne die Liebe und Zuwendung von Erwachsenen könnten Kinder nicht überleben.

Diese vielen kinderlieben Menschen - auch unser Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder scheint dazu zu gehören, denn er hat ein Kind adoptiert - sind aber offenbar meistens nicht auch pädsosexuell orientiert, haben also keinen Wunsch nach sexuellen Kontakten mit Kindern.

In Österreich ist man ganz ungeniert "pädophil". Die dortige Organisation "Kinderfreunde Österreich" ist die größte österreichische Familienorganisation, entstanden aus der Arbeiterbewegung. Die Kinderfreunde sind eine Vorfeldorganisation der SPÖ und keiner käme auf die Idee zu meinen, diese Organisation fördere sexuelle Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kinderfreunde_%C3%96sterreich

www.kinderfreunde.at

 

Wenn man dagegen in Deutschland sagt, man wäre ein Kinderfreund, muss man damit rechnen am nächsten Tag in der BILD-Zeitung vorgeführt zu werden.

 

Dem Worte nach ist Pädophilie (Kinderliebe) die nicht auf sexuelle Kontakte Erwachsener mit Kindern gerichtet ist, eine Eigenschaft, die die meisten Menschen haben und eine nicht strafbare, ja gesellschaftlich sogar erwünschte Haltung. In Deutschland wird der Begriff der Pädophilie allerdings oft synonym mit dem Begriff Pädosexualität verwandt. Wobei pädosexeuelle Neigungen an sich nicht strafbar sind, wenn das so wäre, dann wäre wohl der Österreicher und Massenmörder Adolf Hitler wieder auferstanden.

Strafbar ist aber der versuchte oder vollzogene sexuelle Kontakt eines Erwachsenen mit einem Kind.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Dienstag, 2. Mai 2006 14:14

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Bitte um anonymen Rat

 

Hallo,

heute wende ich mich an Sie mit der Bitte um einen anonymen Rat.

Ich bin mit meinem Mann seit nun fast genau 11 Jahren zusammen, seit 5 Jahren sind wir verheiratet und haben ein Kind ...

Im letzten Sommer stieß ich bei meinem Mann auf Fotos, die er sich aus dem Internet von legalen Seiten gezogen hat. Darauf sind Mädchen im Alter von 7 -16 / 18 Jahren abgebildet. Sie sind ganz natürlich beim FKK, Campingurlaub oder Strandurlaub fotografiert (nackt). Die Entdeckung machte mich aufgrund des Alters der Mädchen bedenklich und ich sprach meinen Mann darauf an. Bei meinem Mann als Übungsleiter in Sportgruppen und als lehrende Person wurde ich natürlich zusätzlich hellhörig und dachte an viele Situationen, in den er den ihnen anvertrauten Kindern nahe kommt. Natürlich sind das sachlich gesehen, ganz natürliche Situationen und man kann etwas hineindeuten, wenn man will, man kann es aber auch als Vorsicht betrachten.

Wir haben uns lange unterhalten und er meint, dass er sich natürlich in Zeiten, wo wir nicht so oft Geschlechtsverkehr haben, selbstbefriedigt und dabei sexuelle Phantasien nutzt. Darin treten u.a. die jungen Mädchen auf. In seinen phantasien, so sagt er, machen sie keine sexuellen Praktiken, sondern er stellt sich vor, wie sie aussehen, wenn sie "gereift" sind. Er nutzt zur Selbstbefriedigung keine Frauen in ausdrücklichen erotisch/pornografischen Stellungen, weil er vielmehr die Phantasie nutzt und dann er sich die Phantasien dann eben noch formen kann.

Ich habe ihm meine Bedenken gegenüber den jungen Mädchen geäußert, vielmehr geradezu meine Abneigung dagegen. Nach langem Hin- und her er her versporchen, die CD mit den Bildern wegzuschmeissen. Das hat er auch getan. Doch wie anzunehmen, habe ich auf seinem PC immer noch Fotos gesehen. Bis dahin hatt mich unser Gespräch beruhigt und ich hatte keine Sorgen.

Doch obwohl mich die "Wiederentdeckung" der Fotos nicht sonderlich erstaunt hat, bin ich doch sehr viel nachdenklicher geworden und es ist so, dass ich mich dabei beobchtet habe wie ich mích vor kleine nackte Mädchen gestellt habe, die gerade in die Badewanne gingen, damit er sie nicht sieht und ich in unserer aktuellen Familienplanung zu unserem 2. Kind irgendwie hoffe, dass es ein Junge wird.

Das stellt sich nun sehr dramatisch dar. Insgesamt haben wir eine Ehe mit normalen aufs und abs, wo man sich mal die Meinung sagt, wo es mal mehr mal weniger Sex gibt und dieser Ehe würde ich eigentlich Zukunft geben, bis wir im Schaukelstuhl nebeneinandersitzen und mit unseren Urenkeln spielen.

Ich liebe meinen Mann und möchte einfach Wissen, ob seine Phantasien "normal" und vor allem, ob sie "unbedenklich" sind. Im Moment habe ich eben das Gefühl dass sich mein Vertrauen in der Hinsicht bricht und mir wäre geholfen, wenn sie mir sagen, ja dass ist okay so und wenn sie sagen, dass liegt nicht mehr im Rahmen und wir begeben uns in eine entsprechende Beratung. Denn Probleme sind zum lösen da und wir gehen den Weg der Ehe - GEMEINSAM.

Ich bedanke, dass es Sie gibt und ich mein Herz ausschütten konnte und hoffe, dass sie mir alsbald antworten.

Vielen Dank.

...

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallo Frau ... ,

 

Sie fragen:

"Ich liebe meinen Mann und möchte einfach Wissen, ob seine Phantasien "normal" und vor allem, ob sie "unbedenklich" sind. Im Moment habe ich eben das Gefühl dass sich mein Vertrauen in der Hinsicht bricht und mir wäre geholfen, wenn sie mir sagen, ja dass ist okay so und wenn sie sagen, dass liegt nicht mehr im Rahmen und wir begeben uns in eine entsprechende Beratung."

 

Ob die Phantasien Ihres Mannes als "normal" gelten oder nicht, dass hängt davon ab, was Sie unter "normal" verstehen. Wenn Sie mir das mitteilen, kann ich Ihnen sagen, ob vor diesem Definitionshintergrund, die Phantasien Ihres Mannes "normal" sind oder nicht.

 

Bei den alten Griechen war es bei den Männern aus der Oberschicht üblich, dass diese homosexuelle Kontakte mit Jungen, bzw. jungen Männern pflegten. Das galt damals als normal.

Bei den alten Griechen pflegten wohl selbst die Strafrichter pädophile Praktiken. Heute würden diese Männer, einschliesslich der Strafrichter, alle vor dem Strafrichter landen

§176 Sexueller Missbrauch von Kindern

§182 Sexueller Missbrauch von Jugendlichen

 

, nur dass die Strafrichter, sofern sie denn männlich wären, schlecht strafen könnten, denn wie soll das gehen, sich selbst zu bestrafen:

Allerdings gibt es heute auch pädophile Frauen und gelegentlich wird auch eine pädophile Strafrichterin dabei sein.

 

 

Nun ist es so, dass Phantasien nicht per se verboten sind. Schauen Sie sich nur die jungen Leute, insbesondere Jungen an, die zerstören daheim am Computer täglich mehrere Tausend Male die Welt und töten einige Zehntausend virtuelle "Feinde". Relativ selten gehen diese Phantasie"spiele" in blutige Realität über, so z.B. bei dem Amokschützen von Erfurt, Robert Steinhäuser.

Andererseits lebt die Bundeswehr davon, dass junge Männer es sich vorstellen können, bei "Notwendigkeit" andere Menschen ("Feinde") zu töten. Kurt Tucholsky meinte zu dem Thema nicht ganz unzutreffend: "Soldaten sind Mörder", wobei es korrekterweise heißen müsste, Soldaten sind potentielle Mörder - oder wer es etwas zurückhaltender mag: potentielle Totschläger oder genauer gesagt potentielle Totschiesser, da ja im modernen Kriegen kaum noch geschlagen wird, sondern vornehmlich geschossen wir. Die Deutsche Wehrmacht, in der unsere Großväter und Urgroßväter freiwillig oder unfreiwillig dienten hat das ja millionenfach gezeigt.

Unser ehemaliger Bundespräsident Richard von Weizsäcker soll als junger Offizier der Wehrmacht vor Leningrad gelegen haben, vermutlich hat er dort nicht nur Murmeln gespielt:

 

Richard von Weizsäcker wurde am 15. April 1920 in Stuttgart geboren.

Bereits seine Kindheit und Jugend stand unter dem Einfluss der bedeutenden Funktionen des Vaters: Die diplomatische Tätigkeit Ernst von Weizsäckers, der 1938-1943 im Auswärtigen Amt in Berlin tätig sein sollte, führte die Familie zunächst u. a. nach Kopenhagen und Bern, wo Richard die Schule besuchte.

Nach dem Abitur in Berlin begann Richard von Weizsäcker ein Jura-Studium in Oxford und Grenoble, das durch seine Einziehung zur Wehrmacht 1938 unterbrochen wurde. Nach Kriegsende nahm er sein Studium wieder auf, indem er nun Rechtswissenschaften und Geschichte an der Universität Göttingen belegte.

Neben dem Studium praktizierte er als Assistent in der Rechtsanwaltskanzlei Becker, die seinen Vater Ernst von Weizsäcker bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen vertrat.

 

03.05.2006

http://www.rasscass.com/templ/te_bio.php?PID=906&RID=1

 

 

 

 

1939-1945

Weizsäcker ist Soldat im Zweiten Weltkrieg, zuletzt Hauptmann der Reserve in einem Infanterieregiment. Unter anderem nimmt er am Überfall auf Polen im September 1939 und am Krieg gegen die Sowjetunion 1941 bis 1945 teil. Im April 1945 wird er in Ostpreußen verletzt und zurück nach Potsdam transportiert.

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/WeizsaeckerRichardV/index.html

 

 

»Weizsäcker verhält sich gegenüber den Verbrechen unseres Landes in der NS-Zeit schonungslos«, urteilt sein Biograf Harald Steffahn. Es gebe in dieser Rede keine Gnade der späten Geburt: »Niemand kann sich dispensieren, weil sein Geburtsschein ihn entlastet.« (8) Auch das ist gelogen. Denn »in Wirklichkeit trat zu den Verbrechen selbst der Versuch allzu vieler, auch in meiner Generation, die wir jung und an der Planung und Ausführung der Ereignisse unbeteiligt waren, nicht zur Kenntnis zu nehmen, was geschah«. Und das sagte nun ausgerechnet einer, der als Wehrmachtsoffizier Leningrad belagert hatte.

http://www.nadir.org/nadir/periodika/jungle_world/_2000/15/17a.htm

 

 

 

So viel meine kleine Abschweifung zum Thema "Normalität".

 

Zu den von Ihnen genannten Internetseiten bezweifel ich, ob diese legal sind, denn Fotos von nackten Kindern können im allgemeinen nur mit Zustimmung der sorgeberechtigten (Eltern) ins Internet eingestellt werden und ich kann mir schlecht vorstellen, dass das bei diesen Internetseiten der Fall ist.

Wenn es aber tatsächlich die Zustimmung der Sorgeberechtigen gibt, so sind diese Seiten möglicherweise im strafrechtlichen Sinne legal, dennoch haben Kinder und Jugendliche auch gegenüber den Sorgeberechtigten Anspruch auf den Schutz ihrer Intimsphäre, die durch die Veröffentlichung von Nacktfotos beeinträchtigt sein kann.

 

Zurück zu Ihrer Frage, ob Sie Ihren Mann vorschlagen, gemeinsam in eine Beratung zu gehen oder nicht, können nur sie beide entscheiden. Eine Beratungspflicht gibt es erst einmal nicht, es sei denn, jemand ist mit dem Strafrichter in Berührung gekommen und von diesem beauflagt, sich einer Beratung oder Therapie wahrzunehmen.

Sinnvoll fände ich eine Beratung schon, denn Phantasien können auch suchtartig wirken und nach einer Steigerung verlangen, die sich dann möglicherweise im strafrechtlichen Bereich bewegt.

 

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Donnerstag, 30. März 2006 16:46

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Bin ich Pädophil?

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich habe mir nach dem ich vor einiger Zeit zufällig einen Kinderporno gesehen und seitdem habe ich öfters mal solche Filme angesehen. Wenn ich Kinder sehe dann habe ich keine sexuellen Fantasien und auch so stelle ich mir so etwas nicht vor. Aber ich habe mir in letzter Zeit öfters soetwas angesehen.

Ich weiß nicht warum ich das gucke, wenn ich es sehe dann finde ich das schrecklich und ich kann es kaum etragen, aber ich gucke sie trotzdem an. Ich habe bei solchen Filmen auch schon mastubiert.

Das kann ich mir nicht verzeihen, ich kann nicht mehr schlafen und mache mir die ganze Zeit Vorwürfe wie ich solche Filme gucken und dabei sogar mastubieren kann und ich kann mir nicht erklären warum ich diese tue.

Das macht keinen Sinn, ich kann es einfach nicht verstehen, eigentlich stehe ich nur auf erwachsene Frauen und Mädchen in meinem Alter und ich habe auch keine Fantasien in denen ich mit Kindern Sex habe. Nur habe ich gezielt nach solchen Filmen gesucht und sie mir angeguckt. Ich bin 18 und habe das zum ersten mal mit 16 gemacht.

Ich bin verwirrt und weiß nicht warum ich mir sowas angegucke.

Ich glaube das ich ziemlich gestört bin. Seitdem ich diese Filme geguckt habe gehen diese Bilder nicht mehr aus meinem Kopf und wenn ich an sie denke bin ich nicht erregt sondern angeekelt. Trotzdem habe ich mir sowas schon öfters angeguckt.

Ich habe angst davor das ich Pädophil/ Pädophil veranlagt sein könnte.

Es gibt einfach zu viele Wiedersprüche in dem was ich tue. Ich mastubiere zu Filme die mich anwiedern. Nicht das ich das immer tu es ist aber schon dazu gekommen.

Können sie mir Gründe für ein solches Verhalten nennen?

Könnte es eine Phase sein oder bin ich vielleicht wirklich richtig Pädophil und ich kann es mir nur nicht eingestehen?

Zusätzlich muss ich noch sagen das ich glaube das ich Porno süchtig bin, da ich sehr viele Pornos habe und mir auch täglich welche angucke (nicht Kinderpornos das ist bis jetzt ein paar mal passiert, aber dann habe ich sie wieder gelöscht und mir normale Pornos angeguckt).

Könnte es daran liegen das normale Pronos nicht mehr hart genug für mich sind?

Oder daran das ich ein gestörtes Verhältniss zu Frauen habe, da ich sehr viele schlechte Erfahrungen mit Mädchen gemacht habe und ich mich sozusagen an der Verletzung des Opfers befriedige?

Das schlimmste ist das ich mit niemanden darüber reden kann und alleine kann ich das nicht verarbeiten.

Ich habe jetzt auch nicht den Drang mir solche Filme/Bilder anzugucken oder das Gefühl das ich es unbedinngt tun muss. Ich kann auch mit niemanden darüber reden, weil ich viel zu viel Angst habe.

 

 

 

 

Hallo ... ,

 

Sie fragen: "Können sie mir Gründe für ein solches Verhalten nennen?"

Wozu soll das gut sein, wenn ich Ihnen mögliche Gründe, von denen es übrigens ein paar Tausend geben dürfte, nennen?

 

Wenn Sie etwas verändern wollen, dann geht das auch, ohne dass Sie mögliche Gründe kennen. Und wenn Sie nichts verändern wollen, dann bleibt es möglicherweise so wie es ist.

 

Wenn Sie etwas verändern wollen, und meinen, sich dazu Unterstützung zu holen, haben Sie viele Möglichkeiten. So z.B. bei einem kompetenten Berater oder Therapeuten.

 

Kompetente Ansprechpartner finden Sie hier:

...

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 29. März 2006 19:58

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Recherchefragen für ... 

 

Sehr geehrter Herr Thiel, sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bin ...studentin und schreibe gerade mein Diplom: ... 

 

Da ich selber keine pädophilen Männer kenne, wende ich mich hiermit an Sie. Denn ich bin nach meiner Internetrecherche etwas verwirrt. Vor allem habe ich Angst mich von Forumsbeiträgen zu Fehleinschätzungen verleiten zu lassen.

Ich habe in meiner Geschichte die Theorie aufgestellt (gestützt auf Rechercheergebnisse aus dem Internet), dass der Mann sich in das Mädchen verliebt, sie auch sexuell begehrt, ihr aber nie etwas antun würde, was sie nicht will. Trotzdem kämpft er ständig mit sich und mit der Angst seinen Kampf zu verlieren. Das heißt, er ist ... eine latente Gefahr für das Kind.

Ist dieses Szenario realistisch?

Sind Pädophile wirklich "verliebt" in die Kinder? Oder romantisieren diese Beschreibungen die Tatsachen?

Kann man Pädophilie als sexuelle Ausrichtung begreifen (so wie Homosexualität)?

Sind die Fälle von denen wir in der Zeitung in denen Kinder mißbraucht und vergewaltigt werden von Pädophilen begangen?

Werden Kinderpornos von Pädophilen geguckt und gemacht?

Ist es möglich über ihre Organisation Kontakt zu Pädophilen herzustellen?

Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mir helfen könnten, mit meiner Recherche.

 

Mit freundlichen Grüßen

... 

 

 

 

 

 

Hallo Frau ... ,

 

ich gehe davon aus, dass es eine große Bandbreite von Verhaltensmustern und Interaktionen sexualisierter Beziehungen zwischen Männern (oder Frauen) und Jungen und Mädchen gibt. Ein, wahrscheinlich prozentual sehr kleiner Teil davon sind sadistisch orientierte Männer (und Frauen), die dann die Schlagzeilen in den Zeitungen dominieren.

 

Der / die nichtsadistische Pädophile hat meines Erachtens immer einen "inneren" Kampf zu führen, da er / sie darum weiß, dass die Gesellschaft ihr Verhalten nicht billigt. Gäbe es einen gesellschaftlichen Konsens, darüber, dass pädophile Kontakte billigenswert wären, gäbe es auch den "inneren" Konflikt des Pädophilen nicht mehr.

Pädophile Frauen haben es vermutlich wesentlich leichter als pädophile Männer, da die Gesellschaft pädophiles Verhalten von Frauen im allgemeinen gar nicht im Blick hat und dieses auch in der Öffentlichkeit - im Gegensatz zu einem äußerlich ähnlichen Verhalten von Männern - nicht thematisiert.

 

 

 

"Sind Pädophile wirklich "verliebt" in die Kinder? Oder romantisieren diese Beschreibungen die Tatsachen?"

Das kommt sicher darauf an, was man unter "verliebt" versteht.

 

 

 

"Kann man Pädophilie als sexuelle Ausrichtung begreifen (so wie Homosexualität)?"

 

Kann man sicherlich, muss man aber nicht. Alle Begriffbildungen sind Konstruktion und dadurch durch denjenigen, der definiert generell möglich. Ob die Begriffsbildung dann auch den anderen passt, ist eine andere Frage.

 

 

 

 

 

"Sind die Fälle von denen wir in der Zeitung in denen Kinder mißbraucht und vergewaltigt werden von Pädophilen begangen?"

Wenn man den Begriff des Pädophilen weit fasst, dann ja. Wenn man den Begriff des Pädophilen enger fasst, als jemanden, der keine körperliche oder psychische Gewalt anwendet, dann nicht.

 

 

 

"Werden Kinderpornos von Pädophilen geguckt und gemacht?"

Wenn Sie diejenigen die Kinderpornos gucken oder herstellen, als pädophil bezeichnen, dann sind es Pädophile. Wenn Sie diejenigen aber als Kriminelle bezeichnen, dann sind es Kriminelle. Wenn Sie diejenigen als Perverse bezeichnen, dann sind es Perverse. Es kommt also auf die vorherige Definition an. Adolf Hitler galt ja vielen Deutschen 12 Jahre lang als vergötterte Vaterfigur und Führer. Nach 1945 galt er dagegen als ein Verbrecher, von dem sich sogar seine engsten Mitstreiter zu distanzieren versuchten. Umgekehrt galt der sowjetische Dissident Andre Sacharow in der Sowjetunion jahrzehntelang als Staatsfeind Nr. 1, im Westen galt er dagegen als ein Vorkämpfer für die Freiheit.

 

 

 

"Ist es möglich über ihre Organisation Kontakt zu Pädophilen herzustellen?"

 

Nein.

 

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 16. Januar 2006 20:48

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Problem mit meinem Partner

 

Guten Tag,

Ich muß mich heute an Sie wenden, weil ich weder ein noch aus weis.

Ich bin 33 Jahre jung, weiblich und führe eine Fernbeziehung mit einem 29 jährigen Mann.

Wir haben uns kennegelernt im Sommer 2004, nachdem ich mich von meinem damaligen Partner getrennt habe.

Der Grund, warum ich Sie um Hilfe bitte ist folgender:

Ab und zu verbringe ich die Wochenenden zusammen mit meiner 8jährigen Tochter bei meinem Freund.

Ich habe einmal bei ihm durch Zufall ein Bild gefunden, auf dem ein nacktes Kind (Mädchen) in verschiedenen Posen abgebildet war. Dieses hatte er sich aus dem Internet ausgedruckt.

Ich habe ihn darauf angesprochen und wir hatten ein langes Gespräch geführt. Ich war fix un dfertig damals, zumal ich ja selbst eine Tochter habe.

Er beteuerte mir, er wollte nur mal nachsschauen, ob es so etwas wirklich gibt wie man es in den Medien immer hört und es war einfach nur Neugierde.

Nun habe ich vergangenes Wochenende im Verlauf seines Internetexplorers wieder viele Links zu diversen Derartigen Seiten gefunden, die er sich angesehen hat und ich war geschockt!!!!!!!!!!!

Was soll ich jetzt tun?

Ich habe wieder mit ihm gesprochen und ihn gefragt, ob er etwas dabei empfindet, wenn er sich Diese Bilder ansieht, Warum er das macht und tausende anderer Fragen.

Er sagte, er wisse selbst nicht, warum. Es wäre einfach nur Neugierde und deshalb Stöbert er im Internet herum.

Er sagt er liebt mich und würde niemals einem Kind etwas antun und er findet es selbst abartig, daß es so etwas gibt. Aber ich frage mich Dann immer wieder WARUM?! Warum schaut er sich das Dann immer wieder an???

Ich habe Angst um meine Tochter! Ich muß dazu sagen, daß wir vorhatten, im Frühjahr zusammen zu ziehen und daß meine Tochter ihn wirklich sehr sehr gerne mag. Die beiden haben sich bisher super verstanden.

Ich bin einfach nur ratlos!!!

Ich habe den gedanken und das Vorhaben mit der gemeinsamen Wohnung in meinem Kopf ganz weit nach hinten gestellt. Und ich spiele mit dem Gedanken, die Beziehung zu beenden.

Andererseits liebe ich diesen Mann trotz allem noch. Liebe kann man nicht einfach abstellen.

Meine Gefühle fahren seit gestern Achterbahn. Ich fühle mich angewidert, voller Ekel, habe Angst um meine Tochter, bin verzweifelt und trotzdem liebe ich ihn und manchmal empfinde ich sogar Mitleid mit ihm.

Ich fühle mich wie in einem bösen Traum, denn unsere Beziehung hat so wunderbar begonnen und sie war wunderbar bis zu diesem letzten Wochenende.

Bitte helfen Sie mir, uns. Ich bitte Sie um einen Rat. Was soll ich tun? Wie soll ich mich verhalten? Kann ich ihm helfen? Und wenn ja, wie?

Muss ich Angst haben um meine Tochter? Oder sind es wirklich nur Phnatasien, die er nicht ausleben würde?

Oder stimmt es vielleicht sogar,w as er sagt, und er empfindet wirklich nichts dabei und tut dasa nur aus reiner Neigierde?

Ich danke ihnen schon jetzt für Ihre Hilfe und erwarte sehnsüchtig Ihre Antwort.

 

 

 

 

Hallo ...,

 

möglicherweise hat Ihr Freund pädophile Neigungen. Wie Sie sich da verhalten "sollen" kann ich Ihnen nicht sagen, denn ich bin ja kein Richter, der richterliche Auflagen erteilt.

 

 

Wenn Sie Ihren Freund lieben, dann werden Sie wahrscheinlich einen guten Weg finden, diese Beziehung aufrechtzuerhalten und gleichzeitig darauf zu achten, dass Ihr Freund angemessene Grenzen gegenüber Ihrer Tochter wahrt.

 

Eine absolute Sicherheitsgarantie werden Sie nirgendwo bekommen. Aber das gilt auch für alle anderen Menschen. Wenn Sie bei aller Liebe ausreichend achtsam und aufmerksam sind, werden Sie eventuelle Gefahren erkennen und aus der Welt schaffen können.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ... 

Gesendet: Dienstag, 6. Dezember 2005 12:12

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Bitte um Rat

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte gern eine Therapie machen weis aber nicht wie es geht, welche Rahmenbedingungen es gibt und ob es Konzequenzen für mich haben kann.

In meinen sexuellen phantasie spielen in unregelmäßigen Abständen Kinder eine Rolle. In meiner Jugend ist es auch in kleinen Ausschnitten zum Ausleben dieser Phantasie gekommen.

Ich bin als ... tätig, also immer im Kontakt mit Kindern. Ich halte mich Grundsätzlich für einen ganz guten ... und bekomme auch von meinen KollegInnen diese Einschätzung. Außerdem habe ich keinen anderen Beruf und neben dem Umgang mit Menschen kann ich nicht wirklich irgendetwas anderes sehr Kompetent. Ich habe in der Arbeit auch einen Umgang gefunden, indem ich Dinge die in die falsche Richtung führen können nicht mache – so halte ich bewusst abstand und Distanz.

Meine Zukunftsperspektive war, dass ich einen Bereich für mich suche, der für mich weniger relevant ist. ... , im Amt, arbeit mit Erwachsenen. Über diesen Weg wollte ich dauerhaft vermeiden, dass ich für jemand gefährlich werden kann.

Dies hat sich nun geändert. Meine Frau wurde ungewollt schwanger. Ich bin Vater, von einem Mädchen. Ich kann so nicht weitermachen. Ich kann meinen Lösungsweg nicht gehen, ich kann sie nicht vermeiden und ich kann auch eine distanzierte Beziehung aufbauen. Ich denke dass währe einfach das falsche.

So geht kein Weg daran vorbei, dass ich an mir arbeite, etwas verändern muss. Vermeiden ist leider kein Weg mehr.

Ich hoffe, dass sie mir einige hilfreiche Informationen geben können. Ich habe furchtbare Angst vor dem was passieren kann.

Wenn ich eine Therapie machen will, gehe ich dann zum Psychiater meiner Wahl?

Muss dieser der Krankenkasse oder irgendjemand anderem eine Diagnose mitteilen, aus der hervorgeht, um welches Problem es sich bei mir handelt? Ist er oder die TherapeutIn/Psychater meldeplichtig oder meldeberechtigt und wenn ja unter welchen Bedingungen.

Ist meine Hoffnung, dass es therapierbar ist berechtigt oder hat es eher schlechte aussichten. Ich finde dazu einfach keine Informationen.

Ich komme aus dem Raum ... , gibt es hier eine von ihnen zu empfehlende Anlaufstelle.

Ich hoffe sie können mir weiterhelfen.

Mit freudlichen Grüßen

Endito*

*Es tut mir leid, dass ich hier unter falscher Identität erscheinen muss.

 

 

 

 

Hallo Herr ... ,

 

Sie können ganz einfach mit Ihrer Krankenkassenkarte einen krankenkassenfinanzierten Psychotherapeuten ihrer Wahl aufsuchen und bis zu drei probatorische Sitzung wahrnehmen. Mit diesem können sie die technischen Details, wie Schweigepflicht etc. besprechen.

Eine Meldpflicht besteht normalerweise nicht, sondern, im Gegenteil Datenschutz. Eine Meldepflicht könnte nur angenommen werden, wenn dadurch aktuell eine erhebliche Straftat abzuwenden wäre. Wenn sie also dem Therapeuten erklären, dass sie nach der Therapiesitzung in einer Drogerie ein Stück Seife stehlen wollen, wäre das kein Grund, dass der Therapeut deswegen den Datenschutz verletz. würden Sie ihm aber erklären, sie wollen nachher einen Menschen töten, dann würde jeder halbwegs gesunde Therapeut sofort die Polizei benachrichtigen.

Informationen über pädophile Neigungen sind auch kein Grund für die Verletzung des Datenschutzes. Informationen über eine beabsichtigte pädophil motivierte Straftat, damit sind aber nicht vorgetragene Phantasien gemeint, würde ich für ausreichend halten, dass der Datenschutz eingeschränkt ist.

 

Gemeinhin muss der Therapeut aber eine Diagnose stellen, wenn er von der Krankenkasse die Kostenübernahme von weiteren Therapiestunden erhalten will. In dem Fall müsste er gegebenenfalls Ihr Therapiethema etwas umformulieren, aber Krankenkassentherapeuten sind wahrscheinlich wahre Meister im Umformulieren.

Wenn Sie das alles nicht wollen, suchen Sie sich einfach einen privat finanzierten Therapeuten, der niemanden außer Ihnen gegenüber verantwortlich ist.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Sonntag, 12. Juni 2005 14:54

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Hilfe

 

Guten Tag!

Ich habe schwule und pädophile Neigungen. Ich verabscheue mich deswegen und bin wegen Depressionen und Zwangsneurosen in psychiatrischer Behandlung.

Ich soll einer Psychotherapie überwiesen werden. Leider traue ich mich nicht, meinem Psychiater von meinen Neigungen zu erzählen, ich gestand sie mir selbst erst vor kurzem ein. Ich kann mich sehr gut mit ihrer Aussage identifizieren, dass Pädophile selbst die größten Pädophilenhasser/-jäger sind, genauso geht es mir auch im Hinblick auf die Homosexualität. Ich verabscheue Schwule und Pädophile. Wissen sie, ich würde gerne ein ganz normales Heterosexuelles Leben führen. Ich möchte diese Bisexuellen Neigungen loswerden. Ich möchte frei lieben können, ich bin auch verliebt in gleichaltrige Mädchen (ich bin 19), nur mit der Sexualität stimmt es nicht.

Ich ... dafür, für diese Schwäche, dies nicht unterdrücken zu können, hasse ich mich. Es tut mir so schrecklich leid, danach verfalle ich immer in Waschzwänge, Depressionen und Zwangsgedanken. Ich habe schreckliche Angst, all meine Freunde zu verlieren, ich fühle mich so schmutzig. Ich träume von Heirat und einer glücklichen Zukunft als 100% Heterosexueller.

Was raten sie mir? Soll ich meinem Psychiater davon erzählen? Oder soll ich alles erst in der Psychotherapie dem Therapeuten offenbaren? Da gibt es noch ein Problem: Ich bin nächstes Jahr mit der Schule fertig und möchte sehr weit weg studieren. Wie soll ich das dann mit dem Psychiater/der Therapie handeln?

Ich müsste mir dann dort erneut einen Therapieplatz suchen, was wieder sehr lange dauern kann. Ich hasse mich so sehr, habe aber Angst vor dem Tod, das ist wohl der Grund, weshalb ich noch am Leben bin. Es gelang mir für sehr lange Zeit, die Neigungen zu ignorieren/zu unterdrücken, aber vor kurzem sind sie stärker als je zuvor ausgebrochen. Ich fühle mich auch so, als hätte ich gar kein Recht darauf, eine Freundin zu haben. Würde mir eine Beziehung vielleicht helfen? Aktiv als schwuler und pädophiler zu werden, kann ich mir im Moment nicht vorstellen, aber manchmal sind die Neigungen so stark und ausgeprägt, dass ich nicht weiß, ob ich standhalten kann.

Mit bestem Dank!

...

 

 

 

 

Hallo ... ,

ich geh mal davon aus, dass Sie in der nächsten Zeit mit einem kompetenten Psychotherapeuten zusammen kommen werden, mit dem Sie in aller Ruhe und vertrauensvoll die Ihnen wichtigen Themen besprechen können.

Sie werden dann mit Sicherheit einen guten Weg finden, sich so zu entwickeln, dass es Ihnen besser geht als heute und dass Sie niemanden Schaden zuzufügen brauchen.

Wenn Sie die Therapie beenden müssen, weil Sie an einem anderen Ort studieren wollen, wird das auch machbar sein, denn auch an Ihrem Studienort wirde es Menschen geben, denen Sie sich anvertrauen können.

Im übrigen sind homosexuelle Neigungen nun sicher kein Problem, denn es gibt genügend Männer, die diese Neigungen auch haben und wenn sich zwei Männer dabei begegnen, wen sollte das stören.

 

Für die reale Umsetzung pädophiler Neigungen trifft das so nicht zu, von daher ist es sicher gut, wenn sie sich mit diesem Thema im Rahmen einer Psychotherapie oder Beratung auseinandersetzen.

 

Ich wünsch Ihnen einen guten Weg und wenn es mal klemmen sollte, schreiben Sie mir ruhig.

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Samstag, 1. Januar 2005 12:42

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Anfrage bzgl. eines sexuellen Problems

 

Guten Tag (und ein frohes neues Jahr!),

durch die Suchmaschine "Google" habe ich Ihre Website gefunden, wo ich eine abgebildete Email gesehen habe, die auch mein Problem wiederspiegelt.

Es fällt mir sehr schwer, dass Problem anzusprechen, und bisher habe ich mit noch keinem Menschen auf dieser Welt darüber gesprochen, die (scheinbare) Anonymität im Internet hilft mir hier allerdings sehr viel weiter um diesen Schritt zu gehen.

Ich vermute nicht nur, ich weiss leider, dass bei mir eine pädophile Neigung besteht, und dies belastet mich sehr.

Eines noch vorweg: Ich kann garantieren, dass es NIEMALS zu Übergriffen meinerseits gegenüber Kindern kommen wird, vorher würde ich mir etwas antun.

Auch würde ich niemals den Versuch starten, mir Bilder von Kindern im Internet zu suchen, sprich Bilder auf Pädophilenseiten. Erst einmal würde mich das noch mehr belasten, wenn ich zumindest "nur" am PC meinen Neigungen nachgehen würde, zum anderen will ich mich mit dem Besuch solcher Seiten auf gar keinen Fall strafbar machen.

Außerdem denke ich, würde es das Problem nur verschlimmern (und die Neigung).

Und wie gesagt, dass Problem mit der Ethik. "Leider" bin ich zudem auch noch sehr gläubig, was die Sache noch zusätzlich erschwert, mit der Neigung umgehen zu können.

Jedoch belastet es mich sehr, dass diese Gedanken, wenn ich TV schaue und nur Kinder sehen brauche, sehr, da diese Gedanken zwanghaft auftauchen und ich zur Zeit nichts dagegen machen kann.

Eigentlich hatte ich diese Neigung schon seit meiner Jugend (zur Info: Ich bin ... Jahre alt, jung, wie auch immer).

Meine Frage ist nun ganz konkret, ob es Möglichkeiten gibt, Hilfen in Anspruch zu nehmen, bei Stellen wo man nicht direkt als Perverser abgestempelt wird (was ich in meinen Augen aber bin), sondern wo einem jemand unvoreingenommen helfen kann.

Konkret suche ich Stellen im Großraum ... , da ich nicht besonders mobil bin (besitze kein Auto).

Außerdem könnte ich mir Fahrkarten in weiter entfernte Gegenden nicht leisten.

Ist das strafrechtlich relevant, wenn man so eine Neigung äußert, jedoch niemals auffällig deswegen in Erscheinung getreten ist / in Erscheinung treten wird, sprich, kann zum Beispiel ein Psychiater deswegen eine Zwangseinweisung vornehmen?

Statt einer jahrelangen Therapie, wo ich wahrscheinlich alles aus meinem Leben erzählen muss, würde ich, sofern ich die Möglichkeit dazu hätte, gerne "Androcur" verschrieben bekommen, dies bekommt man entweder in niedrigen Dosen um Haarausfall aufzuhalten, oder in höhere Dosierung, um Triebtäter zu "dämpfen".

Es ist also da, um den Sexualtrieb zu dämpfen, was mir sehr recht wäre. 

Hätte ich eine Chance, dieses Medikament zu bekommen, oder bekommen das nur Triebtäter, bzw. übernimmt eigentlich die gesetzliche KK die Kosten für das Medikament (es ist seht teuer).

Ich sehe mich nicht als "tickende Zeitbombe" die eine Gefahr darstellt, und dies will ich einem Arzt auch nicht vorspielen.

Es ist eher ein "stilles" Problem, was mich nicht erst seit kurzem sehr belastet.

... 

Ich bedanke mich in jedem Fall für Ihre Antwort,

mfG

 

 

 

 

 

Hallo ... ,

in einer guten Therapie müssen Sie überhaupt nichts gegen Ihren Willen tun. Sie müssen also auch niemanden aus Ihrem Leben erzählen.

Wenn Sie bestimmte Dinge in Ihrem Leben verändern wollen, dann würde ich Ihnen eher zu einer guten Psychotherapie raten, als zur Einnahme von Medikamenten, die ja an der Sache selbst nichts ändern, sondern nur das Symptom bekämpfen.

Das ist genau so sinnvoll, als wenn Sie unter Schlaflosigkeit leiden und jeden Tag Schlafmittel einnehmen. Langfristig betreiben Sie damit Selbstzerstörung. Wer das nicht will, sollte sich den hinter wichtigen dahinterstehenden Themen stellen und sich damit auseinandersetzen, was ihm den Schlaf raubt. Erst in der konstruktiven Auseinandersetzung kann eine Lösung gefunden werden, die es überflüssig macht, nicht einschlafen zu können.

Hier noch ein paar Adresshinweise:

 

...

 

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: 

Gesendet: Donnerstag, 16. Dezember 2004 22:20

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Anfrage zur Hilfe

 

Sehr geehrte Herren(?),

wir möchten uns hiermit an Sie wenden da in unserer Bekanntschaft ein Problem aufgetreten ist mit dem wir nicht umgehen können. Und bei der Suche im Internet sind wir auf Ihre Beratungspraxis aufmerksam geworden.

Einer unserer Bekannten ist pädophil und fühlt sich als ...jähriger Mann zu Jungen hingezogen. Er scheint es auch nicht als kriminell anzusehen.

Nun möchten wir ihn nicht anzeigen sondern ihm helfen aus dieser Situation heraus zu kommen – obwohl wir nicht wissen ob er das will. Er weiß auch nicht, dass wir es wissen. Wir wollen ihn allerdings auch nicht falsch ansprechen zu diesem Thema. Deshalb benötigen wir Ihre Hilfe.

Wie geht man als eng Bekannter damit um? Was muss man tun? Wie kann man ihm helfen seine Situation zu begreifen? Und wie kann man helfen dass er sich Hilfe nimmt?

Wir wissen nicht, ob er sich nur hingezogen fühlt oder auch tätig ist.

Wir bedanken uns schon jetzt für Ihre Unterstützung.

 

 

 

 

 

Hallo ...,

 

 

Sie schreiben: "Wir wissen nicht, ob er sich nur hingezogen fühlt oder auch tätig ist."

 

Aus welchen Gründen sind Sie der Ansicht, dass Ihr Bekannter pädophil sei?

 

Wenn Ihr Bekannter pädophile Neigungen hat, können Sie, wenn Sie sich einem solchen Gespräch mit ihm gewachsen sehen, das Thema ansprechen. Letztlich bleibt es aber in der Verantwortung Ihres Bekannten zu entscheiden, ob er z.B. Beratung oder Therapie nutzen will, um sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Neigungen sind als solche nicht strafbar. So lange Ihr Bekannter die entsprechenden rechtlichen Regelungen respektiert, die pädophile Kontakte zwischen einem Erwachsenen und Kindern, bzw. auch Jugendlichen (StGB § 174 ff) untersagen, wird man es auch respektieren müssen, wenn er für sich eine Auseinandersetzung mit dem Thema ablehnen sollte.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Mittwoch, 25. August 2004 22:20

An: info@maennerberatung.de

Betreff: Problem

 

Hallo!

Ich bin 27 Jahre alt und vermute, dass ich eine pädophile Neigung habe. Kann man da was gegen machen???

Bitte informieren Sie mich, bei wem ich in ... eine Therapie machen könnte, bzw. wo ich eine Liste mit den entsprechenden Ansprechpartnern finde!

Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich als ... nicht genug Geld für ein Honorar habe. Ich möchte auch keine Online-Beratung. Wissen Sie, ob die Krankenkasse so eine Therapie bezahlt?

In der Hoffnung auf eine Antwort...

...

 

 

 

 

Hallo ...,

 

ob Sie etwas "gegen" eine eventuell bestehende pädophile Neigung "machen können", weiß ich nicht. Sicher können Sie im Rahmen einer guten Beratung oder Therapie sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Dies führt vielleicht dazu, dass Sie verantwortungsbewusst mit Neigungen umgehen, die für andere, wie z.B. Kinder problematisch oder schädlich sind. 

Nicht jeder der pädosexuell orientiert ist, muss deswegen auch Kinder für seine Bedürfnisse sexuell benutzen. Es gibt ja auch viele Leute, ich denke so 10 Prozent der Menschen, die gelegentlich Mordgedanken hegen, diese in der Regel aber nicht umsetzen.

 

Wenn Sie über Krankenkasse versichert sind, können Sie mit ihrer Krankenkassenkarte einen beliebigen Psychotherapeuten kostenlos aufsuchen. Wer da in ... zu empfehlen ist, kann ich Ihnen nicht sagen. Probieren Sie es einfach aus.

 

Gruß Peter Thiel

 

 

 

 


zurück